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Test: SPL PQ, Mastering Equalizer


Klang, Optik, top!

Es ist doch immer wieder schön, wenn zwei diametrale Welten mit Anlauf aufeinander prallen und ihre beliebten Grabenkämpfe austragen. Ein seit nunmehr Dekaden geführter Krieg spielt sich zumeist in unseren geliebten Tonstudios ab, losgelöst von der Größe, dem Professionalitätslevel und der Ausstattung. Die Rede ist von intern gegen extern, Hardware gegen Software oder besser gesagt, Outgear gegen Plug-in. Es ist mühselig, die immer wieder bemühten Argumente wie Preis, Klang, Habitus und das „ohnehin völlig verdummte Ohr des Konsumenten“ ins Feld zu führen, was wir hiermit auch nicht machen werden. Allerdings würde ein aktueller Zwischenbericht in Sachen Spielstand das Einwechseln eines neuen Spielers auf Seiten der Outgear-Mannschaft vermelden, der durch massives Auftreten und einer sehr hohen Ablösesumme auf sich aufmerksam macht. Die Rede ist vom neuen Schlachtschiff des deutschen 19 Zoll Aushängeschildes SPL, die mit ihrem SPL PQ einen beachtenswerten Koloss auf das Spielfeld schicken. Ring frei für einen Entzerrer der ganz besonderen Art und Weise.

Konstruktion

Der SPL PQ schlägt als Mastering-Stereo-Equalizer in eine Kerbe, die heutzutage zumeist komplett digital innerhalb der DAW abgewickelt wird. Neben Kompressoren und Limitern finden sich auch alle Arten von EQs in der Signalkette, an deren Ende das finale Stereofile steht. Nur noch selten wird die Summe vor dem finalen Mix nochmals gewandelt und über entsprechendes Outgear geschickt und wenn ja, bleibt dies meist den wirtschaftlich besser gestellten Studios vorbehalten. Eine hochwertige Wandlung mit entsprechender Verwaltung setzt eine maximale Qualität im Signalfluss voraus, damit sich die Umleitung des Signals klanglich auch rechnet und nicht womöglich noch die Qualität des Endproduktes mindert. Um dies sicherzustellen, muss das verwendete Produkt schon einiges an Features besitzen, die die Plug-in Armada nicht bieten kann. Da sind wir aber mal gespannt, ob es sich lohnt, knapp fünfeinhalb Riesen für den Platzhirsch auf den Tisch zu legen.

In Sachen Abmessungen und Gewicht schlägt der SPL PQ in die gleiche Kerbe wie der unlängst veröffentlichte SPL Iron Kompressor. 4 HE und ein Gewicht von über 15 kg lassen das mühsam aus der Verpackung geschälte Produkt umgehend ins Rack wandern, auf dass es dort nie mehr weg bewegt wird. Die Verarbeitung ist wie immer im Hause SPL perfekt, die Ausführung massiv bis in die letzten Ecken. Erhältlich ist der Bolide in den Farben Schwarz und Rot.

SPL PQ Black

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    adzix

    Danke für den ausgiebigen Testbericht, aber könnte man den noch um ein paar Zeilen zu den Klangbeispielen erweitern? 04-Loop 1 PQ klingt in meinen Ohren absolut seltsam, als ob die linke und rechte Seite ein paar ms auseinanderliegen und die Mitte einfach weg ist.

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      Axel Ritt RED

      Hallo Adzix, so, das ist einer der Momente im Leben eines Autors, die man gerne vermeiden möchte, die aber auch leider manchmal passieren. Ich hatte heute morgen den gleichen klanglichen Effekt, habe schon vermutet was es sein könnte und daraufhin noch mal die Kabel durchgemessen, mit denen die Soundfiles erstellt wurde. Leider ist mir dabei aufgefallen, dass ein Kabel einen Phasendreher hat, daher kommt es u.a. zur Mittenauslöschung. Es tut mir sehr leid, dass dieser handwerkliche Fehler passiert ist, ich werde zukünftig die Files nach der Erstellung noch einmal besser überprüfen.

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    freile

    Was für ein geiler Kasten…. Ikommt zwar keinen Sound raus… Wie bei einem Musikinstrument… aber anscheinend macht es einen gewaltigen Unterschied zu den sogenannten Hobby Studios aus natürlich berichtige Umgang vorausgesetzt wer da sowas nicht für Behringer möglich um den Preis für Normalsterbliche bezahlbar zu machen was meinen die Profis und wie würde man ihn einsetzen in Verbindung mit einer DAW in Verbindung mit Qualitätsverlust oder vorher summieren oder schicke ich arrangiertes Musikstück von der daw.. durch dieses Gerät und nehme es noch mal auf in der daw..hmmm… und so weiter danke im voraus…

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    Franz Walsch AHU

    Was mich an SPL-Geräten immer wieder von neuem nervt, ist der Netzschalter auf der Rückseite! Es ist ja bekanntermaßen nicht gut alle Geräte via Steckerleiste zugleich einzuschalten zumal man nicht immer alle Geräte gleichzeitig nutzt. Der Tanz ums Rack oder Audiotisch führt immer zu einer Arbeitsunterbrechung. Ich habe jetzt alle Geräte am Furman mit zusätzlichen Schaltern für jedes Gerät, aber schön sieht das nicht aus.

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      Saftpackerl

      „Es ist ja bekanntermaßen nicht gut alle Geräte via Steckerleiste zugleich einzuschalten…“

      Is das so? Gibts da einen Beleg dafür?
      Ich bilde mir ein mal gelesen zu haben, dass das nicht schlimm ist.

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        Franz Walsch AHU

        Ganz allgemein sollte man/frau den Vollverstärker respektive Endstufe (auch Studiomonitore) als letztes Ein- und als erstes Ausschalten.
        Bei zu großer Netzlast kann der plötzlich auftretene »Peak« die Sicherung auslösen und ohne entsprechendes Gerät (Furman-Netzfilter) sogar Geräte beschädigen.
        Diesen Hinweis findet man häufig im Gerätehandbuch.
        Ferner kann ein Einscaltknacken die Lautsprecher beschädigen.
        Es gibt Geräte mit eingebauter »Anlaufverzögerung« um dieses Problem zu vermeiden.

      • Profilbild
        TobyB RED

        Hallo Saftpackerl,

        beim Einschalten großer Lasten, entstehen durch Induktion und Kapazitäten oder Ohmsche Verbraucher Spannungs oder Stromspitzen. Und Phasenverschiebungen. Was schlimmsten Falls zum einmaligen hellen Leuchten mit charakteristischem Stromgeruch führen kann ;-) Merke, Strom riecht doch.

        Generell ist ein Netz für eine Nennlast ausgelegt. Nun kann es sein, das der Anwender seine 230 V und 16 A ausreizt, weil er Brummkreise vermeiden will. Dann ist es günstiger alles nach und nach einzuschalten. Und generell unter der Maximallast des Netzes bleiben, Und das Einschaltknacken kann z.b. eine Membran soweit auslenken, dass der Lautsprecher hin ist.

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SPL PQ

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