Test: Roland BK-9, Arranger Keyboard

20. November 2013

Das neue Topmodell von Roland

Auf dem Markt der Entertainer und Arranger Keyboards war die Firma Roland schon immer gut vertreten. Mit den Einsteiger- und Mittelklassemodellen BK-5 und BK-3 gibt es seit einiger Zeit neues Klangfutter für die Keyboarder der Nation. Jetzt ist auch das Topmodell der BK-Reihe verfügbar. Wir hatten das Roland BK-9 daher zum Test im Studio.

Roland BK-9

Roland BK-9

Outfit

Klare Linien und ein solides Gehäuse, vorwiegend aus Plastik mit einigen Metallteilen, sind die ersten Charakterzüge, die man dem BK-9 zuordnen kann. Mit einem Gewicht von 9,4 kg ist es sehr leicht geraten und drängt sich für den Live-Betrieb schon fast auf. Die Bedienoberfläche ist sehr durchdacht angeordnet und mit vielen Bedienelementen versehen. Alle Taster sowie Dreh- und Schieberegler machen einen sehr guten Eindruck und weisen ordentliche Druckpunkte auf. Zentral befinden sich zwei Displays mit einer Größe von jeweils 160 x 160 Pixel, auf denen alle notwendigen Informationen dargestellt werden. Die Aufteilung auf zwei separate Displays ist zunächst etwas ungewohnt, macht aber an vielen Stellen wirklich Sinn. Grob gesagt ist das linke Display für die generellen Informationen wie Sounds, Rhythmus, Lautstärken etc. zuständig, während das rechte Display vor allem für die detaillierteren Einstellungsarbeiten herangezogen wird. Somit bleiben die Hauptinformationen oftmals sichtbar, obwohl man gerade einen Effekt editiert oder an einem Sound herum schraubt. Etwas störend ist da nur die Tatsache, dass man im Menü fast ausschließlich mit dem daneben liegenden Drehrad vorankommt. Ein paar mehr Tasten zum Auswählen von Funktionen wie Up, Down, etc. hätte das Ganze auf alle Fälle noch mal verbessert.

Ungewohnt aber nach etwas Eingewöhnungszeit gar nicht mal übel...die zwei Displays.

Ungewohnt aber nach etwas Eingewöhnungszeit gar nicht mal übel…die zwei Displays.

Erfreulich ist die Tatsache, dass Roland den D-Beam Controller nun auch bei den Arranger Keyboards einsetzt. Mit Hilfe dessen lassen sich zuvor programmierte Funktionen quasi per Handauflegen beeinflussen. Der Sensor reagiert auf Lichtreflexe und je nachdem wie nah man mit seiner Hand über den D-Beam Controller fährt, ändern sich bspw. MIDI-Parameter wie Cutoff, Resonanz oder viele andere Funktionen.

Klangbeispiele
Forum
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      Felix Thoma  RED

      Hallo Entertain70,
      da hast Du Recht, den D-Beam Controller gab es schon beim VA-7. In der aktuellen BK-Serie gibt es den aber nur beim BK-9, die kleineren Modelle haben den leider nicht. Ansonsten findet man den D-Beam aber bei den Workstations und Synthesizern von Roland.

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    siebenhirter

    Für professionelle Styleplayer fehlt der Direktzugriff auf Fill-Ins. Es gibt zwar pro Style sechs Fill-ins, aber diese sind den einzelnen Variationen als Fill-Up/Fill-Down zugeordnet, können also nur je nach Status von Autofill – aber immer an die Variation gebunden – getriggerd werden.

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    Stephan M.  RED 1

    Hallo, zum VA-7 habe ich jüngst einen Artikel geschrieben, der sicher bald hier erscheinen wird. Das hat einen D-Beam und einen Ribbon-Controller. Im Vergleich bei gleich eingestellten Werten viel mir auf, dass der D-Beam extrem wenig Werte übergibt und der Effekt dadurch sehr stufig klingt. Das hat man beim BK-9 hoffentlich optimiert, im VA-7 kann ich auf den D-Beam zumindest für Filter gerne verzichten.

    Als Zubehör wurde für das BK-9 der FC7 Fußschalter erwähnt, für das VA-7 war dieser auch schon verfügbar. Recherchen im Netz und Anfrage bei Roland ergaben, dass dieser offenbar nicht mehr erhältlich ist. Und das, wo das BK-9 noch aktuell ist? …

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    1-Mann-Band Berlin  

    Leider gibt es keinen echten Nachfolger zum BK9. Das EA7 hat weder Zugriegel, noch Super Natural Sounds und einen Jupiter 50 mit einem BK7 Modul zu kombinieren, ist deutlich teurer.

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