Test: MFB Tanzbär 2, Drummaschine

16. November 2018

Die Groovebox aus Berlin

Da ist er nun endlich zum Test eingetroffen, der neue MFB Tanzbär 2 aus dem Berliner Hause MFB.
Erstmalig auf der Superbooth 18 gezeigt ist er nun für 979,- Euro im Handel erhältlich. Wie klingt er, wo sind die Unterschiede zum ersten Tanzbär? All das erfahrt ihr im folgenden Test.

Herstellerangaben zum MFB Tanzbär 2

Hier vorab zunächst einmal die offiziellen Informationen zum Tanzbär 2:

Analog/Digital Drumcomputer mit 8 analogen plus 8 digitalen Instrumenten und Monster Sound

  • Analog: Bass Synthesizer mit SSI Filter, Kick 1&2, Snare 1&2, Tom/Conga 1-3
  • Digital: 3 Sample Voices mit analog Filter, 5 Sample Instrumente mit jeweils 2 Typen
  • Kostenloses Plugin zur Sampleverwaltung (ca. 300 sec interner Speicher auf 208 Slots) auf der Herstellerseite downloadbar
  • Direkte Bedienung, LCD Display und Mixer mit Fadern
  • Tighter Step Sequenzer mit Polymetrik (unterschiedliche Step-Länge/Instr.), 16 Flam Mustern und 2 zusätzlichen MIDI Spuren für externes Gear
  • 4 Accents und 16 LFOs für dynamische Sounds
  • 100 Patterns mit bis zu 64 Steps und Chain-Verkettungsabläufen
  • Individuelle und globale Swing-Quantisierung
  • Sounds können per Step aufgezeichnet werden (Parameter Lock)

Auspacken und der erste Eindruck des MFB Tanzbär 2

Der Tanzbär 2 kommt in einem stabilen Karton. In diesem befindet sich neben dem Gerät ein Steckernetzteil und eine 24-seitige DIN-A3 Bedienungsanleitung in deutscher Sprache. Beim Auspacken fällt sofort das schöne und stabile blaue Metallgehäuse auf, die Lackierung und Beschriftung wirken hochwertig. Bei den 4 Schrauben an der Gehäuse Vorder- und Rückseite wären Flachkopfschrauben optisch besser geeignet, an den Seiten befinden sich Echtholzseitenteile, die unterschiedlich hoch befestigt sind.

Nun steht für den Test das Objekt der Begierde auf dem Tisch, das mitgelieferte Steckernetzteil hat ein Mini-USB-Ausgang das 5 Volt mit 500 mA liefert. Wie von solch einem kleinen Stecker erwartet, sitzt er nicht wirklich fest, einmal kurz an das Kabel gekommen – ist der Tanzbär aus. Eine Kabelzugbefestigung oder einen Kensington Diebstahlschutz gibt es nicht, dafür jedoch vier solide Gummifüße, auf dem das Gerät sicher steht.

An der Rückseite des Gerätes befinden sich folgende Anschlüsse:

  • 12x Einzelausgänge der Instrumente in Monoausführung als 3,5 mm Klinkenbuchse
  • 1x MIDI In Buchse
  • 1x MIDI Out/Thru-Buchse
  • USB-Typ-B (fungiert nur als Computeranschluss)
  • Mini-USB (Spannungsversorgung)
  • Audioausgang, isolierte 6,3 mm Stereobuchse
  • Netzschalter

Bei der Nutzung von Einzelausgängen wird der genutzte Kanal von der Summe abgezogen, dies ist im Studio und auch bei Live-Einsätzen sehr nützlich. Gut zu wissen, da nicht am Gerät erkenntlich: Die einzelne 6,3 mm Klinkenbuchse „Audio Out“ ist ein Stereoausgang, eine Ausführung mit 2x 6,3mm Buchsen wäre platztechnisch nicht möglich gewesen. Der USB-Typ-B-Anschluss ist nicht für die Spannungsversorgung des Gerätes zuständig, sondern dient lediglich der Sample-Übertragung.

