Test: Roland VAD506, VAD503, VAD306, E-Drums

20. März 2020

Die perfekte Schlagzeug-Illusion?

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Roland VAD506, VAD503, VAD306 E-Drums

Wir schreiben das Jahr 2020. Muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Als ich in den 1990ern in jungen Jahren über die Frankfurter Musikmesse schlenderte und die damaligen E-Drums staunend begutachtete, war bestenfalls zu ahnen, wie sich elektronische Drums entwickeln könnten und akustische Schlagzeuge tatsächlich in den Verkaufszahlen abhängen würden. In den vergangenen 30 Jahren hat sich viel getan. Viele kuriose, nützliche und unnütze sowie abgedrehte und auch funktionale Lösungen wurden von unterschiedlichen Gesichtspunkten aus konstruiert, produziert, veröffentlicht, begeistert von der Trommlerschaft gekauft oder auch wieder vom Markt genommen. Neue Drum-Companys kamen und gingen, altbewährte blieben weitestgehend und brachten regelmäßig Neuerscheinungen auf den Markt. War alles Bisherige schlecht? Nein, sicher nicht. Die schrittweise Entwicklung ist sicher absolut notwendig, um Produkte über lange Frist immer weiter zu verbessern.

Roland VAD Aufbau mit freundlicher Unterstützung aus dem Hause Roland

Der japanische Musikinstrumenten-Hersteller Roland gehört zu den „Dinosauriern“ unter den E-Drum Produzenten. Da gab es schon vor Jahren, Anfang dieses Jahrtausends, solide, funktionale Lösungen wie das z. B. das TD-5, TD-7 oder TD-10. Letzteres wartete schon damals mit sehr vielfältigen Möglichkeiten auf, wie etwa virtuell auf die Mikronabstände einwirken oder verschiedene akustische Räumlichkeiten auswählen zu können. Oder auch das TD-6 KV Set, das ich damals stolz als Elektro-Erweiterung meines Akustiksets spielte.

Bei den aufgezählten Drumsets schlug man noch auf knüppelharte Gummipads, was sich in äußerst unangenehmen Signalen der gepeinigten Handgelenke widerspiegelte. Das TD-10 kam (meines Wissens nach) als erstes Roland Set mit Meshhead-Fellen auf den Markt. Damals eine Revolution, auch wenn das Schlagzeugspiel mit reichlich unfreiwilligen Ergänzungen wie doppelt ausgelösten Sounds gespickt wurde.

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Diese Problematik (sogenannte Doppeltrigger) gehören Gott sei Dank der Vergangenheit an.
Unzählige elektrische Schlagzeug-Sets hatte ich zum Test oder bei Live-Gigs unter den Sticks (ja, ich bin Fan von E-Drums). Weil ich nie wirklich zufrieden war, baute ich mir Hybrid-Lösungen aus Trommelkesseln, Triggern (zum Anklemmen oder Einbauen) und probierte verschiedene Drum-Module in Kombination aus. Es blieb ein Kompromiss. Entweder war das Set zu leicht und rutschte, Doppeltrigger ließen sich nicht eliminieren, es fehlte in den Sounds an Dynamik usw.
Innovative Unternehmen entwickelten ebenfalls Hybridlösungen, also Kombinationen von Drumsets aus eigener Herstellung und E-Drum Modulen anderer Anbieter. Leider waren immer noch große Probleme zum Beispiel bei Becken-Pads die Regel. Das fühlte sich einfach nicht natürlich an.

Coole Kiste – VAD 503

2017 brachte Roland mit dem TD-50 erstmals eine digitale E-Snare und ein ebenfalls digitales Ride-Becken heraus. Die wesentlich verbesserte Dynamik und Natürlichkeit ergibt ein nahezu „akustisches“ Spielerlebnis und ist absolut spektakulär. Auch beim zum Test von Roland zur Verfügung gestellten VAD506 Set sind diese Digital-Komponenten enthalten. Aber es wird noch besser …

Die V-Drum Serie wird also um E-Drums in echten Trommelkesseln ergänzt. Hinter der Abkürzung VAD steckt die Bezeichnung „Virtual Acoustic Design“. Aber nicht nur die Optik soll hier Erwähnung finden. Dazu später mehr.

