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Test: Landscape Noon, Passiver Analoger Drumsynthesizer

Passiver Drumsynthesizer

11. August 2023
landscape noon test

Landscape Noon, passiver analoger Drumsynthesizer

Die Firma Landscape aus Brooklyn, New York, überrascht mit ungewöhnlichen Instrumenten und Tools für Modularsysteme. Die Geräte zeichnen sich durch ein spezielles Design, Materialauswahl und durch ihre Haptik aus. Berühren steht dabei im Mittelpunkt.

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Der Drumsynthesizer Landscape Noon

Noon ist als passiver analoger Drumsynthesizer betitelt und das kommt nicht von ungefähr. Denn zum Betrieb von Noon ist keine Stromversorgung erforderlich. Doch gänzlich ohne Strom geht es natürlich nicht. Die notwendige Spannung muss in Form von Gate- und/oder Control-Voltage-Signalen von externen Sequencern oder ähnlichen Modulen geliefert werden.

Landscape Noon – passiver Drumsynthesizer

Diese jeweils nur kurzzeitige Stromversorgung sorgt für eine gewisse Instabilität in den Schaltkreisen und lässt die entstehenden Klänge „organischer“ klingen als bei einer konstanten Stromquelle. Das macht sich deutlich bemerkbar. Zumal die klanglichen Ergebnisse auch von der benutzen Quelle abhängig sind. Dazu später mehr.

Landscape Noon: Der Aufbau

Das Gehäuse besteht aus Holz und Metall, von der Größe her lassen sich die Regler und Tasten gut bedienen. Die Oberfläche ist aus einer Metallplatte gefertigt, die zahlreiche Berührungspunkte bietet. Dabei nehmen die acht Kanäle den größten Platz ein. Jeder Kanal verfügt über die gleiche Anzahl an Slidern, Tastern und LEDs. Das Gerät will nicht nur konventionell geregelt, sondern auf jeden Fall angefasst werden! 

Auf der linken Seitenleiste befinden sich die CV/Gate-Spannungseingänge für jeden einzelnen Kanal. Es gibt die ungeraden (1, 3, 5, 7) und die geraden Kanäle (2, 4, 6, 8). Die zwei zusätzlichen CV-Eingänge teilen sich auf die geraden und ungeraden Kanäle auf und bedüsen diese mit Signalen.

landscape noon seitenansicht

Auf der oberen Seite befinden sich die Einzelausgänge der Kanäle sowie ein Audioeingang für externe Audiosignale. Es erginbt durchaus mal Sinn, einzelne Kanäle in die CV-Eingänge zurückzuführen, um Modulationen zu erzeugen. Auf der rechten Seite sind zwei Buchsen für die Audioausgänge vorhanden.

Der Aufbau ist schlüssig und von links nach rechts plausibel aufgebaut. Lediglich mit der Beschriftung hapert es. Zur Eingewöhnung muss man sich in das Instrument einarbeiten, sonst kommt man nicht sehr weit. Eine gewisse Lernphase wird hier auf jeden Fall vorausgesetzt.

Das Layout lässt es bereits vermuten: Jeder Kanal wird wie eine Stimmgabel dargestellt. Das verdeutlich in gewisser Weise auch ein wenig das Prinzip hinter dem Konzept von Noon. Mit jedem „Schlag“ in Form eines Spannungssignals (CV/Gate) erzeuge ich eine Schwingungsform.

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Touch Points

Die Touch Points sind die goldenen Platten um die Kanäle herum. Durch Berührung werden Spannungssignale der Haut in die Schaltkreise gesendet und der Klang der Kanäle zusätzlich beeinflusst.
Beim Testen habe ich oft keine Auswirkungen gehört. Erst beim Einsatz von längeren Spannungen, um Drohnen zu erzeugen, waren die Einflüsse merklich hörbar. Meiner Meinung nach sollte man sich nicht zu viel von den Kontaktplatten versprechen, was den Einfluss auf den Klang angeht.

Über die Link-Taster werden Spannungssignale von Nachbarkanälen mitbenutzt, was zu neuen Klangergebnissen führt. Die Ergebnisse werden zusätzlich dadurch beeinflusst, wie stark das eingehende CV/Gate-Signal ist und auch durch die Reglerstellungen.

