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Test: Use Audio Plugiator, VA-Synthesizer

23. April 2008

Creamware Synths - Die Wiedergeburt?

2008 scheint zum Jahr der weißen kleinen Desktop Synthesizer zu werden, denn nach dem Waldorf Blofeld und dem Virus TI Snow stellt der neue aber nicht gänzlich unbekannte Hersteller Use Audio den Use Audio Plugiator vor.

Hinter dem Use Audio Plugiator steht Frank Hund, ein ehemaliger Geschäftsführer und Inhaber der Creamware. Während Sonic Core weiterhin die ASB Boxen und die PlugIns für die Scope Plattform herstellt und vertreibt, wird die gleiche Technologie von Use Audio für andere Produkte verwendet. Neben dem Plugiator gibt es die Synthesizer auch für die CME Keyboards als AddOn Platine. Es wird sich zeigen, ob diese AddOn Platinen auch für die ESI und Terratec (neuerdings Terrasoniq) Keyboards kompatibel sind.

Wer die Amazona.de Testberichte aufmerksam verfolgt, wird bereits über die Sonic Core / Creamware ASB Soundboxen und die gleichnamigen PlugIns für die Scope Plattform gestolpert sein. In unserem Archiv finden Sie alle detaillierten Testberichte, die zu Recht sehr positiv ausgefallen sind. Ohne schlechtes Gewissen kann ich auch heute im Jahre 2008 behaupten, dass der Minimax für meine Begriffe die beste Emulation des Minimoog darstellt und auch der Prodyssey, die B4000 und der Pro12 allesamt mit besonders durchsetzungsfähigem, lebendigem und erstklassigem Klang aufwarten können, bei dem sich so manches native PlugIn noch eine dicke Scheibe abschneiden kann.

Use Audio Plugiator

Der Name ist Programm, wenn man eine Drittverwertung einer Emulation eines Gerätes aus den 70er Jahren im Hinterkopf behält. Der Plugiator ist etwa 32 cm breit, 20 cm tief, 8 cm hoch und in einem hellen lichtgrau lackierten Metallgehäuse untergebracht. Das Design trifft den Zeitgeist, einzig die blauen LEDs wirken optisch schon etwas abgedroschen. Zudem sind diese viel zu hell und haben bei der Draufsicht eine zu hohe Blendwirkung. Da die dreistellige Siebensegmentanzeige in augenfreundlichem Gelb ausgeführt ist, hätte man sich besser auch zugunsten gelber LEDs entscheiden sollen. Die Drehregler des Use Audio Plugiator sind allesamt als Inkrementalgeber ausgeführt, die drei linken haben eine zusätzliche Push-Funktion. Sie liegen gut in der Hand und die Knopfform ist bereits von den ersten Creamware Geräten bekannt. Leider wackeln sie mir etwas zu viel, aber bei einem Preis von 400 Euro für das Gerät muss man damit wohl leben können. Die zehn Tasten haben einen deutlichen Druckpunkt samt etwas zu lautem Klickgeräusch, fühlen sicher aber robust an.

Klangbeispiele
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    AMAZONA Archiv

    Auf den ersten Blick finde ich das Gerät interessant. Gegen wackelnde Regler reagiere ich zunehmend allergisch. Und wieder mal China. Abgesehen von der Politik, warum müssen wegen ein paar Euros mehr Gewinn die Regler wackeln? Der Blofeld zeigt doch, das ein Gerät "Made in Germany" nicht viel kostet, die Regler sitzen wie eine 1.

    Ein Wort zur Freischaltung von nachzukaufenden Plugins hätte ich gerne gehört. Ich hoffe mal, das irgendwelche Dongle, C/R oder sonstige Freischaltungsprozeduren nicht auch noch bei Hardware Einzug erhalten. MfG Robert

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      t.walter  AHU

      Hallo Robert, die Prozedur zur Freischaltung erfolgt mit einer Seriennummer, also C/R. UseAudio wird die Homepage bald anpassen. Bis dahin kann man über den Support gehen.

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        AMAZONA Archiv

        Hi t.walter,

        danke für die Beantwortung. Freischaltung von C/R mag ich eigentlich bei Hardware nicht. Der Grund, Hardware zu kaufen, ist unter anderem die Unabhängigkeit vom Hersteller.

