Test: Alesis M1 Active MK3, Studiomonitore

5. November 2018

Kompakte Referenz zum günstigen Preis

alesis m1 active mk3

Die Alesis M1 Active MK3 folgt einer langen Tradition von Studiomonitoren und präsentiert sich als klang- und leistungsstark. Erstaunlich ist ebenso der recht geringe Stückpreis, auch wenn man dafür einige Kompromisse in der Ausstattung hinnehmen muss. Ob die Abhöre überzeugen kann, lesen Sie in diesem Test.

Alesis setzt in der Produktwerbung die Messlatte hoch an. Referenzklasse und Präzision werden für alle Studioanwendungen versprochen, seit über einem Jahrzehnt sei Alesis im Lautsprecherbau sehr erfolgreich. Ehrlich gesagt war mir das neu und da ich die Vorgänger nicht kenne, darf sich dieser als Einzelmonitor verkaufte Lautsprecher gerne bei mir beweisen. Ob ihm das wohl gelungen ist?

Grundlegendes zum Alesis M1 Active MK3

Alesis M1 Active MK3

Der mattschwarze Monitor wird in einem schicken Karton mit Netzkabel und großflächigen Klebepads zur Dämpfung und Schonung des Untergrundes geliefert, die Anleitung gesellt sich dazu. Bei nur wenigen Elementen auf der Rückseite ist diese ohnehin fast überflüssig. IEC-Kaltgerätebuchse mit Sicherung und Kippschalter, ein Lautstärkeregler, der bei Nullstellung auch kein Signal durchlässt, sowie Betriebsanzeige und TRS-Kombibuchse. An diese werden symmetrische Kabel mit XLR- oder 6,35 mm Klinkenstecker angeschlossen. Eine Verriegelung fehlt zwar, trotzdem sitzt der Stecker fest und rastet ein. Einstellmöglichkeiten zur Raumanpassung gibt es ebenfalls nicht. Das kann ich in dieser Preisklasse verzeihen, nicht aber die ebenso fehlende, automatische Abschaltung – das ist mir dann doch etwas zu minimalistisch. Wie viele der aktuellen Abhören, die ich auf dem Tisch hatte, folgt Alesis auch dem Trend der runden Seitenkanten.

Alesis M1 Active MK3 Rückseite

Interessant finde ich das Format der Alesis M1 Active MK3. Durch die relative Gehäusebreite im Verhältnis zum 5″-Woofer wirkt sie durch die niedrige Bauhöhe etwas gemästet. Dies mag klangliche Gründe haben, denn die zwei frontalen Bassreflexrohre sitzen recht nah an den Seiten. Die Box ist mit 5,5 kg relativ schwer und misst 27 cm in der Höhe, 18,5 cm in der Breite und ist 24 cm tief. Das recht dickwandige MDF-Gehäuse ist vinylbeschichtet und die Front mit einer Soft-Beschichtung versehen. Ausprobiert habe ich es nicht, jedoch dürfte das Material Kratzer schwerlich verzeihen.

Optisch ist das ganz toll, weil die Treiber gut in der Front eingefasst sind und man somit keine Schrauben sieht. Haptisch aber wirkt das Ganze immer etwas staubig. Gemessen am Preis ist die Verarbeitungsqualität zwar gut, jedoch fühlt man an den Kanten bei meinen Exemplaren hier und da einige Unebenheiten.

Die Rückwand ist aus Metall und verschraubt, das gilt auch für das Anschlussterminal. Der gummierte Lautstärkeregler hat einen ordentlichen Widerstand, wackelt allerdings auch spürbar. Alesis hätte besser auf ihn verzichtet und stattdessen ein vertieftes Poti zur Anpassung der Eingangsempfindlichkeit wählen sollen.

Alesis M1 Active MK3 Schriftzug

Nach dem Einschalten illuminieren die Alesis M1 Active MK3 auf Front- und Rückseite. Hinten informiert eine hellblaue LED über den Betriebszustand, vorne versichert der Schriftzug „ACTIVE“ unmissverständlich, dass ohne Strom nichts geht. Praktisch, wäre ich nicht drauf gekommen.

Alesis M1 Active MK3 Terminal

Unpraktisch ist, dass die recht helle Schrift lichtempfindliche Menschen stören kann. Im abgeschalteten Zustand ist dieser hingegen kaum sichtbar. Die Boxen wirken nicht nur durch das haptische Alesis Logo modern und durchaus professionell.

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