Test: Omnitronic TRM-202 MK3, Rotary Mixer

28. September 2017

Rotary-Mixer & Omnitronic. What??

Wir hatten in der letzten Zeit einige Rotary Mixer im Test, so einrn Can Electric Taula 4 aus Barcelona, einen Audio DJ SP4 aus Norditalien oder gerade zuletzt den Formula Sound FF4.2R, der aus einer Kooperation mit Funktion-One heraus entsteht und den es auch als Line-Fader-Variante gibt. So unterschiedliche alle diese Modelle sind, und das trifft auch auf die meisten zu, die wir (noch) nicht getestet haben, kaum eines der Modelle kostet unter 2000,- Euro. Zumeist liegt der Betrag, den man für einen Rotary-Mixer auf den Tisch legen muss eher deutlich höher als niedriger. Einige schlaue Ideen gibt es, die aber sind nicht für handwerkliche unbegabte Menschen. Umbau-Kits gibt es, so wie wir es zuletzt mit einem Allen&Heath Xone:22 gemacht und das auch in einem kleinen Bericht begleitet haben.

Von den Firmen, die in der Regel den mittleren oder unteren Preisbereich mit DJ-Produkten beliefern, gibt es hierzu keine Alternativen – kein Wunder, ist ein Rotary-Mixer auch kein Produkt für den Massenmarkt. Nur eine Firma hat es gewagt und einen kleinen Rotary-Mixer gebaut. Der Omnitronic TRM-202 kam, wenn ich mich richtig erinnere, 2014 auf den Markt, verschwand aber aufgrund starker Qualitätsprobleme auch schnell wieder. 2016 kam der Nachfolger, der TRM-202 MK2, der die bestehenden Probleme löste, allerdings sehr schnell ausverkauft war. Die Nachfrage ist also da, soweit wie ich dann gehört habe, konnten allerdings die vorab ausgewählten Zulieferer keine Teile mehr liefern. So blieb auch der die MK2-Version nur kurz auf dem Markt. Anfang dieses Jahres wurde dann der Omnitronic TRM-202 MK3 angekündigt und auch wenn sich der Liefertermin aktuell noch ein wenig nach hinten verschiebt, hat uns bereits ein Modell für einen Test erreicht.

Schaut man sich die erste Version sowie die MK2-Version an, stellt man schnell fest, viel geändert hat sich hier nicht, zumindest nicht äußerlich. Die Potikappen sind andere, wobei ich schon sagen muss, dass ich die der ersten Version optisch ansprechender finde.

Die erste und zweite Generation – TRM-202

Schaut man nun auf die MK3-Version, wird man erkennen, dass sich hier viel geändert hat.

 

Omnitronic TRM-202 MK3 – ein erster Blick

Einiges hat sich geändert und bevor das nun in Textform hier erklärt wird, bis das obere Bild irgendwo an der Bildschirmspitze verloren gegangen ist, werfen wir doch schnell einen Blick auf den Omnitronic TRM-202 MK3.

Ein erster Blick: Omnitronic TRM-202MK3

Verpackt ist der Omnitronic TRM-202 MK3 in einem schwarzen Stahlgehäuse, bringt damit rund 3,5 kg auf die Waage. Das wirkt wenig, schaut man sich jedoch die Maße an, merkt man, dass der kleine Mixer unterm Strich ganz schön schwer ist. Der Mixer ist recht kompakt: 24 cm tief, nur rund 20 cm breit, 9,5 cm hoch.

Forum
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    amazonaman  AHU

    Rotary Club für Djs jetzt auch ganz günstig zu haben. Den gleichen gibt es auch mit Slidern bei Behringer…. Ups jetzt hab ich mich wieder unbeliebt gemacht. Aber mehr als die paar Funktionen braucht man eigentlich nicht, eigentlich. Und eigentlich finde ich Fader doch besser.

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    fkdiy  

    Behringer NOX101: Zwei Kanäle, 3-Band EQ (besser!!) und Fader für 84,- € bei Thomann.

    Wer mehr braucht kauft auch Bling H2O für 50,- € die Flasche und trägt Goldketten.

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      Bolle  RED

      Sorry, kompletter Quatsch. 84,- € ist für einen 2-Kanal-Mixer viel zu viel Geld. Schau doch besser nochmal nach Skytech STM 2300 (inkl. USB-MP3-Player), Ibiza DJM 200 (hat Bluetooth und kann auch MP3 von USB) und die sind noch günstiger. Dagegen ist dein NOX101 „Bling H20“ gegen. 84 Flocken..pffff…lächerliche Preisvorstellung. 2 Kanäle und drei-Band-EQ…egal wer es gebaut hat und wie es klingt. Am Ende Schrauben eh nur DJs dran rum und die meisten haben eh keine Ahnung, was sie da tun oder was „gut“ klingt.