        Somit wäre ich abhängig von einer Chinesischen Firma, z.B. bei Rechnerwechsel oder wenn es sonst mal neu aufgespielt werden muß, sowie beim Wiederverkauf. Wenn "Use Audio" so lange besteht wie Creamware…Nee, für mich ist das nichts. Trotzdem danke nochmal für den Test.

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          AMAZONA Archiv

          Welches HW Gerät ist unabhängig vom Hersteller?
          Die Plugins kann man auch offline aufspielen. Da die Seriennummer ohenhin geräteabhängig ist, erübrigen sich die meisten sonstigen Überlegunen ;)
          Ich bezweifle auch, daß je mehr Plugins angeboten werden als auf dem Gehäuse stehen…
          Also entweder das zweite Bundle Plugins als Teil des Geräts ansehen. kaufen und aufspielen oder bleiben lassen…
          …man kann ja eh immer nur einen Sound spielen, also was solls…

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          t.walter  AHU

          Aber eine solche "Grundangst" muss man doch heute bei allen Geräten und bei jeder Software haben. Aus welchem Land auch immer.

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            AMAZONA Archiv

            sicherlich ist man im Falle einer Reklamation/Reparatur oder neuem OS ggf. vom Hersteller abhängig. Das meine ich aber nicht damit.

            Ich denke es besteht schon ein Unterscheid, ob ich mit einer Workstation auf der Bühne stehe oder mit Plugins. Auch ext. Effektgeräte ließen mich praktisch noch nicht im Stich, Plugins dagegen schon. (Wo ist der verfluchte Dongle, oder wo baue ich auf der Bühne eine Onlineverbindung auf, um C/R neu aufzuspielen?) Also bitte, da sehe ich schon Unterschiede. Aber was soll's, die Entscheidung soll jeder selbst treffen. Gruss, Robert

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              AMAZONA Archiv

              Diese Plugins haben wenig mit VSTi's gemein. Minimax, B4000, Lightwave, Vocodizer, Pro12 und Prodyssey sind auch alles andere als neu… und die wenigen bugs und Schwächen bekannt ;)
              Entweder man nimmt das Ding so wie es ist oder nicht. Wozu also ständige Updates? Oder lackiert da etwa jemand seinen Minimoog auch alle 6 Wochen neu? ;)

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                AMAZONA Archiv

                Lieber Plugiator,

                Es geht nicht darum, auf der Bühne sein Auto umzulackieren ;) oder Software upzudaten. Es geht einfach um das Thema Sicherheit.

                Aufgrund eigener Erfahrungen ist es schon schlimm genug, wenn ein Keyboard hängenbleibt, das müßte dann zu Not aus- Und wieder eingeschaltet werden. Jeder zusätzliche Aufwand wäre ein Albtraum. Man könnte sich auch 2 Plugiatoren zulegen. Der Hersteller hätte bestimmt nichts dagegen. Ich sage ja nicht, dass der Plugiator anfällig ist, kann ich ja nicht beurteilen, aber jeder, der auf der Bühne sein Programm abliefert weiss, was es bedeutet, wenn auch das Puplikum nervös wird.

                Gruss, Robert

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                  AMAZONA Archiv

                  Was ich meine ist einfach, daß der plugiator immer noch sicherer ist als ein Berg VSTi's auf dem Notebook…
                  Im Übrigen schaltet man auch eine Workstation nicht mehr mal eben so aus und wieder ein, wenn Samples geladen werden müssen… das kann nämlich dann sehr lange dauern…
                  Jordan Rudess hat deswegen z.B. eine USV…
                  Und damit kein Mißverständnis aufkommt, ich kann mir auch was schöneres als den Plugiator vorstellen… ;)

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    Ich finde den Test hier recht gelungen.
    Ich habe selbst seit einigen Tagen einen Plugiator, mit zwiespältigen Gefühlen wie ich sagen muß, und ich weiß noch nicht ob ich dabei bleiben werde. Als live tauglich würde ich das Gerät nicht wirklich bezeichnen… nur weil es 10 Preset Tasten hat. Wer allerdings ein üppig mit Controllern ausgestattetes Masterkeyboard besitzt, kann alle Parameter fernsteuern, zumindet dann, wenn auch PAT (polyphoner Aftertouch)gesendet werden kann. Der "Bedienkomfort" am Gerät selsbt entspricht höchstens Matrix 1000 Niveau, also durchaus "vintage"… ;)

