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Test: Marantz PMD661 MKIII, Mobiler Recorder


Wuchtiges mobiles Arbeitstier

Der Marantz PMD661 MKIII ist die dritte Version des mobilen Recorders, der sich von den Vorgängern gleich auf den ersten Blick unterscheidet. Es hat den Anschein, dass die Denon Marantz Group auf Reaktionen der Kunden hört und das Gerät immer besser machen will. Ob das gelungen ist, soll dieser Test zeigen.

Der als Solid State Recorder beworbene Marantz PMD661 MKIII will sich nicht so wirklich zwischen die bekannten Recorder einreihen. Er ist irgendwie anders, das merkt man schon am großen Gehäuse und der Optik. Retro könnte man meinen, ich würde das eher professionell und robust nennen.

So punktet der PMD661 MKIII nicht nur mit einer klassischen und übersichtlichen Bedienstruktur, sondern auch mit Funktionen, die man bei anderen Geräten einerseits vergeblich sucht, andererseits jedoch nicht immer brauchen wird. Marantz sieht als Zielgruppe nicht nur Musiker und Nutzer von Digitalkameras, sondern vor allem auch Reporter und Einsatzgebiete, in denen eine beweissichere Dokumentation erforderlich ist. Dafür sorgt die optionale Dateiverschlüsselung und eine Rettungsfunktion für die SD-Karte.

Das ist auch das einzige unterstützte Speichermedium, auch wenn der Zusatz Solid State einen Festspeicher vermuten lässt. Generell ist der PMD661 MKIII ein langlebiges und zuverlässiges Arbeitstier, dem sicher auch Umwelteinflüsse nicht viel anhaben können. Persönlich habe ich mich auf diesen Test gefreut, denn vor Jahren wollte ich den ersten PMD661 erstehen. Mit etwa 520,- Euro Straßenpreis hat man den Anschaffungswiderstand nun deutlich gesenkt und das bei einem gleichbleibenden Konzept, wenn auch mit äußerlichen Veränderungen.

Ausgepackt

Der gut aufgeräumte und wuchtige Karton enthält neben dem Recorder ein Schaltnetzteil, USB-Kabel (Mini-B), Klinke-Cinch-Kabel, SD-Karte mit 4 GB, Tasche mit Trageriemen und ein Grenzflächenmikrofon mit passendem drei Meter Kabel. Auch ein mehrsprachiges Handbuch liegt bei, das die Gerätefunktionen anschaulich erklärt. Die bei den Vorgängern enthaltene Recording-Software hat Marantz allerdings eingespart.

Eine sinnvolle Ergänzung wäre noch die Kabelfernbedienung RC600PMD gewesen, die man leider extra kaufen muss und die offenbar nicht so leicht zu kriegen ist. Drei Tasten und LEDs zeigen den Betriebszustand an und so muss man laut Marantz nicht immer zwischen Gerät und Aufnahmeposition hin und her laufen.

Der Recorder mit seinem Gehäuse von 3,6 cm Höhe, 9,3 cm Breite und einer Länge von 16,5 cm wirkt wie ein Ziegelstein, ist aber mit einem Nettogewicht von 410 Gramm gar nicht mal so schwer. Irgendwie erinnert er mich an analoge Aufnahmegeräte vergangener Tage. Während die erste Version im Querformat ausgelegt war, hat man das Gehäuse schon ab der zweiten Version etwas handfreundlicher gestaltet. Das recht glatte Kunststoffgehäuse mit den Kunststoffbuchsen wirkt solide, ein Teil der Oberseite ist metallverstärkt, die Klappe für den SD-Kartenschacht knarzt etwas und lässt sich mit dem Fingernagel etwas schwergängig öffnen.

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Klangbeispiele

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    Franz Walsch AHU

    Marantz hat es wieder getan – und es ist leider wieder nur ein halbgares Gerät für zuviel Geld herausgekommen. Sehr schade!
    Mich hat an dem Gerät, wie seinen Vorgängern Marantz PMD620 mkII & Marantz PMD661 mkII, besonders die Verschlüsselung interessiert.
    Aber auch im dritten Anlauf bekommt die Firma das nicht hin. Bei beiden war die Software nur für Windows und zuletzt nur auf der Denon Web-Seite erhältlich (http://mar.....pmd661mkii), heute findet man dort nur eine Mark-Editor Software (Win only) und das letzte Firmware Update von 2014.
    Damit ist dieses Alleinstellungsmerkmal verspielt und so geraten die anderen Details wie Ausstattung, Bedienbarkeit etc. in den Focus.
    Leider finde ich für mich nichts was mich begeistert. Dafür erscheint mir der Preis doch sehr ambitioniert.

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    tubeheat

    Die Verschlüsselung soll doch sicherlich nur verhindern, dass man mal eben schnell kopieren und abspielen kann. Oder sind Deine nicht näher definierten Vorstellungen etwa harte Requirement für solche Field Recorder?
    Gibts denn überhaupt andere Hersteller die bei vergleichbarem Preis etwas bieten, so wie Du es gerne hättest oder erwartest Du möglicherweise etwas zuviel davon?
    Auch ein RME UFX* mit DuRec hat, wenn man es Standalone für Aufnahmen verwendet, keine Verschlüsselungsfunktion. Es ist doch einfaches Recording. Und wie bei einem Handy oder Hausschlüssel muss man halt aufpassen, dass man es nicht unbeobachtet liegenläßt.
    Da finde ich ist der PIN doch ein nettes Feature und anscheinend recht einfach implementiert. Oder möchtest Du noch eine weitere Komplexität wie mit Bitlocker? Das könnte vielleicht Anwender abschrecken, wenn es zu kompliziert wird.

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Marantz PMD661 MKIII

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