Test: MFB Synth & Synth LITE

29. Januar 2003

Fricke MFB Synth

mfb-synth

Frickeln die Zweite!!!!

Nach dem MFB Synth Lite folgt nun ein deutlich umfangreicheres Model, der MFB Synth – eben ohne Lide und mit mehr Features. Wir stellen in diesem Test den „Synth“ vor, verweisen aber auch auf die Unterschiede zur Lite-Version.

Doppelt

Das beschreibt es ungefähr,wenn man den MFB Synth Lite daneben stellt. Rein Gehäusemässig gesehen. Er ist sehr kompakt, immer noch. Sehr livetauglich, wie schon der MFB Synth-Lite, nur hat man hier den Fingern mehr Raum gelassen und auch Platz für eine „Tastatur“ dazu später mehr unter „Seh-Quenzer“. Es gibt Midi In und Midi out. Der Lite hat keine Midi out Buchse. Ansonsten findet man noch einen Schalter und Netzteilanschluss. Laut Info gibt es einen externen Eingang, dieser ist aber bei bisherigen Geräten nicht vorhanden, auch nicht bei meinem Testgerät aber beim „Synth Lite“ gibt es ihn sehr wohl. Dort kann man dem Filter Audiomaterial einflößen. Ein Geheimnis: Er ist im Ausland teurer, dort bekommt er den Noise und den ext. Eingang. Interessanter ist aber, was oben drauf zu finden ist:

Klang-Forschungsministerium

Der mit denen vom NordLead und NordModular bekannten Knöpfen bestückte dunkelbunte Synthesizer hat 3 VCOs. Wie der Minimoog. Der zweite und dritte VCO sind identisch aufgebaut. Nämlich mit Oktavschaltern, Tuneregler und den Wellenformwählern für Dreieck,Sägezahn oder Rechteck.

Die Reichweite der VCOs erstreckt sich von 2’ bis 32’. Es gibt nur drei Stellungen (4’/8’/16’) für den Fußlagenschalter. Aufmerksame Leser wissen: Der Tuneregler hat einen Umfang von 1 Oktave. Interessant ist ein kleiner Hinweis auf dem Beipackzettel: Hier spricht man von einem Exportmodell, welches bei VCO 2 einen Noisegenerator haben soll. Leider scheint mein Modell keine Export-Variante zu sein, denn sonst würde ich anstatt des Dreiecks besagte Noisemaschine als Wellenform wählen können. Schade. Dabei heißt es doch: Jeder Mensch ist Ausländer,fast überall. Dreieck ist übrigens eine recht obertonarme Wellenform, daher vor allem zum Subbass andicken zu verwenden. Nicht dumm, aber gerne hätte ich den Noisomaten dort gesehen. Also nach Export fragen. Was macht denn der VCO1? Eigentlich dasselbe, hier fehlt lediglich der Tuneregler. Anstelle dessen, hat der böse Reglerdieb aber einen Schalter gesetzt. Watt macht er? Eine Geschlechts- umwandlung! Ja, denn VCO3 wird zum LFO umfunktioniert, indem er seine Frequenz dementsprechend absenkt.

Klangbeispiele
Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Hallo,

    Sehr interessanter Artikel, aber die Beispielsounds sind sich irgendwie recht ähnlich. Und warum kann man nicht eine kurze Sequenz mit Wave Format hochladen, wenn mp3 für Moogsounds so schlecht geeignet ist? Heutzutage ist Webspace doch sooo billig.

  2. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Hallo,

    ich würde mich über einen Test des MFB Kraftzwerg sehr freuen!

    Viele Grüße,
    Matthias

  3. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Leider fand ich keinen Artikel zum Synth Lite 2, aber das macht so gut wie nichts. Den Lite 2 habe ich nun schon eine recht lange Zeit; tatsächlich war er nach den vielen digital-dominierten Jahren und einem Roland VA-Synth (SH-201) mein erster echt analoger Synth (ok, DCOs). Der Klang geht eindeutig in die Moog-Richtung der kleineren Modelle wie Micromoog oder Rogue. Durch die Struktur der Hüllkurven ist der Lite 2 optimal für Sequencer-Anwendungen; mein MFB Step64 ist da der ideale Partner. Ich würde meinen Synth Lite 2 höchstens durch einen echten Moog wie den Minitaur ersetzen. Allerdings hat der MFB eine relativ grobe Auflösung der Regler; z.B. sind bei der Cutoff Frequency deutlich hörbare Stufen zu vernehmen. Da hätte ich lieber auf Speicherplätze verzichtet (die ich eh kaum verwende)..

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