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Test: Vermona DRM1 MKIV, Drum-Synthesizer

Dauerbrenner in der vierten Generation

30. Juni 2023
Vermona drm1 mk4 test

Vermona DRM1 MKIV, Drum-Synthesizer

Wir testen für euch heute einen echten Dauerbrenner in den Tonstudios dieser Welt: den Vermona DRM1 MKIV Drum-Synthesizer. Meinen ersten Kontakt mit dem Firmennamen Vermona hatte ich als in der DDR geborenes Kind tatsächlich erst nach der Wende: Asche auf mein Haupt! 1995 brachte unser damaliger Keyboarder ein mächtiges Ungetüm mit bunten Reglerkappen in den Proberaum und ich war sofort fasziniert. Erstaunt stellte ich fest, dass dieser Synthesizer von Vermona aus der ehemaligen DDR kam, denn obwohl ich mich dort schon frühzeitig in diversen Instrumentenläden rumtrieb, hatte ich nirgendwo solch ein cooles Teil in der Auslage stehen gesehen. Da das Monster leider auch keinen MIDI-Anschluss hatte, habe ich damals einfach ein paar der brachialen Sounds abgesampelt. Einen sehr informativen Artikel über diesen vermeintlichen „Minimoog des Ostblocks“ könnt ihr gern in unserem Blue Box Artikel nachlesen.

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VERMONA DRM1 MKIV Userbild Vermonagear

Mittlerweile tummeln sich in meinem heimischen Fuhrpark aber schon einige Geräte von Vermona. Allen voran mein geliebter Vermona Mono Lancet ’15 inklusive Modular Dock sowie die Eurorack-Module Vermona meloDicer, randomRythm und twinCussion, die ich mir nach unseren Testberichten guten Gewissens zugelegt habe. Ich schätze an den Geräten von Vermona, neben dem meistens sehr einzigartigen Ansatz, vor allen Dingen die wertige Verarbeitung und den stets vorhandenen Vintage-Vibe, denn Auge hört bekanntlich mit!

An dieser Stelle dann auch gleich ein dickes Danke an Thomas Haller von Vermona, der uns für diesen Test den Vermona DRM1 MKIV Trigger und zum direkten Vergleich auch noch einen Vermona DRM1 MKIII Trigger Deluxe zur Verfügung stellte.

VERMONA DRM1 MKIV Userbild mit MKIII

Bedienung und Features des Vermona DRM1

Den Vorgänger unseres aktuellen Testprobanden, den Vermona DRM1 MKIII, hatten wir ja vor knapp neun Jahren auch bei uns im Test. Ich selbst besitze leider keinen der Vorgänger und so kann ich an diesen neuerlichen Test doch ziemlich unbefangen herangehen. Natürlich werde ich mich grob am Vorgängertest orientieren und vergleichen, ob die damaligen Aussagen und Bewertungen auch für die aktuelle Version noch gelten.

Wer also mehr über die Bedienung und die Features des Vermona DRM1 wissen möchte, sollte sich vorab den Test zur Revision III noch einmal zu Gemüte führen, denn in meinem aktuellen Test werde ich das Hauptaugenmerk eher auf die Unterschiede zwischen den beiden Revisionen legen. Der Fokus liegt dabei dann eben auf der Beantwortung solcher Fragen wie: Welche Unterschiede  sind offensichtlich? Welche Upgrades gab es unter der Haube? Wie ist die allgemeine Produktqualität? Und für das Fazit: Gilt die damalige sehr gute Bewertung auch für die neue Revision? Aber bevor wir nun intensiv einsteigen, sollten wir unsere neuen Leser erst einmal abholen und erklären, was der Vermona DRM1 denn nun eigentlich ist.

Was ist der Vermona DRM1 MKIV?

