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Test: Studiologic Acuna, USB/MIDI-Controller

4. September 2013

Exzellente Tastatur meets iPad

Die Master- und Controllerkeyboards der Firma Studiologic sind in Deutschlands Tonstudios weit verbreitet. Jetzt ist ein neues Produkt der Firma startbereit und dieses soll neben der guten Tastatur vor allem auch mit einer iPad-Verbindung punkten können. Wir hatten das Studiologic Acuna zum Test im Studio.

Studiologic Acuna 73

Studiologic Acuna 73

Tastatur & Verarbeitung

Das Studiologic Acuna gibt es derzeit in zwei Ausführungen. Wahlweise ist das Keyboard mit 73 oder 88 Tasten erhältlich. Die Tastatur wie auch die Funktionen sind bei beiden Modellen komplett gleich, so dass sich die folgenden Beschreibungen auf beide Modelle beziehen. Für den Test wurde uns ein 73er Modell zur Verfügung gestellt.

Wichtigstes Merkmal eines Master- und Controllerkeyboards ist natürlich die Tastatur. Das Acuna wurde vom Hersteller mit einer Fatar TP100 Tastatur ausgestattet, die neben einem sauberen Anschlag vor allem mit einem geringen Gewicht punkten kann. Die Tastatur lässt sich wunderbar spielen, kann auch kleinste Variationen im Anschlag gut umsetzen und sitzt sicher und fest im Gehäuses des Acuna. Dazu bietet sie Aftertouch. Die TP100 Tastatur kommt übrigens auch beim Numa Nano oder beim Nord Electro 4 HP zum Einsatz, dann natürlich mit den vollen 88 Tasten. Die Tastatur besteht voll und ganz aus Plastik und erfordert aufgrund der Gewichtsdifferenz zu komplett aus Holz gefertigten Klaviaturen natürlich weniger Kraftaufwand. Doch Fatar gehört nicht ohne Grund zu den größten Tastaturlieferanten weltweit und die Mechanik der TP100 ist in diesem Fall wirklich sehr gelungen. Für Pianisten ohnehin geeignet, kann man darauf aber auch ohne Probleme viele andere Sounds lebendig und ausdrucksstark spielen. Synthesizer-Soli oder Orgel-Riffs gestalten sich aufgrund des schwereren Anschlags etwas diffiziler, sind aber dennoch akzeptabel auf die Tasten zu bringen.

Neues Bild

Vier unterschiedliche Velocity-Kurven stehen beim Acuna zur Verfügung. Von komplett statisch und fix auf einen Wert eingestellt bis hin zu extrem anschlagsdynamisch kann sich jeder seine passende Kurve aussuchen. Richtig komfortabel wäre es gewesen, wenn man die Kurven dazu noch individuell hätte anpassen können.

Um die Tastatur herum hat Studiologic ein komplett aus Metall gefertigtes Gehäuse gebaut. Die Optik ist sehr schlicht, was vor allem durch die recht karge Bedienoberfläche hervorgerufen wird. Nur in der Mitte des Keyboards findet man ein kleines Display samt vier darunter liegenden Drehreglern. Ein fünfter Regler liegt rechts vom Display, dazu zwei kleine schwarze Tasten. Das Display ist für ein Produkt anno 2013 recht klein geraten. Darauf ablesen kann man genau zwei Zeilen mit maximal jeweils 16 Zeichen. Das haben wir bei anderen Keyboards zwar schon besser und vor allem größer gesehen, aber da die Bedienung des Acuna über ein iPad möglich sein soll, halte ich mich zunächst mit Kritik zurück. Darauf  komme ich später noch einmal zurück. Ansonsten passiert auf der Bedienoberfläche des Acuna nicht viel. Ganz links befinden sich ein Modulations- und Pitchbend-Rad und damit sind wir auch schon durch. Die zuletzt genannten Räder sind beim Acuna etwas schräg angebracht, so dass man sie als Spieler leichter erreichen kann als die oftmals ganz vertikal angebrachten Räder. Da hat jemand mitgedacht, sehr gut.

Forum
  1. Profilbild
    Schuli

    Huhu,

    lange habe ich auf diesen Test gewartet, schön dass er nun doch noch kommt. Allerdings bin ich etwas verwundert, wird doch zu Anfang gesagt, das Keyboard sei „jetzt“ startbereit. Mein Acuna 88 steht hier seit über 1 1/2 jahren neben mir und bei den Händlern ist es sogar seit 2011 gelistet ;D.

