Test: Korg Legacy MS-20, Polysix und Wavestation VST

24. Juni 2004

MS-20, Wavestation und Polysix als VST

Gerüchteküche

Vor einem Jahr kursierten im Internet die ersten Gerüchte, dass Korg ganz nach dem Trend der Zeit, drei seiner ganz großen Synthesizer Klassiker in virtueller Form wieder beleben will. Die Verkaufsschlager aus 3 Epochen der Synthesizergeschichte sollten es sein. Der MS-20 von 1978, der Polysix aus dem Jahre ’81 und die Wavestation von 1990. Als ein Softwarepaket, zusammen mit dem wohl kultigsten Midicontoller der Welt, machte die Legacy Collection die Sensation perfekt. Sie war eines der Highlights auf der diesjährigen Musikmesse und ist seit nunmehr drei Monaten im Handel verfügbar. Die Frage aller Fragen ist natürlich: Klingen die drei Software Synthesizer wirklich so wie ihre Originale? Es folgt die Antwort aller Antworten.

Zwischen-Kommentar der AMAZONA.de-Redaktion

So lautete das Vorwort im Jahr 2004. Inzwischen sind 10 Jahre vergangen und die Legacy Collection ist zwischenzeitlich deutlich gewachsen. Hinzugekommen sind mittlerweile VST-Versionen der Korg M1 und auch der kultige Korg Mono/Poly wurde erfolgreich wiederbelebt. Zu haben ist jedes dieser Plug Ins inzwischen für schlappe 49,- US$ im Korg Online Store. Nur der kultige MS20-Controller ist längst ausverkauft und wird auf eBay zwischen 160,– und 180,– Euro gehandelt.

Nun viel Spaß mit dem Test aus dem Jahr 2004 – Eure AMAZONA.de Redaktion.

Polysix und MS-20 vereint in der Legacy

Die Legacy Cell

Diese schicke Kommandozentrale ist der Mittelpunkt der Lagacy Collection. Die Struktur ist einfach erklärt. Man nehme zwei Synthesizer, versieht diese jeweils mit zwei Insert-Effekten und schickt das ganze in ein Mischpult, an dem ebenfalls zwei Master-Effekte hängen können.

Doch Vorsicht: Die Legacy Cell ist aus mir unbekannten Gründen nur für den MS-20 und den Polysix gedacht. Die Wavestation lässt sich leider nicht einbinden. Ärgerlich! Die Gestaltung der Oberfläche ist sehr übersichtlich und kann für den Fall der Fälle mit ein paar Klicks aufs Nötigste reduziert werden. Ganz oben lassen sich die vier Hauptbildschirme der Legacy Cell aufrufen. Neben dem hier abgebildeten Performance-Fenster, kann man sich die zwei verwendeten Synthesizer und ein Combination-Fenster anzeigen lassen. Letzteres dient der Definition von Keyboard- und Velocityzonen und bestimmter Midi-Filter-Einstellungen. Die zwei Synthesizer-Fenster gleichen den normalen Instrument-Ansichten und beinhalten auch die gewählten Insert-Effekte.

Hier werden MS-20 und Polysix in der Legacy gemixt

Im Performance-Fenster lassen sich dann diese zwei Synthesizer mischen und mit Master-Effekten versehen. 128 dieser Kombinationen können hier angewählt und abgespeichert werden. Der strukturelle Aufbau des derzeitigen Klangs und die CPU-Auslastung wird dabei immer rechts oben angezeigt. Unter den beiden Master-Effektgeräten befindet sich dann noch das Mischpult und der Performance Controller, dessen Design ganz dem von Korg erhältlichen Midi-Keyboard MicroControl entspricht. Das ist natürlich kein Zufall, denn über den so genannten Native Mode kann eine eins zu eins Verbindung zwischen Legacy Cell und diesem Keyboard hergestellt werden. Das ist einerseits pure Verkaufsstrategie, andererseits aber auch eine wirklich praktische Sache. Trotzdem kann aber auch jeder andere, beliebige Midicontroller mit nur einem Rechtsklick einem Poti zugewiesen werden.

