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Test: Numark Mixstream Pro Standalone DJ-System

18. November 2021

Der Alleskönner im Kompaktformat?

Test: Numark Mixstream Pro Standalone DJ-System

Test: Numark Mixstream Pro Standalone DJ-System

So – heute haben wir etwas Feines für euch. Mixstream Pro heißt die Neuerscheinung aus dem Hause Numark. Der Numark Mixstream Pro wird als -tandalone DJ Konsole mit WIFI-Musik-Streaming und integrierten Lautsprechern vertrieben und kommt heute bei uns auf den Prüfstand. Verschwenden wir keine also Zeit, sondern gehen direkt zum Test.

Numark Mixstream Pro – was steckt dahinter?

Der Numark Mixstream Pro kommt mit einem recht soliden Lieferumfang bei uns daheim an. Neben der Konsole an sich liegen ein USB-B-Kabel, das Netzteil, ein Mikrofasertuch für den Touchscreen, Schnell-Anleitung und ein paar Sticker mit dabei.

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Der DJ-Controller kommt mit den Maßen von 56,6 x 7,4 x 28,5 cm und einem Gewicht von 3,7 kg in einer angenehmen Größe, die gleichzeitig kompakt ist und dennoch genügend Oberfläche für den Benutzer mit sich bringt. Auf der Konsole finden wir zwei fast identische Track-Decks. Im Zentrum dieser steht selbstverständlich das 6“ große Scratch-Wheel mit Smart-Scratch-Funktion. Diese kann via benachbartem Button zugeschaltet werden. Natürlich gibt es auch noch den klassischen Scratch-Mode, was genau es aber mit diesen Modi zu tun hat, beantworten wir im Praxisteil. Dasselbe gilt für den Lighting-Button.

Oben rechts befindet sich pro Deck ein bipolares Filter. Natürlich missen wir auch nicht die Standard-Buttons Play/Pause, Cue und Sync, die mit einem Shift-Button zu Stutter, Track an den Anfang bringen und Sync-off werden.

Die Track-Decks beherbergen auch noch vier Performance-Pads, die mit extra Buttons für Cues, Saved-Loops, Auto-Loops oder Rolls verwendet werden können. Zwei Buttons für Pitchbend, die durch Shift wahlweise zur Einstellung der Pitch-Range dienen und ein Fader, der das Tempo einstellen sollen sowie ein Speaker im unteren Bereich runden das Track-Deck des Numark Mixstream Pro ab.

Die einzigen Unterschiede gibt es in den oberen außenliegenden Ecken. So finden wir auf der linken Seite zwei Potis für die Volume-Stärke und dem Verhältnis zwischen Cue und Mix der Kopfhörer wieder, auf der rechten Seite gibt es zwei Potis für das Einstellen des Main- oder des Speaker-Outs.

Numark Mixstream Pro

Der 7“ Multi-Gesten HD-Touchscreen des Numark Mixstream Pro

 

Die mittlere Sektion wird dominiert von einem schicken 7“ Multi-Gesten HD-Touchscreen, der auf Grund seiner Größe genügend Informationen zum Geschehen liefern und eine interaktive und benutzerfreundliche Bedienung ermöglichen sollte.

Ein Push-Encoder, je ein Button pro Deck zum Laden eines Songs und ein Back- sowie ein View-Button unterstützen die Bedienung des Screens. Die Mixer-Sektion des Numark Mixstream Pro ist recht klassisch gegliedert: Dem Level-Poti (Gain) folgt ein 3-Band-Equalizer, der von minus unendlich bis +6 dB die Frequenzbänder anhebt oder absenkt.

Numark Mixstream Pro

Die Mixer-Sektion des Numark Mixstream Pro

Die mit einer ausreichender Länge verbauten Volume-Fader, ein Crossfader, ein Cue-Button pro Kanal und eine 5-stufige LED-Pegelanzeige pro Kanal versprechen genügend Kontrolle über jegliche Geschehnisse beim Auflegen.

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Über den LED-Anzeigen haben wir noch die Auswahl zwischen den Effekten Echo, Flanger, Delay und Phaser, die mit einem Toggle-Schalter pro Kanal entweder dauerhaft aktiviert oder auf Hold verwendet werden können. Wir sind gespannt, wie sich diese Lösung in der Praxis beweisen wird.

Auf der Vorderseite des Numark Mixstream Pro haben wir die Kopfhörereingänge in sowohl 3,5 mm als auch in 6,3 mm Ausführung sowie ein 6,5 mm Mikrofoneingang mit eigenem Level-Poti.

Numark Mixstream Pro

Die Anschlüsse auf der Vorderseite des Mixstream Pro 2

Kommen wir zur Rückseite haben – da haben wir neben dem Netzstecker-Anschluss und dem An- und Ausschalter einen USB-B Anschluss zur Verbindung mit einem Rechner, zwei USB 2.0 Anschlüsse, einen SD-Karten-Slot, und Main-Ausgänge via Cinch und XLR.