Mit den neuen VAD-Modellen (306, 503 und 506) stellt sich Roland ergänzend zum Top-Modell TD-50 breit auf. Wohingegen beim VAD306 das Modul des TD-17 (erschienen 2018) für die Klangerzeugung sorgt, kommt bei den Modellen 503 und 506 das brandneue TD-27 Brain zum Einsatz. Zu den Eigenschaften des neuen Moduls komme ich im Verlaufe dieses Testberichts. Zunächst wird aber mal ausgepackt.

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Der Aufbau

Auch routinierte Drummer werden hier kaum einen Unterschied zum Aufbau eines herkömmlichen, akustischen Schlagzeugs entdecken, sehen wir einmal von der Verkabelung des Sets ab. Vom Gewicht der Trommelkessel bleibt das Set im völlig normalen Bereich, die darin verbaute Technik macht sich nicht bemerkbar. Der gesamte Aufbau lässt sich gut „wuppen“, ich glaube hier ist nichts besonderes zu erklären, vorausgesetzt man hat schon ein paar Drumsets im Musikerleben aufgebaut. Bei einem professionellen Instrument in entsprechender Preisregion kann man davon ausgehen, dass es vermutlich keine Einsteiger sind, die sich ein solches Instrument zulegen.

Die Hardware ist erstklassig, alles lässt sich leicht einstellen, kein Hakeln oder Rutschen. Leider ist im Set keine HiHat-Maschine und auch keine Fußmaschine enthalten. Hätte man dem Set werksseitig vielleicht noch ergänzend spendieren können, aber das ist ja ein alter Hut bei E-Drums. Die Meinungen gehen hier auch bei den Kunden weit auseinander. Manch einer wäre froh drum, andere sagen, dass die mitgelieferte Hardware sowieso nichts taugt. Ok, bei hochpreisigen akustischen Schlagzeugen, die man meistens als Shell-Set erwirbt, ist ja auch kein Pedal dabei. Von daher will ich diesen Punkt nicht werten.

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Dank massiver, guter Hardware macht der Aufbau Spaß … und das Spielen noch viel mehr!

Im Hardware-Paket sind enthalten: drei Beckenständer mit Multi-Clamp Tom-Haltern. Diese sind wirklich qualitativ sehr hochwertig. Außerdem ist noch eine weitere Clamp dabei, um das Modul an der HiHat-Maschine zu befestigen.

Aufgebaut ist das gesamte Setup dank Kabelpeitsche wirklich schnell. Die Kabelbuchsen sind an allen Pads und der Bassdrum gut zugänglich und man muss nicht lange suchen, wo das Kabel hinkommt.

VAD503 und VAD506 unterscheidn sich in der Ausstattung: Beim VAD 503 bekommt man ein Crash und ein Ride (digital), beim VAD506 ist ein zweites Crash-Becken-Pad samt Stativ enthalten. Auch bei den Toms fehlt dem VAD503 das 10″ Tom. Der Rest unterscheidet sich nicht.

Fühlt sich an wie immer … ein „echtes“ Drumset? Variante VAD 503

Die Pads

Die Toms haben die Größen 10″, 12″ und 14″, die Kick kommt in 20″. Also alles gut dimensioniert. Die 20″ Kick macht optisch auch echt was her. Derzeit gibt es das VAD-Set in nur einem Farbton: Midnight-Sparkle. Mir gefällt das sehr gut. Darauf fallendes Licht wird sehr schön reflektiert und das funkelt auf der Bühne. Bei der ebenfalls neuen VAD306 Variante ist dem Set das TD-17 Soundmodul und eine andere Kessel/Pad-Auswahl beigefügt. Dazu kommen wir demnächst in einem weiteren AMAZONA.de Testbericht.