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    AMAZONA Archiv

    …Auch wurden einige bereits früher bemängelte Creamware Eigenheiten beibehalten, z.B. läßt sich das Delay nach wie vor nicht mit der midi clock synchronisieren. In dieser Preisregion einzig ist der Vocodizer, mangels mic gain Regler und Level LED ist aber der Wechsel auf ein anderes Mikrofon gerade live ein Albtraum… pegeln läßt sich nur noch im preset… Zumindest Split und Dual innerhalb eines Synth-Modells wären angesichts der doch schon ordentichen Polyphonie – im Vergelich zu den emulierten Originalen – auch etwas zeitgemäßer…
    Auf den ersten Blick ist der Plugiator interessant, auf den zwiten Blick wohl weniger attraktiv. Eigentlich bleibt nur, daß das Ding unverschämt gut klingt…

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    Meine Güte – ich muss schon sagen, das entbehrt nicht einer gewissen Chuzpe: Wenn man dieses Produkt bespricht, sollte man sich dessen Historie klarmachen.
    Das alles zeigt mir zweierlei:
    1. Wie revolutionär meine jetzt fast 10(!) Jahre alte Pulsar- Karte damals wirklich war, denn die kennt viele der "Plugiator" Plugins auch schon/noch. Und 2. was für ein Jammer es ist, wie diese Ur-Plattform in den letzten Jahren lediglich verwurstet, aber nicht weiterentwickelt wurde. Nicht "Plagiat" – "Aufguß" sollte man das nennen…
    Meine Pulsar habe ich vor ein paar Wochen in Rente geschickt – eigentlich nur, weil mein neuer Rechner kein PCI hat. Sie wird wohl den Rekord halten als das Stück PC-Hardware, dass ich mit Abstand am längsten genutzt habe. OK – zuletzt war´s eher Sentimentalität… ;-)

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      t.walter  AHU

      Absolut! Die Scope-Plattform ist genial und Sonic Core arbeitet fleißig an der neuen X-Cite Version. Die ASB-Boxen und auch der Plugiator sind irgendwo damit Verwandt und Ableger.

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    Vielleicht war der Scope Ansatz ja wirklich revolutionär… und ist es auch heute noch ;)

    Fraglos ist, daß etwas, das gut klingt, kaum veraltet. Das würde man von einer Stradivari ja auch nicht wagen zu behaupten und manche zahlen heute Millionen für so ein Ding mit "4 voices". ohne USB und Midi… ;)

    Schade, daß man nur wegen der PC Integration manches geliebte Teil nicht mehr weiter verwenden kann – selbst wenn es noch tadellos funktioniert…

    …vielleicht ist da ein Aufguß, Plagiat oder einfach eine neue altmodische HW Kiste immer noch eine Überlegung wert.

    Frage mich ohnehin, warum immer versucht wird alles mit einem PC zu machen… wozu eigentlich? ;) Klar, der PC hat auch viele Vorteile, nur ist vieles so kurzlebig geworden, daß es sich für einen Entusiatien kaum noch lohnt.

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    Hallo Robert,
    ich teile Deine Meinung da absolut.
    Der Wegfall des Dongles war für mich mit ausschlaggebend beim Kauf von Logic Studio. Aus demselben Grund setzte ich beispielsweise keine Produkte von NI / Arturia ein, obwohl sie mich teilweise durchaus reizen würden / das gleiche gilt für einige weitere Plug-Ins.
    Geht eine Firma Insolvent / bzw. Pflegt das Produkt nicht mehr kann ich unter Umständen die Software von heute auf morgen nicht mehr einsetzten und darauf stehe ich nicht gerade.
    Auch bei einem Rechnerwechsel / neu Aufsetzten des Rechners ist es mehr als lästig…

    Gruß

    Philipp

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      genau dieses Dongle-Gehabe hat mich dazu geführt wieder Hardware einzusetzen.
      Alleine U-he´s Zebra, nebst den Logic-internen habe ich noch drauf.
      Leider gibt es noch erstklassige Dynamic-PlugIns, die ich gerne hätte, jedoch
      ist da wieder nen iLok dafür nötig.

