Test: sE Electronics V7 BFG, V7 MC1, V7 X, dynamische Mikrofone

16. März 2018

Trio mit gutem Klang

Dynamische Mikrofone sE Electronics V7 BFG, V7 MC1 und V7 X im Vergleich

Zwischen den großen Anbietern und Herstellern von Mikrofonen kommt mir das Unternehmen sE Electronics wie das „kleine gallische Dorf“ aus den Asterix-Heften vor, die ich in jungen Jahren regelrecht „verschlungen“ habe. Doch Mikrofone der Marke sE Electronics gelten schon lange als Geheimtipp, wenn es um gute klangliche Eigenschaften, solide Bauweise oder eine besondere Optik geht. Besonders in jüngster Zeit macht sE Electronics durch spezielle Aktionen auf sich aufmerksam. Kein Geringerer als ZZ Top-Legende Billy F. Gibbons hält pünktlich zur Winter NAMM 2018 das V7 BFG, Billy F. Gibbons Signature Edition in die Kamera und ist noch immer auf ganzseitigen Anzeigen und in Videos zu sehen. Und beim Super Bowl 2018, dem spektakulärsten Medienereignis in den U.S.A., singt Justin Timberlake über eine Funkstrecke mit V7 MC1 Mikrofonkopf, wie Product-Manager Tom Stubics von sE Electronics berichtet – nicht schlecht, für ein „kleines, gallisches Dorf“.

Neben meinen persönlichen Erfahrungen in diesem Vergleich mit dem Trio aus V7 BFG (dynamisches Gesangsmikrofon Signature Edition), V7 MC1 (dynamischer Wechselkopf für Shure Funkstrecken) und V7 X (dynamisches Instrumentenmikrofon) hat mich natürlich auch die Marke sE Electronics interessiert, zu der es hier einige Basisinformationen gibt.

 

Produktionsstätte in Shanghai

Die Erfolgsgeschichte der Marke sE Electronics ist noch jung. Nachdem überall auf der Welt beim Jahrtausendwechsel, auch Millenniumwechsel genannt, die Sektkorken geknallt hatten, gründete ein gewisser Mr. Siwei Zou das Unternehmen sE Electronics. Als erfolgreicher Dirigent, Komponist und Fagottist wusste Siwei Zou schon immer, welchen enormen Einfluss besonders das Mikrofon auf die Klangformung hat und setzte sich mit einem kleinen, familiären Team für die Konstruktion und Entwicklung dieser Schallwandler ein.

Zunächst wurden die sE Mikrofone in den gleichen Produktionsstätten gefertigt, die auch andere Global Player beliefern. Doch Siwei hatte den Wunsch nach einem höheren Qualitätsstandard sowie künstlerischer Kontrolle über „seine“ Mikrofone. Im Jahr 2003 eröffnete das Unternehmen dann eine eigene Produktionsstätte in Shanghai. Im Unterschied zu den großen Produktionsstätten, wo die Marke sE Electronics letztendlich ihre Keimzelle hatte, wird nun ausschließlich für den eigenen Bedarf produziert. Darüber hinaus ist das sE der einzige Mikrofonhersteller der Welt, der mit Rupert Neve zusammenarbeitet – einem der bekanntesten Namen in der Geschichte der Tontechnik.

Mehr zu sE Electronics erfahrt ihr unter diesem Link (hier klicken), wo mein Kollege Felix Thoma auch ein Video zur Geschichte der jungen Marke integriert hat.

Unser geschätzter Autor Armin Bauer hat das sE Electronics V7 bei seiner Markteinführung ausgiebig getestet (den Testbericht findet ihr hier (klicken), weswegen ich mir an dieser Stelle Wiederholungen schenke. Neu im Portfolio von sE Electronics ist der Austauschkopf V7 MC1 für Shure Handsender (außer BLX- und GLX-D-Systeme).

Für Shure Funkstrecken gemacht

Wechselkopf für Shure Funkstrecken

 

Identische Leistungsdaten

Die Kapsel verfügt über die gleichen technischen Daten und klanglichen Eigenschaften wie das Handheld V7. Wir haben hier also eine dynamische Variante mit Aluminium-Tauchspule und Neodym-Magnet vor uns. Neodym beschert eine höhere Signalstärke und höhere Empfindlichkeit als vergleichbare Mikros mit Ferrit-Magneten. Als Richtcharakteristik bietet der Austauschkopf V7 MC1 eine Superniere mit einem Frequenzgang von 40 Hz bis 19 kHz.

Roter Schaumstoff.

Typisch für diese Serie von sE Electronics: roter Schaumstoff

 

Der Austauschkopf wird einfach auf den passenden Shure Handsender aufgeschraubt und passt perfekt. Vergoldete Kontakte sorgen für optimalen Kontakt.

 

Warum Austauschkopf?

Wozu also einen Austauschkopf von sE Electronics auf meinen Shure Handsender schrauben, wenn ich beispielsweise das SLX24/B58 Funksystem mit Beta 58A Mikrofon für einen UVP von rund 870,- Euro besitze? Schließlich ist die Beta 58A-Kapsel ebenfalls eine dynamische Superniere mit Neodym-Magnet. Die Kapsel im sE Austauschkopf bietet einen Frequenzgang von 40 Hz bis 19 kHz im Gegensatz zur Beta-Kapsel mit 50 Hz bis 16 kHz.

Zumindest seitens der Herstellerangaben geht dieser Punkt an sE Electronics. Es gibt aber noch einen weiteren Vorteil, den der Kopf V7 MC1 im Köcher hat. Durch die Abflachungen am Metallring des Korbes kann das Mikrofon auf glatten Untergründen nicht mehr wegrollen. Eine einfache, aber sehr effiziente Lösung. Und zu guter Letzt bietet der integrierte Schaumstoffeinsatz in leuchtendem Rot bei sE Electronics schlichtweg eine etwas andere Optik. Was den Sound der Kapsel und sonstige Eigenschaften betrifft, hier noch einmal der Verweis auf unseren Test des V7 Handheld (hier klicken).

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