Numark Mixstream Pro

Die Anschlüsse auf der Rückseite des Numark Controllers

Soweit genug von den Hardfacts und mehr zum Funktionsumfang des Numark Mixstream Pro. Wie am Anfang erwähnt, verfügt die Konsole aus dem Hause Numark über WIFI und damit über die Möglichkeit, auf Streaming-Dienste wie TIDAL, Beatport Link, Beatsource LINK, SoundCloud Go+ und Dropbox zuzugreifen.

Dropbox soll dabei die Brücke zwischen den Streaming-Diensten und der eigenen Musikbibliothek schaffen. Aber keine Sorge, die bereits erwähnten USB-Schnittstellen oder der SD-Karten-Slot ermöglichen den Anschluss und das Abspielen auf konventionelle Art. Dabei unterstützt der Numark Mixstream Pro das Engine DJ-Protokoll, das ähnlich wie Rekordbox im Vorfeld die Tracks analysiert und so schnellere Ladezeiten ermöglicht.

Viele werden sicherlich ein wenig skeptisch gegenüber dem verbautem Lautsprecher sein, dies ist natürlich nachvollziehbar und natürlich sollen diese nicht herkömmliche Systeme ersetzen. Jedoch bieten sie Einsteigern eine gute und günstige All-in-one-Lösung. Für alle anderen ist es evtl. ganz charmant, stets die Möglichkeit zu haben ein wenig aufzudrehen. Die Speaker stehen auch überraschend gut da, denn sie sind für die Größe des Mixstream Pro erstaunlich laut und für zwischendurch, das Vorbereiten und Verfeinern von Tracklists oder sogar für unterwegs mehr als genug. Dass verbaute Speaker definitiv nichts Schlechtes sind, zeigen auch Produkte wie die AKAI MPC Live 2. Wer jedoch den Numark Mixstream Pro an ein vollumfassendes Lautsprechersystem anschließt, kann durch das Poti auf der Oberseite den verbauten Speakern einfach den Saft abdrehen.

Dann ist da ja noch die Sache mit dem Lighting

Wie auf der Herstellerseite zu lesen ist, verspricht der Numark Mixstream Pro mit dieser Funktion unkomplizierte Smart-Lighting-Steuerung. Es besteht die Möglichkeit, sich mit Philipps Hue System zu koppeln, wodurch eine auf den Takt synchrone Lightshows möglich wird. Dazu gehören neben Farbwechseln und Stroboskop-Effekten auch Farb-Overrides. Wir denken, dies zeigt auch einen nicht abzustreitenden Fokus auf Anfänger, die im Umfeld ihres eigenen Zuhauses loslegen, da kein Club auf Philipp Hue zur Beleuchtung setzt. Für die Party daheim ist das aber sicherlich ein top Feature.

Jedoch liegt der Fokus eben nicht nur auf Einsteigern, so lassen sich im Vorfeld mit der Software Soundswitch Tracks analysieren und so via DMX-Protokoll auch echte Lichtanlagen ansteuern. Und all das auf der Bühne ohne Laptop! So beeinflusst die Crossfader-Position, Lautstärke und auch das Scratching direkt das Visuelle.

Aber nun genug der großen Worte und rein in die Praxis

Der Numark Mixstream Pro ist denkbar einfach angeschlossen, durch die verbauten Speaker reicht ja lediglich das Stromkabel und schon ist Sound da. Wahlweise kommt dem Anschluss des Controllers selbstverständlich noch der Anschluss auf die Anlage hinzu und wer möchte, schließt seinen USB-Stick oder seine SD-Karte an, was jedoch durch die Streaming-Dienst-Integration ja auch nicht sein muss.

Numark Mixstream Pro

Die Boxenabdeckungen des Mixstream Pro machen aus Metall wirklich was her

Die Konsole wirkt robust und stabil, durch die Dimensionen des Numark Mixstream Pro hat man bei allen Potis, Fadern und Button genügend Platz und die Jogwheels genau wie der Touchscreen sind schön groß. Die Boxengitter aus Metall, das große Glaspanel und die gummierten Potis und Switches werten den Numark Mixstream Pro 2 definitiv auf. Positiv zu erwähnen ist, dass die Jogwheels sehr flüssig laufen und auch nicht eiern oder horizontal wackeln. Das macht die Handhabung angenehm und in Kombination mit den Scratchmodi sehr brauchbar. Insgesamt haben alle Funktionen auch ihren Raum und mit einer kurzen Eingewöhnung ist alles intuitiv griffbereit.

Numark Mixstream Pro

Die Jogwheels mit dem anwählbaren Scratch-Modus

Auch der Touchscreen ist schön responsiv und hat keine Verzögerung. Von Verzögerungen oder Rucklern ist hier nichts zu merken. Durch eine denkbar einfache und intuitive Menüführung lassen sich Tracks schnell laden und schon kann es losgehen. Mit dem Touchscreen zu arbeiten, funktioniert es, wie es soll und man hat nicht das Gefühl, sich durch etliche Menüs zu klicken, sondern findet sich trotz der vielen Funktionen gut zurecht und wird beim Auflegen nicht eingeschränkt oder verlangsamt.