VERMONA DRM1 MKIV Userbild Titelbild

Der Vermona DRM1 war herzlich gesprochen der Defibrillator für Vermona, die sich nach den Wirren der Wendezeit mit diesem, ihrem ersten neuen Produkt, wieder auf dem Markt zeigten. Ich finde die Einleitung und Erklärung dazu in der Bedienungsanleitung von Vermona so großartig, dass ich sie hier einfach auch gleich zitiere:

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„Der analoge Drumsynthesizer DRM1 MKIV ist nicht einfach nur ein Instrument oder ein Stück Technik. Er ist auch ein Stück Geschichte, nämlich unserer Geschichte. Mit der ersten Version des DRM1 haben wir uns erstmals wieder unter dem Namen VERMONA mit einem Produkt am Markt zurückgemeldet, von dem wir uns wegen geschichtsträchtiger, weltpolitischer Umwälzungen vorübergehend zurückziehen mussten. Das ist nun schon viele Jahre her, aber den DRM1 bauen wir immer noch. Der Grund? Es gibt immer noch Musiker, die keinen haben. Deswegen haben wir den DRM1 ständig weiterentwickelt und sind mittlerweile bei der Version MKIV angekommen – der beste Drumsynthesizer, den wir je gebaut haben.

VERMONA DRM1 MKIV Userbild schräg vorn

Der DRM1 MKIV ist ein auf synthetische Drumsounds spezialisierter Klangerzeuger, der mit echt analogen Schaltungen arbeitet. Er erzeugt acht Drum- und Percussionsounds. Zwar tragen diese Klänge die Namen der Bestandteile eines herkömmlichen Schlagzeugs, doch handelt es sich hierbei „nur“ um Imitationen dieser Instrumente. Aber genau darum geht es. Synthetische, oder allgemein gesagt, analoge Drums besitzen eine ganz eigene Ästhetik und haben damit die verschiedensten Musikrichtungen maßgeblich beeinflusst, wenn nicht gar überhaupt erst möglich gemacht. Old School Hip-Hop, Electro, House, Techno wären ohne die berühmten analogen Drummaschinen unserer japanischen Freunde kaum möglich gewesen. Der DRM1 MKIV kann vieles, was auch diese Klassiker konnten, und er kann einiges mehr. Eines ist er aber gewiss nicht, nämlich ein Clone, der versucht acht oder neun Sounds von damals exakt nachzubilden. Der DRM1 MKIV ist sein eigenes Original!“

VERMONA DRM1 MKIV Userbild von vorn

Der einzigartige analoge Klang, kombiniert mit einer intuitiven Bedienung, macht den Vermona DRM1 zu einem vielseitigen Instrument, das bis heute in zahlreichen Musikgenres Verwendung findet. Und so wird in der Gegenwart der hübsche Klopfgeist in all seinen Versionen von vielen Musikern und Produzenten weltweit genutzt und geschätzt. Mit jeder neuen Version blieb und bleibt sich auch diesmal der Vermona DRM1 seiner Tradition treu, eine enorm vielseitige Palette an synthetischen Drum-Sounds zu liefern und die Kreativität der Musikschaffenden in aller Welt zu beflügeln.

Der Vermona DRM1 MKIV wird ausgepackt

Aus der passgenauen Umverpackung mit Sicherheitspolstern kommt der 3,7 kg schwere Vermona DRM1 MKIV zum Vorschein, flankiert von einem Kaltgerätenetzkabel und einer Bedienungsanleitung in deutscher und englischer Sprache. Diese finden wir parallel dazu auch als umweltfreundlichen Download auf der Website von Vermona. Gratis wird von Vermona noch „eine Riesenportion Spaß und Leidenschaft“ mitgegeben (Zitat aus der Bedienungsanleitung). Na, dann sind doch schon mal alle notwendigen Zutaten für einen guten Start vorhanden – oder?

