Test: Waves Codex, Software-Synthesizer

Zu guter Letzt geht das Signal durch die Effektsektion, die mit Delay sowie Reverb und Chorus spartanisch ausgestattet ist, zumal es gar keine zusätzlichen Einstellungsmöglichkeiten für Reverb/Chorus gibt. Es schließt sich noch ein Master-EQ mit 4 grafischen Bändern sowie HP/LP an. Eine Pegelanzeige mit Gain-Regler bildet das letzte Glied der Signalkette.

Modulationsziele

Modulationsziele

Der Wellentisch

Kernstück des Waves Codex sind die beiden Wavetable-Oszillatoren. Es stehen 64 Werks-Wavetables zur Auswahl und eine Importoption für eigene Wavetables, die vorzugsweise aus Wave-Dateien erzeugt werden und idealerweise länger als 4 Sekunden sind. Die Werks-Tables decken dabei einen weiten Bereich an Ausgangsmaterial ab, das zunächst in den Oszillatoren weiterverarbeitet wird, bis es an die subtraktive Sektion weitergeleitet wird.

Das stilprägende Bedienelement ist der große Regler mit der Aufschrift „Speed“. Mit ihm legt man die Wavetable-Scan-Geschwindigkeit manuell fest. Bei Bedarf kann diese auch von 4-Taken bis zu einer 32tel zum Hosttempo synchronisiert werden. Zudem werden hier noch die wichtigen Start- und Endpunkte sowie ein Mittenpunkt festgelegt, der auch als Loop-Punkt festgesetzt werden kann. Eine Formantkorrektur soll helfen, einen unerwünschten Micky-Maus-Effekt zu kompensieren. Mit dem „Resolution“-Parameter kann man die Körnigkeit einer Wavetable beeinflussen. Eine hohe Resolution bringt ein weicheres Klangbild als eine niedrige, bei der dann deutlich digitale Artefakte hervortreten.

Die Presets sind in verschachtelten Menüs untergebracht - suboptimal.

Die Presets sind in verschachtelten Menüs untergebracht – suboptimal.

In der Oszillator-Mixersektion hat man über einen Crossfader die Möglichkeit, die Anteile der Oszillatoren zu mischen. Es gibt noch einen Subbass, der immer der Tonhöhe des OSC1 folgt. Komplettiert wird das Oszillatorduo noch durch Ringmodulation und der Fähigkeit von OSC2, sich zu OSC1 zu synchronisieren. Als Spieloptionen stehen Polymode und Monomode mit Portamento zur Auswahl. Zudem kann noch ein Legato-Modus eingestellt werden, bei dem sich Portamento und VCA-Hüllkurven-Verhalten getrennt einstellen lässt.

Klangbeispiele
Forum
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    paulilein   3

    Es fehlt, wie auch beim DUNE2, die Möglichkeit Oscilatoren kopieren zu können. Desweiteren sind die Wavetables nicht separat abspeicherbar. Somit praktisch unbrauchbar.

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      Coin  AHU

      Xfer Serum machts hier besser.
      Oszillator kopieren und eigene
      Waveforms zeichnnen, oder per Wav rein laden
      und speichern geht wunderbar.
      Hatte auch auf den Waldorf Nave gehofft,
      aber der ging irgendwie total unter.
      Zu unübersichtlich, wirkt unausgereift.

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    carsten weidenhaupt

    Ausserdem verbraucht codex zu viele ressourcen auf älteren Systemen.Icarus ist sicherlich toll.Electra2 von tone2 find ich auch schon klasse ,den Vorgänger.Aber Codex hat alles schön auf einem Bildschirm.Einfach und übersichtlich. Arpeggiator bei tone2 ist etwas tricky.

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    chk  

    Unglaublich dass Waves tatsächlich 199 € regulär für diesen Softsynth verlangt. Das Teil kling für mich wirklich richtig schlecht. Hab mir den Synth im derzeitigen Sale für 21 € gekauft, und nach einem Abend testen wieder verkauft. Für mich klingt da jeder Freeware-Synthie besser. Die Oszillatoren klingen, als hätte einer den Deckel auf die Dose geschraubt, kaum Höhen, und alles klingt sehr blechern, und die Filter sind dann wirklich richtig schlecht, sehr digital (was ja an sich noch nicht schlecht sein muss), und ein Resonanzverhalten wie beim Steinberg Neon von vor 20 Jahren. Hab’s schonmal woanders geschrieben, aber, ich weiß wirklich nicht, was die Entwickler bei Waves da geschmaucht haben, dass sie so ein Teil rausbringen, und dann noch denken, die Leute würden das für 200 € kaufen.

    Bin normalerweise nicht jemand, der Plugins so verreißt, aber, das Teil ist wirklich unwürdig sich Waves zu schimpfen. Und es gibt so tolle Wavetable-Synthies, siehe Waldorf, oder Serum. 6, setzen.

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    Zierenberg  

    Habe mir die 3 Waves Synthis dieses Jahr geholt. Es stimmt – sehr leistungshungrig das Ganze, für meinen I5 Laptop zu viel in Echtzeit. Gut, das beim Export in Cubase das CPU-Real-Time Problem wegfällt. Ich sehe das ganz anders wie hier im Test/den Usermeinungen, zum Einen ja: die Presets sind „altbacken“ oder eher nicht so gut, das erlebe ich öfters & fast bei allen Produkten weltweit, sorry – ist so.

    Beschäftigt man sich damit, dann kann man wirklich einfach herrliche Klänge entlocken. Ich habe mal ein JP80 Piano mit 2 selbst erstellte Waves Pads (veränderte Presets) unterlegt. Eines kommt aus dem Codex und eines aus dem Element – Synthesizer Plug In, dazu habe ich eine Handvoll weiterer Waves Plug Ins rechnen lassen und später eine BK9 Begleitung dazu genommen.

    Ich denke so sollte man die Waves Synth verstehen, als Bausteine im Waves – Universum, ich finde die Synthis dann sehr, sehr gut – habe derzeit auch 80 Waves Plug Ins am Start.

    Hier mal eine Aufnahme wie beschrieben: https://youtu.be/n27AqcnKduo

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