Test: MFB Tanzbär 2, Drummaschine

16. November 2018

Tanzender Bär Teil 2

    mfb tanzbär 2MFB Tanzbär 2

Da ist er nun endlich zum Test eingetroffen, der neue MFB Tanzbär 2 aus dem Berliner Hause MFB.
Erstmalig auf der Superbooth 18 gezeigt ist er nun für 979,- Euro im Handel erhältlich. Wie klingt er, wo sind die Unterschiede zum ersten Modell? All das erfahrt ihr im folgenden Test.

Herstellerangaben zum MFB Tanzbär 2

Hier vorab zunächst einmal die offiziellen Informationen zum Tanzbär 2:

Analog/Digital Drumcomputer mit 8 analogen plus 8 digitalen Instrumenten und Monster Sound
* Analog: Bass Synthesizer mit SSI Filter, Kick 1&2, Snare 1&2, Tom/Conga 1-3
* Digital: 3 Sample Voices mit analog Filter, 5 Sample Instrumente mit jeweils 2 Typen
* Kostenloses Plugin zur Sampleverwaltung (ca. 300 sec interner Speicher auf 208 Slots) auf der Herstellerseite downloadbar
* Direkte Bedienung, LCD Display und Mixer mit Fadern
* Tighter Step Sequenzer mit Polymetrik (unterschiedliche Step-Länge/Instr.), 16 Flam Mustern und 2 zusätzlichen MIDI Spuren für externes Gear
* 4 Accents und 16 LFOs für dynamische Sounds
* 100 Patterns mit bis zu 64 Steps und Chain-Verkettungsabläufen
* Individuelle und globale Swing-Quantisierung
* Sounds können per Step aufgezeichnet werden (Parameter Lock)

mfb tanzbär 2

Auspacken und der erste Eindruck des MFB Tanzbär 2

Der Tanzbär 2 kommt in einem stabilen Karton. In diesem befindet sich neben dem Gerät ein Steckernetzteil und eine 24-seitige DIN-A3 Bedienungsanleitung in deutscher Sprache. Beim Auspacken fällt sofort das schöne und stabile blaue Metallgehäuse auf, die Lackierung und Beschriftung wirken hochwertig. Bei den 4 Schrauben an der Gehäuse Vorder- und Rückseite wären Flachkopfschrauben optisch besser geeignet, an den Seiten befinden sich Echtholzseitenteile, die unterschiedlich hoch befestigt sind.

Nun steht für den Test das Objekt der Begierde auf dem Tisch, das mitgelieferte Steckernetzteil hat ein Mini-USB-Ausgang das 5 Volt mit 500 mA liefert. Wie von solch einem kleinen Stecker erwartet, sitzt er nicht wirklich fest, einmal kurz an das Kabel gekommen – ist der Tanzbär aus. Eine Kabelzugbefestigung oder einen Kensington Diebstahlschutz gibt es nicht, dafür jedoch vier solide Gummifüße, auf dem das Gerät sicher steht.

An der Rückseite des Gerätes befinden sich folgende Anschlüsse:

  • 12x Einzelausgänge der Instrumente in Monoausführung als 3,5 mm Klinkenbuchse
  • 1x MIDI In Buchse
  • 1x MIDI Out/Thru-Buchse
  • USB-Typ-B (fungiert nur als Computeranschluss)
  • Mini-USB (Spannungsversorgung)
  • Audioausgang, isolierte 6,3 mm Stereobuchse
  • Netzschalter

Bei der Nutzung von Einzelausgängen wird der genutzte Kanal von der Summe abgezogen, dies ist im Studio und auch bei Live-Einsätzen sehr nützlich. Gut zu wissen, da nicht am Gerät erkenntlich: Die einzelne 6,3 mm Klinkenbuchse „Audio Out“ ist ein Stereoausgang, eine Ausführung mit 2x 6,3mm Buchsen wäre platztechnisch nicht möglich gewesen. Der USB-Typ-B-Anschluss ist nicht für die Spannungsversorgung des Gerätes zuständig, sondern dient lediglich der Sample-Übertragung.

Innere Werte des MFB Tanzbär 2

Im Inneren des Gerätes befindet sich eine große Leiterplatine. Auf dieser sitzen alle Bedienelemente und ebenfalls alle Bauteile, die primär im SMD-Format ausgeführt sind. Da die SMD-Bauteile, Potis, Encoder und Taster maschinell verlötet wurden, ist die Lötqualität sehr gut.

Im Inneren schlummert ein SSI2144 Filter, ein analoger Tiefpass.

Das liest sich laut SSI Datasheet dann so:

„The SSI2144 reprises the SSM2044 of legacy chipmaker Solid State Micro Technology, which many believe to be the best-sounding analog synthesis filter IC ever produced. Based on Dave Rossum’s patented classic improved ladder topology, the SSI2144 allows rich tonal characteristics that showcase the very best attributes of subtractive synthesis.“

Klangbeispiele
Forum
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    Emmbot  

    Den Intrumentenmixer find ich gut ich denke das lässt sich übersichtlich damit arbeiten. Der synth ist ausreichend für ne Goovekiste. Das Filter klingt schon bissig. Und die zuätzlichen Parameter über die Encoder/Taster zu realisieren ist klever gelöst.