Innere Werte des MFB Tanzbär 2

Im Inneren des Gerätes befindet sich eine große Leiterplatine. Auf dieser sitzen alle Bedienelemente und ebenfalls alle Bauteile, die primär im SMD-Format ausgeführt sind. Da die SMD-Bauteile, Potis, Encoder und Taster maschinell verlötet wurden, ist die Lötqualität sehr gut.

Im Inneren schlummert ein SSI2144 Filter, ein analoger Tiefpass.

Das liest sich laut SSI Datasheet dann so:

„The SSI2144 reprises the SSM2044 of legacy chipmaker Solid State Micro Technology, which many believe to be the best-sounding analog synthesis filter IC ever produced. Based on Dave Rossum’s patented classic improved ladder topology, the SSI2144 allows rich tonal characteristics that showcase the very best attributes of subtractive synthesis.“

Die Bedienoberfläche des MFB Tanzbär 2

Endlich mal wieder ein Gerät mit einem Instrumentenmixer. Hierfür stehen 13 beleuchte Kunststoff-Fader zur Verfügung, einer davon für den Master. Dabei handelt es sich um 25 mm LED-Fader. Die LEDs sind nur beleuchtet, wenn man das Instrument per Mute-Funktion lautlos stellt.
Die Fader sind Standardqualität, laufen nicht zu weich und sind gut bedienbar, ein Staubschutz existiert nicht.

Hierbei sei erwähnt: Die 12 Instrumenten-Fader kontrollieren nicht alle Instrumente, es fehlen Fader für Clap, Rimshot, Ride, Crash 1+2, Percussion 1+2+3. Stummschalten kann man diese über die „MUTE“-Funktion, die Lautstärkeregelung und sogar Panorama ist hier in der jeweiligen Instrumentenfunktion gelöst, sehr gut. Dazu gesellen sich 30 Potis und 2 Endlos-Encoder.

Die Potentiometer und Encoder sind nicht mit dem Gerät verschraubt, aufgrund der kurzen Potischaftlänge fühlen diese sich jedoch nicht wackelig an. Anders sieht es bei den 2 Data-Encodern unterhalb des Displays aus, Data 2 lässt sich deutlich schwerer bewegen als Data 1.

Weiterhin befinden sich eine Menge Drucktaster am Gerät, diese haben einen guten Druckpunkt und passen sich optisch gut dem Gesamtkonzept an. Der Tasterhub ist kurz gehalten und daher sind die Taster nicht wackelig, aber auch nicht zu fest, die Haptik ist gut.

Insgesamt ist die Anordnung der Bedienelemente unter Berücksichtigung der Gesamtgröße gut gelungen. Oben rechts am Gerät befindet sich ein Standard-LCD in blauer Ausführung. Wobei wir auch schon beim stärksten Kritikpunkt angelangt sind. Es ist nicht nachvollziehbar, warum ein kommerzieller Hersteller, dazu noch aus Deutschland (Stichwort „Made in Germany“), das Display am Gerät ungeschützt abstehen lässt. Geschuldet ist es dem Sachverhalt, dass im Inneren des Gerätes alles auf der Oberseite der Leiterplatine sitzt, was keine Entschuldigung ist, denn man hätte es auch mit einem gewinkelten Display samt Abdeckung lösen können. Da das Thema LEDs oft diskutiert wird, sollen diese ebenfalls kurz erwähnt werden, denn diese blenden im MFB Tanzbär 2 nicht.

Das Handbuch des MFB Tanzbär 2

Ein Blick ins Handbuch ist notwendig, um voranzukommen oder um die Zeit während einer Zugfahrt zu füllen. Das Handbuch existiert bis jetzt nur in deutscher Sprache, dies führte bereits zu Diskussionen in fremdsprachigen Foren. Erwähnenswert ist in jedem Fall, dass das Handbuch im Vergleich zu Wettbewerbern nicht wirklich ausführlich und eindeutig ist, so fehlen dem Handbuch wesentliche Inhalte, wie z.B. ein MIDI-Chart und technische Spezifikationen sowie ausführlichere Hinweise zur Nutzung (ohne Querverweise auf andere Kapitel).