      Das Ärgste finde ich mittlerweile, daß viele Software-Hersteller ihre Demo-Versionen
      auch nur noch vom iLok/Syncrosoft abhängig machen.

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        Synchrosoft ist vom System her schon toll, da hat man am wenigsten Komplikationen. Dass es allerdings keine Versicherung bei Verlust oder Defekt des Dongles gibt ist schlichtweg ein Unding!

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          AMAZONA Archiv

          Unfug! Ich hatte mal einen defekten Dongle, habe das Steinberg gemeldet und eingesendet.Zwei Tage später hatte ich einen neuen Dongle im Kasten. Da jeder Dongle mit seinen Lizenzen bei Synchrosoft oder Steinberg registriert ist, habe ich problemlos neue Aktivierungscodes bekommen. Viel schneller, als die Reparatur meines Keyboards einmal dauerte. Auf der Bühne ist jeder Defekt großer Mist. Als ich von Live-Musik gelebt habe, hatte ich ALLES doppelt dabei bzw. mit etwas klanglicher Einbuße ersetzbar. Ein Totalausfall durfte einfach nicht passieren.

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            AMAZONA Archiv

            …und was ist, wenn es Steinberg oder Synrosoft mal nicht mehr geben sollte?…
            …dagegen ist es wahrscheinlich ein Kinderspiel Ersatzteile für einen vintage Synth zu bekommen… ;)

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              AMAZONA Archiv

              Hört denn dieser Äpfel-mit-Birnen-Vergleich nie auf? Ich liiiiebe diese alten Hardwarekisten, aber
              Software hat mir nun mal mein Traumstudio finanzierbar gemacht (für ´nen Familienvater gibt es da auch eine Platzproblem, für den Bühnenmann ein Rückenproblem!). Und nebenbei: Der Gebrauchtmarkt für alte Software-Lizenzen ist vielleicht größer als für Spezial-Ersatzteile für Vintage-Synths.

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                AMAZONA Archiv

                Ich sehe da keinen Streit, jede "Synthi-Spezies" kämpft halt mit eigenen Problemchen… ;)
                Was Platzbedarf und Gewicht angeht stimme ich Dir völlig zu, ich bin da auch sehr kritisch.
                Analoge HW Synthesizer . und dazu rechne ich den Plugiator nicht – sind wirklich teuere Spezialgeräte. Als Basisausrüstung werden vermutlich die meisten etwas anderes bevorzugen, oder?

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    AMAZONA Archiv

    Ich lese ja schon zig Jahre Tests über Musikinstrumente und weiß, dass man bei den fast immer positiv ausfallenden Benotungen auch zwischen den Zeilen lesen muss, um die wirkliche Meinung des Autors zu erahnen.
    Dass bei diesem Test das Gerät nur ein "gut" mit Einschränkungen herauskommt, was bei Amazona ja schon ziemlich weit unten ist(gibt eigentlich eine noch schlechtere Benotung?), versteh ich aber nicht wirklich. Und das bei folgenden Aussagen:"Ich glaube über den Klang muss ich nicht allzu viel sagen, der ist erstklassig." und "Ein Highlight ist `.. der Editor." Okay etwas "wackelige" Potis und ein "Rauscheingang" (wer benutzt den eigentlich wirklich?) Aber bei dem supergünstigen Preis hätte dieses super gut klingende Teil doch eine bessere Benotung verdient,finde ich!? Oder gelingt es mir diesmal nicht, die (vielleicht?) zwischen den Zeilen
    versteckten Negativbotschaften richtig zu deuten?

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      AMAZONA Archiv

      Versteckte Negativbotschaft? ;)

      Nun, das Konzept ist wirklich nicht sehr zeitgemäß, oder? Man bekommt einen 10-12 stimmigen Synth oder eine Orgel (bei der mir persönlich gute overdrive und amp modells fehlen).