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Ein Blick ins Innere der digitalen Snare

Die Trennung der Rim-Sounds funktioniert perfekt. Damit lässt sich schön „spielen“. Auch der Rim-Click gelingt in verschiedenen Dynamikstufen und damit verbunden klanglich unterschiedlich sehr zufriedenstellend.

Bei allen Trommeln wurden sehr lange Stimmschrauben verwendet, was einem Fellwechsel einige Zeit abverlangt. Ich empfehle hier einen Akkuschrauber mit entsprechendem Vierkant-Aufsatz, sonst geht’s ganz schön in den Unterarm. Vorteil: Die Stimmschrauben halten die Fellspannung perfekt. Hier lockert sich nichts, auch nicht bei intensiver Spielweise.

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Lange Schrauben geben Halt … und erfordern Zeit zum Schrauben

Die Crash-Becken-Pads sind völlig neu und dünner und somit vom Spielgefühl näher an echten Becken angelehnt, als das beim TD-50 der Fall war. Vielleicht ist das auch ein bisschen Geschmacksache. Mir gefielen die TD-50 Becken auch schon gut, aber die neuen, dünneren Cymbal-Pads „schwingen“ wirklich sehr echt, wie man es von Becken eben gewohnt ist.

Das digitale Ride-Becken ist vom TD-50 bekannt und spielt sich hervorragend. Einzig zu bemängeln, sind die sehr lauten Anschlagsgeräusche. Das Ride bringt wirklich sehr gute Spieleigenschaften mit, aber es „klopft“ dafür ganz ordentlich. Zugegeben, ich haue auch ordentlich drauf, das müsste bei etwas zurückhaltender Spielweise schon okay sein. Es lässt sich hervorragend „crashen“. Das macht extrem viel Spaß und kommt verdammt nahe an das Spielgefühl „echter“ Becken heran.

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Das digitale Ride von unten

Die Hihat hat die Bezeichnung VH10, ist aber 12″ groß. Mir persönlich gefällt die VH13″ mit zwei Hi-HiHat-Becken (Top und Bottom) besser, weil das Schwingungsverhalten doch noch deutlich natürlicher ist. Außerdem sind HiHat „steps“ mit der VH10 Einheit recht laut. Dennoch jammere ich hier auf sehr hohem Niveau. Die VH10 Performance ist durchaus mehr als akzeptabel.

Das Modul

Das Modul kommt in einem angenehmen Format. Nicht zu groß und schwer, lässt es sich problemlos am HiHat-Stativ befestigen. Die Oberfläche ist klar strukturiert, man findet sich spontan intuitiv zurecht. Drei Buttons dominieren das Bedienfeld: Song, Click, Coach. Die Backing-Songs schell im Griff zu haben, ist absolut sinnvoll. Auch die Click-Funktion braucht schnelle Zugriffsmöglichkeiten. Die Coach-Funktion ist ja ganz nett, allerdings hätte ich mir an dieser Stelle lieber einen zum Auswahl-Rad zusätzlichen Umschalter für die Sets gewünscht. Ich vermisse einen Gruppenmixer mit Direktzugriff, um zum Beispiel die Toms oder die Becken zusammengefasst beeinflussen zu können. Dies geht nur über das Menü. Aber die Anordnung der Funktionsebenen ist je nach Einsatzgebiet auch wieder sehr individuell. Mit ein bisschen Übung kommt hier jeder schnell zum Ziel.

Das Routing hat man schnell im Griff. Es ist sehr übersichtlich gestaltet und wird optisch klar verständlich angezeigt. So lässt sich jeder Sound dahin routen, wo er benötigt wird. So macht es wirklich Spaß und man kommt schnell zum gewünschten Ergebnis. Den Click nur auf den Phone-Out? Die Kick auf einen Einzelausgang? Kein Problem, das Routing steht in kürzester Zeit.

Ein paar Zahlen: 700 Instrumente, 55 Preset-Sets (max. 100 Sets speicherbar). 4 Klinkenausgänge plus Kopfhörerausgang stehen zur Verfügung.