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        amazonaman  AHU

        Ironie off. Djs sind auch Musiker, okay eben anders aber sie schleppen die meisten Weiber ab und verdienen sogar Geld damit, während dessen ein Bassist oder Gitarrist nur Geld für Equipment ausgibt und ständig mit der Freundin Ärger hat weil er lieber üben will und zur Probe muss, anstatt sich mit ihr ausgiebig zu beschäftigen. Dabei kann so mancher DJ noch nicht mal Dur von Moll unterscheiden, aber darauf kommt es ja gar nicht an. Trotzdem finde ich diese Rotary Idee unpraktisch im Gegensatz zu den Fadern,um auf das Thema zurück zu kommen.

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          Planetjumpin

          Einige DJ’s geben einen Haufen Kohle wieder für neue Platten aus (gibt natürlich auch Raubkopierer). Und die meisten DJ’s verdienen kaum noch wirklich Geld, außer sie gehören zu den größeren Namen. Nur mal so am Rande bemerkt ;) Rotary-Mixer sind eher was für DJ’s die gerne sanft und unauffällig überblenden wollen. Für schnelle Cuts a’la Steve Mason sind natürlich Fader viel besser. Alles eine Frage der eigenen Mixtechnik.

          PS wo sind die Weiber zum abschleppen?

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          jaybrooks

          Hey Amazonaman, ich weiss ja nicht welche Art von Instrument du spielst und/oder welche Musik du so hörst. Erstmal – Rotary Mixer sind die Urform der DJ Mixer und mit diesen kann man, ob man es glaubt oder nicht, im Gegensatz zu Fadern einen wesentlich „smootheren“ Übergang machen, dies wird gerade von House DJ’s sehr geschätzt. Der Hype ist wahrscheinlich deswegen gerade so enorm, weil alle auf Vintage stehen, dies hat man ja auch im Synth Bereich gesehen, wo die Preise geradezu explodiert sind.

          Zum Thema das DJ’s viel Geld verdienen, uns gehts, von den Big Playern mal abgesehen, wie jedem anderen Musiker auch, froh um jeden Gig den man am besten noch selbst finanziert hat.

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    DJ Ronny  

    Erst mal danke Bolle, dass du ihn getestet hast. Ich war schon sehr gespannt drauf.
    Zur Diskussion Rotary oder nicht, ich kann mit beiden. Warum der Hip zu den Rotary und den Preisen, denke ich es wird durch Werbung sehr suggeriert. Ich denk mal nur an die Kaffee Werbung, wo kurz das Filtern von Earth, Wind & Fire “ September “ mit Rotary gezeigt wird. Sehr gut gemacht und viele Djay’s wollen das auch. Dann lässt sich natürlich mit diesen Kleinserien gut Geld verdienen.
    Viele Djay’s, die auch schon länger im Geschäft sind suchen nach dem Außergewöhnlichen bei der Technik, ich auch.
    Ich kann mit Rotary oder Fader. Wobei ich Fader bevorzuge. Leide gibt es aber immer wenig Mixer mit langen Fader, 45 mm ist Standard. Von den meisten werden nicht mal diese genutzt. Wo wir wieder beim Rotary sind, denn viele regeln die Lautstärke über den Gain nach.
    Zum Testgerät, es gibt zu viele Einschränkungen. Schön das du ihn aufgeschraubt hast. Zu erkennen sind voll automatisch bestückte und gelötete Leiterplatten und billig Potentiometer bei der Klangregelung. Halt Omnitronic, ich habe mein Lehrgeld Anfang der 90er bezahlt.

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    jesusmariajosef

    Ganz im Gegenteil – die Zielgruppe würde auf kommerzielle Werbung gar nicht reagieren – oder sogar ablehnend.

    Die Oldschool-Rotary-Freunde orientieren sich an NYC, an RLA, an LLevan. Da gehts um die alten Idole, um Vinyl, um den Vibe damals – also um Nostalgie.

    Die meisten Jüngeren in den Rotary-Gruppen passen dann eher in das Hipster-Klischee: Sisyphos, NOG, Dekmantel, Deep House, Tekhouse, Disco – da gehts auch ein wenig darum, Anders zu sein. Vor Allem Anders als die 239487234 Djs, die am Nxs2 arbeiten und EDM ballern. Quasi zu zeigen, dass man eher Kater Blau ist als Tomorrowland oder Diskotheken.

