Test: Omnitronic TRM-202 MK3, Rotary Mixer

28. September 2017

Rotary-Mixer & Omnitronic. What??

Wir hatten in der letzten Zeit einige Rotary Mixer im Test, so einrn Can Electric Taula 4 aus Barcelona, einen Audio DJ SP4 aus Norditalien oder gerade zuletzt den Formula Sound FF4.2R, der aus einer Kooperation mit Funktion-One heraus entsteht und den es auch als Line-Fader-Variante gibt. So unterschiedliche alle diese Modelle sind, und das trifft auch auf die meisten zu, die wir (noch) nicht getestet haben, kaum eines der Modelle kostet unter 2000,- Euro. Zumeist liegt der Betrag, den man für einen Rotary-Mixer auf den Tisch legen muss eher deutlich höher als niedriger. Einige schlaue Ideen gibt es, die aber sind nicht für handwerkliche unbegabte Menschen. Umbau-Kits gibt es, so wie wir es zuletzt mit einem Allen&Heath Xone:22 gemacht und das auch in einem kleinen Bericht begleitet haben.

Von den Firmen, die in der Regel den mittleren oder unteren Preisbereich mit DJ-Produkten beliefern, gibt es hierzu keine Alternativen – kein Wunder, ist ein Rotary-Mixer auch kein Produkt für den Massenmarkt. Nur eine Firma hat es gewagt und einen kleinen Rotary-Mixer gebaut. Der Omnitronic TRM-202 kam, wenn ich mich richtig erinnere, 2014 auf den Markt, verschwand aber aufgrund starker Qualitätsprobleme auch schnell wieder. 2016 kam der Nachfolger, der TRM-202 MK2, der die bestehenden Probleme löste, allerdings sehr schnell ausverkauft war. Die Nachfrage ist also da, soweit wie ich dann gehört habe, konnten allerdings die vorab ausgewählten Zulieferer keine Teile mehr liefern. So blieb auch der die MK2-Version nur kurz auf dem Markt. Anfang dieses Jahres wurde dann der Omnitronic TRM-202 MK3 angekündigt und auch wenn sich der Liefertermin aktuell noch ein wenig nach hinten verschiebt, hat uns bereits ein Modell für einen Test erreicht.

Schaut man sich die erste Version sowie die MK2-Version an, stellt man schnell fest, viel geändert hat sich hier nicht, zumindest nicht äußerlich. Die Potikappen sind andere, wobei ich schon sagen muss, dass ich die der ersten Version optisch ansprechender finde.

Die erste und zweite Generation – TRM-202

Schaut man nun auf die MK3-Version, wird man erkennen, dass sich hier viel geändert hat.

 

Omnitronic TRM-202 MK3 – ein erster Blick

Einiges hat sich geändert und bevor das nun in Textform hier erklärt wird, bis das obere Bild irgendwo an der Bildschirmspitze verloren gegangen ist, werfen wir doch schnell einen Blick auf den Omnitronic TRM-202 MK3.

Ein erster Blick: Omnitronic TRM-202MK3

Verpackt ist der Omnitronic TRM-202 MK3 in einem schwarzen Stahlgehäuse, bringt damit rund 3,5 kg auf die Waage. Das wirkt wenig, schaut man sich jedoch die Maße an, merkt man, dass der kleine Mixer unterm Strich ganz schön schwer ist. Der Mixer ist recht kompakt: 24 cm tief, nur rund 20 cm breit, 9,5 cm hoch.

An der Rückseite finden sich Ein- und Ausgänge. In Cinch-Form geht es rein in beide Kanäle. Dabei stehen jeweils zwei Stereo-Inputs zur Verfügung. Einmal für Line-Zuspieler, das andere Mal kombiniert für Line- und Phono-Zuspieler. Ein kleiner Druckschalter über den Inputs lässt wählen, ob dieser kombinierte Eingang ein Line- oder ein Phono-Eingang sein soll. So können bis zu vier Line-Zuspieler angeschlossen werden, sei es zum Beispiel für ein CDJ- und Timecode-Vinyl-System.

