Test: Native Instruments Brass Collection, Sound Library

 

Hard Facts: Symphony Series Brass Solo

Bevor wir uns ans Ausprobieren machen, eben noch schnell ein paar Zahlen und Facts zu den beiden Produkten. Schließlich wollen wir ja auch wissen, was da in den Librarys unter der Haube tickt.

Brass Solo enthält die Instrumente Trompete (C3-E6), Posaune (C1-E5), Tuba (C1-E5) sowie erstes (C2-G5) und zweites Horn (C2-E5), letztere dann übrigens von zwei unterschiedlichen Musikern auf unterschiedlichen Instrumenten eingespielt – da fehlt also schon mal nichts. Genau wie bei den Artikulationen: Insgesamt satte 94 bringt die Library mit. Greifen wir da einfach mal die Trompete raus: Wo sich andere Produktionen auf  „Staccato“, „Sforzando“ und „Mute“ beschränken, liefert Brass Solo beispielsweise gleich vier vorgefertigte Staccato-Variationen (p, f, triple-tongue und tongue stopped), drei verschiedene Sforzando-Varianten und auch mehrere Mutes. (Rhythmische Artikulationen lassen sich übrigens zum Projekt-Tempo synchronisieren – feine Sache). Die Liste liest sich da wie das „Who is Who“ der Artikulationen und dürfte selbst gestandene Musiker noch überraschen.

Dazu kommen noch einmal 26 Effekte. Da finden sich neben den klassischen Bends, Sweeps und Trills in diversen Variationen auch Ventil- und Atemgeräusche und Warm-Ups. Damit lässt sich dann schon gekonnt an der Realismusschraube drehen.

 

Alle Instrumente der Collection im Überblick

Alle Instrumente der Collection im Überblick

 

Hard Facts: Symphony Series Brass Ensemble

Im Brass Ensemble sind die einzelnen Bläsergruppen – das heißt Trompeten (C3 – E6), Posaunen (A0 – G5), Hörner (G1 – G5) und tiefe Bläser mit Tubas und Euphonien (A0 – E5) – jeweils gleich achtfach besetzt. Macht also 32 Instrumentalisten – damit lässt sich ein Sinfonieorchester fast zwei Mal besetzen. (Und wer jetzt bei „Euphonium“ ein Fragezeichen über dem Kopf hat: Dieses tiefe Blechblasinstrument gehört zu den Bügelhörnern – genau wie die Tuba. Und sieht auch so ähnlich aus, klingt aber eine Oktave höher als selbige). Der Tonumfang ist hier bei den einzelnen Bläser-Sektionen etwas größer als bei den Solisten. Warum? Weil extreme Notenwerte besser klingen, wenn sie von mehreren Instrumenten gespielt werden. Ein Phänomen, das wir aus dem Fußballstadion kennen: Die meisten Fans singen alleine gruselig, aber mit Tausenden von anderen im Chor klingt es dann erstaunlicherweise nicht tausendfach gruselig, sondern doch ganz annehmbar.

Die Ensemble-Version liegt auch in der Zahl der Artikulationen leicht vorne – über 100 sind es hier. Hinzugekommen sind hier noch verschiedene Sustains (wie „dramatic runs“).  Und bei den Effekten finden sich dann zusätzlich noch die beliebten „Tuning Cacophony“ und „Cluster Swells“; klar, die lassen sich von einem Solisten ja nun auch eher schwer bewerkstelligen.

 

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    MrMeloD  

    Danke für den Test Matthias. Ich warte dann auf Komplete 11U :) Hast Du einen Tipp, welche Blech Library sich für Jazz/Swing eignet?

    Danke und Gruß

    • Profilbild
      m.steinwachs  RED

      Bei Jazz/Swing fällt mir auf Anhieb die „Broadway Big Band“ von Fable Sounds ein. Die hat neben den Bläsern auch noch Drums und Percussion dabei.Kostet dann allerdings auch über 2.000 Euro. Es gibt aber auch eine Lite-Version für rund 480 Euro. Die „Chris Hein Horns Pro Complete“ sind auch BigBand/Jazz-tauglich (ca. 650 Euro). Und schließlich gibts noch „Swing!“ von Project Sam (ca.350 €)

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      The-Sarge  

      das warten auf K11U nützt Dir/uns leider nichts, denn NI hat entschieden diese „Symphonie Series“ als Bestandteil der Komplete-Reihe zu entfernen, ergo wird es weder in K11U noch späteren Kompletes drin sein
      :(

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