VERMONA DRM1 MKIV Userbild ausgepackt

Da ich, wie gesagt, noch nie einen Vermona DRM1 in der Hand hatte, warf ich natürlich erst einmal einen prüfenden Blick auf die allgemeine Verarbeitungsqualität und liebe Leser, ich muss sagen: Da gibt es überhaupt nichts zu bemängeln. Das ist es, was ich noch unter bewährter Produktqualität „Made in Germany“ verstehe. Wie die Zinnsoldaten stehen die sage und schreibe 73 Drehregler wie eine Eins in Reih und Glied, da findet sich kein Ausbruch nach links, rechts, oben oder unten. Das ergibt mit den neun großen Klinkenbuchsen und den acht Trigger-Buttons ein sehr aufgeräumtes, geradliniges Bild und trägt zur hochwertigen Optik des Vermona DRM1 MKIV enorm bei. Die Regler sind griffig und haben einen sehr angenehmen Widerstand im sehr gut aufgelösten Regelweg. Die verwendeten Buchsen machen einen soliden und langlebigen Eindruck.

VERMONA DRM1 MKIV Userbild Regler wie Zinssoladeten

Die äußeren Abmessungen sind gleichgeblieben und betragen 483 mm in der Breite, 125 mm in der Höhe, 225 mm in der Tiefe oder für das 19 Zoll Rack umgerechnet 5 Höheneinheiten und 90 mm Tiefe von der Frontplatte gemessen. Die Anschlüsse auf der Rückseite sind leicht eingelassen, sodass die Stecker und Kabel im Rack dann auch ordentlich Platz haben. Die Beschriftungen auf der sauber bearbeiteten Frontplatte sind gut ablesbar und man findet am gesamten Klopfgeist keine scharfen Ecken und Kanten oder gar Grate: Alles wirkt wie aus einem Guss!

Unterschiede zwischen Vermona DRM1 MKIV und MKIII

Der Ein- und Ausschalter ist jetzt von der Frontplatte auf die Rückseite gewandert. Wenn der Vermona DRM1 MKIV in ein 19 Zoll Rack eingebaut wird, verschwindet der Schalter nun leider im Inneren des Racks und ein Ausschalten ist dann nur noch über die Steckdose möglich. Im Betrieb als Desktop-Gerät gibt es diese Einschränkung nicht.

Schaltervergleich

Der direkte Vergleich zeigt: Beim Vorgänger war der Schalter oben auf der Frontplatte und hat damit beide Einsätze optimal abgedeckt. In meiner subjektiven Empfindung ist diese Neuerung also eher eine ungünstige Design-Entscheidung. Aber gut, damit kann man sicher leben.

Einhergehend mit dieser Neuerung wurde dem Vermona DRM1 MKIV ein neues Schaltnetzteil mit automatischer Anpassung und Einschaltverzögerung spendiert, sodass hier das typische Knacksen beim Ein- und Ausschalten in Zukunft entfällt.

VERMONA DRM1 MKIV Userbild MIDI Trio Rückseite

Und wo wir nun schon auf der Rückseite sind, finden wir dort nun endlich auch ein vollwertiges MIDI-DIN5-Buchsen-Trio, weil die MIDI-OUT-Buchse neu hinzugekommen ist. Zeitgemäß finden wir bei den Anschlüssen nun auch eine USB-Buchse über die MIDI-Daten gesendet und empfangen und zusätzlich auch Firmware-Updates gefahren werden können. Der Vermona DRM1 MKIV meldet sich als MIDI-Interface über den USB-Port dann auch ordnungsgemäß mit Namen in der DAW an, so soll das sein.

VERMONA DRM1 MKIV Userbild CUBASE

Leider gibt sich der Vermona DRM1 auch in seiner aktuellen Reinkarnation MIDI-seitig sehr wortkarg. Im Test zur Version III schrieb unser Autor Tyrell dazu: „Und obwohl der DRM1 MKIII über eine MIDI-Schnittstelle verfügt, muss ich Ihre Hoffnung leider zunichtemachen, die Regler würden Controller oder Sysex-Daten über MIDI empfangen oder senden. Zumindest versteht der DRM1 aber Velocity über MIDI und erlaubt damit ein dynamisches Spiel.“ Daran hat sich leider nichts geändert: Schade! Zumindest die Trigger-Version ermöglicht eine erweiterte MIDI-Funktionalität, aber dazu später mehr.