Nach einiger Zeit können wir auch feststellen, dass der verbaute Lautsprecher echt gute Arbeit leistet und tatsächlich eine richtig solide Lautstärke erreichen kann. Jedoch entscheiden wir uns nach einer kurzen Testphase dafür, unsere Monitore zu benutzen. Das Setup hinsichtlich der Streaming-Dienste funktioniert auch denkbar einfach, selbstverständlich muss man sich zuerst mit dem WLAN verbinden (was mit nur zwei Klicks, der Auswahl des Netzwerkes und der Passworteingabe erledigt ist!) und kann dann wahlweise seinen favorisierten Streaming-Dienst auswählen, kurz angemeldet und schon kann es losgehen. Das Verbinden erfolgt einmalig über einen Webbrowser mit Hilfe der Eingabe des jeweiligen Links und einem Code – direkt danach ist der Mixstream pro mit der Source verbunden. Die Navigation durch die Mediathek, Playlists und die Trackauswahl sind hier auch schön gestaltet.

Dies eignet sich auch um zu erwähnen, dass jeder Song, der auf ein Deck geladen wird, komplett in den Zwischenspeicher des Geräts geladen wird, sodass auch im Falle eines Internetausfalls zumindest der Song nicht abrupt aufhört zu spielen. Soweit, so gut.

Der Smartscratch-Modus hat die Besonderheit, dass die Timeline des Tracks fortgesetzt wird, wenn man das Jogwheel zum Scratchen des Songs verwendet. Wenn das Jogwheel dann wieder losgelassen wird, nimmt der Song die normale Wiedergabe an der „richtigen“ Stelle wieder auf. Dies wird anhand der Wellenform auf dem Touchscreen auch schön visualisiert. Im Vinyl-Modus kann der Track wie bei einer Vinyl-Platte klassisch gescratcht werden.

Beim Nutzen der Effekte fällt auf, dass die Toggle-Switches schon relativ viel Platz einnehmen. Möglicherweise wäre hier eine etwas platzsparendere Lösung sinnvoll gewesen, um so den Volume-Fadern noch etwas mehr Platz zu geben. Während des Auflegens bemerken wir aber, dass die Switches einwandfrei funktionieren und mit der On- und Hold-Funktion coole Kombinationen und Spielereien möglich sind. Die Effekte klingen auch soweit gut, aber mehr als die Parameter „an“ und „aus“ – wie beispielsweise Depth oder Timing, lässt sich leider nicht individuell steuern. In Verbindung mit dem EQ und dem bipolaren Filter lassen sich die Effekte definitiv passend einsetzen.

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Fazit

Nachdem wir sowohl die Speaker als auch die Möglichkeit der Streaming-Dienste ausprobiert haben, freut es uns sehr feststellen zu dürfen, dass der Numark Mixstream Pro halten kann, was er verspricht. Die generelle Ausführung der Konsole mag in der heutigen Zeit recht simpel erscheinen, jedoch haben wir eine solide Effektpalette sowie ein bipolares Filter pro Kanal sowie vier Performance-Pads und gut laufende Jogwheels. Aber natürlich liegt die Stärke in der Konnektivität, ob Streaming-Dienst oder USB-Stick, ob mit Lightshow oder ohne, eins ist sicher für einen Gig mit dem Numark Mixstream Pro benötigt ihr keinen Laptop und wer vor dem Auftritt noch Lust und Zeit hat, dem bietet der integrierte Lautsprecher eine gute Möglichkeit, noch mal ein paar Ideen im Vorfeld durchzugehen. Besonders an diesem All-in-one-System ist unserer Meinung nach der Preis. Für 599,- Euro ist der Numark Mixstream Pro erhältlich und das ist ein top Preis. Dieser ermöglicht sowohl Anfängern einen guten Einstieg als auch erfahreneren DJs, die sich mit den Möglichkeiten der Streaming-Dienste auseinandersetzen möchten.

Plus

  • einfache Verbindungsmöglichkeit zu Streaming-Diensten
  • interne Boxen
  • Lighting-Funktion

Preis

  • 599,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    DJ Ronny  

    Hi, vielen Dank für den Test. Ein gut durchdachtes Gerät. Alleskönner, wohl nicht. Die fehlenden Funktionen gegenüber den größeren Modellen von Denon und Pioneer meine ich nicht Mal.
    Allen Geräten fehlt etwas für mich wichtiges, der Sampleplayer.
    Gut, es gibt mehrere Möglichkeiten das zu umgehen, aber ich will das im Gerät haben. So lange das nicht ist, bleibe ich bei Laptop und Controller.

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