Das Display lässt sich gut ablesen und ist ausreichend dimensioniert. Zur Erweiterung stehen weitere Triggereingänge zur Verfügung.

Superschnelle Set-Wechsel sind mit dem TD-27 Modul kein Problem. Lästige Umschalt-Latenzen, wie man sie von anderen Modulen kennt, gibt es hier nicht. Dass der Wechsel des Sounds bzw. Sets nur über das Auswahldrehrad möglich ist, finde ich nicht ganz ideal. Ich bin ein Fan von Tastern. Dies verhindert im „Eifer des Gefechtes“, sprich auf der Bühne, über das gewünschte Set hinaus zu drehen. Aber auch daran gewöhnt man sich sicher schnell.

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Die Sounds

Sollten die wirklich zahlreichen, vielseitigen Sounds den Geschmack des Trommlers auf Anhieb nicht zufriedenstellen, lassen sich derartig viele Parameter bedienen, die sicher zum Ergebnis führen. Hey, Soundtüfteleien gehören nun mal dazu, oder? Mit Pitch-, Kompressor- oder den zahlreichen Effekten an Bord lässt sich so ziemlich jeder Sound realisieren. Was es nicht gibt, lädt man selber rein. Ganz einfach per SD-Karte im WAV-Format.

Klassiker wie TR-808, TR-909 und viele witzige Elektro-Sounds sind natürlich an Bord, keine Frage. Aber auch die akustischen Sets klingen nach etwas Bearbeitung wirklich gut und natürlich.

Die Effekte

Die Effekte lassen sich zu Multieffekten (max. drei) zusammenfassen. An Effekten steht unter anderem Folgendes zur Verfügung: Kompressoren, 4-Band-EQ, Delay, Echo, Chorus, Distortion, Phaser, Flanger, Reverb, Filter, Bit Crusher, Auto-Wah uvm.

Cool sieht’s aus, das VAD-Set. Da gibt’s mal nichts zu meckern. Besser noch ist das Spielgefühl. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass es sich wirklich „echt“ anfühlt, darauf zu spielen. Absolut vertraut und natürlich. Man kann ordentlich reinhauen, ohne Angst zu haben, dass etwas verrutscht oder sogar Schaden nehmen könnte. Mit geschlossenen Augen entsteht so die perfekte Illusion eines akustischen E-Drum-Sets. Wirklich erstaunlich, was Roland da hinbekommen hat! Ich bin sehr gespannt auf den Vergleich anderer High-End E-Drums anderer Hersteller. Da kommt ja momentan einiges auf den Markt.

Es gibt zwei Varianten des VAD-Sets. Ein 4-Piece-Setup mit der Bezeichnung VAD503 (mein persönlicher Favorit, da ich es gewohnt bin, einen solchen Aufbau zu nutzen) und eine 5-Piece-Variante mit der Bezeichnung VAD506. Lieferbar werden die Sets ab Mai 2020 sein.

Rückseite des Moduls mit Ein- und Ausgängen

Bluetooth & internes Routing

Über die Bluetooth-Funktion lässt sich eine direkte Verbindung zu einem anderen Bluetooth-Device herstellen. So kann man direkt Songs vom Smartphone abspielen und dazu spielen, ohne die Songs importieren zu müssen. Das entsprechend einmal verbundene Gerät wird in Zukunft wiedererkannt, was die Kopplung mit dem TD-27 Modul vereinfacht.

Hier kann man sich so richtig austoben. Das TD-27 gibt quasi uneingeschränkte Routing-Möglichkeiten. Die Zuordnung ist klar und einfach zu verstehen. Kein Denken um 20 Ecken.