    Interessierte finden in der Gruppe „Supporter Rotary Mixer“ auf FB jede Menge Inspiration, Quellen, Techtalk…

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      Bolle  RED

      Interessantes und schönes Statement. Unterschreibe ich nicht ganz (gibt tatsächlich mit dem Vinyl-Revival auch viele, die genau einen Dreher zum Spielen wollen), aber an einigen Punkten bzw. bezüglich einiger Beweggründe hast du sicher Recht! ;) UR statt NOG quasi!

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        jesusmariajosef

        Ironischerweise steh ich ja selbst drauf (matt lackierter, unbeschrifteter PMC55a-Umbau), gehör aber weder zu den NYC-Disco-Nostalgikern, noch zu den untergewichtigen Trendholzfällern… ich brauch sehr wohl Gain & Eq, was für Erstere ein totales Unding is – und geh trotzdem damit nich mit der neuesten Codesa posen oder trollen wie viele Trendhipster – mir gehts rein um die Funktion. Für den langen Mix ist das Drehrad einfach intuitiver. Ich machs nichtmal bewusst – aber die Übergänge werden automatisch länger, deeper, man arbeitet anders.

        „Draussen“ im Arbeitsalltag gibts dann aber sowieso nur 900Nxs(2) oder Xone92… die dominieren zu 99%…

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    user54358

    Leider und schade ist, dass dem Hersteller und Entwickler ein großer Fehler bei der Fertigung unterlaufen ist. Drückt man den Split-Cue Knopf und/ mit gewünschtem Vorhör Kanal, nimmt man dieses Signal auf der rechten Kopfhörerseite war und nicht wie bei all den anderen erschienenen Mischpulten seit der 90’er Jahre auf der linken Seite (üblich ist die Trennung der Kanäle, links = Vorhör, rechts = Master).
    Dieses Problem schilderte ich gestern dem Hersteller und nach Überprüfung wurde mir dieser Fehler bestätigt. Man könnte sich jetzt den Kopfhörer falsch aussetzten, aber für mich eine komplette Fehlkonstruktion und macht diese Funktion für mich funktiontionslos. Ich weiß nicht, ob das so gewollt ist, bzw. ob sich dieser Fehler in einer Werkstatt und Lötkolben beheben lässt. Ich hoffe es zumindest.

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      Bolle  RED

      Lösung des Problems: Ein Kopfhörer der eine beidseitige Kabelführung erlaubt und dann einfach umdrehen (sofern der Kopfhörer „seitenstabil“ ist.
      Ansonsten..drauf gesch*****…Kopfhörer umdrehen.
      Aber klar, da hat jemand wohl nicht aufgepasst. Ist mir tatsächlich nicht aufgefallen, da ich diese Funktion nie nutze.

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    sikora

    Hallo – rotary-hype hin oder her: der kleine Mixer hat leider einen (wenigstens für mich) ganz erheblichen Fehler – das Kopfhörer-Signal ist pre-Isolator, d.h., er ist zum bedrooming überhaupt nciht zu gebrauchen. Sehr schade, da er ansonsten durchaus Spaß macht – schade auch, dass der Test das nicht erwähnt …

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      Bolle  RED

      Das ist tatsächlich die Regel und macht auch nur Sinn, denn das Kopfhörer-Signal hat ja einen Zweck – einen anderen wohlgemerkt, als das Auflegen ausschließlich micht Kopfhörern. Wäre das HP Signal post Isolator würden noch viel mehr Leute nörgeln.
      Man kann es nicht jedem Recht machen, auch wenn ich deinen Punkt natürlich in der Situation nachvollziehen kann…
      Ein Sub-Mix wäre möglich per zweitem Pult…aber das geht zu weit.

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        sikora

        Hallo Bolle – seh‘ ich nicht ganz so. Wieso macht das Sinn bzw. würde es anders keinen machen ? Wozu gibt es denn die Möglichkeit, die Summe auf dem Kopfhörer abzuhören, wenn das wichtigste klangbildende Element dort schlicht fehlt ? Die Omnitronic-Specs nennen das Ganze im Übrigen ‚Vorhören des Master-Ausgangs‘ – und das ist nunmal falsch.

        Menno.

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          Bolle  RED

          Stimmt, der Master-Out ist es nicht. Häufig aber der Regelfall, dass der Abgriff des Master-Signal für den Kopfhörer-Weg pre Isolator, pre Master-EQ oder pre FX-Sektion stattfindet – siehe Pioneer z.B., aber auch das Model 1 gibt die Master-Summe auf dem Kopfhörerweg pre Master-EQ raus.
          Schaltbar wäre die perfekte Lösung, aber wie man schon am Xone:92 sieht, kaum einer weiß, wozu dieser kleine Schalter, der obere von den Vieren, da ist..und Pre und Post EQ sagt auch der Masse der DJs nichts. Ist leider so.
          Nichts desto trotz ist dein Einwand richtig.

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