Jedoch für alle unter uns, denen Begriffe wie Pattern und Step-Modus bekannt sind, kommen wir nach wenigen Minuten in den Genuss der ersten Klangbeispiele aus den Werks-Pattern.

MFB bezeichnet den Tanzbär als Drumcomputer, meiner Meinung nach ist es viel mehr eine Groovebox, denn es ist alles an Bord. 8 analoge Instrumente, 8 digitale Instrumente, ein analoger Basssynthesizer (303 Style), 3 Samplevoices mit analogen Filtern und der besagte 12-Kanal-Mixer.

Die Pattern-Umschaltung im laufenden Betrieb klappt sehr einfach und ohne Aussetzer, ebenso die Instrumentenauswahl. Das Schöne am Tanzbär ist, man hat keine Untermenüs im Display, was die Bedienung vereinfacht. Eine Tasterdoppelbelegung ist zwar vorhanden, diese sind aber leicht zu merken.

Selbstverständlich darf ein LFO pro Instrument sowie Roll und Flam nicht fehlen, diese Funktionen sind auf der linken Seite gut positioniert und damit schnell im Zugriff.

Ebenfalls gibt es dort eine Mute-Funktion, diese kann einzeln pro Instrument aktiviert werden. Gleichzeitig wird dadurch an dem jeweiligen LED-Fader die LED aktiviert, das sollte man sich merken, denn diverse Hersteller machen das Gegenteil.

Samples und dessen Vorbereitung

Angekündigt wurde ein „Plugin“, nun soll dieses natürlich auch hier erwähnt werden. Zunächst liegt dem Gerät kein Datenträger bei, also erst mal schnell die MFB Website besucht und nichts gefunden. Scheinbar kommt (bzw. kam) die Website nicht mit allen Browsern zurecht, ebenfalls ist diese unsicher (kein SSL).

Nachdem der Download und das Entpacken eines RAR-Files endlich geklappt hat, findet man mehrere ZIP- und SysEx-Dateien in dem entpackten Ordner. Spätestens an der Stelle wünsche ich mir als Nutzer wenigstens eine kleine Textdatei mit Informationen über den Inhalt und dessen Funktionen sowie Release-Notes.

Intuitiv nimmt der versierte OSX-Nutzer die Datei „Tanzbaer2ToolsOSX.zip“ und entpackt diese.
Zum Vorschein kommt eine „MFB_Flasher v1.101.app“ und eine „TB2SampleTool_v1_0.app“.
Nun endlich soll es soweit sein, also schnell die App gestartet (OSX Security Abfrage bestätigen) und ein kleines Fenster erscheint, geschafft.

Man kann in der Applikation 208 eigene Samples mit einer Gesamtdauer von 300 Sekunden ablegen. Welche Formate möglich sind, ist leider unklar – da nicht dokumentiert.  Als Übertragungsart wählt man danach sein MIDI-Interface aus. Obwohl der MFB Tanzbär 2 per USB-Kabel angeschlossen war, erkannte die Software kein USB-MIDI-Device, also noch mal die App ausschalten und erst den Tanzbär 2 einschalten und verbinden, dann die Software starten, danach erkennt er das Tanzbär 2 USB-MIDI-Interface.

Der Sample-Player des MFB Tanzbär 2

Vorab, es gibt keine echte Sampler-Funktion, es ist kein Audioeingang zum Absampeln vorhanden, ebenso keine Funktion, um Samples zu beschneiden, daher „Sample-Player“.

In diesem Bereich gibt es 3 Instrumente, die jeweils über ein analoges Multifilter verfügen, umschaltbar zwischen Lowpass und Bandpass. Das Gerät wird ab Werk mit guten Samples ausgeliefert, die wie bereits oben beschrieben gegen eigene Samples ersetzt bzw. mit eigenen ergänzt werden können.

Folgenden Funktionen stehen den Instrumenten zur Verfügung:

  • Tune
  • Cutoff
  • Decay
  • Bitcrusher (über Data4 und den Step-Tastern)
  • Filtertyp LP/BP (über Data3 und umschaltbar auf Step1/2)

Unterschiedliche Samples können per Step gesetzt werden, ein Sample per Step.