Interessanterweise primär bei Rotary-Mixern zu finden ist eine kleine ins Gehäuse versetzte Schraube zum Einstellen des Input Gains – in diesem Fall separat für beide kombinierten Phono-/Line-Inputs. Warum findet sich so was häufig bei Rotary-Mixern? Weil diese häufig über keinen Gain am Kanalzug verfügen. Wozu auch, wenn man davon ausgeht, dass keine übersteuerten Signale in den Mixer gegeben werden. Für alles andere danach gibt es ja das Level-Poti. Bei Platten ist das natürlich etwas anderes – dafür gibt es dann, eher generell statt einzeln einstellbar, die kleine Schraube auf der Rückseite.

Rein und raus

Raus geht es sowohl für den Main-Out als auch den Booth-Out auf zwei Wegen – jeweils XLR und Cinch. Zusätzlich zu diesen Ausgängen gibt es am Omnitronic TRM-202 MK3 noch einen Cinch-Ausgang als Rec-Out.

Von vorne ein kurzer Blick nach vorn. Hier gibt es sowohl den Mic-In als XLR-Buchse sowie der Kopfhörerausgang in Form einer 6,3 mm Klinkenbuchse.

Zeit, den Blick erneut auf die Oberfläche des Omnitronic TRM-202 MK3 zu leiten. Auffällig sofort, dass sich die Aufteilung der Funktionen auf der Oberfläche geändert hat. War die Anordnung früher eher horizontal ausgerichtet, ist die Anordnung nun vertikal – eher DJ-Mixer klassisch.

So finden sich zwei Kanalzüge links und rechts und mittig Master- und Booth sowie die Kopfhörer-Sektion. Oben an der Spitze thront der Master-Isolator.

Der Kanalzug selbst besitzt einen 2-Band EQ, Wahlschalter für den Input und einen kleinen Schalter für den Cue – beide als Druckschalter mit LED neben diesem.

Für Master und Booth befindet sich ein großes Poti, für den Kopfhörerausgang gibt es, auch ein Update zur MK2-Version, einen Cue-/Mix-Regler wie einen Level-Regler plus eine Split-Cue-Taste. Sehr sinnvoll ist der Cue-/Mix-Regler gerade hinsichtlich der Tatsache, dass es keinen Gain im Kanalzug gibt.

Für den vorderseitigen Mikrofoneingang gibt es einen Level-Regler sowie einen On/Off-Schalter.

Hands-on, der kleine Dreher in der Praxis

Player anschließen am Omnitronic TRM-202 MK3  und los. Im ersten Moment kein Signal, zumindest keines auf dem Metering, den beiden 12-gliedrigen LED-Ketten links und rechts.
Ich stelle fest, meine erste Idee, das Metering links und rechts des Master-Reglers, folglich jeweils auf der Innenseite der Kanäle ist kein Kanal-Metering. Hätte ich mal genau hingesehen, hätte es mir auch auffallen können, denn die weiße Trennlinie, die Kanalzug von den innen angeordneten Funktionen trennt, schließt das Metering von den Kanälen aus. Nun gut. Folglich verhält es sich wie bei einigen sehr puristischen Mixern, dass das Level-Metering des TRM-202MK3 post Fader ist. Heißt: Angezeigt wird nur das, was den Mixer als Summe verlässt. Hier können wir den Bogen zurück spannen zum Trim-Regler auf der Rückseite.

Nun, nachdem das klar wurde, kann es wirklich losgehen. Komplikationen gibt es keine, dafür ist der Mixer in den Funktionen auch zu simpel. Erfreuen tut mich sehr die Möglichkeit, per Kopfhörer nun auch das Cue/Mix-Verhältnis selbst einstellen zu können. Die Level-Potis gefallen mir sehr gut. Ein späterer Blick ins Innere zeigt warum: Auch unter diesen finden sich die altbekannten ALPS RK27, Blue Velvet, die Potis für Rotarys schlechthin. Ich hatte aus einem Grund geglaubt, dass sich diese nur am Master-Isolator finden lassen würden. Das tun sie auch, also finden sich hier bereits fünf Stück dieser Potis verbaut. Das erklärt auch einen etwas höheren Preis. Das erklärt eigentlich auch direkt, wie die Potis anzufassen sind. Die Potikappen sind Moog-like (nicht ganz, aber ähnlich) und verbaut sind RK27. Damit dürften keine Fragen übrig bleiben, oder?

ALPS RK27!