Landscape Noon Touch Points

Die Regler haben im Einzelnen folgende Funktionen:

Pitch 1 (langer Schieberegler pro Kanal)
Diese kanalweise Steuerung ändert die Tonhöhe und die Klangeigenschaften eines Kanals. Jeder Kanal zeigt ein unterschiedliches Verhalten in Bezug auf diesen Schieberegler. Da hilft nix, das muss jeweils ausprobiert werden. Es kann auch die Art und Weise ändern, wie der Kanal auf eingehende CVs reagiert.

Pitch 2 (unterer kurzer Schieberegler pro Kanal)
Jeder Kanal zeigt ein unterschiedliches Verhalten in Bezug auf diesen Schieberegler. Dieser Regler ändert die sogenannte sekundäre Tonhöhe, das Abklingverhalten oder die Klangeigenschaften eines Kanals. Pitch 1 und Pitch 2 beeinflussen sich gegenseitig und man muss auch hier ausprobieren, bis das Ergebnis gefällt.

Lautstärke (oberer kurzer Schieberegler pro Kanal)
Die einzelnen Lautstärkeregler beeinflussen die Lautstärke jedes Kanals vor dem Main-Output und den einzelnen Ausgängen direkt darüber. Selbst wenn der Regler ganz unten ist, hört man in der Regel noch Sound. Erst wenn der Mute-Taster im Kanal gedrückt wird, herrscht Stille.

Manche Kanäle werden je nach Eingangsspannung und internem Verhalten verhältnismäßig laut gegenüber benachbarten Kanälen. Manchmal kann es hilfreich sein, die Lautstärke aller Kanäle um die Hälfte oder mehr zu verringern, um Headroom für eine ausgewogene Lautstärke zu schaffen.

landscape noon test

Taster
Jeder Kanal kann über einen Mute-Taster stummgeschaltet werden. Diese Taster zeigen auch per LED an, ob ein Triggersignal am Kanal anliegt. Das hilft zu visualisieren, welche Kanäle gerade angesteuert werden. 

Oberhalb der Kanäle lässt sich die Zuführung der CV-Signale (gerade/ungerade) pro Kanal stummschalten.

Die unterste Tastenreihe bildet die Mod-Taster ab. Diese schalten unterschiedliche Klangcharakteristiken in den acht Schaltkreisen. Ich empfinde diese Taster als elementar, da sie einen hohen Einfluss auf den jeweiligen Sound pro Kanal haben.

Zwischen den Kanälen liegen die Link-Taster. Diese ermöglichen die gemeinsame Nutzung einer Spannung und können eine Modulation von einem Kanal zum nächsten ermöglichen.

Benachbarte Kanäle, die miteinander verlinkt sind, werden auch von Kanälen beeinflusst, die stummgeschaltet sind. Je mehr Kanäle verlinkt sind, umso mehr ändert sich der Einfluss der Kanäle untereinander.

Die einzelnen Kanäle des Landscape Noon

Die Klangerzeugung von Noon besteht, wie bereits erwähnt, aus acht passiven Kanälen und jeder Kanal verfügt über einen anderen Schaltkreis. Dadurch klingt jeder Kanal auch anders. Ich stelle sie im einzelnen vor:

Dot
Beim ersten Kanal Dot handelt es sich um eine Sägezahnschwingung, die auf lange und kurze Gate-Signale unterschiedlich wirkt. Es entstehen Sounds, die im Bereich von Kick-Drums und Bass angesiedelt sind. Mitunter entstehen auch kurze, rhythmische Figuren. 

Es lohnt sich auf jeden Fall, längere Gate-Signale in Dot zu schicken. Dadurch entlädt sich der Schaltkreis über einen längeren Zeitraum und erzeugt entsprechend längere Sounds.

Wird der MOD-Taster gedrückt, werden spezielle Resonanzen hinzugefügt. Man muss immer etwas experimentieren, bis ein Klang aus dem Kanal ertönt. Das hängt vor allem von der Reglerstellung für Pitch 1 ab. Da machen schon Nuancen einen Unterschied.

Je nachdem, mit welchen Nachbarkanälen Dot verknüpft wird, entstehen LFO-ähnliche und auch verzerrte Sounds.

Dual
Dieser Kanal reagiert gut auf kürzere Gates, um Kick-, Tom- oder Stick-Sounds zu erzeugen. Auch hier hängt viel vom Mod-Taster und dem Pitch 1 Regler ab. Längere Gates erzeugen Variationen. Beim Anlegen von CV-Signalen kommt es zu Tonhöhenänderungen. Drückt man die Link-Taste zwischen Dot und Dual, fungiert zweiter als Filter für Dot bzw. beeinflusst den externen Audioeingang.