Einzelouts Triggerbuttons Detail

Was mich in dem Zusammenhang etwas ratlos zurückließ, war der Umstand, dass auch die Trigger-Buttons keine MIDI-Events auslösen. Ich mein, ich sitze am Gerät und schraube am Sound und wenn ich dann zum laufenden Takt gleich ein paar Events in die DAW klopfen will, muss ich erst zu einem anderen Gerät rennen? Die Trigger-Buttons lassen sich doch wunderbar bespielen und reagieren prima, also warum nur zum Verhören und nicht auch gleich als Zuspieler verwenden? Vom Verständnis her hätte ich dieses  Feature an dieser Stelle zumindest erwartet und es dürfte jetzt auch nicht das große schaltungstechnische Problem sein, das zu implementieren.

Insert oder Einzelausgang? Verschaltung der DRM1 Mk4 Anschlüsse

Ein Feature, das ich unbedingt noch einmal aufwärmen wollte, obwohl es die MKIII-Version auch schon mitbrachte, ist die flexible Verschaltung der Einzelausgänge.

VERMONA DRM1 MKIV Userbild Einzelausgänge

Die auf der Frontplatte befindlichen großen Klinkenbuchsen, kann man über verschieden geschaltete Kabel unterschiedlich nutzen. Einmal als Einzelausgang, wobei dann wahlweise das Signal des ausgewählten Instrumentes auch aus der Summe verschwinden kann oder als Insert, sodass man hier diverse Effektgeräte einschleifen kann.

VERMONA DRM1 MKIV Einzelouts mit Summenschaltung

Sehr cooles Feature! Ich wusste bis dato gar nicht, dass so etwas schaltungstechnisch über die Buchsen überhaupt regelbar ist, aber man lernt ja nie aus.

Schaltbild Einzelouts als Insert nutzbar

Auf jeden Fall bereichert diese Schaltung den Output des Vermona DRM1 MKIV noch einmal enorm. Gitarrenpedale, Verzerrer, Delays oder gar BitCrusher gewinnbringend in den Sound einschleifen – das fetzt!

Was hat sich unter der Haube beim MKIV getan?

Der Vermona DRM1 MKIV besitzt gegenüber der MKIII einen allgemein verbesserten Rauschabstand, was sich in einer insgesamt höheren Signalgüte niederschlägt. Einige Instrumente bekamen dazu noch ein dezentes Feintuning verpasst.

Zoom auf Reglerfeld

Bei der KICK wurde der Frequenzbereich angepasst, er liegt nun zwischen 22 Hz und 380 Hz. Der Wellenformer wurde auch gleich mit überarbeitet und liefert nun einen noch sauberen Sinus und ein aggressiveres Rechteck. Auch der ATTACK-Impuls bekam nochmal einen Feinschliff. Im direkten Vergleich zur MKIII klingt die Kick dadurch um kleine Nuancen runder und voller.

KICK OSC

Im Gegensatz zur Version III haben DRUM 1 und DRUM 2 nun unterschiedliche Frequenzbereiche DRUM 1: 18 Hz…300 Hz (FM-Oszillator: 1,25 Hz…550 Hz) DRUM 2: 24 Hz…430 Hz (FM-Oszillator: 1,25 Hz…785 Hz). Dabei wird nun der FM-Oszillator zum Trigger-Signal synchronisiert und auch die BEND-Bereiche wurden entsprechend angepasst.

