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Test: Native Instruments, The Mouth

(ID: 1697)

Rumprobiert

Die Demosounds und -Videos von Hersteller Native Instruments klingen ja fantastisch. Und mit der dadurch geschaffenen Erwartungshaltung geht’s dann auch gleich an den ersten Selbstversuch. Reaktor gestartet, The Mouth scharf gemacht, Mikro geschnappt und: Chaos. Es hallt und scheppert, als ob der Gitarrist im Proberaum mal wieder sein Mikro bei voller Effektversorgung gegen sein Instrument donnern würde – von den versprochenen „großartigen Ergebnissen“ keine Spur. Ein klein bisschen eigenständige Arbeit ist also schon noch notwendig, The Mouth braucht schon hier und da den regelnden Zugriff von außen.

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Erste Erkenntnis: Nicht jeder der 118 mitgelieferten Presets eignet sich für jedes Eingangssignal. Zweite Erkenntnis: Besonders die Einstellungen des Eingangspegels – und damit verbunden die Regler für Threshold, Gates und Input – brauchen viel Fingerspitzengefühl. Nur einen Tick zu weit aufgerissen und das Hörerlebnis mündet in eine Kakophonie des Grauens. Insofern sollte man bei Live-Performances auch recht vorsichtig sein. Sätze des Herstellers wie „eignet sich aber auch perfekt als überraschendes Instrument für Live-Auftritte“ klingen nach „Einschalten & Spaß haben“. Wer so verfährt, hat sicherlich die angesprochene Überraschung auf seiner Seite, nicht aber die Zuhörer.

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Das Logo des Mundwerks

Das Logo des Mundwerks

Besonders gut geeignet für „The Mouth“ schienen mir im Test die Drum- und Bass-Sounds zu sein, also recht kurze, perkussive Klänge. Auch mit Akkordfolgen von Synthie oder Gitarre kann man schön spielen. Schwieriger ist es schon bei schnellen Tonfolgen von Leadsounds, wie etwa E-Gitarre oder Synth – da hat „The Mouth“ zuweilen Probleme, die einzelnen Töne noch zu trennen; mit etwas Geduld und Erfahrung kann man aber auch da gute Ergebnisse zu Tage fördern.

Bei Vocals schließlich (lustige Sache übrigens, wenn man vergessen hat, ein Kabel am Pult zu ziehen und noch der Fernsehton anliegt – und der Tagesschausprecher durch „The Mouth“ gejagt wird) gibt’s beim gesprochenen Wort schnell gute Ergebnisse, für das Tuning komplexerer Live-Gesangspassagen sollte man aber schon die entsprechende Geduld und Erfahrung mitbringen.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Joghurt AHU

    Ich habe mir „The Mouth“ vor etwa 2 Wochen gekauft und bin immer noch vollkommen begeistert. Was mich fasziniert ist die andere Herangehensweise. So ist es auch logisch, dass man einige Zeit braucht, bis man annähernd wie Tim Exile klingt. Ich musste mich (und muss es immer noch) zuerst von den alten Pfaden loslösen, um etwas anständiges aus den Boxen klingen zu lassen. Es ist eben ein ganz neues Instrument.

  2. Profilbild
    Markus Schroeder RED

    Das ist witzig: als die NI Mail kam, dachte ich: nee nicht schon wieder ne Preset-Schleuder!

    Nach dem Lesen des Tests, ist mein Interesse jedoch wieder geweckt. Gerade WEIL The Mouth nicht so handzahm ist.

    In diesem Sinne: Congrats to Tim und Matthias :)

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