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    Numitron  

    Ist es jetzt mini- oder micro-usb?
    Im Artikel wird beides erwähnt.
    Bei dem preis hätte man schon einen Staubschutz spendieren können, ist mir schon beim deep mind 12d aufgefallen. Scheint in mode zu sein. 8-)

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    lightman  AHU

    Hm, klingt mir auf den ersten Hinhörer wieder zu 808ig/weich, mir hat damals die Tanzmaus mehr zugesagt. Wirds davon auch eine Nachfolgerin geben? Das Plugin fürs Einladen/Verwalten der Samples funktioniert nicht standalone, richtig?

    Tja, in punkto Härte und Bratz ist der TE PO-12 Rhythm bei mir immer noch ungeschlagen. Schon komisch, wenn man bedenkt, daß das bloß so’n kleiner Trommeltaschenrechner ist, aber das Teil bläst raus, daß es nur so eine Art hat. Er ist wegen seiner Größe und dem ihm (zu Unrecht, wie ich finde) anhängenden Hipster-Ruch nicht jedermanns Sache, aber brauchst du hart, kaufst du PO-12. :)

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      Numitron  

      Ja der po 12 haut rein. Ich hätte den ja gerne mit ordentlichen pads und midi din Buchsen. Für meine wurstfinger ist der selbst mit dem case nicht so toll zu bedienen. Auf Facebook sah ich jemanden der grosse PC-Keyboard Tasten irgendwie mit der Platine verbunden hat, um ihn anzusteuern. Ich hab ihn mit dem sp4p4 Sx abgesampelt.

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        lightman  AHU

        Notator auf Atari ST -> Unitor -> Yamaha YME8 MIDI expander -> Roland 626 Trigger Out -> TE PO-12 Trigger In -> PO-12 Audio Out -> Mackie CR1604 Mixer channel…

        …et voilà.

        Ich habe an der 626 einen 2-fach Split-Adapter hängen, damit kann ich wenn gewünscht ein weiteres TE PO-Modul anbinden. Gern verwendet wird bei mir Office und Arcade. Ist alles als Miniklinke ausgeführt.

        Du kannst aber auch den Sync-/Trig-Out der Korg Volcas verwenden, auf der eine Seite MIDI rein und Sync Out auf die POs.

        Mit Software klappt das auch auf der Audioebene. Wenn du ein klares, scharfes Audiosignal zu deinem Beat synchronisierst (z. B. eine Spur mit einem kurzen und knackigem closed Hihat) und das auf den Trig/Sync-In des PO leitest, schnurrt selbiger ebenso mit.

        Samplen geht natürlich auch, aber damit vergibt man sich die Möglichkeit der Echtzeit-Effekte des PO-12, mit denen man den Sequenzen so richtig Leben einhauchen kann. Ich hab endlose Sessions mit dem Ding gemacht, das alles zu samplen wäre echt zu arg, also lieber die Hardware verwenden. Kostet nicht viel und hält auch ohne das alberne Silikongummydingenscase ganz schön was aus. Also nur Mut, ran an die Hipsterplatine, selten so dreckig-schöne Trommeln für einen so kleinen Kurs gehört. Das Ding geb ich nicht mehr her. :)

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          dilux  AHU

          ach, das scheint ja recht easy zu sein, prima. die po-12 ist mir schon öfter bei youtubevideos aufgefallen, die knallt echt gut. normalerweise lege ich bei drummies schon gesteigerten wert auf einzelouts, da ich gerade drumsounds mit viel eq und fx „personalisiere“, aber bei dem preis kann man sich ja auch mal 2 holen ;-)

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    Marco Korda  

    Oh ha! Die Klangbeispiele sind ja wirklich sehr interessant. Brachiale bis sanfte Sounds sind drin, die Bandbreite scheint enorm zu sein. Bassdrum-seitig jedenfalls bleiben scheinbar keine Wünsche offen. Vielen Dank für den guten Test und die Soundbeispiele, die die Möglichkeiten des Gerätes gut aufzeigen.

    Die eierlegende Wollmichsau gibt es eh nicht, aber das scheint schon mal eine gute Richtung zu sein. Ein paar mehr Infos zum StepSequencer wären schön gewesen, aber das ergibt sich womöglich aus der Praxis näher. Der Preis ist m. E. auch für das Gebotene gut und schlägt die Konkurrenz. Früher war MFB aufgrund der Verarbeitungsqualität und Handhabung mit den Mini-Geräten etwas kritisch, ich hoffe, das hat sich gebessert. Interessant wäre es auch noch zu wissen, wie die Step-Taster unten (Lauflichtprogrammierung oder Direktieingabe) sich so bedienen lassen und was sie haptisch bieten.

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      DSL-man  RED

      Bezüglich der Taster, es sind alle Taster mechanisch gleich, wie im Test beschrieben ist die Haptik sehr gut, der Hub ist ca.1mm, den Deuckpunkt merkt man gut, somit kein ungewolltes doppeltriggern.
      Die Sequenzerprogrammierung ist standard, die Leds über den Steptastern signalisieren den Status (LED an =Step gesetzt)

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