Sys
Dieser Kanal reagiert auf kurze Trigger und wird bei längeren Gate-Signalen deutlich lauter. Er erzeugt typische Zap-Zap-Piu-Piu-Lasersignale.

Die Mod-Taste verändert den Sound zu klickartigen Geräuschen und, je nach Gate-Länge, zu Toms.

Tonhöhe und Lautstärke werden stark von der Gate-Länge beeinflusst. Je länger ein Gate andauert, desto schneller steigt die Tonhöhe an. Die Tonhöhe nimmt ab, wenn die Spannung aus dem Schaltkreis entladen wird. 

Plast
Dieser Kanal bietet Knack- und Rauschsignale, wenn starke CV- und Gate-Signale anliegen. Die Signale werden tonaler, wenn die Lautstärke heruntergeregelt wird.

Cympath
Dieser Kanal bietet metallische Klangeigenschaften. Je nach Schaltung der Mod-Taste sind die Klänge eher LoFi-metallisch.

Cyrinx
Dieser Kanal bietet ebenfalls metallische Töne. Mit den Schiebereglern „Pitch 1“ und „Pitch 2“ können zwei verschiedene Töne gegeneinander verstimmt werden. Die Variationen durch die Mod-Taste machen sich in den Obertönen bemerkbar.

Larynx
Dieser Kanal erzeugt tonale Elemente, mit denen unter anderem Melodien bzw. Tonfolgen gespielt werden können. Dazu braucht es CV- und Gate-Signale eingangsseitig.

Die Mod-Taste verändert die Klangcharakteristik in einen Formant-artigen Sound. Es kommen auch prima perkussive Sounds heraus, bei kurzen Gates und je nach Reglerstellungen.

Bacid
Bacid erzeugt ebenfalls tonale Elemente und ist hauptsächlich auf Basstöne ausgerichtet . 

Die Mod-Taste ändert die Klangauswahl in Richtung perkussiv, bei Verwendung von kurzen Gates. Es können melodische Klangverläufe mit langen Gates erzeugt werden. Dieser Kanal bekommt am besten CV und Gate gleichzeitig spendiert.

Audioeingang des Drumsynthesizers

Landscappe Noon verfügt über einen Audioeingang, um externe Signale in Mono zuzuführen. Das Audiosignal landet dabei in Dual, also in Kanal 2. Hier wird das Audiosignal durch LoFi-Filter und Verzerrungen gejagt und je nach Zuschalten weiterer Kanäle in die Mangel genommen. Die Signale sind sehr trashig, wie zu erwarten.

Interessante Ergebnisse lassen sich auch durch Anschließen einer Steuerspannung anstelle von Audio erzielen.

Landscape Noon

Audioausgang

Es gibt zwei Audioausgänge, getrennt für die geraden und ungeraden Kanäle, sowie einen gemeinsamen Lautstärkeregler. Es können summiert auch alle Kanäle auf dem unteren Ausgang für die geraden Kanäle ausgegeben werden. 

Aufgrund des passiven Aufbaus der Elektronik ist es teilweise herausfordernd, Pegel und Lautstärkespitzen im Griff zu haben. Da muss man häufiger in den einzelnen Kanälen nachregeln.

Einsatz des Landscape Noon im Tonstudio

So, nun kennen wir alle Eckdaten und man hat einen ungefähren Eindruck vom Aufbau des Instruments. Die klanglichen Ergebnisse, die aus Landscape Noon herauskommen, lassen sich nicht so konkret beschreiben. Aufgrund der Passivität und Instabilität der Schaltkreise ist es schwierig, genau zu definieren, was in und zwischen den Kanälen geschieht, da sich die Kanäle gegenseitig modulieren. 

Landscape Noon

Tatsächlich ist es daher kaum möglich, konkrete Sounds zu erstellen. Alles klingt nach Zufall. Zwar liefert jeder Kanal einen gewissen Grundcharakter, die Steuersignale, die Abhängigkeit und Verlinkung der Schaltkreise untereinander und die Reglerstellungen haben jedoch einen massiven Einfluss auf den Sound. Das ist etwas für Leute, die sich immer wieder überraschen lassen wollen.

Um die Ergebnisse wenigstens etwas im Griff zu haben, bieten sich folgende Tipps an:

Gate
Die Verwendung von Gate-Signalen mit 5 bis 12 V liefert ausreichend Strom, um die einzelnen Stimmen einzuschalten. Je nach Länge der Gates passieren unterschiedliche, klangliche Veränderungen in den einzelnen Kanälen.

