Fazit

Tatsächlich hat der Pioneer es geschafft, den DJM-900NXS2 gegenüber seinem Vorgänger noch ein ganzes Stück zu verbessern – und zwar in vielen sehr sinnvollen Punkten. Die mechanische und optische Anmutung ist sehr wertig, ebenso sein Klang. Die erweiterten Effekte sind sehr einfach zu bedienen, praktisch kombinierbar und machen einfach Spaß. Das nun doppelt ausgelegte Audiointerface ist praxistauglich und seine Installation ein Kinderspiel. Leider kostet die hohe klangliche Leistung sowohl eine Menge Strom im Betrieb als auch gut 20 Prozent mehr im Anschaffungspreis als der ohnehin schon teure Vorgänger. Ob es das einem bei allen Vorteilen wert ist, muss sich jeder selbst fragen.

Plus

  • viele praktische kleine Verbesserungen
  • musikalische, sehr intuitiv und flexibel zu bedienende Effekte
  • neue, flexiblere externe Effektschleife
  • sehr guter Klang
  • doppeltes Audiointerface
  • Layout trotz vieler Funktionen immer noch übersichtlich

Minus

  • sehr hoher Preis
  • sehr hohe Leistungsaufnahme
  • keine Effekt-Cue-Option mehr

Preis

  • Ladenpreis: 2269,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    FLTRHND  

    Irgendwie glaube ich nicht das dieser Mixer seinen Preis Wert ist. Oder besser gesagt, er ist seinen Preis evtl. schon Wert aber man muss sich doch schon sehr fragen ob man das alles wirklich braucht.
    Ich komme aus der Technorichtung ich habe ein Nou 4 von Ecler voll Analog ohne Effekte nichtmal mit Filtern und das reicht mir vollkommen aus. In Vielen Clubs stehen dann solche Funktionsmonster für über 2000€ deren ganzen LED und Bildschirme an das Cockpit der Millennium Falcon erinnern…und am Ende nutzt man dann doch nur mal höstens die Filter oder so…ist zumindest aus meiner vielleicht doch recht beschränkten Sichtweiße so. Aber mir ist jetzt nichts bewusst wo das volle Potential genutzt wird, ohne das gleich auf Spezialmixer ala Battlemixer von Rane etc gesetzt wird…für mich ist der einfach nichts…aber für mich sind die CDJs auch nichts das geht mir vom Look her alles zu sehr Richtung 2009er Pioneer Nachrüstradio im 2er Golf eines Dorfjugendlichen mit Sub im Kofferraum und LED Streifen im Innenraum.
    :D

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      Danny Who  AHU

      Ich persönlich sehe das ähnlich, weil meine Musik vor allem durch gute Tracks und ihre bewusste, stimmige Zusammenstellung brillieren soll. Dafür ist ein guter Klang des Mixers und gute Verarbeitung und einfacher Workflow wichtig, Effekte aber kaum. Darum habe ich seit 10 Jahren meinen Rotary und erst die aktuellen Ranes mit ihrer hochwertigen, volldigitalen Struktur reizen mich wieder.

      Auch stimmt es wohl, dass die meisten Leute im Club an diesem Mixer nicht mehr als am alten DJM-600 nutzen, hier holt man sich viel, oft brach liegende Power ins Haus. Darum stellte ich ja eingangs auch die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines neuen Modells. Die positiven Neuerungen hätte Pioneer größtenteils schon in den Vorgängern bringen können, an moderner DSP-Technik liegt es nicht ¯\_(ツ)_/¯

  2. Profilbild
    monomood  

    Schade das mit keinem Wort erwähnt wird, dass die Midi DIN Schnittstelle weg gefallen ist. Das war ne super Möglichkeit um ohne viel Gefummel eine Drummachine (z.B. Analog Rytm) ins Setup zu integrieren bzw. zu synchronisieren.

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      Danny Who  AHU

      Danke für die Ergänzung, monomood. Das ist in der Tat weggespart worden (ebenso wie Faderstart) und ärgerlich für solche Zwecke. Das braucht nun ein weiteres Zwischengerät. Da MIDI nicht das stabilste Clocking hat, kann genau das zu Komplikationen führen.

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    DJ Ronny  

    Ich sehe das etwas anders. Sicher ist das wichtigste, wie es der DJ durch seine Musikauswahl und Dramaturgie bringt, das Publikum zu begeistern. Aber Möglichkeiten durch Effekte der ganzen Sache noch mehr seine Kreativität auszuleben finde ich toll. Wobei ich Effekte pro VA sehr sparsam einsetze. Was mich aber immer mehr stört, dass die Hersteller immer mehr den Weg gehen, dass nur ihre eigenen Produkte kompatibel sind. So werden wir immer mehr eingeschränkt, uns das zusammen zu stellen, was uns am besten gefällt. Blöd ist auch, wie im Test beschrieben, dass die Pegelanzeige nicht tut was sie soll, sondern bis ins rot gefahren werden kann.

  4. Profilbild
    Markus Schroeder  RED

    „Ich bin eher [für] ein vernünftigen Gain-Stagings und mehr Metering im Bereich unter 0 dB. Aber hier hat sich einfach eine Kultur durchgesetzt, der sich kaum noch ein Hersteller widersetzt und ich komme mir wie der vom Krieg erzählende Opa vor, dem keiner mehr zuhören mag – sei es drum.“

    Du hast mein vollstes Verständnis und meinen Zuspruch, Danny!

    Markus :)

  5. Profilbild
    Kosh  

    nachdem vor ca. einem jahr (?) die meldung rauskam, dass pioneer pioneer-dj abgestoßen/verkauft hat, war ich sehr skeptisch, wie es mit dem dj-equipment aus dem ehemaligen hause pioneer weitergeht. auch wenn der neue mixer nichts für mich ist, muss ich nach lesen des tests doch sagen, dass sich meine skepsis ein wenig verflüchtigt hat. die wertige bauweise, die für dj-equipment von pioneer typisch war scheint zumindest beibehalten worden zu sein… und auch die weiterentwicklung der recordbox spricht für sich. hard- und software proprietär zu vermengen hat bereits nativ instruments vorgemacht… auch wenn ich mit meinem ddj-sr für die nächsten mindestens fünf jahre bestens versorgt bin (mal schauen, ob erst er oder erst meine lunge schlapp macht), so ist doch gut zu wissen, dass pioneer dj weiterhin qualität liefert.

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      Max Neumann  

      Auch nicht gerade unwichtig für viele Nutzer ist das kleine aber feine Detail, dass gegenüber seinem Vorgänger die Traktor-Scratch Zertifizierung weggefallen ist und auch Serato mit dem Club-Kit nicht mehr unterstützt wird.
      Also heißt es für alle DVS-Nutzer wieder Interfaces mitschleppen und ankabeln.

      Das mag daran liegen, dass Pioneer natürlich nun seine eigene Software vermarkten möchte ist für die meisten aber ein riesiger Rückschritt!

      Mal abgesehen davon, dass ich sowieso absolut kein Freund der Pioneer-Geräte bin, finde ich eine solche Politik einfach wiederlich!

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