Data 3 und 4 wird über die Step-Tasten gesetzt, Step 1 entspricht den Wert 000 (Step 16 hat den Wert 015)

Die Instrumente des MFB Tanzbär 2 im Detail

Jedes Instrument besitzt diverse Einstellmöglichkeiten und teils Zusatzfunktionen. Unterhalb des Displays befinden sich 2 Encoder und 2 Taster, diesen sind unterschiedliche Funktionen bei jedem Instrument zugewiesen.

Synthesizer Voice

Das erste Instrument ist ein analoger Basssynthesizer im TB-303 Stil. Hierfür gibt es Cutoff, Resonance, Decay als Potentiometer und per Encoder Waveform und Tune, per Taster Attack und eine Oktavumschaltung (-/+), Glides und Accents können ebenfalls gesetzt werden.

Leider gibt das Handbuch hier keine Auskunft ob oder wie man zwischen Saw und Pulse umschalten kann, die Waveform-Funktion brachte keine nennenswerte Änderung. Das bekannte Filterzwischern geht hier deutlich höher als bei einer 303, Trommelfellschäden inklusive.

KICK1:

Attack, Decay, Tune sind als Regler ausgeführt, per Encoder gibt es Pitch und PDecay, per Data 3 und Data 4 gibt es Noise und Transpose, vor allem die Idee mit dem Noise ist innovativ.
Die Bassdrum hat einen breiten Klangraum und dessen Hüllkurve kann auch wirklich sehr schnell sein, bemerkenswert ist in jedem Fall, welchen Druck die Bassdrum aufbauen kann. Durch die vielen Einstellmöglichkeiten kann sie in vielen Musikgenres genutzt werden.

KICK2:

Decay ist als Regler ausgeführt, per Encoder gibt es Tune und Tone, per Data 3 und 4 gibt es Pitch und PDecay. Diese Bassdrum weiß sich durchzusetzen, sie klingt trockener/härter als „KICK1“, gut hörbar in den weiter unten befindlichen Klangbeispielen. Insgesamt betrachtet klingen beide Kicks sehr gut.

SNARE 1:

Snappy, Snappy Decay und Tune liegen als Regler vor, per Encoder Detune und Tone, per Taster Decay und PDecay. Die Snapppy-Potis machen den Namen alle Ehre, kurze Snares sowie Snares mit hohen Rauschanteil sind hier möglich.

SNARE 2:

Snappy als Regler, Tune und Tone per Encoder, SDecay und PDecay als Taster

TOM 1/2/3:

Bei allen 3 Toms ist jeweils ein Tune-Regler vorhanden, per Encoder liegt Decay und Pitch vor, PDecay per Taster. Auffallend ist hier, wie böse die Toms loslegen, wer also noch 3 Kicks benötigt, wird hier fündig und ja, sie können auch einfach nur gut nach Tom klingen. Die Toms können als Bass/Subbass fungieren.

Conga 1/2/3:

Da die Congas die gleichen Regler wie die Toms nutzen, gibt es jeweils einen Tune-Regler und per Encoder liegt Decay und Pitch vor, PDecay per Taster. Die 3 Congas verrichten ihre Dienste wie gewünscht, aufgrund der Einstellmöglichkeiten ist auch hier klanglich viel möglich.

mfb tanzbär 2

Der digitale Teil des MFB Tanzbär 2

Open Hihat: Decay per Poti, Tune und Hold per Encoder, Bitcrusher per Taster
Closed Hihat: Decay per Poti, Tune und Hold per Encoder, Bitcrusher per Taster
Rimshot: Decay per Poti, Tune und Level per Encoder, Hold und Panorama per Taster
Ride: Decay per Poti, Tune und Level per Encoder, Hold und Panorama per Taster
Clap:  Decay per Poti, Tune und Level per Encoder, Hold und Panorama per Taster
Crash 1 und 2: Decay per Poti, Tune und Level per Encoder, Hold und Panorama per Taster

Eine Cowbell ist nicht vorhanden, jedoch per Sample möglich. Alle analogen Instrumenten klingen hervorragend. Die Snares und Bassdrums müssen sich nicht vor Roland 808/909 Geräten verstecken, im Gegenteil.