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Vermona DRM1 MKIV
Vermona DRM1 MKIV
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(7)

In der Revision III wurde die Kick ja schon in ihrem Verhalten angepasst, sodass sie immer gleich auslöst und einen stabilen Pegel hat. In Revision IV des Vermona DRM1 wurden dahingehend auch die Sounds der HIHAT 1- und HIHAT 2 Tongeneratoren überarbeitet. Sie haben nun einen stabilen Pegel über den kompletten Frequenzbereich. Zudem wurden auch die DECAY-Zeiten für offene und geschlossene HIHAT nachjustiert.

NoiseColor Regler

Und Beifall bitte! Auch das Verhalten des Reglers für CLAP wurde überarbeitet. Hier sind nun Impulsanzahl und Impulsabstand regelbar und der Regler NOISE COLOR überblendet nun sanft von rosa zu weißem Rauschen.

VERMONA DRM1 MKIV Userbild mit Oxi One

Alles in allem sind das sicher nur kleinere Anpassungen, die aber in der Summe für eine höhere Soundausbeute sorgen. Nach meinem Dafürhalten sind auch die alten Sounds in gewissen Sweetspots noch möglich und so bietet sich hier ein Mehrwert, den wir gerne mitnehmen und deshalb geht hier auch mein Daumen ganz deutlich nach oben.

Die Trigger-Version des Vermona DRM1 Mk4

Wenn ich hier eine Empfehlung aussprechen darf, dann bitte gleich zur Trigger-Version des Vermona DRM1 MKIV greifen. Die Option kostet zwar ein Scheinchen mehr, aber der Mehrwert dafür ist enorm! Das gilt besonders, wenn man Eurorack-Nutzer oder Live-Drummer mit Electro-Set ist. Denn eingehende Trigger werden dann an den MIDI-Ausgängen (also auch über USB) ausgegeben und so wird der hübsche Klopfgeist gleich zu einem Trigger-to-MIDI-Interface.

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Dabei ist die gleichzeitige Verwendung von MIDI- und Analog-Triggern möglich. Die Trigger-Eingänge verarbeiten sogar dynamische Trigger und damit kann der eingehende Trigger-Pegel dann die Lautstärke der Klänge des Vermona DRM1 steuern. Das eröffnet dann auch völlig neue Spielweisen. Euer Drummer spielt über Trigger-Pads seine kreativen Ideen direkt über den Vermona DRM1 MKIV in die DAW als MIDI-Noten ein, wo sie euch dann gleich für die Weiterbearbeitung zur Verfügung stehen. Dafür gibt es dann auch vier verschiedene Trigger-Modi:

  • KICK – Gate: Die Trigger-Ins arbeiten ohne Dynamik. Jedes eingehende Triggersignal ≥ ca. 2,8 V erzeugt eine konstante Lautstärke. Der via MIDI ausgegebene Velocitywert beträgt konstant 127.
  • DRUM 1 – Gate + Accent: Triggersignale zwischen ca. 0,5 V und ca. 5 V erzeugen eine konstante Lautstärke (keine Dynamik). Trigger ≥ 5 V erzeugen einen konstanten Accent von 11 V. Der via MIDI ausgegebene Velocitywert beträgt konstant 63 (ohne Accent) bzw. 127 (mit Accent).
  • DRUM 2 – Gate + Dynamik: Triggersignale zwischen ca. 0,5 V und ca. 5 V erzeugen eine konstante Lautstärke (keine Dynamik). Trigger zwischen ca. 5 V und ca. 11 V erzeugen einen dynamischen Lautstärkezuwachs. Der via MIDI ausgegebene Velocitywert beträgt mindestens 56, darüber hinaus dynamikabhängig bis zu 127.
  • MULTI – volle Dynamik: Trigger zwischen ca. 0,5 V und ca. 11 V erzeugen eine dynamische Lautstärke. Der via MIDI ausgegebene Velocitywert liegt dynamikabhängig zwischen 6 und 127.
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Vermona DRM1 MKIV Trigger
Vermona DRM1 MKIV Trigger
Kundenbewertung:
(5)

Ein weiteres Anwendungsbeispiel für die Trigger-Eingänge wäre ein Setup, wo das Eurorack-Modularsystem zur DAW synchronisiert wird und dann der Trigger-Sequencer, zum Beispiel der von mir auch getestete ROBAUX SWT16+ den Vermona DRM1 MKIV auf allen Kanälen befeuert und ihr nun die Trigger in der DAW zeitgenau auch als Events aufnehmen und weiterbearbeiten könnt.