Envelopes
Die Hüllkurvensignale modularer Synthesizer lässt sich gut für perkussive Sounds nutzen.

LFOs
LFOs mischen alles auf. Das Senden von LFOs an die 8 CV-/Gate- oder 2 CV-Eingänge führt zu unberechenbaren Ergebnissen.

Pitch
Wenn Pitch-CV zusammen mit Gate-Signalen an einen Kanal gesendet werden, wirkt sich das nicht nur auf den angesprochenen Kanal, sondern oft auch auf die benachbarten Kanäle aus.

Attenuator
Sehr interessant ist der Einsatz gedämpfter Spannungen, die kontrolliert zugeführt werden. Denn kleinste Änderungen in der Spannung erzeugen manchmal bereits große klangliche Änderungen. Also nicht immer direkt den Sequencer ankoppeln, sondern auch mal durch entsprechende Module anreichen.

Drohnes
Führt man konstante Spannung an die CV-/Gate-Eingänge, lassen sich Drohnes und Texturen erzeugen. Hier muss man etwas rumspielen, um zu brauchbaren Ergebnissen zu gelangen.

Landscape Noon – Kompatibilität mit Sequencern

Welche Sequencer funktionieren mit Landscape Noon?

Jeder Sequencer hat unterschiedlichen Einfluss auf die klanglichen Ergebnisse, die aus Landscape Noon herauskommen. Woran liegt das? Laut Hersteller liegt es an der unterschiedlichen Spannungsversorgung der verschiedenen Geräte. Sequencer mit einem dedizierten Netzteil liefern demnach bessere Ergebnisse als USB-betriebene Geräte. Modularsysteme im Eurorack-Format sind in der Regel gut geeignet.

Landscape empfiehlt Eurorack Modular-Systeme und Arturias Beatstep Pro. Obwohl der Beatstep USB-powered läuft, scheint er sehr gut geeignet zu sein. Weitere gut funktionierende Sequencer sind zum Beispiel:

  • Sequentix Cirklon
  • ALM Busy Circuits Pamela’s (New) Workout
  • Westlicht Per Former
  • Music Thing Turing Machine + Pulses mkii
  • Polyend Poly 2
  • Soma Ornament-8
  • Acid Rain Technology Constellation
  • Mannequins Just Friends
  • Mutable Instruments Marbles & Stages
  • vpme.de Euclidean Circles v2
  • WMD Metron

… und noch einige mehr. 

Abgeraten wird u. a. von folgenden Geräten, aufgrund schwächelnder Spannungsversorgung:

  • Korg SQ-64
  • Synthstrom Deluge
  • Torso T-1

Letztendlich muss man testen, mit welchen Sequencern es funktioniert. Ich habe in meinem Setup keinerlei Probleme gehabt mit: 

  • Arturia Keystep 37 
  • Qu-Bit Bloom
  • Behringer 960
  • Make Noise Maths 
  • Expert Sleepers Disting EX
  • Doepfer A160-2 
  • Diverse LFOs und Envelope-Generatoren

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Fazit

Der Landscape Noon ist ein faszinierendes Musikinstrument, das die Welt der analogen Synthesizer auf besondere und ungewöhnliche Weise erweitert. Mit seinem passiven Design und seiner speziellen Ausrichtung auf Drum-Sounds bietet er die Möglichkeit, einzigartige und vor allem geräuschhafte Klänge zu erschaffen. Ob das immer schön klingt, liegt im Ohr jedes Einzelnen. Um es direkt zu sagen: Gezielte Klänge lassen sich nicht wirklich mit Landscape Noon generieren. Vielmehr ist das Instrument für mich wie die berühmte „Box of Chocolate – You never know what your gonna get“. Landscape ersetzt keinen Drumsynthesizer, sondern ist in meinen Augen eine Ergänzung zu einem bestehenden Setup. Um ungewöhnliche und geräuschhafte Sounds zu erzeugen, ist das Instrument ideal. Die Reproduzierbarkeit von Sounds ist eher schwierig, denn die klanglichen Ergebnisse sind unberechenbar. Wer „schöne“ Drumsounds sucht, der wird mit diesem Instrument keine Freude haben. Landscape Noon ist was für Leute, die Überraschungen mögen und sich auf intuitive Abenteuer einlassen wollen.