Recording und Backing-Tracks

Sehr gut gefällt mir, dass das Modul in der Lage ist, eine Backing-Track Stereo-Spur plus Clicktrack-Spur wiederzugeben. Der Clicktrack lässt sich auf den Kopfhörerausgang routen und ist so nur für den Drummer zu hören. Es ist auch möglich, einen Stereo-Track abzuspielen und den internen Clicktrack dazu laufen zu lassen. Dies hat im Test sehr gut funktioniert. Track und Click liefen auch nicht auseinander. Auch Loops lassen sich erstellen. Zum Beispiel zum Üben bestimmter Parts innerhalb von Songs.

Fürs Recording stehen intern drei Minuten Aufnahmezeit zur Verfügung. Per SD-Karte ist das aber wesentlich steigerbar. Tracks und Sounds lassen sich im WAV-Format ganz einfach über eine SD-Karte importieren.

Midnight Sparkle nennt Roland das schimmernde Schwarz

Spielgefühl

Ohne zu übertreiben: Die Augen geschlossen, Setaufbau wie vom akustischen Set gewohnt … man könnte zeitweise glatt vergessen, dass man an einem E-Drum sitzt. Ich bin wirklich begeistert. Alles ist so solide, reagiert dynamisch 100 % auf das Gespielte. Feinste Spielnuancen werden detailreich wiedergegeben. Keine noch so feine Nuance bleibt auf der Strecke. Wow, das ist echt beeindruckend. Ich kann nur empfehlen: Probiert das neue VAD-Set aus. Ob man am Ende bereit ist, ein stattliches Sümmchen auszugeben, liegt sicher im Sinne der Anwendung. Für einen professionellen Drummer, der ein super-vielseitiges Instrument braucht, was auch in der Lage ist, komplette Song-Performances abzuliefern, ist das VA 503/VAD506 perfekt. Gerade auch die kleinere Variante VAD503 ist, so finde ich, völlig ausreichend. Da das digitale Ride-Becken so schön „Crash-fähig“ ist, würde mir das zweite Crash hier nicht fehlen.

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Fazit

Roland bringt gleich drei Versionen der neuen VAD-Serie auf den Markt. Die Varianten 503 und 506 kommen mit dem brandneuen TD-27 Modul, das kleinere VAD306 ist mit dem bereits bekannten TD-17 Modul ausgestattet.

Alle drei Sets überzeugen qualitativ und klanglich. Einen deutlich höheren Spielkomfort erhält man bei den Modellen mit echten Holzkesseln. Hier ist tatsächlich kaum noch zu spüren, dass man an einem E-Drum-Set sitzt. Die Sounds werden immer besser und realistischer und der Preis rückt auf ein bezahlbares Niveau. Klar, ein so hochwertig produziertes Set kostet sein Geld, aber der Gegenwert ist enorm. Ein unglaublich realistisches Spielgefühl bekommt man bei kaum einem E-Drum-Set. Dies wird mit den VAD-Sets mit einer tollen Optik gepaart. Das sieht jetzt wirklich wie ein Schlagzeug aus, könnte man sagen.

Plus

  • beste Verarbeitung
  • sehr gute Bespielbarkeit
  • Feeling wie am Akustikset

Minus

  • HiHat-Controller sehr laut beim Step

Preis

  • VAD 306: 2.499,- Euro
  • VAD 503: 3.799,- Euro
  • VAD 506: 4.599,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    2Boxer

    Sorry aber wenn man seit langem Edrum enthusiast ist und immer noch Filz Beatern auf Meshfellen benutzt ist einfach peinlich…

    • Profilbild
      Oliver Schulte  RED

      Grundsätzlich benutze ich am liebsten Triggerball Beater auf Meshheads. Da der Test zeitlich äußerst knapp bemessen war und mir das Set nur für einige Stunden zur Verfügung stand, war nur ein Standard Beater verfügbar. Welche Beater verwendest Du?