Die Effekte

Gleich 19 Effektgeräte befinden sich an Bord der Legacy. Neben den Standard Reverb-, Delay-, und Modulations-Effekten gibt es auch spezielle Vertreter, wie den Talking Modulator oder eine Simulation des Polysix Ensemple-Effekts. Für die Dynamikbearbeitung stehen die üblichen Kompressoren, Limiter und EQs zur Verfügung. Jedes Gerät hat dabei 128 Speicherplätze für eigene Effektkreationen. Auch hier lassen sich wieder viele der Effektparameter durch Midicontroller, Velocity oder Aftertouch modulieren. Erfreulicherweise findet man diesen riesigen Effekte -Fuhrpark auch im VST Ordner seines Sequenzers wieder. Einen echte Bereicherung, auf die in der Produktreklame kaum hingewiesen wird.

Was bieten die drei PlugIns

Nun, zu nächst einmal den vollen Funktionsumfang der Original-Geräte. Jeder Synthesizer ist mit liebevoll gestalteten Grafiken versehen, wobei MS-20 und Polysix, eine Komplettansicht der Synthesizer bieten. Diese ist zwar schön anzusehen, erweist sich aber als unpraktisch in der Bedienung. Zum Glück gibt es da das Edit-Fenster, in dem die Bedienelemente ergonomisch zur Bearbeitung am Bildschirm ausgerichtet sind. Hier entdeckt man beim MS-20 und Polysix Bedienelemente, die am Original nicht zu finden sind. Die Bedienoberfläche der Wavestation hat dagegen nicht mehr viel mit dem realen Gerät gemein, ist aber dem Original weit überlegen. Besitzern der echten Wavestation dürfte „spontane Bedienung“ sowieso ein Fremdwort sein und so ist das Editieren der Sounds mit der Legacy Collection endlich eine echte Freude. Bleibt noch festzuhalten, dass alle drei Synthesizer 32-stimmig sind. Ja, auch der MS-20! Da ist es nur all zu dumm, dass mein Rechner (Athlon 1200) schon bei einer Stimme komplett ausgelastet ist. Wer mit den Daten des realen Korg MS-20 und des Polysix noch nicht so vertraut ist, dem empfehle ich an dieser Stelle die Testberichte aus dem Amazona Archiv. Hier kann man sich auch gleich einen Eindruck von den klanglichen Möglichkeiten der Originale verschaffen. Von daher möchte ich hier auch nur auf die Besonderheiten der beiden virtuellen Geräte aus der Legacy Collection eingehen.

Korg Legacy MS-20

Einer der ganz großen Klassiker! Sein quietschender und leicht quäkiger Sound hat ihn berühmt gemacht. Mit einer Patchfeld zum Experimentieren und den erstaunlich kleinen Außenmaßen wurde er zum Verkaufschlager. Und auch heute noch wird er, für das was er ist, geliebt. Angesichts der momentan noch horrenden Gebrauchtmarktpreise wurde Korg quasi gezwungen ihn wieder zum Leben zu erwecken. Schön ist, dass man den MS-20 nicht nur auf dem Computerbildschirm in neuem Glanz erstrahlen sieht, sondern auch was zum anfassen hat. Zum Controller komme ich aber gleich noch. Viel wichtiger ist erst einmal die Frage, was den neuen MS-20 vom Alten unterscheidet.

Auf jeden Fall nicht viel, und das ist ganz im positiven Sinne gemeint. Man darf hier wirklich von einer extrem konsequenten Umsetzung sprechen. Bedienverhalten und Klang sind sehr nah am Original. Einige neue Bedienelemente sind beim virtuellen MS-20 hinzugekommen. In der Edit-Ansicht gibt es auf der rechten Seite ein erweitertes Bedienfeld mit zusätzlichen Funktionen, die das Original nicht bietet. Dazu gehören Einstellungen für die verfügbare Stimmenanzahl im Poly- sowie Unison-Mode. Des Weiteren gibt es einen Bereich, in dem zwei Midi-Signale als Modulationsquelle definiert werden können. Quellen sind Velocity-, Keyboard- Tracking-, Pressure-, Modulationsrad-, Bitchbend- und Breath-Controller-Daten. Die zuweisbaren Ziele sind Cutoff, Pulsbreite, FM, VCO Pitch, AMP und die Amount-Regler des LFOs. Das Steckfeld ist mit dem des Originals absolut identisch. Kabelverbindungen zieht man entweder per Drag & Drop oder man bedient sich der Kabel am Controller. Will man ein externes Audio-Signal bearbeiten, so kann man den MS-20 auch als separaten VST Effekt aufrufen. Dem Verfremden von Drumloops und Vocals steht also nichts im Wege.