      Ich schreibe bewußt ODER, denn der plugiator ist nicht multitimbral. Auch wenn er tatsächlich gut klingt – ich finde das auch – ist das trotzdem eine ziemliche Einschränkung, gerade live und dafür soll das Teil ja besonders geeignet sein…

      Mehr als ein Gerät zu verwenden wäre die technische Lösung – aber bis zu welcher Anzahl das dann noch als preiswert anzusehen ist?? …von der Vorstellung als solcher und dem nötigen Mixer ganz zu schweigen ;)

      Auch sonst bekommt man hardwaremäßig nur das allernötigste…

      Im Vergelich zu einem echten Mini ist er dann – von den fehlenden Knöpfen mal abgesehen – aber doch wieder ein Schnäppchen…

      …die individuelle Sichtweise ist beim Plugiator also besonders ausschlaggebend.

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        AMAZONA Archiv

        >>>der plugiator ist nicht multitimbral. … das [ist] eine ziemliche Einschränkung, gerade live[,] und dafür soll das Teil ja besonders geeignet sein…<<<
        Ich glaube eben nicht, dass der Plugiator ein Gerät für den multitimbralen Tanzmucker oder den Top-40-Musiker ist (da tun`s auch gesampelte Originale), ich denke, die angepeilte Zielgruppe arbeitet live(!)nicht multitimbral! Da sind schon die direkten Eingreifmöglichkeiten via Regler wichtiger. Und live – seien wir da mal ehrlich – wird meist doch nur am Filter, an der Resonance, Attack und Release und den Effekten geschraubt, da die anderen Parameter doch schnell Unvorhergesehenes hervorufen. Und wenn dem so ist, reichen die Plugiatiorregler live (!) voll aus …*

        *ich würde allerdings bei der Orgel alle 8 Regler mit den Zugriegelparametern belegt sehen. Dass zwei Regler für die Effekteebene wegfallen, find ich sch…

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          AMAZONA Archiv

          Zum Thema multitimbral verweise ich auf meinem Kommentar an "Dreitagebart" weiter unten.

          Gesampelte Synth Sound finde ich persönlich furchtbar, zumindest wenn der Sampler keine ausgewachsene Synth Engine mit drin hat wie z.B. der EMUlator, leider derzeit nur als PC Version aktuell… davon abgesehen ist es pure Speicherverschwendung Synth sounds zu samplen, mit allen Folgen, einschließlich potentiell langer Ladezeiten.

          Ich bleibe dabei, Dual und Split dürfte es auch beim Plugiator schon sein, mehr wäre schön, dürfte aber angesichts des Konzepts schwer umsetzbar sein.

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      t.walter  AHU

      Du brauchst noch nicht mal zwischen den Zeilen zu lesen. Die Kritik ist im Klartext runtergeschrieben. Die Zusammenfassung findest Du übrigens unter dem Fazit bei "MINUS" ;-) UseAudio hat aber schon Besserung angekündigt, womit "kein Mac Support" wegfällt und auch einen kleinen Cubase Editor gibt es bereits als Beta.

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        AMAZONA Archiv

        >>>MINUS
        1.- USB nur für Editor (MIDI zum spielen nötig)
        2.- kein VST-PlugIn Editor
        3.- stark rauschender Mikrofoneingang
        4.- Editor nur für PC<<<

        zu 1. da kenn ich aber andere hochgelobte Keyboards mit dem gleichen Handicap aus einer ganz anderen Preisklasse: z.B. mein Clavia Modular II

        zu 2. das Hardwareteil kostet schlappe 400 Euro! Nicht das 5fache wie z.B. der Virus.

        zu 3. ja! (siehe 2.!)

        zu 4. gut so! ; )

        Fazit: würde der Plugiator 1000 Euro und mehr kosten, wären die Minuspunkte als Abzug an der Gesamtnote berechtigt, aber m.E. nicht bei 400 Euro und den 39 Euro für zusätzliche geile Plugins!

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    Also über einige Statements muß ich doch den Kopf schütteln. Warum muß das Ding für Live-Auftritte denn multitimbral sein? Auf der Bühne braucht man einzelne GUTE und DURCHSETZUNGSFÄHIGE Sounds. Und warum wird hier ständig am Outfit gemeckert, wenn der Sound doch offenbar sehr gut ist?. Ich finde, der Sound sollte bei so einem Gerät immer noch das Wichtigste sein.

