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Test: Audio DJ SP4, Rotary-Mixer


Der klassischte Rotary-Mixer?

Ein DJ-Mischpult, bei dem einer der ersten Eindrücke das Wort „schön“ hervorrufen wird, sieht man eigentlich eher selten. Wenn, dann ist die Ursache in heutiger Zeit zumeist ein Rotary-Mixer.

Diese setzen sich schon seit Anfang an ab von dem klassischen Layout der Club-Mixer, mehr noch, nicht nur Funktionalität und Klang, sondern auch Design und Haptik spielen eine große Rolle.

Nicht lange her, da hatten wir den Taula 4 von Can Electric im Test, einen 4-Kanal-Rotary aus einer kleinen Manufaktur in Barcelona.
Nur ein Land weiter, ebenso im Süden, dort, wo aktuell richtiger Sommer herrscht, wird auch fleißig in einer kleinen Firma gebastelt und von dort stammt ein weiteres Schätzen in der Reihe der Rotary-Mixer. Audio DJ heißt die kleine Firma, die in Thiene in Italien sitzt, eine kleine Stadt im Norden, irgendwo zwischen Venedig und Verona.
Produkte gibt es schon so einige, Vorreiter von allen war der SP3, ein 3-Kanal-Rotary-Mixer. Nachgefolgt sind derweil der SP6, in Arbeit der SP2. Auch eine 4-Kanal-Version gibt es und den haben wir uns einmal schicken lassen: den Audio DJ SP4.

Der erset Eindruck: Audio DJ SP4

Wie der Name schon verrät, ist der SP4 die 4-Kanal-Version der Serie, bei der alle Modelle tatsächlich über einen anderen Aufbau und andere Funktionen verfügen.

Der SP4 ist dabei die Version, die einem klassischen DJ-Mixer am meisten ähnelt. Vier Kanalzüge mit klassischem Aufbau finden sich hier in, sagen wir mal, vertikaler Anordnung. Erwähnenswert daher, dass das nicht immer der Fall ist. Diese dominieren den Hauptteil der schwarz-matten, etwas rauen Oberfläche des Mixers. Grafisch durch eine weiße Linie sind sie abgegrenzt von den weiteren Elementen.

Oben befinden sich wie unübersehbar ein Master-Isolator, häufig das Herzstück eines jeden Rotary-Mixers. Rechts die Potis für das Master-Level wie auch Booth sowie Potis für den Kopfhörerausgang. Auch dabei: ein Wet/Dry-Poti und ein Mic-Level.

Zeit für einen Blick auf die Rückseite. Hier befinden sich oben die Ausgänge, unten die Eingänge, zumindest im Groben. Ausgänge gibt es zwei, eigentlich vier. Jeweils einen Master in XLR- wie auch Cinch-Form, dazu einen Booth-Ausgang in jeweils XLR- und Cinch-Form. Damit dürfte sicherlich jeder glücklich werden.

Rein und raus. Bemerkenswert, die Stromversorgung

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    xhanibalx

    Also der schaut wirklich super aus und ist auch sicherlich gut Spielbar. Mich beschleicht nur das Gefühl das der “Rotary“ nen saftigen aufpreis ggü. Fadern hat. Ein vergleichbarer Fadermixer kostet evtl. Die hälfte. So viel teurer können die VU Meter und die etwas andere Technik doch nicht sein oder?

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    amazonaman AHU

    Ja man hat ein unglaublich merkwürdigen Weg gefunden, den DJ Mixer neu zu erfinden, auch wenn es noch so unsinnig erscheint, aber drehregler sind der neue Renner. Ich kann mich noch daran erinnern als alle Mofafahrer in meiner Jugend eckige Scheinwerfer haben wollten, auch wenn es eben Geld kostet, aber wer was sein wollte, der braucht eben eckige Scheinwerfer anstatt die runden. Also wer cool sein will, und jaaaa DJ sein bedeutet auch cool sein braucht rotary Regler. ,Aber die Frauen achten ja eher auf andere Sachen, da. Muss mal gesagt werden!
    Jetzt fehlen noch zwei Röhren VU Meter in Grün und das Ding kostet 5000€….usw