Schauen oder besser hören wir uns nun die klanglichen Unterschiede an. Beide Geräte wurden mit exakt gleichen Einstellungen in Einklang gebracht, wobei auch spezielle Funktionen des Legacy MS-20, wie Unison oder Analog Boost ausgeschaltet wurden. Die Beispiele sind zum Teil sehr analytisch aber dafür auch sehr aufschlussreich. Der Legacy MS-20 fängt jeweils an, gefolgt vom originalen analogen MS-20.

Wie zu erwarten, gibt es bei dieser direkten Gegenüberstellung einige Unterschiede. Dabei sollte man jedoch auch folgendes beachten. Nicht jeder MS-20 klingt auf Grund von Bauteil-Tolleranzen gleich und so kann es durchaus sein, dass der im Test verwendetet MS-20 etwas außerhalb der Norm liegt. Die Treppcheneffekte in den Filterfahrten sind für Software Synthesizer im Allgemeinen sehr typisch. Selbst Korg’s neue Component Modeling Technologie kann das leider nicht verhindern. Letztendlich kann man jedoch sagen, dass der komplexe Klangcharakter des MS-20 sehr gut getroffen ist. Dabei klingt der Legacy MS-20 aber etwas sauberer und nicht so aggressiv wie das Original.

Zu Abschluss noch ein paar Klangproben eines polyphonen MS-20. So etwas kann das Original nicht. Sehr hörenswert!

Korg Legacy MS20 USB-Controller

Die Legacy Collection ist das erste Software Instrument, das speziell mit einem Hardware-controller ausgeliefert wird, der trotz seines eindeutigen Äußeren nicht nur zum Ansteuern des MS-20 zu gebrauchen ist. Sechzehn Prozent kleiner als das Original und mit einem USB-Anschluss, statt einem Stromkabel versehen, ist er Dank kompletter Midi-Implementierung auch zum Fernsteuern anderer VST-Instrumente geeignet.

Korg MS-20 Controller

Zum Ansteuern von Hardware-Geräten fehlt ihm aber leider eine Midi-Out Buchse. Und das ist wirklich schade, denn so ist der Controller nur zusammen mit einem Rechner zu gebrauchen. Die Verarbeitung macht einen hochwertigen Eindruck. Nichts wackelt oder klappert und die Potis laufen angenehm. Die kleine Tastatur, die man schon beim MicroKorg gesehen hat, ist gewöhnungsbedürftig, macht sich in der Praxis aber besser, als es der erste optische Eindruck vermuten lässt. Das Steckfeld ist im Gegensatz zum Original mit 3,5mm Klinken-Buchsen ausgelegt, die jedoch nur zum Verkabeln der virtuellen MS-20 Module vorgesehen sind. Wer glaubt, hier könne man Signale abgreifen oder einleiten, liegt leider falsch. Diese Möglichkeiten hätten aber auch sicher den Produktionsaufwand und Kostenrahmen gesprengt.

Korg Legacy Polysix

Damals war er einer der ersten erschwinglichen polyphonen Synthesizer und das Pendant zu den Juno Synthesizern von Roland. Heutzutage, wohl oft unterschätzt, ist er noch relativ oft und günstig auf den Gebrauchtmarkt zu finden. Der Polysix bietet trotzdem einige Interessante Möglichkeiten, die gerade in Verbindung mit dem MS-20 in der Legacy Cell gut zur Geltung kommen. Ich empfehle an dieser Stelle noch einmal den Testbericht zum Polysix aus dem Amazona Archiv, um einen besseren Überblick über alle Funktionen zu bekommen. Was sind nun also die Unterschiede zur Software? Wenn man die zwei Bilder der unterschiedlichen Ansichten vergleicht, stellt man sofort fest, dass es auch hier in der Edit-Ansicht viel mehr Schalter und Knöpfe gibt, was natürlich wieder auf einen größeren Funktionsumfang gegenüber dem realen Polysix schließen lässt.