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      Das Umschalten von Sounds via PC auf dem gleichen Midi-Kanal ist oft Problembeladen, z.B. bricht die Release Phase i.d.R. immer ab oder es gibt Störgeräusche…

      Hat man dagegen ein multitimbrales Modul, klappen sogar fliegende Wechsel, einfach nur den MidiKanal wechseln…

      Roland macht daraus jetzt im neuen G6-8 ein großes Gedöns, technisch ging das schon immer…

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      Ob einzelne Sounds ausreichen hängt stark von der Besetzung und auch der Verwendung eines Synths ab.

      Es soll sogar Bands aus mehreren Keybaordern geben oder Leute die ganz allein spielen…

      Auch jemand der elektronische Percussion haben will , wird von einem einzelnen Sound "begeistert" sein… bei einem Synth ist da Multitimbralität meistens die einfachste Lösung (Drummaps gibts nicht überall) – so vorhanden.

      Mit live meine ich persönlich alles, was direkt auf einem Synth gespielt wird – also evtl. auch Midi Traks – ohne es vorher im Multitrak Verfahren auf Audio aufgenommen zu haben, also nicht zwangsläufig nur Bühne.

      Es gibt schon gute Gründe für die Argumentationen… nur sind diese wahrscheinlich nicht für jeden relevant. ;)

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        Für mich ist Multitimbralität auf der Bühne wirklich nicht relevant (für die meisten anderen Keyboarder wohl auch nicht), aber Du hast Recht, es hängt schon von der Besetzung und von der Musikrichtung ab.

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          Ich repsektiere Deine Meinung natürlich völlig. Möglicherweise hast Du auch statistisch recht. Nur ist es mir lieber, wenn ich klar erkennen kann, ob es sich um eine sehr persönliche Meinung oder ein eher generelles Statement handelt.
          Mir passiert es auch öfter, daß ich da mißverstanden werde, obwohl ich versuche das möglichst klar zu "labeln"
          Technische Eigenschaften sehe ich auch zunächst wertfrei und die verändern sich ja auch nicht mit dem Preis des Geräts sondern höchstens die persönliche Akzeptanz.
          Ach ja, und ab und zu mal in der Diskussion schelmisch mit dem Auge zwinkern solte natürlich auch nicht vergessen werden ;)

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    Noch eine eher allgemeine Info:
    Der Plugiator scheint via Midi Anschluß allergisch auf Sysex Daten zu reagieren, die von anderen Geräten, also nicht für ihn bestimmt sind…

    Ich stehe in recht regem Austausch mit UseAudio und habe dort schon etliche bugs bzw. Unzulänglichkeiten gemeldet, aber bei dem Thema sysex wurden die Jungs wirklich unruhig…

    Positiv ist nach meiner bisherigen Erfahrung der UseAudio support, nett und auch recht flott… (wenn auch english)

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    kann die kritiken auch nicht ganz verstehen. Der Plugiator schlägt in Sachen Soundqualität locker jeden Virus Synth, gerade wenn man bei diesem mal die Effekte ausswitcht.

    Die meisten Virusklänge kann ich locker mit nem VSTi nachbasteln, die Sounds des Plugiator sind dagegen FAT.

    Zudem kann das Teil verschiedene Synths emulieren.
    Welcher andere Synth kann mal kurz ausgetauscht werden.

    Und ist ausserdem noch billiger als die meisten hardware Geräte.

    Was will man mehr?

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      Über Geschmack läßt sich beim Sound einfach nicht streiten.

      Sicher hast Du Plugiator, Virus Ti und VSTi's live nebeneinander verglichen…

      VSTi's lasse ich hier nicht gelten, die machen ohne HW wie PC /Laptop + Audio IF die auch Geld kosten keinen einzigen Pieps.

      Was ich mir beim Plugiator wünsche? Daß z.B. die richtige Patch Nummer angezeigt wird, wenn ich einen Soundwechsel via Midi vornehme oder daß er nicht total spinnt, wenn mal fremde Sysex Daten vorbeikommen… ist das angesichts des ach so niedrigen Preises auch schon zu viel verlangt?…

      Bei ähnlichem Preis bieten z.B. der alte Micro Q und der neue Blofeld mehr "Komfort".