  2. Profilbild
    DerSchlagzeuger  

    Hallo Oliver,

    ich erlaube mir einmal, den entscheidenden Satz gleich am Anfang dieses Berichtes zu zitieren und im Sinne der professionellen Drummer richtig stellend zu ergänzen:

    „Wir schreiben das Jahr 2020. Muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Als ich in den 1990ern in jungen Jahren über die Frankfurter Musikmesse schlenderte und die damaligen E-Drums staunend begutachtete….“ MEINE ERGÄNZUNG: und Heute feststellen muss, dass gerade auch die synthetische Klangerzeugung der Soundmodule auf den Stand der 90er Jahre stehengeblieben ist und mit professionellen Klangbibliotheken wie etwa von Toontrack nicht einmal im Ansatz mithalten kann, wird mir übel.

    Die wesentlichen Attribute für professionelle E-Drum Technologien wären folgende:

    Es muss eine neue Trigger-Technologie entwickelt werden ohne dabei Verzögerungen des Nutzsignals (Scantime) zu verursachen, damit man moderne VST-Technologien ansteuern kann.

    Diese neuartigen Trigger-Systeme sollte man modular und Hersteller übergreifend in jeden handelsüblichen A-Kesselsatz nach Wahl einsetzen können.

    Diese unsäglichen Gummi Cymbalpads sind durch stabile und gedämmte Metallbecken zu ersetzen.

    Die Klanggeneration ist in modernen VST-Computersystemen mit Touchscreen Funktionalitäten unterzubringen.

      • Profilbild
        DerSchlagzeuger  

        Leider reicht es für eine einigermaßen realistische Umsetzung nicht aus, einfach große Sample Libraries in ein Modul unterzubringen. Viel wichtiger dabei ist die intelligente Umsetzung der einzelnen Samples im Kontext mit der vielseitigen Schlagabfolge des jeweiligen Drummers.

        Hierzu bedarf es moderne und leistungsfähige Applikationen welche wesentlich mehr Rechenpower benötigen werden als diese 90er Jahre Module bekannter Bauweisen.

        Und wie schon erwähnt bedarf es hierzu moderne Trigger-Technologien abseits der gängigen Piezo Triggersysteme. Auch das träge und antike Midiprotokoll gilt es endlich zu überwinden.

        Darüber hinaus, hat auch der Marktführer Roland über 30 Jahre benötigt, um zu erkennen, dass gerade auch der professionelle Anwender durchaus einen Bedarf an echten Kesselsätzen und echten Becken in jeweiliger gedämpfter Bauart haben wird. Und Profis lassen sich im Allgemeinen ungern vorschreiben, welche Hersteller man für Kesselsätze und Hardware Komponenten bevorzugt nutzen möchte. Hierzu wäre ein flexibles und modulares Trigger-Einbausystem wesentlich geeigneter als diese eher fragwürdigen Komplettsets.

        Mit den besagten Herstellern von synthetischen E-Drums wird es auch weiterhin eine Illusion bleiben, dass akustische Drumset in einer geeigneten Art und Weise auf ein elektronisches System zu übertragen.

      • Profilbild
        DerSchlagzeuger  

        Richtig! Man stelle sich nur vor, den heranwachsenden Teenies von Heute das eigene Smartphone wegzunehmen. Wenn diese Jugendlichen die Möglichkeiten dazu hätten, würden die glatt ein „Killerkommando“ auf einen losschicken.

        Die technologische Welt verändert sich rasant. Wer in diesem Zusammenhang ein System am Markt anbieten möchte, welches möglichst authentisch und glaubhaft ein akustisches Schlagzeug simulieren kann, der wird um moderne und leistungsgerechte Technologien nicht herum kommen. Eine Touchscreen Funktion ist hierzu nur ein kleiner Bestandteil möglicher Leistungsattribute. In diesem speziellen Marktsegment werden aber leider seit vielen Jahren im weitesten Sinne Illusionen verkauft anstatt tatsächlich innovative und leistungsgerechte Produkte. Und das für bisweilen stattliche Preise.

        Auch ein Grund dafür, warum gerade auch die Profis weiterhin eher traditionelle akustische Drumsets nutzen werden. Denn in Angelegenheiten wie Equipment sollte sich der gestandene Profi am wenigsten von den Herstellern „illusionieren“ lassen.

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