VERMONA DRM1 MKIV Userbild mit IDUM

Besonderen Spaß haben mir in diesem Zusammenhang die Experimente mit dem auch von mir getesteten Mystic Circuits IDUM bereitet. Die dynamischen Events der Session wurden damit sicher  in der DAW hinterlegt und ich konnte noch am optimalen Sound weiterschrauben, bis es passte.

Klang und Bedienung des Vermona DRM1 MKIV

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Natürlich gibt es typbedingte Überschneidungen im Sound mit anderen bekannten Drum-Maschinen, der Vermona DRM1 MKIV ist kein Clone und das will er auch nicht sein. Der Sound des Vermona DRM1 MKIV hat immer einen vollen, warmen, analogen Charakter, will sagen: Wo Vermona draufsteht, da kommt auch Vermona raus.

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Die absolut intuitive Bedienung, die ein umfangreiches Handbuchstudium quasi entfallen lässt, sowie der Hammersound im wahrsten Sinne des Wortes sorgen hier für einen immensen Spaßfaktor. Einfach an das Gerät setzen, Regler drehen und Rumms, Rumms, Rumssss plus Erpelpelle – so in etwa läuft das Ganze und so unterschreibe ich zu 100 % die Zeilen des sehr geschätzten Autorenkollegen Tyrell aus seinem Test zur MKIII auch für die MKIV und ersetze: „Die DRM1 MKIV überzeugt klanglich auf voller Länge und beherrscht alle Spielarten elektronischer Drum- und Percussionsounds. Peng — äh Punkt.“

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Fazit

Egal, ob man nun elektronische Musik produziert, Sounddesign betreibt oder einfach nur nach einem hochwertigen Drum-Synthesizer sucht, der die eigenen kreativen und musikalischen Ideen zum Leben erweckt, der Vermona DRM1 MKIV wird das erwartet leistungsstarke Werkzeug sein, das jederzeit die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllt und sogar übertrifft. Hier trifft einfach fundierte deutsche Ingenieurskunst auf gelebte und bewährte Qualität „Made in Germany“. Nach diesem Test kann ich absolut nachvollziehen, warum dieser Klassiker von Vermona so viele Fans unter Musikern auf der ganzen Welt gefunden hat und natürlich bekommt er deshalb auch von mir die in meinen Augen und Ohren mehr als gerechtfertigte sehr gute Bewertung.

Plus

  • sehr hoher Spaßfaktor
  • sehr wertige Verarbeitung
  • intuitive Bedienung
  • toller analoger Klang
  • Einzelausgänge flexibel nutzbar
  • große Soundausbeute
  • Trigger-to-MIDI-Interface (nur mit Trigger-Option)

Minus

  • rudimentäre MIDI-Funktionalität (sendet und empfängt keine Controller-Daten, außer Velocity)

Preis

  • Vermona DRM1 MKIV: 799,- Euro
  • Vermona DRM1 MKIV Trigger: 899,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    Softwaver

    DRM1 MKIV ist für mich die etwas andere Beatmaschine und das macht ihren Wert aus.

    Alleine der Sound der Kick, das stufenlose Durchfahren vom Sinus zum Rechteck und die Wärme der Sounds, machen das Gerät für mich zu einer Liason.

    Klar muss man wissen, dass es hier kein Abspeichern der Sounds gibt, man produziert im hier und jetzt – doch für meinen Workflow war das nie ein Thema, sonst hätte ich mir den DRM1 MKIV auch nie ins Studio geholt.
    Mit einem KORG SQ-64 (oder auch Arturia Beatstep, etc…), öffnen sich noch weitere Welten – Anschlagdynamik – HH1 u. HH2 bieten somit im Prinzip gleich 4 Sounds. Auch alles mit Arbeiten in einer DAW möglich.