Plus

  • innovatives Konzept
  • ungewöhnliche und überraschende Klangergebnisse
  • erlebbares Instrument - will angefasst werden

Minus

  • inkompatibel zu manchen Sequenzern
  • recht hoher Preis

Preis

  • 878,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    D-Joe

    Hallo Hr. Kusche

    Danke für den Testbericht
    Hoch interessantes Teil, mich fasziniert ja seit längerem schon das Stereofield.
    Klar, die Standard 0815 Sounds kommen da sicher nicht heraus, aber der experimentelle Ansatz lässt Raum nach oben.
    Wahrscheinlich ist es in diesem Fall von Nöten die Ergebnisse, die einem gefallen schleunigst aufzunehmen.
    Wer viel mit Presets arbeitet kann mit dem Noon vermutlich eher wenig anfangen.
    Experimentalisten dagegen könnten sicher ihre Freude damit haben.

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Noon oder eine Nacht auf Toilette nach Kohlsuppe und etwas LSD.

  3. Profilbild
    chardt

    Vorneweg: Ja, ich weiß dass es irgendwo jemand gibt, der auf genau dieses Ding gewartet hat.

    Aber ich fühle mich so überhaupt nicht angesprochen: Die Klänge naja, das Konzept erscheint mir etwas „gewollt“ und der Begriff „passiv“ an der Grenze zur Irreführung (da ja doch eine aktive Speisung notwendig ist, wenn auch über Gate und CV statt über separate Stromversorgung).

    Für sagenwirmal 200 € wäre es immerhin ein halbwegs interessantes Spiel-Zeug zum mal eben Rumexperimentieren und zweidrei Klänge nutzen, aber für 900 € gibt es zum Glück viele Alternativen.

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      @chardt Passiv heißt, sieht gut aus, ist teuer, kann nix und liegt nur rum und wartet darauf das man daran fummelt, bis irgendwelche Quietschgeräusche rauskommen.

  4. Profilbild
    exitLaub

    Was sich auf Papier relativ interessant liest, entpuppt sich bei den Klangbeispielen und beim Preis schon mal als Witz. Meine erste Assoziation – wie schon erwähnt – war dann doch eher mit Verdauungsgeräuschen verbunden, die man mit (evtl. schon vorhandenen) Eurorackmodulen und/oder Synths auch mindestens genau so hinbekommen würde.
    Das Teil scheint mit jetzt auch klanglich nicht besonders flexibel zu sein und von etwas knackigeren Percussion wird man wohl auch nur träumen können. Dazu noch der Look eines Rechenschiebers für Kinder im Vorschulalter.

    Nun ja, ich bin mir sicher, das Teil wird trotzdem seine Liebhaber finden.

  5. Profilbild
    ollo AHU

    Interessant aber leider vieeel zu teuer. Beim Hersteller auf der Seite sind durchaus auch ein paar brauchbare Sounds in den Videos und als richtig bösen Verzerrer kann man das Gerät bestimmt auch gut gebrauchen aber nicht für 900€. Grade als passives Gerät ohne eigene Stromversorgung hätte ich jetzt einen wesentlich niedrigeren Preis erwartet.

  6. Profilbild
    mdesign AHU

    die klanglichen ergebnisse sind doch eher dürftig und keinesfalls ein alleinstellungsmerkmal. aber es gibt ja einige solche exoten – offensichtlich kauft die irgendjemand. warum, ist mir persönlich allerdings schleierhaft.

  7. Profilbild
    Dacci Pucci

    Interessantes Konzept und atemberaubendes Design. Klanglich wird für mich nur unter starkem Effekteinsatz und im Zusammenspiel mit „konventionelleren“ Sounds ein Schuh daraus, aber dann ist es sicher ein interessanter Zulieferer für allerlei Bleeps, Bloops und Gefrickel. Eine Solo-Perfomance mit Noon brauche ich dagegen eher nicht.

  8. Profilbild
    vssmnn AHU

    hallo, interessantes Gerät, wenn ich eine Mucke machen würde, so ungefähr wie Boards of Canada, dann wäre das genau mein Ding.
    Top!

  9. Profilbild
    A.Vogel AHU

    Schwer fassbar, was einem manchmal als innovativ und crazy untergejubelt wird.
    Die Optik finde ich sehr ansprechend; ein netter Retro-Touch allemal.
    Der Sound ist jedoch exakt derjenige eines Casio-Kinderkeyboards, das ein wenig Circuit Bending erfahren hat. Und mit den restlichen 800€ kann man bestimmt auch was Nettes anstellen….

  10. Profilbild
    Synchead

    Arbeiten da t–Networks? Design gefällt mir, klanglich nun ja…
    Als Idee für passive Synths ein Entwurf und vielleicht interessant wenn es weiter eingewickelt wird

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