Zum einen wären da jede Menge Synchronisationsmöglichkeiten für den Arpeggiator und den Modulations-Generator. Taktraten von einer bis zur 1/32 Note können hier ausgewählt werden. Auch das Einspeisen von externen Modulationssignalen ist wieder möglich. Genau wie beim MS-20, nur mit den Zielen von Pulsbreite, Cuttoff, VCA Gain und MG Level. Separate Regler für Unison Detune, Unison Spread und der Analog Regler zum zufallsbestimmten Detunen der Oszillatoren runden das Bild ab.

Korg Legacy Wavestation

Die Wavestation möchte ich an dieser Stelle doch ein bisschen differenzierter unter die Lupe nehmen. Wer sie noch nicht so genau kennt, wird feststellen, dass dieser unscheinbare Synthesizer einiges zu bieten hat.

Basis für die Klangerzeugung der Wavestation sind 484 PCM Samples von denen bis zu vier in einem Patch organisiert sein können. Bis zu acht dieser Patches können letztendlich in einem Performance Programm gelayert oder auf unterschiedlichen Midikanälen gespielt werden. Das allein ist schon ziemlich komplex, aber was die Wavestation nun so besonders macht, ist erstens die Möglichkeit in einem Patch mittels des X/Y Joysticks vier Klänge zu durchfahren und somit ineinander überzublenden und zweitens das Bilden so genannter Wavesequenzen. Diese sind Aneinanderreihungen von beliebigen PCM-Samples, die einmalig oder zyklisch durchlaufen werden können. Die Übergänge der einzelnen Samples, deren Länge, Lautstärke, Panorama und vieles mehr, lassen sich für jeden Step frei definieren.

Korg Wavestation VST

Somit sind nicht nur knackig zerhacke, tempo-synchrone Loops möglich, sondern auch sanft gleitende Wave-Verschmelzungen. Und das auf Oszillator-Ebene, denn eine Wavesequenz an sich, ist wiederum nur einer von vier möglichen Strängen in einem Patch. Erst hier setzen dann auch die obligatorischen Hüllkurven und Filter ihren klangformenden Prozess fort. Veredelt wird das Ganze letztendlich mit zwei von 55 verschiedenen Effekt-Typen. Bei alledem, ist die Bedienstruktur der Legacy Wavestation wirklich gut gelungen und Welten von der realen Wavestation entfernt. Besitzern des Originals wird zudem der Umstieg auf die Software durch die Import Funktion schmackhaft gemacht. Performances, Patches und auch Wave Sequenzen können so via SysEx Files geladen werden. Damit steht der Legacy Collection auch der bestehende Vorrat an Sounds aus dem Internet zur Verfügung. Wer jetzt allerdings glaubt, er könne die Sounds der Legacy Wavestation auch wieder exportieren, muss enttäuscht werden. Es ist leider nicht möglich die Software als komfortablen Editor für die reale Wavestation zu benutzen.

Korg Wavestation VST

Der Soundspeicher der Wavestation ist mit 550 Performances gefüllt, die auf insgesamt 385 Patches zurückgreifen. Organisiert in acht Rom- und drei Ram-Bänken, die jeweils 50 Performances beinhalten. Korg hat es sich dabei recht einfach gemacht und die Bänke mit Sounds der vorhandenen Korg Libraries gefüllt. Somit ist das Preset-Soundspektrum very nineties. Die Wavestation ist aber zu so vielem mehr fähig, als es die Presetsounds einem weiß machen wollen.

