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Test: Kilpatrick Audio Carbon, MIDI-CV/Gate-Sequencer


Sequencer im Arcade-Style

Kilpatrick Audio Carbon ist ein MIDI-CV/Gate-Sequencer der kanadischen Firma Kilpatrick Audio für den als Vorbild das recht erfolgreiche K4815 Pattern Generator Modul diente. Bis zu sechs Klangerzeuger können gleichzeitig über separate Sequenzen gesteuert werden, die sich nach Herzenslust in Echtzeit transformieren, verschieben, verkürzen, verlängern und zerstückeln lassen. Neben seiner Hauptaufgabe als Standalone-Hardware-Sequencer ist der Kilpatrick Audio Carbon auch als reines MIDI-CV/Gate-Interface für PC und Mac nutzbar.

Kilpatrick Carbon

Kilpatrick Carbon

Auf den ersten Blick

Das grauweiße Gehäuse des Kilpatrick Audio Carbon besteht aus robustem Metall und hat die einladende Form eines Pultes. Seine Maße betragen 19,7 cm in der Breite, 20,3 cm in der Tiefe und 7,6 cm in der Höhe, wobei er ein Gewicht von 1,8 kg auf die Waage bringt. Die Bedieneroberfläche ist mit sechs multifunktionalen Encodern bestückt, die von LED-Kränzen gesäumt werden und – je nach Menüauswahl und Belegung – in unterschiedlichen Farben leuchtend bei der Orientierung helfen.

Obwohl es sich beim Carbon um einen Step-Sequencer handelt, wird er nicht wie ein Lauflicht-Sequencer programmiert. Daher dienen die insgesamt 19 Drucktaster zur allgemeinen Steuerung, Menü-Navigation und zur Auswahl der Tracks und Scenes (Sequenzen), nicht aber zum Anwählen einzelner Steps.

Das LCD Display ist der Kernpunkt des Carbon. Hier werden im Stil eines alten Arcade-Spieles alle 64 Steps und die sechs Tracks einer Scene grafisch dargestellt, alles weitere wird in Textform angezeigt. Leider fällt das Display recht klein aus (7,8 cm Höhe und 4,6 cm Breite), obwohl die Bedieneroberfläche Platz für ein doppelt so großes Display bieten würde, wenn die Encoder weiter außen säßen.

Rückseitig befinden sich sämtliche Anschlussmöglichkeiten zu denen eine üppige Anzahl an analogen Ausgängen gehören: 4 x CV, 4 x Gate, 1 x Clock und 1 x Reset.

Nicht alle Mono-Miniklinkenkabel können mit Carbon verwendet werden, da er bei einem zu breiten Isolator nur Störgeräusche ausgibt, was an den zu nah aneinander liegenden Kontakten der Buchsen liegt. Die CV-Ausgänge können wahlweise mit 1 oder 1,2 Volt pro Oktave betrieben werden.

Des weiteren gibt es zwei MIDI-Ausgäne, einen MIDI-Eingang, einen USB-Anschluss für PC und Mac und als Besonderheit einen USB-Host für weitere MIDI-Interfaces, MIDI-Controller oder zur Stromversorgung von USB Geräten bis 500 mA.

Mit dem ein Ein- und Ausschalter wird nicht einfach nur der Carbon aktiviert, sondern auch der Standalone- oder Interface-Modus angewählt. Direkt daneben befindet sich der Anschluss für das im Lieferumfang enthaltene 24 Volt Netzteil.

Insgesamt ist die Hardware sehr hochwertig verarbeitet, die Encoder wackeln nicht, haben einen gerasterten Regelweg und auch die Drucktaster wirken solide und langlebig.

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Kilpatrick Audio Carbon

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