Die EQs besitzen die gleichen Kunststoffkappen, nur kleiner. Sie besitzen eine Mittenrasterung und einen spürbaren, aber ganz angenehmen Drehwiderstand. Die EQs bieten eine Anhebung wie auch eine Dämpfung um jeweils 10 dB. Da kommt der alte „Isolator-/Full-Kill-Spieler“ in mir durch und ich kann sagen, ich hätte mir einen Full-Kill-EQ gewünscht. Geht aber auch so, denn mit einem Rotary entfällt viel Mix-Arbeit eh auf die Drehregler und damit das Level und weniger auf den EQ. Kann ich also voll mit umgehen, ist auch immer Geschmackssache. Nicht so ganz gut gefällt mir der EQ beim Anheben der Frequenzen, gerade der EQ für den oberen Frequenzbereich. Hier bekomme ich das Gefühl, dass der EQ ein wenig kratzend wird, leicht zerrend. Das mag vom Signalfluss inkorrekt sein, es klingt lediglich ein wenig so.

Da muss ich sagen, mich überzeugt der EQ des Omnitronic TRM-202 MK3 nicht zu 100%. Er klingt nicht so sauber, warm und voll wie Vertreter der höheren Preisklassen.

Der Master-Isolator ist natürlich immer ein Herzstück eines Mixers. Hier mag und kann man gern konsequent sein hinsichtlich Haptik und Klang. Da auch hier die RK27 verbaut worden sind, dazu extra große Potikappen, ist haptisch hier alles bestens. Die drei Isolatoren arbeiten in den Frequenzbereichen 20 bis 300 Hz (Bass), 300 Hz bis 4 kHz (Mid) und 4 bis 20 kHz (High) mit einer vollen Dämpfung, Full Kill, und einer maximalen Anhebung von 9 dB. Die Crossover-Frequenzen sind, ebenso wie der Dämpfungs- und Verstärkungswert, auf der Coverplate am Master-Isolator sogar zu lesen – kein schlechter Zug.

Herzstück: der Master-Isolator

Fehlen tut mir am Omnitronic TRM-202 MK3 tatsächlich entweder der Bypass oder On/Off-Schalter oder alternativ die Mittenrasterung. Beides ist nicht vorhanden. Auch hier wieder sehr puristisch – ich bin aber ehrlich, ich hätte hier gern eine Mittenrasterung.
Klanglich mag man erstaunt sein, denn der Master-Isolator klingt wirklich gut – sehr weich, nicht kratzend. Full Kill im Bassbereich ist natürlich eine reine Freude und der Isolator macht hier einen sehr guten Dienst. Die Crossover-Frequenzen sind wohl gewählt, sicher aber auch wohl bekannt von Modellen wie einem E&S DJR 400. Master Sounds liegt mit einem Radius 2 knapp drüber, 350 Hz und knapp drunter, 3,5 kHz, Bozak liegt bei dem AR-4 bei 300 Hz und 5 kHz. Es gibt also keinen festgelegten Wert, dem man als Hersteller folgen muss. Ich bin mit den 300 Hz vollkommen zufrieden, das ist tatsächlich auch der wichtigere Wert.

Der klangliche Gesamteindruck des Omnitronic TRM-202 MK3 ist, das kann ich einfach so sagen wie es ist, denn ich glaube, die meisten haben bei dem Hersteller Omnitronic ein bestimmtes Bild im Kopf, besser als erwartet. Dies zeigte sich nicht nur zuhause auf dem kleinen Monitoring, sondern auch im Club auf einem nicht geringpreisigen Soundsystem. Das klang wirklich ganz solide alles in allem, erst recht für den Preis. Kein „Wow“-Effekt, aber immerhin nicht nur bei mir, sondern auch bei verschiedenen Kollegen ein „der klingt gar nicht schlecht“-Effekt. Bringen wir es auf den Punkt, bei einem Rotary für 450,- Euro ist das quasi ein „Wow“-Effekt. Für zuhause ohne Einschränkungen zu empfehlen, für den Club in jedem Fall machbar. Je besser das System im Club, umso schwieriger wird es dabei natürlich, gegen einen hochklassigen Mixer anzukommen – in Clubs aber, in dem jeder irgendwas anschließt, sei es ein DJM, dann ein Xone, irgendwer kommt auch noch einmal mit einem Rane TT-irgendwas und das alles wird ohne Einstellung der Anlage angeschlossen, da kann man den TRM-202MK3 ganz entspannt dazwischen stellen und er wird nicht der Schlechtklingendste sein.