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      Bolle RED

      Ihr habt Recht. Handmade Produkte aus einer kleinen Manufaktur sind nur teuer, wenn Drehregler verbaut werden. Deswegen sind alle Rotarys auch so teuer. Und die Line-Fader-Versionen, die es gibt, die dann meist 100€ oder dergleichen günstiger sind, sind eigentlich auch nur so teuer, weil das Grundmodell ein Rotary war.
      Jetzt frage ich mich aber, warum ein Model 1 eigentlich so teuer ist, obwohl es doch gar kein Rotary ist. Scheint nicht angekommen zu sein bei den Herstellern, dass ein Mixer nur teuer sein darf, wenn es ein Rotary ist. Finde ich aber gut, sollte man den Herstellern wirklich endlich einmal sagen.

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        xhanibalx

        Boar Bolle komm mal nicht so 2 deutig daher. Der Model 1 ist ist was ganz anderes, auch von der Austattung her.
        Der Mixer hier ist auf nen einfachen Analogmixer Level.
        Und mal ehrlich mein Ecler Nou 4.0 ist auf den gleichen Level und hat 600€ gekostet glaube der war auch “Handmade…und btw. ein Moog Synthesizer ist Handmade und der kostet nicht so viel und hat mehr“Rotarys“ (nur um mal so überspitzt zu sein wie du)

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          Bolle RED

          Nun, ich befürchte, dass im industriell gefertigtem Nuo nicht die selbe Qualität an Bauteilen, Platinen und auch nicht an Verarbeitung steckt, wie in den hochwertigen Handmade-Mixern. Ich habe mir z.b. den Taula 4 von innen angesehen. Da sind, und das wird beim SP4 ebenso sein, selbst geätze Platinen drin, die sicherlich in einer Firma in der Nähe hergestellt werden in offenbar sehr kleine Auflage (Kostenfaktor). Kabelwege etc. waren so dermaßen sauber verarbeitet, wie ich es nur sehr selten vorher gesehen habe – noch nie bei einem industriell gefertigtem Produkt, nicht einmal bei einem wie einem Rane. Verbaut sind ALPS Potis, z.b. Blue Velvet, die heute nicht mehr über den Hersteller bezogen werden können und heute schon mit 12-16€ / Stück zu Buche schlagen. Alleine die Kosten für die Potis liegen damit deutlich höher als bei einem Ecler – deutlich!
          Von den Entwicklungskosten und den Fertigungskosten auch hinsichtlich der kleineren Stückzahl ganz zu schweigen. Vom SP4 werden nicht x-tausend verkauft wie von einem Nuo XY. Ecler sind ohne Frage sehr gute Produkte, dem widerspreche ich an keiner Stelle, nur hinsichtlich vieler Punkte ist ein Ecler o.ä. nicht mit einem Mixer vergleichbar, von dem am Ende keine 100 Stück gebaut werden.

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      fkdiy •••

      Ich denke, dass die Rotary-Welle daher kommt, dass so einige gemerkt haben, dass Fader klasse zum cutten sind, man mit Drehreglern aber deutlich präziser mixen kann.

      Und da der klassische Hip-Hop DJ Bereich derzeit eher eine Randerscheinung ist, wird nun eben gezielt versucht DJs anderer Genres anzusprechen – vermutlich auch mit Erfolg.

      Die hohen Preise rechtfertige ich mit den momentanen kleinen Serien, aber wenn der Trend anhält gibt es bald auch genug günstigere Anbieter.

      Wie dem auch sei, im Gegensatz zu eckigen Scheinwerfern haben Drehregler einen echten Vorteil und sind nicht nur Coolness und Ästhetik.