    Kurz und knapp gesagt:
    Der einzigartige Sound (keine Untermenüs, kein Shift Button, jede Funktion hat seinen eigenen Regler) und Spaßfaktor stehen hier im Fokus!

    Ebenso in Love mit dem PERfourMER von VERMONA !!!

    Der einzigartige Kundenservice, von dem sich so manch andere Firma ein Scheibchen abschneiden könnten, runden die Sache dann noch ab.

    • Profilbild
      Flamme

      @Softwaver Überlege mir auch den KORG SQ-64 zu holen. Bin mir allerdings unsicher bei der Auswahl eines Sequenzers.
      Wie sidn deine Erfahrungen mit der Kombi von DRM und SEQ-64?

      • Profilbild
        Softwaver

        @Flamme den SQ-64 habe ich hauptsächlich wegen seiner Vielseitigkeit geholt.
        Die CV´s benutze ich sehr gerne mit dem Moog DFAM und die Drumspuren, wie gesagt mit dem DRM1 MKIV.
        Du hast für die Drums 16 Spuren zu Verfügung.
        Für den Vermona DRM brauchst Du davon ja „nur“ höchstens 10
        ( 6 Instrumentenkanäle und nach Belieben bis zu 4 für die HH´s ),
        hast Anschlagdynamik auf jedem Sound, Swing, etc…
        Vorher hatte ich den Beatstep Pro, der für den DRM1 MKIV normalerweise auch ausreicht –
        ich bin zum SQ-64 nur wegen mehr Anschlussmöglichkeiten gewechselt
        (1 Seq. mehr, 1 zusätzlich. MIDI Out).
        Anfangs benötigt man ein KORG Studium und die Bedienungsanleitung lässt sich an Oberflächlichkeit kaum mehr übertreffen –
        was auch etwas den Spass bremst, sind die Unterbelegungen (Shift Taste) und das ständige Hin-und Herswitchen zwischen den Tasten „Gate“, „Pitch“ und „Mod“, wobei „Pitch“ für den Drumkanal nicht zur Verfügung steht.
        64 Steps sind klasse und reichen auch völlig aus (mit Random, etc.).

        Wie gesagt, ich habe mir den SQ-64 zugelegt, da ich einige Synths und Drumkisten darüber abfeuern und auch nicht nur ständig auf ´ne DAW kucken wollte ;)

        Mir reicht er vollkommen aus und gerade für den MOOG DFAM und den DRM1 MKIV leistet er tolle Dienste – am Ende muss jeder selbst wissen, was das Beste für einen ist, denn jeder hat andere Prioritäten und verschiedene Workflows

    • Profilbild
      Dirk E. aka Xsample RED

      @Softwaver Vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht, der sich zu 100 % mit meinen Empfindungen deckt. Wirklich ein tolles Gerät mit Hammersound und enormem Spaßfaktor.

  2. Profilbild
    Flamme

    Ich träumte seit etwa 16 Jahren davon mir die DRM1 zu holen. 2022 war es dann, getriggert von dem Video von Stimming und Captain Pikant, soweit und ich hab mir das gute Stück Hardware bestellt.
    Nach ewiger Lieferzeit bin ich seit Oktober 2022 überglücklicher Besitzer einer DRM1 MKIV Tigger.
    Ich liebe den Sound, die Bedienung und einfach auch wie sie aussieht. Man kommt schnell an geile Sounds und ich die Kick ist einfach klasse. Vor allem wenn ich meinen Green Russian Big Muff dazu mische (Gänsehaut!!!).
    Der Kundenservice von Vermona ist auch super und ich werde mir auf jeden Fall nochmal den Mono Lancet von Vermona holen.
    Tolle Firma, tolle Produkte und sympatische Mitarbeiter.