Nun wieder der Direktvergleich. Wie man in den Soundbeispielen gut hören kann, fehlt es der Legacy Wavestation etwas an Brillanz. Die Höhen scheinen beschnitten zu sein. Mit einem simplen Exciter könnte man diesen minimalen Unterschied jedoch schnell verschwinden lassen. Das Athmo Sound Beispiel enthält frei schwingende Wavesequenzen, die zeitlich unterschiedlich aufgelöst sind. So kann man zwar auch einen Unterschied hören, aber dieser hat nichts mir der Klangqualität zu tun, sondern liegt einfach an unterschiedlichen Tempoeinstellungen der Wavesequenzen.

Korg Wavestation VST

LEGACY COLLECTION 2014

Korg hat mittlerweile eine ganze Reihe seiner Vintage-Bolide, Analoge wie auch Digitale, wieder als Plug Ins zum Leben erweckt.

Der Preis pro Plug In (Stand April 2014) liegt im Durchschnitt nur noch bei 49,- US $ und kann online im Korg-Shop erworben werden.

Fazit

Die Legacy Collection beeindruckt. Auch die drei hier vorgestellten Plug IN-Clone von Korg MS-20, Korg Polysix und Korg Wavestation, sind drei hervorragend programmierte Alternativen zu den Originalen.

Das Highlight ist dabei ganz sicher die Legacy Cell, in der MS-20 und Poiysix zu einer gewaltigen Klangmaschine verschmelzen. Im aktuellen Shop lässt sich die Legacy Cell allerdings nur im kompletten Bundle (200 $)  mit allen Legacy-Clones erwerben.

Leider lassen sich aber auch dann nicht die Clones von M1 oder Wavestation nicht in die Legacy Cell einbinden. Wirklich schade, denn gerade die Kombination aus brachialen Analog- und filigranen Digital-Sounds hätte dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt. Die Wavestation macht aber auch einzeln eine sehr gute Figur und ist für mich der heimliche Favorit in dem ganzen Paket. Dank der Übersicht und der direkten Bedienung eröffnen sich auch routinierten Wavestation Nutzern ganz neue Möglichkeiten.

Der putzige MS-20 Controller tut natürlich sein übriges, ist aber heute (Stand April 2014) nicht mehr im Korg-Shop erhältlich. Interessenten werden also auf eBay fündig werden müssen, wo der Controller sich mittlerweile bei knapp 200,– Euro einpendelt.

Jetzt, da ich die Möglichkeit hatte einige Stunden die Originale mit der Software zu vergleichen, stellt sich natürlich auch mir die Frage: Was ist besser, Original oder Reinkarnation? Die Antwort: MS-20 und Polysix haben deutlich die Klangästhetik ihrer Vorbilder, können aber dem Klanvergleich zum Original nicht standhalten. Hingegen ist die KORG Wavestation 1:1 vom Original nicht zu unterscheiden.

Dem kreativen, jungen Musiker der nicht vorbelastet ist, wird es wahrscheinlich egal sein.  Wichtig ist, welche Musik man damit macht. Hier spielt Schaffensprozess und Inspiration eine große Rolle. Und genau das ist auch der Knackpunkt, denn das Arbeiten mit den Plug Ins, vor allem auch in Verbund mit dem MS-20 Controller, macht riesen Spaß.

Plus

  • MS20: tolle Kombination aus Controller & Hardware
  • Wavestation: Absolut authentischer Klang
  • Legacy Cell: Tolle Kombination aus MS-20 und Polysix Plug In plus starker Effekte

Minus

  • Polysix und MS-20: GUI sehr banal und schlecht zu bedienen
  • Polysix und MS-20: Soundverwaltung ein Grauen

Preis

  • pro Plug in 49,- US$ im Online Store (Stand April 2014)
  • 200 US$ für ein Bundle aus allen Legacy Plug Ins PLUS Legacy Cell.
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    die legacy cell mit controller (gabs damals so ein 290 euro angebot bei tmann) war damals mein einstieg in die synthesizer welt. ich bin nie davon losgekommen. obwohl ich jetzt lieber analoge hardware bevorzuge finde ich dieses softwarepacket ziemlich gut. ich hab viele lieder damit komponiert.

    zu den hardware voraussetzungen:
    ich hab die legacy cell (zwar ein wenig ruckelig) auf meinem imac g3 zu laufen gebracht. das hat ein wenig gedauert, bis was passiert ist, aber es ging und keine abstürze. aber auf einem normalen g4 läuft das auch sehr gut. aber das
    ist lang her ^^

    ich find, der korg radias (meine neueste kiste ^^) klingt ein wenig wie die legacy cell. es gibt auch ein paar presets die ähnlich klingen. was ich sehr cool finde.

    die legacy collection ist alt, aber immernoch auf platz 1 von den softsynths, die wir haben.