Im digitalen Teil gibt es teils erhebliche Unterschiede im Vergleich zu bisherigen Geräten der Wettbewerber.

Aufgrund der vielen Einstellmöglichkeiten ist man insgesamt klanglich sehr breit aufgestellt.
Sehr häufig wird auf eine Menge an Drumcomputern zurückgegriffen, um an ein breites Klangspektrum zu kommen, mit dem Tanzbär2 kann man dem entgegenwirken. Generell ist Vorsicht im Umgang mit der Lautstärke und dessen tiefen Frequenzen geboten, im Zuge des Tests wurden für die Klangbeispielaufnahmen auf Limiter/Low Cut verzichtet, die verwendeten Monitorlautsprecher bettelten um Gnade.

Sequencer des MFB Tanzbär 2

Der Sequencer ist Pattern-orientiert. Bevor der Sequencer weiter erklärt wird, ein Wort zum Betriebsmodus: Es gibt einen Manual-Modus und einen Step-Modus.

Der Manual-Modus ist der Werkszustand und man kann Accent und Flam programmieren.
Beim Step-Modus lassen sich Parameteränderungen mitprogrammieren (Parameter-Locks für einzelne Steps).

Beim reinen Sequencer-Modus gibt es 2 Programmiermöglichkeiten, den Manual-Trigger-Modus und den Record-Modus, also entweder Step-basierend eintippen oder zur Laufzeit nach dem Gehör.
Es sind 16 Pattern-Chains hintereinander möglich. Knob-Recording (Motion-Record) ist ebenfalls an Bord, ebenso Funktionen wie „Last Step“ und Shuffle.

Die MIDI-Clock kann ausgegeben und ebenfalls empfangen werden, das Timing wurde für diesen Test nicht überprüft. An der Stelle ein wichtiger Hinweis: Es gibt 2 MIDI-Spuren im Sequencer, die exklusiv per MIDI-Out ausgegeben werden, somit spart man sich ggfs. ein weiteres Gerät.

mfb tanzbär 2

Zusammenschnitte aus den Presets des MFB Tanzbär 2

Fazit

Das Gesamtkonzept ist gelungen, die Zusammensetzung aus analogem und digitalem Drumcomputer, analogem Synthesizer, Sample-Player sowie Einzelausgängen und Mixer stimmt.
Trotz der vielen Instrumenten und Funktionen ist es auch unter Live-Bedingungen möglich, mit dem Gerät zu arbeiten.

Ein direkter Vergleich zur Konkurrenz ist nicht wirklich möglich, Elektron Geräte haben primär echtes Sampling, dafür fehlt ihnen aber der Rest, Korgs Electribes und Rolands neue TR-8S sind ebenfalls nicht vergleichbar.

Es sind keine Effekte an Bord. Da der Tanzbär 2 einen ordentlichen Pegel abgibt, wäre ein eingebauter Limiter/Compressor perfekt, was jedoch aufgrund der Platzverhältnisse im Gerät schwierig ist.

Alle oben erwähnten Kritikpunkte bezüglich Display, Netzteil, Handbuch usw. wurden MFB bekannt gemacht, ob und welchen Umfang etwas verändert wird ist nicht bekannt. Das Handbuch ist momentan in der Übersetzung in die englische Sprache und soll noch in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. Der Tanzbär 2 wird seinem Namen gerecht, denn er ist klanglich stark und muss gebändigt werden.

Plus

  • Gesamtkonzept
  • Instrumenten-Einzelausgänge
  • Instrumenten-Mixer
  • ein Encoder schwergängig
  • Sampleplayer
  • analoge Filter
  • Klangvermögen

Minus

  • Mini-USB Netzteilstecker
  • Display steht ab
  • fehlende Beschriftung "Stereoausgang"
  • Handbuch bisher nur in deutscher Sprache

Preis

  • Ladenpreis: 979,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Emmbot  AHU

    Den Intrumentenmixer find ich gut ich denke das lässt sich übersichtlich damit arbeiten. Der synth ist ausreichend für ne Goovekiste. Das Filter klingt schon bissig. Und die zuätzlichen Parameter über die Encoder/Taster zu realisieren ist klever gelöst.

