Die Potis laufen sehr angenehm, nicht zu schwer und nicht zu leicht, die Schalter haben einen deutlichen Druckpunkt und sind zudem mit einer Status-LED ausgestattet, so dass auch in lichtschwacher Umgebung eine Fehlbedienung nahezu auszuschließen ist.
Da ich den Preamp bisher nur auf analoger Ebene gecheckt habe, mache ich mich nun an die digitale Anbindung. Dafür verbinde ich ihn via ADAT mit meinem Interface, das Wordclock-Signal kommt aus dem RME-Wandler und wird über einen Mutec Distributor an alle meine Geräte im Digital-Verbund geschickt. Mit dem Taster zur Samplefrequenz und Sync-Auswahl stelle ich die richtige Frequenz und den externen Sync ein. Die zugehörige LED ist erst rot, um dann nach erfolgtem Einloggen auf grün zu wechseln.
Das funktioniert soweit problemlos, einen klanglichen Unterschied kann ich zwischen dem intern und extern gewandelten Signal nicht ausmachen. Kurz noch den AES/EBU Ausgang getestet, auch hier keine Auffälligkeiten.
Für mein Dafürhalten ist der XL 48 sowohl von der Ausstattung, als auch von der mechanischen Verarbeitung für „on-the-road“ prädestiniert, also nehme ich die Einheit mit auf einen Live-Job. Die Aufgabenstellung: Acht unterschiedliche Mikrofonsignale sollen analog zu den Line-Eingängen des Mischpults gebracht werden.
Hier zeigt sich deutlich, wie praxisorientiert die Midas-Ingenieure ihr Produkt designt haben. Mehr noch als im Studio, macht sich hier die durchdachte Bedienoberfläche bezahlt, selbst am schummrigen Pultplatz lässt sich der Preamp sicher bedienen, ohne dass ich dauernd nachschauen muss, ob ich den richtigen Taster oder Poti erwische. Eine große Hilfe sind hier auch die großzügigen LED-Aussteuerungsanzeigen und der LowPass/HighPass, das spart EQ-Bänder im Pult und ist flexibler als ein fester HighPass.
Weitere Anwendungsmöglichkeiten bieten natürlich die zahlreichen Ausspielmöglichkeiten, so ist ein Split Recording/Live, Live/Monitor oder sogar alle drei Varianten gleichzeitig problemlos machbar.



























„echter Midas Klang“.. „der typisch warme Midas Klang“ ..
Oho.. , Aha !
sorry, wenn ich so etwas lese, dann muss ich schon schmunzeln.
@tompisa En solche Monsterpult hab ich noch nicht im Studio gesehen und nein, bedient auch noch nicht, Dachte sowas macht eher großen Livesound (?) ..aber Studio ..
Ich finde Deinen Test ja prima und ausführlich , aber diese Marketingblasen bei einem Behringer Modell, dass sich mit einem einstmal größeren Namen schmückt erzeugt bei mir halt freundliche Zurückhaltung. „Erinnerungen“ an einen „warmen typischen“ Midasklang . Einem entsprechenden Blindhörtest gegen einen „kalten“ Klang würde ich gerne einmal beiwohnen.
Na ja, wie soll er den „Klang“ der Pre-Amps denn sonst beschreiben? Klang ist ohnehin subjektiv. Klingt denn ein Röhren-Amp immer warm, nur weil eine Röhre drin ist? Ich denke kaum, dennoch ist es ein typisches Attribut, obwohl ein Marshall Amp die Wärme höchstens als Abfallprodukt liefert, welches sich in °C messen lässt.
Ich hatte auch schon das Vergnügen, an einer MIDAS Konsole bei einer Live-Veranstaltung zu stehen und habe im Studio mit AMEK/NEVE Konsolen gearbeitet und Signale auf einer STUDER 24-Spur Maschine aufgezeichnet. Ich würde das Ergebnis auch als warm bezeichnen, im Studio war es aber auch warm, könnte mich also beeinflusst haben……ob nun warm/kalt oder was auch immer…..irgendwelche Attribute muss man finden, wenn man Klang subjektiv beschreiben möchte. Er hätte hier auch „objektive“ Messergebnisse präsentieren können, wäre aber auch nicht spannender oder aussagekräftiger gewesen, denn letztendlich macht den Sound doch derjenige der die Geräte einsetzt und nicht das Gerät allein.