Qualität und Haptik

Hinsichtlich des Herstellers und der Tatsache, dass es hier um den wohl günstigsten Rotary-Mixer auf dem Markt geht, ist der Punkt Qualität und Haptik natürlich ein besonders interessanter. Mit einem Preis von rund 450,- Euro liegt der Omnitronic TRM-202 MK3 preislich auf dem Niveau der beiden Vorgänger, aber zugegebenermaßen (teilweise) deutlich über dem Niveau der anderen Mixer aus dem Hause Omnitronic. So kostet der Omnitronic CMX-2000 rund 400,- Euro, ist aber ein 2-Kanal-Battle-Mixer mit MIDI-Funktionen und integrierter Soundkarte. Dagegen sollte ein analoger 2-Kanal-Mixer eigentlich günstiger sein.

Rein äußerlich macht der Omnitronic TRM-202 MK3 auf den ersten Blick bereits einen guten Eindruck. Stahlgehäuse mit Faceplate, diese sauber verschraubt, anständige Potikappen, verschraubt auf Metallstiften. Soweit alles gut und an der Oberfläche kaum ein Unterschied erkennbar zu hochpreisigen Modellen. An der Rückseite fällt es natürlich auf, die Plastikschrauben zur Einstellung des Trims, die Cinch- und XLR-Buchsen oder die Druckschalter für die Umschaltung von Phono- zu Line-Input. Nicht, dass es hier augenscheinliche Mängel geben würde, aber man erkennt: Es sind nun einmal keine Neutrik Buchsen oder Vertreter ähnlicher Qualität.

Ja, ich habe ihn aufgeschraubt. Ich behalte ihn aber auch.

Kleine Mängel aber sind aufgefallen. Zum einen fiel an der Außenkante der Cover-Plate auf, dass an der Seite der Platte Spuren zu finden sind. Die Kante ist nicht glatt, sondern zeigt kleine Erhebung im Abstand von gut 3 cm. Im ersten Moment hatte ich vermutet, dass diese vom Lackieren kommen. Es scheint aber eher so, dass die Platte im Rohzustand hier nicht ordentlich entgratet wurde und diese kleinen Erhebungen überlackiert worden sind. Von oben sind sie kaum zu sehen, nur bei einem genauen Blick auf die Seite fällt es auf, beziehungsweise man spürt diese mit den Fingern.
Zum anderen fiel beim Abziehen des Kaltgerätekabels auf, dass die Buchse gut 3 mm aus dem Gehäuse rutscht. Beim Blick ins Innere zeigt sich, dass diese nicht fest verschraubt ist.

Bleibt noch eine mini-kleines Manko, welches aufgefallen ist: Beim genauen Blick auf die Potikappen fällt am Omnitronic TRM-202 MK3 auch auf, dass der weiße Strich nicht immer sauber lackiert ist. Ebenso fällt auf, dass die weißen Striche bei beiden EQs nicht exakt mit der Mittenrasterung übereinstimmen. Bei dem rechten EQ ist es deutlich sichtbar, dass der Low-EQ auf viertel vor 12 Uhr steht, statt auf 12 Uhr. Ein Schraubenzieher hilft hier, die kleine Schraube am Poti ein wenig zu lösen und die Kappe auf die richtige Position schieben – der Potistift ist rund, es ist also kein Problem, das zu lösen. Bei einem hochpreisigen Modell wäre so etwas nicht durch die Qualitätskontrolle gerutscht.

Es finden sich also kleine Spuren, die davon zeugen, dass hier kein Mixer vor einem steht, bei dem man so tief in den Geldbeutel greifen muss, dass danach ein vierstelliger Betrag fällt. Das Gute ist, diese Spuren haben keinen Einfluss auf die Funktion, sind eher kosmetischer Natur.

Fazit

449,- Euro für einen Rotary-Mixer: Damit bietet der Omnitronic TRM-202 MK3 wohl den günstigsten Einstieg in diese Art der Mixer-Form wie auch die Art des Auflegen ab Werk aktuell.