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    Numitron  AHU

    Ist es jetzt mini- oder micro-usb?
    Im Artikel wird beides erwähnt.
    Bei dem preis hätte man schon einen Staubschutz spendieren können, ist mir schon beim deep mind 12d aufgefallen. Scheint in mode zu sein. 8-)

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    lightman  AHU

    Hm, klingt mir auf den ersten Hinhörer wieder zu 808ig/weich, mir hat damals die Tanzmaus mehr zugesagt. Wirds davon auch eine Nachfolgerin geben? Das Plugin fürs Einladen/Verwalten der Samples funktioniert nicht standalone, richtig?

    Tja, in punkto Härte und Bratz ist der TE PO-12 Rhythm bei mir immer noch ungeschlagen. Schon komisch, wenn man bedenkt, daß das bloß so’n kleiner Trommeltaschenrechner ist, aber das Teil bläst raus, daß es nur so eine Art hat. Er ist wegen seiner Größe und dem ihm (zu Unrecht, wie ich finde) anhängenden Hipster-Ruch nicht jedermanns Sache, aber brauchst du hart, kaufst du PO-12. :)

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      Numitron  AHU

      Ja der po 12 haut rein. Ich hätte den ja gerne mit ordentlichen pads und midi din Buchsen. Für meine wurstfinger ist der selbst mit dem case nicht so toll zu bedienen. Auf Facebook sah ich jemanden der grosse PC-Keyboard Tasten irgendwie mit der Platine verbunden hat, um ihn anzusteuern. Ich hab ihn mit dem sp4p4 Sx abgesampelt.

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        lightman  AHU

        Notator auf Atari ST -> Unitor -> Yamaha YME8 MIDI expander -> Roland 626 Trigger Out -> TE PO-12 Trigger In -> PO-12 Audio Out -> Mackie CR1604 Mixer channel…

        …et voilà.

        Ich habe an der 626 einen 2-fach Split-Adapter hängen, damit kann ich wenn gewünscht ein weiteres TE PO-Modul anbinden. Gern verwendet wird bei mir Office und Arcade. Ist alles als Miniklinke ausgeführt.

        Du kannst aber auch den Sync-/Trig-Out der Korg Volcas verwenden, auf der eine Seite MIDI rein und Sync Out auf die POs.

        Mit Software klappt das auch auf der Audioebene. Wenn du ein klares, scharfes Audiosignal zu deinem Beat synchronisierst (z. B. eine Spur mit einem kurzen und knackigem closed Hihat) und das auf den Trig/Sync-In des PO leitest, schnurrt selbiger ebenso mit.

        Samplen geht natürlich auch, aber damit vergibt man sich die Möglichkeit der Echtzeit-Effekte des PO-12, mit denen man den Sequenzen so richtig Leben einhauchen kann. Ich hab endlose Sessions mit dem Ding gemacht, das alles zu samplen wäre echt zu arg, also lieber die Hardware verwenden. Kostet nicht viel und hält auch ohne das alberne Silikongummydingenscase ganz schön was aus. Also nur Mut, ran an die Hipsterplatine, selten so dreckig-schöne Trommeln für einen so kleinen Kurs gehört. Das Ding geb ich nicht mehr her. :)

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          dilux  AHU

          ach, das scheint ja recht easy zu sein, prima. die po-12 ist mir schon öfter bei youtubevideos aufgefallen, die knallt echt gut. normalerweise lege ich bei drummies schon gesteigerten wert auf einzelouts, da ich gerade drumsounds mit viel eq und fx „personalisiere“, aber bei dem preis kann man sich ja auch mal 2 holen ;-)

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    Marco Korda  

    Oh ha! Die Klangbeispiele sind ja wirklich sehr interessant. Brachiale bis sanfte Sounds sind drin, die Bandbreite scheint enorm zu sein. Bassdrum-seitig jedenfalls bleiben scheinbar keine Wünsche offen. Vielen Dank für den guten Test und die Soundbeispiele, die die Möglichkeiten des Gerätes gut aufzeigen.