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    Der Plugiater scheint ja auf den ersten Blick ein zeitgemäßer Nachfolger des Creamware NOAH zu sein. Als Besitzer eines solchen habe ich kurz überlegt, ob der Plugiater als ein schlanker und unkomplizierter Ersatz infrage käme (weniger Platzbedarf, aktueller Herstellersupport, etc.). Ich habe mir das Teil dann mal in echt angeschaut und war dann doch etwas ernüchtert. Klar, die Sounds klingen gut (so wie man es erwartet), das Handling ist allerdings nicht so überzeugend. Die gerasterten Potis sind in erster Linie Data-Entry-Regler und lassen kein wirkliches Analog-Feeling beim Schrauben aufkommen. Dies liegt neben der Rasterung auch an dem Ansprechverhalten – man benötigt mehrere Umdrehungen, um den vollen Wertebereich zu durchfahren. Im Vergleich zum NOAH fehlt dann noch die hochwertige Effektsektion, der Stepsequencer, die volle Editierbarkeit am Gerät, die Audio-Integration über ASIO und die Digitalschnittstellen.

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      Hallo und danke für den Kommentar.
      Ich glaube im Vergleich zur Leistung des Noah – was hat der eigentlich mal gekostet? – ist der Plugiator gar nicht wirklich preiswert…
      Beim Noah konnte man doch 4 Synth-Plugins gleichzeitig _spielen_, oder? Das entspricht dann schon mal 4 Plugiator-Boxen, ohne den noch fehlenden Rest…

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    Der Plugiator ist schon ok und brauch auch nicht multitimbral zu sein. Was ich blöd finde ist z.B.
    dass ich einen Wechsel des Plug-ins und des Programs wie üblich nicht über Bank Select plus Program Change Befehl
    auslösen kann, sondern nur mittels zwei Prog. Changes. Mein Hardware Midisequenzer kann keine zwei Prog. Changes senden, sondern nur Bank und Prog. Also muß ich mir das immer aufschreiben und dann manuell die Spunds wechseln.

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      Hallo Dieter,
      scheinbar hast Du ja wie ich so einen Plugiator… Deiner scheint aber anders zu funktionieren als meiner… ;)
      Es ist nämlich bez. der Midi Program Changes (PC) noch schlimmer, nach dem ersten PC für den plugin wechsel muß man erst noch irgend eine Note senden, danach erst den zweiten PC.
      Guck mal in's Handbuch…
      …und wenn Du gerade Midi PC's testest, sag mir bitte auch gleich, ob das Display an deinem Plugiator danach sofort die richtige Nummer anzeigt…
      =(8

  13. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Hallo Dieter,
    nur so 'ne Idee zu Deinem Problem… Wenn das Umschalten des Plugins bei Dir klappt, kannst Du anstelle der Sound PC Nummer versuchen die pAT / CC Daten zu senden, die auch der Plugiator Manager sendet – kann man ja vielleicht in deinem Sequenzer vom Manager her aufnehmen… Ist zwar ein wilder Datenhaufen, hat aber den Vorteil, daß Du nicht davon abhängig bist, was im Plugiator für Sounds in der jeweiligen Bank gespeichert sind…

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    AMAZONA Archiv

    Danke für die zwei Antworten.
    Aber ich frage mich wirklich, warum Use Audio das nicht macht wie jeder andere Hersteller: Bank 1 oder 2 oder 3,,,, (= Plugin Minimax, B4000, Lightwave,…) und Prog. Change 0-99 oder 1-100 für das Programm.
    Naja vielleicht ändern die das noch in der Firmware.

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      AMAZONA Archiv

      tja, warum nur, warum? ;)

      Keine Ahnung, ich habe aber auch festgestellt daß da jeder Hersteller einfach macht was er will… =(8

      Ich mußte mal ein M-Audio Board zurückgeben, weil das LSB, MSB, PC gesendet hat, das Soundmodul aber MSB, LSB, PC wollte… Clou dabei, M-Audio kannte den Fehler, aber PC Anwender stört's wohl nicht, die können's in der Software ja umkonfigurieren… tsss…

      Plugiator Firmware / OS update?… das ist eh bitter nötig…

      …ach übrigens, funktioniert bei Dir die Patchnummernanzeige eigentlich direkt auf den Programm Change oder hab ich da was an meiner Brille? ;)

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    AMAZONA Archiv

    Habe ich verpaßt, wie aus der Amazona Note GUT ein SEHR GUT wurde? Wie kommt denn das??
    Mir persönlich ringen einige Dinge nicht mal ein Befriedigend ab… ok der Sound ist gut, aber reicht das allein schon aus?