Funktionell hat man sich beim Omnitronic TRM-202 MK3 an anderen Vertretern orientiert und ist damit nicht dem klassischen DJ-Mixer gefolgt, sondern hat sich zum Beispiel auf einen 2-Band-EQ eingelassen. Die im Vergleich zur MK2-Version nun horizontale Ausrichtung finde ich persönlich gut, abgerundet vom Master-Isolator an der Spitze – der wirklich gut klingt.
Dass man die ALPS RK27 Potis verbaut hat, spricht ebenso sehr für den Mixer wie auch dafür, dass man hier nicht günstig, sondern preiswert bauen wollte.

Die Beanstandungen, die sich gefunden haben sind, soweit erfreulich, nicht funktionsbeeinträchtigend, sondern kosmetischer Natur, teilweise auch leicht zu lösen. Klanglich, nun ja, für den Preis macht der TRM in der dritten Generation einen guten Job. Es ist nun einmal kein Sound, der einen in Klarheit, Wärme und Volumen beeindruckt, aber wie im Test schon genannt, man muss den Preis dabei beachten.

Unterm Strich gilt: Für den Preis ein sehr gutes Gerät, welches den Einstieg ermöglicht, ohne direkt viel investieren zu müssen. Schauen wir mal, wie lange dieser Mixer auf dem Markt bleiben wird, ich vermute aber auch, dass er recht schnell ausverkauft sein wird. Für alle, die dann keinen abbekommen haben, kann man hoffen, dass es eine weitere Charge geben wird. Aktuell heißt es erst einmal warten, denn das Lieferdatum wird aktuell auf Ende Oktober datiert.

Plus

  • faires Preis-Leistungs-Verhältnis
  • gut klingender Master-Isolator
  • Cue-/Mix-Regler für den Kopfhörerausgang
  • Master- und Booth-Ausgngäne als XLR und Cinch

Minus

  • keine Mittenrasterung auf dem Master-Isolator (fehlt mir persönlich, generell aber nicht ungewöhnlich)
  • kleine Qualitätsmängel hinsichtlich der Verarbeitung

Preis

  • Ladenpreis: 449,- Euro
Forum
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    AMAZONA Archiv

    Rotary Club für Djs jetzt auch ganz günstig zu haben. Den gleichen gibt es auch mit Slidern bei Behringer…. Ups jetzt hab ich mich wieder unbeliebt gemacht. Aber mehr als die paar Funktionen braucht man eigentlich nicht, eigentlich. Und eigentlich finde ich Fader doch besser.

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    fkdiy  

    Behringer NOX101: Zwei Kanäle, 3-Band EQ (besser!!) und Fader für 84,- € bei Thomann.

    Wer mehr braucht kauft auch Bling H2O für 50,- € die Flasche und trägt Goldketten.

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      Bolle  RED 1

      Sorry, kompletter Quatsch. 84,- € ist für einen 2-Kanal-Mixer viel zu viel Geld. Schau doch besser nochmal nach Skytech STM 2300 (inkl. USB-MP3-Player), Ibiza DJM 200 (hat Bluetooth und kann auch MP3 von USB) und die sind noch günstiger. Dagegen ist dein NOX101 „Bling H20“ gegen. 84 Flocken..pffff…lächerliche Preisvorstellung. 2 Kanäle und drei-Band-EQ…egal wer es gebaut hat und wie es klingt. Am Ende Schrauben eh nur DJs dran rum und die meisten haben eh keine Ahnung, was sie da tun oder was „gut“ klingt.

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        AMAZONA Archiv

        Ironie off. Djs sind auch Musiker, okay eben anders aber sie schleppen die meisten Weiber ab und verdienen sogar Geld damit, während dessen ein Bassist oder Gitarrist nur Geld für Equipment ausgibt und ständig mit der Freundin Ärger hat weil er lieber üben will und zur Probe muss, anstatt sich mit ihr ausgiebig zu beschäftigen. Dabei kann so mancher DJ noch nicht mal Dur von Moll unterscheiden, aber darauf kommt es ja gar nicht an. Trotzdem finde ich diese Rotary Idee unpraktisch im Gegensatz zu den Fadern,um auf das Thema zurück zu kommen.

