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Test: Manley Force, 4-Kanal Preamp

7. September 2015

The American Sound

Der Name Manley lässt so manchem von uns das Wasser im Munde zusammenlaufen. Leider sind die Geräte der amerikanischen Company nicht gerade preiswert, so dass die Anschaffung oft nur ein Traum bleibt. Das hat wohl auch der Hersteller erkannt und stellt nach dem „günstigen“ Channelstrip Core (Test hier) den Vierfach-Preamp Force vor.

Die Frontplatte

Manley Force

Auspacken

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Verpackt ist der Force in einem schlichten weißen Karton. Neben einem Netzkabel liegt noch ein Datenblatt bei. Schade, eine kleine Bedienungsanleitung wäre nett gewesen.

Auf 2 HE sind beim Manley Force vier identische Mikrofon-/DI-Kanäle auf der typischen Frontplatte aus dickem, blau eloxiertem Aluminium untergebracht.

Jede Preamp-Einheit sitzt auf einer dunkleren Blende, die separat in die Front eingelassen ist. Das zeigt Detailverliebtheit, andere Hersteller hätten da eher zum Farbtopf gegriffen.

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Neben dem großen Level-Poti stehen pro Einheit Phantomspeisung, Phase-Reverse und ein LowCut bei 120 Hz zur Verfügung. Der High/Low Button hebt die Eingangsverstärkung um 10 dB an. Alle vier Buttons sind weiß hintergrundbeleuchtet. Je nach Sichtweise verspielt oder witzig präsentiert sich die 7-stellige Pegelanzeige, die einen 90° Bogen beschreibt.

Links neben jedem Level-Poti sitzt die Direct-in Buchse. Ein Netzschalter und eine blaue Betriebs-LED runden die Front ab.

Rückseite

Besondere Beachtung schenke ich dieses Mal der Rückseite, wobei sich diese recht unspektakulär präsentiert. Je vier XLR Ein- und Ausgangsbuchsen und eine Kaltgerätebuchse – das war’s.

Rückseite

Rückseite

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Forum
  1. Profilbild
    MidiDino  AHU

    Danke Armin, dass du so offen und ehrlich bist, darauf hinzuweisen, dass du dir das Gerät nicht anschaffen würdest. Es ist wirklich nicht einfach, als Normalsterblicher einen Einsatzbereich zu finden, es sei denn als zweikaliges Special im Studio. Das Gerät hat jedoch vier Kanäle, die auch alle vier bezahlt werden müssen ;-) In Bezug auf die Besonderheit des Klanges: selbst wenn man nur zwei Kanäle hätte und nutzen würde, sie müssten vom Klang her zum Rest passen. —

    Ernstlich erwogen würde ein Kauf des vierkanaligen Produktes wohl nur von relativ großen Studios, die Besonderes bieten wollen und das Geld dafür haben.

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Hi MidiDino,

      genau das wollte ich ausdrücken. Der Force macht einen eigenen Sound und darauf muss man stehen. Das war bei mir definitiv der Fall, der Kanal für 650,- passt, aber 4 Kanäle für meine Anwendung brauche ich nicht.
      Mit einer 1-Kanal-Version oder API500 Kassette ist eher nicht zu rechnen.
      Ein 2-Kanaler für, sagen wir mal, die 1300,- plus 200,- Aufschlag für Gehäuse+Netzteil wäre mein Deal.
      Für Studios, die als Klientel Bandrecording mit Drums/Bass/Git/Vox haben ist der Force eine ganz klare Empfehlung.

  2. Profilbild
    dr noetigenfallz  

    Also die Sache mit dem Netzbrummen ist ja schon schwach. Ich finde, das müsste auch ein Minus in der Bewertung sein. Schon erstaunlich, dass bei einem Gerät dieser Preisklasse sowas thematisiert werden muss.

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Das Netzbrummen ist kein grundsätzliches Problem, sondern tritt besonders in einer Konstellation auf.
      Ich habe das einfach gegeneinander aufgewogen. In seinem optimalen Arbeitsumfeld, +40 dB voll offen, arbeitet der Manley ohne Fehl und Tadel.
      Wer öfters gainschwache dynamische Mikros benutzen möchte, für den dürfte der Force nicht der optimale Preamp sein, alle anderen dürften sich an seinen klanglichen Vorzügen erfreuen, sofern der Grundcharakter zusagt.
      In den meisten Konstellationen liefert er sehr gute Werte in Bezug auf Rauschen und Brummen, deshalb keine Abwertung.

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