    Die eierlegende Wollmichsau gibt es eh nicht, aber das scheint schon mal eine gute Richtung zu sein. Ein paar mehr Infos zum StepSequencer wären schön gewesen, aber das ergibt sich womöglich aus der Praxis näher. Der Preis ist m. E. auch für das Gebotene gut und schlägt die Konkurrenz. Früher war MFB aufgrund der Verarbeitungsqualität und Handhabung mit den Mini-Geräten etwas kritisch, ich hoffe, das hat sich gebessert. Interessant wäre es auch noch zu wissen, wie die Step-Taster unten (Lauflichtprogrammierung oder Direktieingabe) sich so bedienen lassen und was sie haptisch bieten.

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      DSL-man  RED

      Bezüglich der Taster, es sind alle Taster mechanisch gleich, wie im Test beschrieben ist die Haptik sehr gut, der Hub ist ca.1mm, den Deuckpunkt merkt man gut, somit kein ungewolltes doppeltriggern.
      Die Sequenzerprogrammierung ist standard, die Leds über den Steptastern signalisieren den Status (LED an =Step gesetzt)

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    GioGio  AHU

    Toller Test soweit :) Vielen Dank!
    Ich würde gerne mehr über die Qualität der Klänge wissen, z.B. Vergleich mit Analog Rytm.
    Du erwähnst beim digitalen Teil Qualitätsunterschiede. ja, wie klingt denn so ne digitale Rim im Vergleich? Und der Sound der HH wäre mir auch wichtig (digital vs. analog).
    Mit den Electron Geräten wurde ich bisher vom Workflow her nicht so wirklich warm. Workflow bestimmt die Songidee ja mit. Die alte Electribes habe ich diesbezüglich abgefeiert. Aber fehlende Einzelausgänge schaden dann wieder dem Flow und ich will halt auch „echte“ Klangsynthese.

    Ich will endlich mal einen intuitiven Drumcomputer. Wie ist denn nun so das Handing? Vor allem mit diesen Data-Reglern und -Tasten? Wie der Vergleich zum Vorgänger? Da schreckte mich die Bedienung vom Kauf ab.

    Könnte es sich in meinem Fall lohnen die Rytm zu verkaufen?

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    GioGio  AHU

    Sorry, noch eine Frage: Direkte Zugänglichkeit von LFO-Parametern war mir auch immer wichtig für den Workflow. Ich sehe da nur einen LFO-Taster. Wenn ich den betätige, werden dann die LFO-Parameter und Einstellungen über die Data-Regler und -Taster bedient? Demnach also sofort erreichbar? Muss man die jeweiligen Funktionen der Data-Regler und -Taster auswendig lernen oder zeigt das Display die an, wie bei einer Analog Rytm, so dass ich gleich im Blick hab, was für Einstellungen ich mit diesen Individuellen Reglern und Tasten bediene?

    Und weiß jemand die Maße des Gerätes?
    Und über welche Ausgänge gehen dann Crash, Ride, Clap, Perc. etc? Ich will Studio-Sessions live recorden. Wäre doof, wenn die zusammengefügt werden. Closed und Open-HH teilen sich anscheinend einen Einzelausgang.

    • Profilbild
      GioGio  AHU

      Bis auf die Fragen nach den Ausgängen für Crash, Perc etc. und der Frage nach der Klangqualität der digitalen Sektion habe ich mir nun alles selbst beantworte indem ich die Anleitung durchgelesen habe :)

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        DSL-man  RED

        Hallo George,
        Die Instrumente welche keinen Einzelausgang haben, liegen am Master an.
        Offen ist ob man diese nach dem VCA ggfs. selber eine Buchse spendiert. Sprich modded.
        Die Klangqualität der digitalen Instrumente ist für mein Empfinden absolut gut.
        Am besten besorgst Du Dir mal eine Leihgabe oder fragst in lokalen Musikgeschäften nach einen Testgerät.

        • Profilbild
          GioGio  AHU

          Jo, vielen Dank. Stimmt, das digitale Zeugs kling sehr gut. Schade, dass man die Einzelausgänge nicht routen kann wie man will :)

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