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          AMAZONA Archiv

          Einige DJ’s geben einen Haufen Kohle wieder für neue Platten aus (gibt natürlich auch Raubkopierer). Und die meisten DJ’s verdienen kaum noch wirklich Geld, außer sie gehören zu den größeren Namen. Nur mal so am Rande bemerkt ;) Rotary-Mixer sind eher was für DJ’s die gerne sanft und unauffällig überblenden wollen. Für schnelle Cuts a’la Steve Mason sind natürlich Fader viel besser. Alles eine Frage der eigenen Mixtechnik.

          PS wo sind die Weiber zum abschleppen?

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          jaybrooks

          Hey Amazonaman, ich weiss ja nicht welche Art von Instrument du spielst und/oder welche Musik du so hörst. Erstmal – Rotary Mixer sind die Urform der DJ Mixer und mit diesen kann man, ob man es glaubt oder nicht, im Gegensatz zu Fadern einen wesentlich „smootheren“ Übergang machen, dies wird gerade von House DJ’s sehr geschätzt. Der Hype ist wahrscheinlich deswegen gerade so enorm, weil alle auf Vintage stehen, dies hat man ja auch im Synth Bereich gesehen, wo die Preise geradezu explodiert sind.

          Zum Thema das DJ’s viel Geld verdienen, uns gehts, von den Big Playern mal abgesehen, wie jedem anderen Musiker auch, froh um jeden Gig den man am besten noch selbst finanziert hat.

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    DJ Ronny  

    Erst mal danke Bolle, dass du ihn getestet hast. Ich war schon sehr gespannt drauf.
    Zur Diskussion Rotary oder nicht, ich kann mit beiden. Warum der Hip zu den Rotary und den Preisen, denke ich es wird durch Werbung sehr suggeriert. Ich denk mal nur an die Kaffee Werbung, wo kurz das Filtern von Earth, Wind & Fire “ September “ mit Rotary gezeigt wird. Sehr gut gemacht und viele Djay’s wollen das auch. Dann lässt sich natürlich mit diesen Kleinserien gut Geld verdienen.
    Viele Djay’s, die auch schon länger im Geschäft sind suchen nach dem Außergewöhnlichen bei der Technik, ich auch.
    Ich kann mit Rotary oder Fader. Wobei ich Fader bevorzuge. Leide gibt es aber immer wenig Mixer mit langen Fader, 45 mm ist Standard. Von den meisten werden nicht mal diese genutzt. Wo wir wieder beim Rotary sind, denn viele regeln die Lautstärke über den Gain nach.
    Zum Testgerät, es gibt zu viele Einschränkungen. Schön das du ihn aufgeschraubt hast. Zu erkennen sind voll automatisch bestückte und gelötete Leiterplatten und billig Potentiometer bei der Klangregelung. Halt Omnitronic, ich habe mein Lehrgeld Anfang der 90er bezahlt.

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    jesusmariajosef

    Ganz im Gegenteil – die Zielgruppe würde auf kommerzielle Werbung gar nicht reagieren – oder sogar ablehnend.

    Die Oldschool-Rotary-Freunde orientieren sich an NYC, an RLA, an LLevan. Da gehts um die alten Idole, um Vinyl, um den Vibe damals – also um Nostalgie.

    Die meisten Jüngeren in den Rotary-Gruppen passen dann eher in das Hipster-Klischee: Sisyphos, NOG, Dekmantel, Deep House, Tekhouse, Disco – da gehts auch ein wenig darum, Anders zu sein. Vor Allem Anders als die 239487234 Djs, die am Nxs2 arbeiten und EDM ballern. Quasi zu zeigen, dass man eher Kater Blau ist als Tomorrowland oder Diskotheken.

    Interessierte finden in der Gruppe „Supporter Rotary Mixer“ auf FB jede Menge Inspiration, Quellen, Techtalk…

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      Bolle  RED 1

      Interessantes und schönes Statement. Unterschreibe ich nicht ganz (gibt tatsächlich mit dem Vinyl-Revival auch viele, die genau einen Dreher zum Spielen wollen), aber an einigen Punkten bzw. bezüglich einiger Beweggründe hast du sicher Recht! ;) UR statt NOG quasi!