  2. Profilbild
    Goofy

    Schöner Bericht – Glückwunsch. Ich persönlich bin trotzdem für das Original. Einfach so und weil auch das beste PC-System nur eine begrenzte Haltbarkeit hat – Hardwaresynthesizer halten zwar auch nicht ewig, doch nach meiner Erfahrung wesentlich länger.
    Die Legacy Kollection klingt zugegeben saugut und die Zusätze haben auch ‚was für sich – doch trotzdem, Original bleibt Original.
    Auch die Umsetzung des MS-Sounds auf dem Nintendo DS finde ich gelungen, obwohl ich da das Problem habe nicht auf einer Tastatur spielen zu können und keine ‚Knöpfe‘ zu drehen. Jetzt habe ich gesehen, daß Korg den MS 20 mit Sequencer etc. auf das iPad gebracht hat. Die ersten Sequencen bei DETUNE LTD klingen super gut. Aber auch hier wieder das Geschraube an virtuellen Potis – für mich nicht akzeptabel.

  3. Profilbild
    Stephan Merk  RED 1

    Die Legacy Collection liegt auch den microKEY-Controllern bei, wie auch weitere interessante PlugIns, dem kleinsten aber nur der M1 LE. Zu der ewigen Diskussion zur Nachhaltigkeit ist die Legacy Collection ein gutes Beispiel dafür, dass die ursprünglich berechtigten Bedenken heute nicht mehr ganz stimmen. Microsoft ist bemüht um Abwärtskompatibilität, so bin ich sicher, laufen die PlugIns auch locker noch in 20 Jahren, Dann vielleicht aber in einer virtuellen Umgebung. Viel mehr Sorge bereitet mir das Aktivierungssystem, das vielleicht nicht mehr in 20 Jahren nutzbar ist. Auch iOS-Apps, die auf Apples nächster Generation nicht zwangsläufig funktionieren müssen, sind vielleicht viel weniger haltbar, da muss sich die Nachhaltigkeit noch beweisen. Bezüglich Hardware ist ein analoger sicher auch gut zu reparieren, aber bei einer gebrauchten und runtergerittenen M1, bei der Display oder Hauptplatine ausfallen, kann man das auch noch instand setzen?

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      Die kaputte M1 würde nicht repariert werden, einfach eine neue gebrauchte für ein wenig Euros

    • Profilbild
      gaffer  AHU

      Inzwischen sind weitere 3 Jahre vergangen (der Thread läuft seit 8 Jahren) und zur Nachhaltigkeit der iOS Apps ist zu sagen: sehr gut. Sowohl das iPad Pro, als auch mein SE kommen hervorragend damit zurecht. Ich werde mir alle Apps kaufen, 3 mal im Jahr sind sie für 17€ zu bekommen (demnächst wieder etwa Juli/August), MonoPoly und M1 habe ich bereits. Sollte tatsächlich mal ein iOS 27einhalb nicht mehr die Apps unterstützen und ich möchte sie immer noch spielen, kaufe ich halt ein Dutzend gebrauchte SE, die dann zusammen bestimmt weniger als 100 kosten und gut is.

      Der riesige Vorteil der iOS Apps ist der nicht vorhandene Kopierschutz. Was habe ich frustrierte Musiker gesehen, die mehrere Hunderter in Programme gesteckt haben und damit zu mindestens 20% einen Kopierschutz mitfinanzierten, der ihnen gerde dann irren Ärger bereitet hat, wenn sie das Programm einsetzen wollten.

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