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      AMAZONA Archiv

      >>>ok der Sound ist gut, aber reicht das allein schon aus?<<<

      für`n Maler nicht, für`n Musiker schon : ))

      oder war´s umgekehrt?

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      AMAZONA Archiv

      Drei Sterne ist Note 2, zwei Sterne ist Note 3, ein Stern ist Note 4.

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        Tyrell  RED 3

        Die AMAZONA Icons haben folgende Bedeutung:

        3 STERNE – Absolute Kaufempfehlung und Platzhirsch am Markt.

        2 STERNE – SEHR GUT, aber vergleichbarer Wettbewerb.

        1 STERNE – Gutes Produkt, aber es gibt auch bessere!

        PFEIL ANGEWINKELT NACH UNTEN –
        AMAZONA würde eher abraten, aber vielleicht findet sich der ein oder andere der das ein oder andere Feature doch noch schätzt.

        PFEIL SENKRECHT NACH UNTEN – Finger weg. Auf gar keinen Fall kaufen!!

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      t.walter  AHU

      Hallo Plugiator, da Du ja die Kommentare mittlerweile dominierst wäre es mal schick, nicht mehr anonym zu posten ;-) Da nun Mac Support und auch ein kleiner Cubase Editor (als beta) Verfügbar sind, ist die Schwelle von "Gut mit Einschränkungen" zu "Sehr Gut" überschritten worden, wenn man den günstigen Preis mit einbezieht. Leider haben wir keinen zwischenwert. Du kannst das in der Kommentarhistorie nachverfolgen.

  16. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Es wäre wirklich schön, wenn es ein Vst und ein AU Plugin geben würde, damit mann den Plugiator via USB (wie den TI Polar) in seinen Host Sequenzer einbinden kann.

  17. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Nachtrag:
    Ich habe meinen Plugiator nach zähem inneren ringen jetzt zurückgegeben. Es stecken mir derzeit einfach noch zu viele Ungereimtheiten in dem ansonsten interessanten Gerät. Ich warte mal eine Weile ab und sehe mir später nochmal an wie sich das entwickelt hat…

  18. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Tja, ich nutze den Plugiator momentan auch nur sehr wenig. Insbesondere die \"blöde\" Plugin und Programmumschaltung mit zwei Prog Changes und die fehlende VST / AU Plugin Einbindung stören mich doch sehr.\r\n

  19. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Hab seit knapp 2 Wochen den Pluggy, voll aufgerüstet. Ich möchte das Gerät nicht mehr missen. Im Gegenteil – man sollte mehrere besitzen.
    Fantastischer Sound, lebt,tut einfach echt analog und drückt ohne Ende. Hab meinen alten BCR2000 wieder ins Rennen geschickt – ein Traum zum Programmieren. Die VST/AU/RTAS Einbindung vermisse ich nicht.
    Nutze sie bei dem Virus TI und dem microX auch kaum.
    Das wichtigste bei einem Synthesizer ist für mich der Sound. ***

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    RockOpa

    Nun mal halblang! Wenn ich hier so einige Kommentare lese, habe ich das Gefühl das hier einige Leute die „eierlegende Wollmilchsau“ für geschenkt haben wollen. Ich habe so ein Plugiator gekauft, weil ich die B4000 einfach geil finde. Für sowenig Geld soviel Sound und Druck

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    Michael Heinen

    Für jeden, der sich für klassische Synthis interessiert ist der Plugiator m.E. ein absolutes ‚must have‘, zumal er seit Ende 2009 inklusive aller Plugins für unter 300 Euro zu haben ist!!

    Alle Plugins klingen saustark, besonders begeistert bin ich aber vom Prodyssey, Minimax und Lightwave mit ihrer enormer Soundvielfalt. Zur Parametrisierung benutze ich den Behringer BCR-2000, so dass ich möglichst viele Parameter im direkten Zugriff habe und diese genauer einstellen kann, als über PC & Maus.

    Nicht multitembral? Stimmt, aber für das Geld kann man sich auch notfalls einen zweiten und dritten zulegen und für 0815-Sounds gibt es ja auch noch viele Alternativen ;-)

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