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        jesusmariajosef

        Ironischerweise steh ich ja selbst drauf (matt lackierter, unbeschrifteter PMC55a-Umbau), gehör aber weder zu den NYC-Disco-Nostalgikern, noch zu den untergewichtigen Trendholzfällern… ich brauch sehr wohl Gain & Eq, was für Erstere ein totales Unding is – und geh trotzdem damit nich mit der neuesten Codesa posen oder trollen wie viele Trendhipster – mir gehts rein um die Funktion. Für den langen Mix ist das Drehrad einfach intuitiver. Ich machs nichtmal bewusst – aber die Übergänge werden automatisch länger, deeper, man arbeitet anders.

        „Draussen“ im Arbeitsalltag gibts dann aber sowieso nur 900Nxs(2) oder Xone92… die dominieren zu 99%…

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    user54358

    Leider und schade ist, dass dem Hersteller und Entwickler ein großer Fehler bei der Fertigung unterlaufen ist. Drückt man den Split-Cue Knopf und/ mit gewünschtem Vorhör Kanal, nimmt man dieses Signal auf der rechten Kopfhörerseite war und nicht wie bei all den anderen erschienenen Mischpulten seit der 90’er Jahre auf der linken Seite (üblich ist die Trennung der Kanäle, links = Vorhör, rechts = Master).
    Dieses Problem schilderte ich gestern dem Hersteller und nach Überprüfung wurde mir dieser Fehler bestätigt. Man könnte sich jetzt den Kopfhörer falsch aussetzten, aber für mich eine komplette Fehlkonstruktion und macht diese Funktion für mich funktiontionslos. Ich weiß nicht, ob das so gewollt ist, bzw. ob sich dieser Fehler in einer Werkstatt und Lötkolben beheben lässt. Ich hoffe es zumindest.

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      Bolle  RED 1

      Lösung des Problems: Ein Kopfhörer der eine beidseitige Kabelführung erlaubt und dann einfach umdrehen (sofern der Kopfhörer „seitenstabil“ ist.
      Ansonsten..drauf gesch*****…Kopfhörer umdrehen.
      Aber klar, da hat jemand wohl nicht aufgepasst. Ist mir tatsächlich nicht aufgefallen, da ich diese Funktion nie nutze.

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    sikora

    Hallo – rotary-hype hin oder her: der kleine Mixer hat leider einen (wenigstens für mich) ganz erheblichen Fehler – das Kopfhörer-Signal ist pre-Isolator, d.h., er ist zum bedrooming überhaupt nciht zu gebrauchen. Sehr schade, da er ansonsten durchaus Spaß macht – schade auch, dass der Test das nicht erwähnt …

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      Bolle  RED 1

      Das ist tatsächlich die Regel und macht auch nur Sinn, denn das Kopfhörer-Signal hat ja einen Zweck – einen anderen wohlgemerkt, als das Auflegen ausschließlich micht Kopfhörern. Wäre das HP Signal post Isolator würden noch viel mehr Leute nörgeln.
      Man kann es nicht jedem Recht machen, auch wenn ich deinen Punkt natürlich in der Situation nachvollziehen kann…
      Ein Sub-Mix wäre möglich per zweitem Pult…aber das geht zu weit.

      • Profilbild
        sikora

        Hallo Bolle – seh‘ ich nicht ganz so. Wieso macht das Sinn bzw. würde es anders keinen machen ? Wozu gibt es denn die Möglichkeit, die Summe auf dem Kopfhörer abzuhören, wenn das wichtigste klangbildende Element dort schlicht fehlt ? Die Omnitronic-Specs nennen das Ganze im Übrigen ‚Vorhören des Master-Ausgangs‘ – und das ist nunmal falsch.

        Menno.

        • Profilbild
          Bolle  RED 1

          Stimmt, der Master-Out ist es nicht. Häufig aber der Regelfall, dass der Abgriff des Master-Signal für den Kopfhörer-Weg pre Isolator, pre Master-EQ oder pre FX-Sektion stattfindet – siehe Pioneer z.B., aber auch das Model 1 gibt die Master-Summe auf dem Kopfhörerweg pre Master-EQ raus.
          Schaltbar wäre die perfekte Lösung, aber wie man schon am Xone:92 sieht, kaum einer weiß, wozu dieser kleine Schalter, der obere von den Vieren, da ist..und Pre und Post EQ sagt auch der Masse der DJs nichts. Ist leider so.
          Nichts desto trotz ist dein Einwand richtig.

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