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Test: Presonus, StudioLive 24.4.2, Digitalmixer

19. August 2011

Presonus

PreSonus Audio Electronics Inc. ist ein US-amerikanischer Hersteller aus Baton Rouge, Louisiana, nahe New Orleans, einer der bedeutendsten Musikmetropolen des Planeten. Im Jahre 1995 gegründet, befindet sich die Firma nach wie vor in Privatbesitz. Bisher hat PreSonus mehr als 40 eigene Geräte auf den Markt gebracht und hält diverse Patente über analoge wie digitale Schaltungen. Für die Softwareentwicklung wurde eigens die PreSonus Software Ltd. gegründet. Firmensitz ist das steuerlich günstige Irland, während die Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Hamburg angesiedelt ist, der Heimat von Cubase, Logic, Pinguin und der Software für TC-Electronics-Hardware. Allmählich langweilig wird der Zusatz bei fast allen Tests: Die Produktion der Hardware findet im fernen Osten statt, sonst wäre der Preis von magischen 3333€ nicht machbar.

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Konzept

Allein die Idee, einen vollprogrammierbaren Digitalmixer mit integriertem 32in/26out-Firewire-Interface und 24 Mic-Eingängen zu gestalten, verdient Respekt. Das riecht nach Profiklasse. Schon der kleine Bruder StudioLive 16.4.2 von 2009 überzeugte mit seinem Bedienkonzept. Kompakt zeigt sich auch das neue Flaggschiff StudioLive 24.4.2. Das Gehäuse und die Regler machen einen robusten Eindruck. Die Regler fühlen sich gut an und lassen sich mit ihren LED-Ketten recht gut einstellen.

Features

Der Funktionsumfang ist zunächst einmal erschlagend und konkurrenzlos in dieser Preisklasse. Hier die wichtigsten Features:

  • voll programmierbarer Digitalmixer mit integriertem 32 x 26-FireWire-Audio-Interface
  • JetPLL-Jitterreduktion, 44,1/48 kHz
  • Eingänge: 24 Mikrofoneingänge, 24 Line-Eingänge, Tape In (2x Cinch), 2x Effekt-Return (stereo), Analog-Inserts, 10 Aux-Wege und 2 Effekt-Sends pro Kanal und 4 Subgruppen
  • Ausgänge: 3x XLR (Summe L/R, Monosumme), 18x symmetrische Klinke (Main, Aux-Wege, Subgruppen, Regie), Tape Out (2x Cinch), Kopfhörer (Stereoklinke), S/PDIF (koaxial), 24 analoge, symmetrische Direktausgänge (3x D-Sub-25)
  • 25 ultra-rauscharme XMAX Class-A-Preamps (auch im Talkback-Eingang)
  • 118 dB Dynamikumfang
  • interne Signalverarbeitung mit 32-Bit-Fließkomma
  • querliegender Fat Channel, der sich allen Eingängen, Aux-Wegen, Effektreturns, Subgruppen sowie der Summe zuweisen und in Echtzeit bedienen lässt: vollparametrischer 4-Band-EQ, 29 hochwertige 100-mm-Fader.
  • Szenenautomation mit Load/Save/Recall sämtlicher Einstellungen
  • Talkback-Einheit mit XLR-Mikrofoneingang (48 V)
  • zwei Pulte bei Bedarf kaskadierbar (Live-Betrieb, 48-Kanal)
  • Abmessungen: 639,8 x 541,3 x 178,2 mm bei einem Gewicht von 10,4 kg
  • inkl. FireWire-Kabel und PreSonus Software (Virtual StudioLive, Capture und Studio One Artist) für Mac und PC
Forum
  1. Profilbild
    Steinklopfer  

    Ich kann mich nur dem autor anschliessen und nocheinmal bekräftigen, dass das Mischpult ein Hammerding ist. Ich habe ein kleines Projektstudio, in dem das Presonus die Zentrale darstellt. Das schöne ist, dass tatsächlich so ziemlich alles irgendwie machbar ist. Auch die zusätzlichen Möglichkeiten mit dem Liverack von Waves sind schier unglaublich. Einzigste Wehrmutstropfen sind für mich das fehlende Sidechain und das das Mischpult tendenziell eher auf hohe latenzen ausgerichtet ist (was bei dieser Anzahl an Spuren auch kein Wunder ist) aber alles in allem: ein absolutes Wunderding!!!!!

    • Profilbild
      ukm  

      Nach dem Testbericht bin ich auch schon am Überlegen, jedoch sind noch einige Fragen offen.

      1) Latenz – wie hoch (und unter welchen Bedingungen)?
      Es nervt schon am PC, wenn man beim Recorden peinlich darauf achten muss, falls man mal die Auswirkungen eines PlugIns (z. B. EQ/Comp) testen möchte.
      Ich weiß schon, dass man Recording und Mixing trennen sollte (dann sollte eine Latenz bei vorhandener PDC keine Rolle spielen), kann’s aber manchmal lassen, bestimmte Dinge gleich auszuprobieren.

      2) Firewire – wie lange wird es denn Firewire noch machen?; dann steht man da und muss entweder ältere Rechner verwenden oder neue mit Firewire aufrüsten, sofern das dann noch Sinn macht.

      3) Qualität der Wandler – womit vergleichbar?
      RME Fireface UFX?, Steinberg MR816? oder?

      • Profilbild
        Steinklopfer  

        Ja dann:

        1. Alles halb so wild. Ich mein das Ganze mehr im Vergleich zum z.B. meiner NI Audio 10 Karte. Also ich persönlich bin ein absoluter Mix und Record Vermischer und das geht schon damit, man merkt einfach, dass die Karte nicht dafür gebaut und optimiert wurde (im Vergleich jetzt zur Native Instruments), sondern eher dafür, dass man 24 spuren ohne Artefakte gleichzeitig aufnehmen kann (was dann eben logischerweise nicht geht mit allen Effekten und drum und dran, also eigentlich logisch :)

        2. Böööö. Aber wenn du PC brauchst, kannst du ja diesen immer nachrüsten. Für Laptops kannst du ein Adapter für den Expresslot kaufen. (Unbedingt texas Instrument Chip, sonst hast du Probleme in der Wiedergabe – das weiss ich aus Erfahrung^^) Die neue Schnittstelle Thunderbolt soll ja abwärtskompatibel sein, sagen’s ja. Also wenn du dir ein Mischpult in dem Preissegment kaufst, dann kommts auf ein Adapter mehr oder weniger auch nicht drauf an. Ich persönlich bin froh, ist’s kein USB, da diese Schnittstelle bei mir sowieso notorisch überbesetzt ist.

        3. Meiner Meinung nach ein absoluter Höhepunkt des Pults. Sind auch die einzig analog ausgeführten Teile und deshalb nicht speicherbar. Meinen TL AUDIO EBONY A3 brauch ich seitdem nur noch, wenn ich eine speziellere Klangfärbung will.

        Also ich kann’s nur wiederholen: Ich bin überzeugt, auch nach langem Testen (war damals bei der allerersten Auslieferung dabei)

  2. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Ein echtes Traumpult, mit Anschlußfeld das traumhaft ausgestattet ist. Da sind keine Zusatzkosten mehr zu erwarten, in Form von A/D Wandlerkisten die einem ein weiteres Loch in die Kasse reissen.

    1a Pult

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