Test: Roland TD-17 KVX, E-Drum Set

Roland Kick Trigger KD-10

Der Kick Trigger KD-10 des Roland TD-17 punktet beim Aufbau gleich durch sein Gewicht und der stabilen Bauweise. Das Pad steht gerade und aufrecht. Als ich es mit einer Hand anhebe, bleibt es plötzlich am Teppich haften. Was ist denn nun los? Aha, ein Klettband. Das funktioniert ja bestens.

Ebenso finden sich auf der Unterseite zwei wertige Dorne, die leicht einstellbar sind und das Pad im Bedarfsfall vorm Wegrutschen sichern. Das mühelos anzubringende Pedal findet an der Pad-Konstruktion festen Halt. Als nächstes folgt der Tritt-Test. Die Schlagfläche des Kick-Pads bietet auch für einen doppelten Beater von Doppelfußmaschinen genügend Platz. Das Auftreffen des Beaters erzeugt einen moderaten Sound und das Treten der Kick stellt sich im Vergleich zu einer akustischen Bassdrum mit Fell recht angenehm dar. Ein kleiner Tipp aus der Praxis: Ich verwende an E-Drum Bass-Pads lieber einen weicheren Beater als beim Fell.

ROLAND Kick Trigger KD-10

ROLAND Kick Trigger KD-10

Roland Hi-Hat VH-10

Nun kommt die VH-10 Hi-Hat des ROLAND TD-17 an die Reihe. Auch hier klappt das erste Anspielen prima – das Hi-Hat Gefühl wird gut umgesetzt. Ein Bonus hierbei ist natürlich die Verwendung der eigenen Hi-Hat-Maschine mit der gewohnten Mechanik – beim Umbau werden ausschließlich die akustischen Becken gegen die Elektronik getauscht. So gibt es nur eine Schlagfläche in typischer Hi-Hat-Form – quasi das Top des Beckenpaars – und den darunter angebrachten Sensor. Dieser ist nur etwas größer als die Unterlegscheibe und berührt so nur die innere Fläche des Top-Beckens. Dies hat den Vorteil, dass ein wesentlich kleinerer Durchmesser als Kontaktfläche fungiert und dieser unabhängig von den Geschehnissen am Beckenrand funktioniert. Wer kann sich nicht an seine Anfangstage erinnern, als die Sticks beim Erlernen des Hi-Hat-Spiels genau zwischen den beiden Becken landeten und beim nächsten Pedaltritt in dieser Position eingeklemmt wurden? Das ist hier definitiv nicht mehr möglich.

roland td-17

Die gewohnte und zumeist von vielen Trommlern verinnerlichte Einstellung der Hi-Hat (Lösen der Einstellschraube des oberen Beckens, Niedertreten des Pedals und Arretierung der Einstellschraube in gewünschter Position) zeigte auf Anhieb gute Ergebnisse beim Spielen und der Wiedergabe der verschiedenen Hi-Hat-Sounds. Der Blick in die Bedienungsanleitung liefert die Empfehlung zu Tage, die Distanzeinstellung zwischen Becken-Pad und dem Bewegungssensor von etwa 3 mm vorzunehmen. Gelesen – getan. Nun folgt eine etwas direktere Reaktion der Mechanik. Sehr gut. Insgesamt liefert die VH-10 eine gute Ansprache und saubere Triggerergebnisse – egal ob Single-Strokes, Flams oder Rolls.

Roland Crash Pads CY-12C

Jetzt geht’s „druff und dewedder“ weiter. Die unscheinbar wirkenden Crash-Pads CY-12C verkraften auch harte Hiebe. Sie schwingen trotz ihrer stärkeren Ausführung relativ wenig und lassen sich auch überraschend weich anschlagen. Die Zeiten sind vorbei, als die „Elektro-Becken-Pads“ noch wesentlich kräftiger als die Tom- und Snare-Pads bearbeitet werden mussten. Ich konnte alle gängigen Klangbeeinflussungen wie etwa das Abstoppen des Beckens (Choke-Funktion), den Edge-Shot (also quasi der Schlag auf den Rand des Beckens) oder das Schlagen auf der Mitte des Beckens (sogenannter Bow-Shot) intuitiv realisieren. Das ist schon mal klasse.
Auch verändern sich analog zur Art des Anschlags auf dem Becken-Pad die Sounds.

Roland Ride Pad CY-13R

Die Beckenkuppe des einen Zoll größeren Ride-Becken CY-13R wurde etwas größer gestaltet – genauso wie es bei herkömmlichen Ride-Becken der Fall ist. Dank seiner kompakten Größe lässt es sich flexibel im Set positionieren, auch wenn ich die Abmessungen so manches Mal „verpasste“. Das spricht wohl für die authentische Klangwiedergabe bei Sounds von großen Ride-Becken (>20“). Die Bell- und Ride-Sounds werden differenziert abgebildet – auch das Ancrashen des Rides funktioniert gut. Ebenso problemlos bewältigt die Elektronik die Sound-Wiedergabe bei schnellen Wechseln zwischen den verschiedenen Spielweisen.

Klangbeispiele
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