      P.S.: Nicht alle Menschen, die andere Entscheidungen treffen als man selbst sind automatisch dumme Poser, die nicht mit Geld umgehen können. Ich weiß, manchmal neigt man zu solchen Schlussfolgerungen, aber eigentlich macht man es sich damit dann doch etwas zu leicht. ;)

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        Bolle RED

        Omnitronic TRM-202MKIII. Für ich glaube rund 600,- €. Jedoch darf man bei dem Preis einfach nicht davon ausgehen, dass hier die Oberklasse der Bauteile verbaut wurde. Ich bin trotzdem gespannt. Test kommt in 1-2 Wochen denke ich :)

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        tomk •••

        Warum man mit Drehreglern deutlich präziser Mixen kann erschließt sich mir null. Damals waren die Dinger verhasst ohne Ende, alle Djs waren froh als endlich Fader, und folgend Crossfader (mit)verbaut wurden. Mach doch mal schnelle Cuts mit so Drehreglern, unpräziser gehts nicht! Aber klar, will man nur stumpf zwei Platten ineinander mixen, überblenden, dann kommt man vielleicht auf so „präziser“ Ideen (Faderweg?).

        Plattendreher und Dateischubser im Techno/Housebereich, das überbewertetste Arbeitsfeld überhaupt!

        Hei … ich kann zwei Beats angleichen … Ja das machst du toll Karl-Heinz. Ja … ich leg doch nur mit Vinyl auf … Ja super Karl-Heinz!

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    lightman ••••

    Mit Drehreglern arbeite ich ganz gern, ein Fader am Pult kann aber trotzdem nicht schaden, insofern mag ich Geräte, die nicht nur der einen oder anderen Richtung zugeordnet sind, sondern das beste beider Welten vereinen. Das Ding hier sieht gut aus, wobei die analogen VU-Meter auf mich ein bißchen affig und deplatziert wirken. Diese Zeigerinstrumente hab ich schon bei meinen Uher-Tonbändern nicht gemocht, viel zu träge und daher ungenau. Aber nun, da hat wohl jeder seinen eigenen Geschmack.

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    DJ Ronny ••

    Erst mal danke für den Test und Bericht. Interessantes Gerät, und sieht gut aus. Übrigens ich haben billigsten Rotary Mixer diese Woche bei mir zu Hause gehabt, der ist der Omnitronic GNOME-202 silber für 39 Euro. Ich höre schon einige aufschreien. Das Teil ist minimalistisch in allen Punkten. Die Qualität ist aber gut bis sehr gut. Er sollte bei mir als Aufholverstärker fürs Handy arbeiten. Dafür ist er leider nicht geeignet, da auch hier der Ausgangswiderstand des Handys mit dem Eingangswiderstand des Mixers nicht passt. Vieleicht hat jemand von euch eine Lösung. Auf alle Fälle hat diese kleine Mixer einen sehr guten Klang und rauscht nicht. Kann mann natürlich für professionelles Djing nicht benutzen.
    Was mich aber bei allen Rotary stört, es fehlt eine eingebaute Soundkarte, außer Rane 2015 und 2014 und die gibt’s kaum gebraucht.

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      Bolle RED

      Da trifft dann natürlich immer die Ideologie auf Praxis. Eingebautes Interface ist natürlich immer ganz schön, funktioniert aber dann mit Software XY nicht etc. Da wird ja auch immer fleissig Protektionismus betrieben. Dann lieber ohne Interface bauen und fertig. Erst Recht bringt ein Interface in einem komplett analogen Mixer irgendwie einen faden Beigeschmack mit sich.

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    York_vom_Ork

    Moin,

    seit 1989 beschäftige ich mit dem Mixing, bin also schon ein „Disco-Opa“. :-)
    Als zweites – allein das Ergebnis zählt. Ist also egal was für Equipment genutzt wird…..Aber bei bestimmten Musikrichtungen wie Deep House oder Garage House kann man mit „Drehknoeppen“ feinfühliger mixen. Hat schon seinen Grund – bei Fadern, richtiges Einpegeln vorausgesetzt gibt man beim reinmischen ja auch meist nicht sofort den vollen Federweg rein, sondern meist auf 3/4. Warum werden Geräte von Kleinserienhersteller von einigen vom Preis her bemängelt? Eine Kleinserie wo einiges noch per Hand gelötet wird und die Teile teurer zusammengekauft werden müssen – kostet halt seinen Preis, Respekt das es Auswahl und somit Vielfalt gibt!

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Audio Solution SP4

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