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Test: Yamaha, MGP16X, Mixing Console


Geballte Kompetenz

ANSCHLÜSSE

Die Anschlüsse

Die Anschlüsse

Für die erste 8 Kanäle finden wir hier eine XLR/Klinke-Combobuchse und eine Insert-Buchse. Die folgenden Kanäle 9/10 und 11/12 verfügen über je zwei Klinkeneingänge, von denen der linke auch mono ausgelegt ist. Zusätzlich gibt es hier noch eine XLR-Buchse zum Anschluss weiterer Mikrofone.
Die letzten beiden Stereokanäle haben jeweils Klinke- und Cinch-Buchsen zur Auswahl.
An weiteren Eingängen stehen noch die Return-Buchsen als Klinke und der 2Track In als Cinch zur Verfügung.
Auf der Ausgangsseite sind die Hauptausgänge sowohl als XLR, als auch als symmetrische Klinke vorhanden. Bei den Group Outs findet die symmetrische Klinke Verwendung. Die Aux Sends kommen mit XLR, die FX Sends mit symmetrischer Klinke daher, ebenso wie die vier Group Outs und die beiden Monitor Outs, die dasselbe Signal führen wie der Phones Ausgang. Zu guter Letzt kann an einem Paar Cinch-Buchsen unter Record Out noch das Summensignal abgegriffen werden.
Der Powerschalter und die Netzbuchse vervollständigen die Rückseite.
 
PRAXIS

Wir sehen schon, das MGP16X hat es wirklich in sich, da fällt es gar nicht so leicht, den Überblick über die diversen Features zu behalten. An dieser Stelle möchte ich ein dickes Lob für die Yamaha Bedienungsanleitung los werden, hier wird jede Funktion genau erklärt.
So, nun aber zum Eigentlichen, was kann der Proband wirklich?
Dazu schließe ich zuerst ein Mikrofon an Kanal 1 an. Mit der PFL-Taste lässt sich die Gain Einstellung schnell erledigen, die beiden LED-Ketten der Summe übernehmen dazu die Aussteuerung. Mit dem Hochpassfilter bei 100 Hz lassen sich störende tieffrequente Signalanteile entfernen. Die Klangregelung reagiert richtig gut. Die Höhen bei 8 kHz und Bässe bei 125 Hz fand ich auf dem ersten Blick vielleicht ein wenig zu tief bzw. zu hoch angesetzt, allerdings kann der Equalizer klanglich voll überzeugen. Der EQ klingt sehr warm und musikalisch. Yamaha nennt diesen EQ auch X-pressive EQ, dessen Charakteristik an alte Vintage EQs erinnern soll. Sehr schön sind die durchstimmbaren Mitten, deren Umfang von 250 Hz bis 5 kHz reicht.

Kanalzüge

Kanalzüge

Etwas skeptisch wende ich mich nun dem Compressor zu, mit dem Ein-Knopf-Konzept sollte man jetzt wirklich nicht allzu genau ins Klangbild eingreifen können, dachte ich. Nach ein wenig Probieren mit verschiedenen Signalquellen zeigt sich jedoch, dass die Yamaha Ingenieure hier einen optimalen Kompromiss gefunden haben, der Compressor funktioniert gut und ist eine wirkliche Hilfe, um die Dynamik im Griff zu behalten.

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  1. Profilbild
    Bernie63

    Hallo,
    ein Punkt der mir eindeutig fehlt. Die Möglichkeit die Effekte über Fussschalter fernzusteuern (ON/OFF). Gerade diese kleinen Pulte werden gerne von Alleinunterhaltern oder kleinen Bands verwendet, die keinen Techniker dabei haben.
    Hier hat sich der Anschluss eines Fussschalter für mich als sehr hilfreich erwiesen.
    Ich finde hier hat man am falschen Ende gespart.
    mfg
    Bernie

  2. Profilbild
    DietmarB ••

    „Wenig gibt es über die beiden Aux Wege zu berichten.“

    Würde ich widersprechen wollen. Das Pult hat keinerlei Aux-Returns, ist Dir das etwa nicht aufgefallen?

  3. Profilbild
    Armin Bauer RED

    Hallo DietmarB,

    verstehe nicht ganz, auf was du abzielst.

    Das Pult hat zwei interne Effekte, die auch ihre eigenen Returns haben. Heissen halt FX-Return und sind intern.

    Des weiteren gibt es einen Stereo-Return, hier kannst du deinen Effekt zurückführen, falls du noch einen Externen bemühen möchtest. Du siehst, ist da, heisst nur anders.

    Zusätzlich kannst du natürlich jeden Effekt bequem über die Stereokanäle rückführen.

    • Profilbild
      DietmarB ••

      Ich meine die physikalischen Sends und Returns, nicht die der internen Effekte. Wenn es genau einen Stereo-Return hat, aber zwei Sends, dann haben die bei Yamaha seit der letzten MG-Serie nichts dazugelernt. Da wars noch komischer, denn beim MG166C gabs 2 Sends, aber nur einen Return, wohl aber 2 Return-Regler, weil man beim Abspecken aus dem MG-200C einfach nur die Buchen auf der Rückseite wegließ, nicht aber die Regler.
      Klar kann man auch über die Stereokanäle zurückführen, aber das ist nicht Sinn der Sache, wo 2 Sends sind haben auch 2 Returns zu sein. Hatte ja selbst mein uralter Kawai-Rackmischer gehabt, genau wie aktuell die Behringer UFX-Modelle.

  4. Profilbild
    Armin Bauer RED

    Hallo DietmarB,

    gerade in der Klasse gibt es eine Vielzahl Pulte, so dass, denke ich, jeder Interessent finden kann, was er benötigt.

    Dein Anwendungsbereich scheint eher etwas exotisch zu sein: Du willst die 2 Auxe, von denen einer übrigens fest Pre ist und von daher eher für Monitoring in Frage kommt, zusätzlich zu den 2 eingebauten Effekten mit zwei externen Effekten betreiben und die auch wieder ins Pult zurückführen, dafür aber nicht die komfortablen Stereoeingänge benutzen, wo du zur Feinabstimmung noch die Klangregelung benutzen könntest, was aber deiner Meinung nach „nicht Sinn der Sache ist“ (ich frage mich, wieso ca. 100% der professionellen Tonleute das dann so machen?), habe ich das bis hierher richtig verstanden?

    Dann gibt es für dich eine ganz einfache Lösung: KAUFE DIESES PULT NICHT!!!

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