    Auch habe ich meinem Acuna noch nicht verraten, dass es keinen Strom aus dem USB benutzen darf, werd ich auch weiterhin nicht, denn bisher komme ich super ohne Stecker aus (Wobei ich dazu sagen muss, dass es am pc sicherlich etwas anderes ist, als am ipad, das ich auch nicht besitze, dort kann das wohl gar nicht funktionieren ohne stecker!).

    Ansonsten kann ich dem Test nur zustimmen, ich habe ein gutes Masterkeyboard gesucht, mich Focus auf super Bespielbarkeit und das Acuna kam mir im Laden so schön leichtgängig und angenehm bespielbar vor, dass ich es ohne jeglichen Testbericht vom Fleck weg gekauft habe. Mit der Programmierung habe ich mich bis heute nicht befasst, der Bericht animiert aber durchaus dazu. Danke dafür! ;)

    • Profilbild
      glaub kein wort

      Bedeutet es, das es Bus-Powered nur über USB mit Strom versorg wird??? Ohne Modifikation der Technik? Ich möchte unbedingt um das Netzteil herumkommen und ein I-Pad ist nicht vorgesehen.. Wie funktioniert es bei dir ?

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        Schuli

        Ich nehme das USB Kabel. Stecke es in den PC. Die andere Seite ins Keyboard. Dann spreche ich eine magische Formel und schalte das Keyboard ein. Dann läuft es plötzlich. Und schwebt. Okay das mit dem schweben war gelogen. Ne im Ernst, vom ersten Tag an USB powered genutzt und das funktioniert. Ich mache gerne ein Beweis Video :D.

        Liebe grüße
        schuli

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          Felix Thoma  RED

          Da muss ich Schuli tatsächlich Recht geben. Entgegen meiner damaligen Informationen und entgegen dem, was im Handbuch steht, kann man das Acuna tatsächlich über den USB-Port mit Strom versorgen. Hab es auch grade ausprobiert.

  2. Profilbild
    Peter L.

    Hallo, in dem Fall muss ich doch mal eigenen „Senf“ dazugeben: Dass das 73er Acuna jetzt „am Start“ ist, war schon richtig, da es ja viel später auf den Markt kam als die 88er Version.
    Ich habe mir das auch gleich nach Erscheinen gekauft und wundere mich etwas darüber, dass die unglaublich laute Tastatur nicht erwähnt wurde.
    Ich dachte erst, dass das wohl ein Produktfehler sei, aber man kann in diversen Foren lesen, dass das wohl anderen auch so geht.
    Ich empfinde das Keyboard auch irgendwie schwerer als das Numa „Nano“, obwohl ja bei beiden die gleiche TP100 verbaut wird – ist für mich irgendwie rätselhaft – ich denke, das 73er Modell sollte doch deutlich leichter sein (liegt aber wohl am Gehäuse).
    Aber auf der Suche nach leichten Keyboards mit Hammermechanik und kompakten Abmessungen wird man einfach nicht fündig – es sei denn, man hat das Kleingeld für ein 73er Nord…

  3. Profilbild
    Soundreverend  

    Bezüglich der Lautstärke der Tastatur war ich auch erst abgeschreckt, als ich das Teil im Musikladen ausprobiert habe.

    Interessanterweise ist die Tastatur des Acuna, dass nun bei mir zuhause steht überhaupt nicht laut.

    Das kann wohl mehrere Gründe haben, vielleicht die Akustik in dem relativ grossen Raum, oder das Ausstellungsstück ist arg „ausgenudelt“, keine Ahnung, bin aber sehr froh weil sich die Hammermechanik richtig gut anfühlt und man glaubt gar nicht wie anders nun ein Klaviersound klingt, der über eine solche Tastatur (im Vergleich zu meinem MKB-300) gespielt wird.

    Ich bin super zufrieden! Allerdings bin ich kein klassischer Klavier Spieler.

    Hoffe das hilft bei eurer Kaufentscheidung! Ich habe lange gesucht, gibt in der Größe und dem Preissegment leider so gut wie nix anderes. Eigentlich gar nichts…

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