    Und natürlich auch sympahtischer Testbericht! Danke dafür ;)

    • Profilbild
      ollo AHU

      @Flamme Ja, das Video von Stimming habe ich auch mal gesehen und da macht vorallem die Kickdrum sofort Lust auf das Gerät, anscheinend bin ich da nicht der Einzige.

      Aber für mein Hobby ist das dann wohl doch zu teuer, auch wenn der Preis für das Gebotene wirklich günstig ist.

    • Profilbild
      Dirk E. aka Xsample RED

      @Flamme Auch hier ein großes Danke für Dein Lob und den Erfahrungsbericht den ich nach dem Test völlig nachvollziehen kann. Durch meine DDR-Vergangenheit hat Vermona auch bei mir dicke Sympathiepunkte zusätzlich, zu den von Dir genannten, die ich natürlich auch zu 100 % Prozent unterschreibe.

  3. Profilbild
    Flowwater AHU

    Vermona ist irgendwie auch so eine richtig GEILE deutsche Firma, der für meinen Geschmack zu wenig Beachtung geschenkt wird. Deren PERfourMER ist ja inzwischen Legende und bevor ich mir einen »Moog Minitaur« kaufen würde, stünde eher der Mono Lancet ’15 auf dem Einkaufszettel (da triggert mich als Fan von »Raumpatrouille Orion« ja schon der Name). 😀

  4. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Bei den minimalen Änderungen gibt es für auch mal einen Grund die ältere Version auf dem Gebrauchtmarkt zu suchen und ein paar hundert Euro einzusparen. Denn für mich gilt immer noch, musizieren bedeutet für mich wie auch die meisten von uns: Geld ausgeben aber kein Geld einnehmen. Aber dafür gibt es mehr Lebensqualität und Freude im Leben. Das ist es dann auch schon wieder wert.

    • Profilbild
      ollo AHU

      Wobei die Unterschiede bei der Kickdrum in den Soundbeispielen im Netz zum Vorgänger doch ziemlich groß sind, da fand ich die neue dann doch besser. Wobei es auch schon wieder etwas her ist, dass ich die Videos dazu geguckt habe.

  5. Profilbild
    Anjin Sun

    Sofort, wie immer, bei der DRM1 G.A.S bekommen. Welches aber sofort verfliegt, wie immer, zwecks fehlender Midi-Controller-Daten. 😢

    • Profilbild
      ollo AHU

      @Anjin Sun Wobei Midi für alle Controller sicherlich einen Haufen Mehraufwand und Kosten bedeuten würden, denke ich. Fast kein analog Synth ohne Presets gibt Midi der Regler aus oder empfängt Midi für die Soundkontrolle, dann müsste ja schließlich jeder Wert nicht nur analog direkt über die Regler abgenommen werden sondern auch noch digital. Das macht vermutlich einen riesen Unterschied.

  6. Profilbild
    SINUS

    einer meiner aller liebsten drum synthesizer.
    eigenständig, snappy und viel klangpotential.

    Auf dem ersten luke abbott album kammen alle drum von ihm. da kann man sich einen eindruck machen.

    Ich mag meinen Tanzbären 1 sehr sehr gern, aber für den hier würde ich glatt tauschen, auch ohne sequencer.

    pm😁

    volle punktzahl auch von mir.

  7. Profilbild
    FaderMode

    OK, das wars wohl. Nach diesem Artikel und einer langer Überlegung werde ich es mir in Studio holen. Vielen Dank an den Autor für die endgültige Erleuchtung :)

    • Profilbild
      Dirk E. aka Xsample RED

      @FaderMode Vielen Dank für Dein nettes Feedback. 😎 Ich hatte bei diesem Test sehr viel Spaß mit dem Probanden und ich denke, dass Du diesen mit dem Vermona DRM1 MKIV auch haben wirst. Mein Neid sei mit Dir, ich muss noch ein wenig sparen.

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