Test: Warm Audio EQP-WA, Equalizer

6. April 2015

Das blaue Wunder

Warm Audio hat mit dem EQP-WA nun den nächsten Ableger eines begehrten Klassikers aufgelegt. Der EQP-WA ist eine „Rekreation“ (O-Ton Warm Audio Website) des bekannten Pultec EQP-1A.

Mehr Platz für die Finger - DerEQP-WA von Warm Audio

Mehr Platz für die Finger – der EQP-WA von Warm Audio

Wie im Original sorgen hier Übertrager am Ein- und Ausgang sowie eine symmetrische Röhrenschaltung mit Gegenkopplung in Hochvoltausführung für angenehme Färbung des Klanges – und meist feuchte Augen des Benutzers. Dabei ist der Preis erstaunlich, da es z.B. Nachbau-Kits gibt, die bestehend aus Einzelteilen schon 1600$ kosten. Aufgrund der Devisenlage mehr als unerschwinglich im Vergleich. Schauen wir also mal, was Warm Audio, deren Produkte bisher nie enttäuschten, mit dem EQP-WA auf die Beine gestellt hat.

Der Vater

Der Pulse Techniques (PulTec) EQP-1A ist eine Legende unter den EQs. Ihm wird schon seit jeher eine „musikalische“ Entzerrung nachgesagt. Denn obwohl es sich nicht um einen voll-parametrischen EQ mit X-Bändern handelt, ist das Filterdesign vor allem eins: intuitiv zu bedienen. Anstatt bis auf das Hertz genau an einem Signal zu modellieren, geht man beim EQP schnell nach Gehör und Intuition vor und genau das ist es was diesen EQ und seine Abkömmlinge so besonders und legendär macht.

Kein echter Klon

Schaut man sich im Web der DIY-Enthusiasten um, so merkt man schnell, der EQP ist ein begehrtes Gerät. Der EQP-WA ist nun allerdings kein exakter Klon des Originals. Wie auf der unten verlinkten Website zu sehen ist, gibt es dort einen Bausatz, der exakt das Original kopiert, also tatsächlich klont. Und das sogar bis hin zur Aufbauweise als Punkt-Zu-Punkt Verdrahtung.

Ein Ringkerntrafo ersetzt den klobingen EI-Trafo, der beim Original hinten weit herausstand.

Ein Ringkerntrafo ersetzt den klobigen EI-Trafo, der beim Original hinten weit herausstand

Warm Audio hat nun, ausgehend vom Original-Design, versucht, alle entscheidenden klangfärbenden Komponenten und Schaltungen zu behalten und den Rest auf moderne Weise umzusetzen. Dabei bedient man sich natürlich Platinen, Standard-Kondensatoren und Steckverbindungen. Wo jedoch das Audiosignal betroffen ist, wurde auf sehr exzellente Komponenten zurückgegriffen. Das betrifft hauptsächlich die Übertrager am Ein- und Ausgang, die Filterspulen (alle von Cinemag) und die Röhren (vom renommierten Tungsol-Werk). Ebenso die Signalführung in extra geschirmten Kabeln.

Tungsol-Röhren made in Russia with Love

Tungsol-Röhren – „Made in Russia“ (with Love)

Klangbeispiele
Forum
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    AMAZONA Archiv

    Hallo Thilo, könnte man das Teil als Mitten-Booster für die Gitarre verwenden oder sind die Anhebungen dafür zu gering bzw. gibt es andere Gründe, die dagegen sprechen? Gruß Andreas

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      t.goldschmitz  RED

      Hallo Andreas,

      ja, der kann richtig zumachen oben und unten. Mit den richtigen Einstellungen wie eine variable Speaker Simulation, nur ohne Loadbox.

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    TobyB  RED

    Hallo Thilo,

    ich hatte nach deinem letzten Bericht über die WA 76 selbige mal angetestet und mir 2 davon zugelegt. Von meiner Seite gibt nur einen kleinen „Kritikpunkt“. Schade das die Dinger nicht Stereo sind.

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      Markus Galla  RED

      Ja, die haben alle Warm Audio Geräte. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar. Nach dem Test wollte ich das Gerät am liebsten hier behalten, wenn nicht schon der nächste Tester sehnsüchtig darauf gewartet hätte. Stell Dir mal vor, was passiert, wenn Du einen Tone Beast, einen WA76 und einen EQP-WA hintereinander hast – so wie ich für meinen Test. Und wenn man dann sieht, dass das alles zusammen gerade mal bei 2000€ liegt, kauft man keine Plug-ins mehr. Mich haben die Warm Audio Sachen ähnlich wie Thilo schwer begeistert. So etwas bekommt man als Tester selten unter die Finger.

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        changeling  AHU

        Wenn ich nicht schon DIY Platinen dafür hätte, die ich auch schon fertig gelötet hab (mit Lundahl Trafos, die sind ja günstiger als Cinemags), aber so noch in der Schublade liegen, würde ich mir definitiv so ein Teil holen. Bei den Preisen lohnt DIY ja nicht mehr (alleine Gehäuse + Frontplatte kosten deutlich mehr als 100 €).

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