Test: PreSonus StudioLive AR16c Hybrid-Mischpult

30. Juli 2020

Das Beste beider Mischpult-Welten?

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Was soll man im Jahr 2020 noch mit einem analogen Mischpult anfangen, fragen sich vielleicht viele Leser. Digitale Mischpulte bestimmen den Markt und das Geschehen auf der Bühne. Dennoch hat fast jeder Hersteller nach wie vor analoge Mischpulte im Programm und entwickelt beständig neue Modelle. So auch der amerikanische Hersteller PreSonus, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Firmenjubiläum feiert und immerhin einer der Pioniere erschwinglicher Live-Digitalpulte ist. Mit dem PreSonus StudioLive AR16c möchte man bewährtes analoges Feeling mit dem größten Vorteil der digitalen Mischpulte kombinieren: dem einfachen Recording aller Signale. Wie das gelingt, lest ihr in diesem Testbericht.

Der Hersteller PreSonus

Über den US-amerikanischen Hersteller müssen wohl nicht mehr viele Worte verloren werden. Mit der StudioLive-Serie hat sich der Hersteller in die Digitalpult-Ruhmeshalle befördert. Das Ur-StudioLive 16 darf sich zu Recht rühmen, das erste Digitalpult mit komplett analogem Feel auf dem Markt gewesen zu sein. Zwar gab es auch schon vorher Versuche von anderen Herstellern, nie wurden sie aber so konsequent umgesetzt wie von PreSonus – und vor allem so preisgünstig. So verdrängte das StudioLive 16 trotz fehlender Motor-Fader oder speicherbaren Gains schnell die digitale Konkurrenz bis 3.000 Euro von vielen FoH-Plätzen und auch im Studio war es immer häufiger anzutreffen. Vor allem zwei Features machten es neben der analogen Bedienung interessant: Das einfache Live-Recording aller Eingangskanäle per FireWire und die iPad-Steuerung. So wurden virtuelle Soundchecks, günstige Live-Recordings und nicht zuletzt auch Mischungen von beliebigen Plätzen abseits des FoH-Platzes und Personal Monitoring möglich. Doch PreSonus machten sich auch in anderen Bereichen einen Namen: Das Studio Equipment wie Interfaces, Kopfhörerverstärker, Studiomonitore, Controller zeichnet sich durch eine hohe Audioqualität und gute Verarbeitung aus, PA-Lautsprecher vervollständigen das Portfolio für die Bühne. Mit Studio One hat man zudem noch eine leistungsstarke DAW im Programm, die insbesondere mit den hauseigenen Interfaces und Mischpulten bestens kommuniziert. Mit der Notations-Software Notion möchte man auch Komponisten und Arrangeure ansprechen. Mit den PreSonus StudioLive ARc  Hybrid-Mischpulten bekommt die digitale StudioLive-Serie analogen Nachwuchs.Test: PreSonus StudioLive AR16c Hybrid-Mischpult Test: PreSonus StudioLive AR16c Hybrid-Mischpult Test: PreSonus StudioLive AR16c Hybrid-Mischpult

PreSonus StudioLive AR16c Hybrid-Mischpult

Hybrid-Mischpult – beim ersten Lesen konnte ich mir so gar nichts darunter vorstellen. Da die StudioLive ARc-Serie ganz klar auf das StudioLive-Digitalpult verweist, habe ich zunächst ein Digitalpult vermutet. Doch genau das sind die Mischpulte der StudioLive ARc-Serie nicht. Wir haben es hier vielmehr um analoge Mischpulte mit integriertem USB-Audio Interface zu tun. Das „c“ im Namen verweist auf die USB-C Schnittstelle.

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Die Rückseite beherbergt nur den Stromanschluss, Stromschalter und USB C-Anschluss

Letztere ist auch gleich die große Neuerung gegenüber der bereits bekannten StudioLive AR USB-Serie. Auf dem ersten Blick scheinen sich die StudioLive ARc- und AR USB-Modelle nicht groß voneinander zu unterscheiden. Auch die Beschreibung auf der Internetseite ist nahezu identisch. Sollte es sich wirklich nur um die Form der USB-Schnittstelle handeln? Einen weiteren Unterschied entdecke ich beim zweiten Hinschauen: Während die StudioLive AR USB-Serie auf Bluetooth 4.1 setzt, finden wir bei den neuen StudioLive ARc-Mischpulten Bluetooth 5.0. Ansonsten scheint der Aufbau identisch zu sein. Vielleicht entdecke ich ja später noch weitere Unterschiede.

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Alles auf dem neuesten Stand: Bluetooth 5.0 für den Superchannel

PreSonus StudioLive AR16c: USB C-Schnittstelle

Der USB C-Standard ist mittlerweile in aller Munde. Das liegt vor allem an den vielen Smartphones und Tablets, die auf den USB C-Standard setzen. Auch die neuen Apple iPad Pro-Modelle haben sich von Lightning verabschiedet und kommen nun mit einer USB C-Buchse daher. Doch was bedeutet das überhaupt?

Zunächst einmal außer einem neuen Anschluss und neuen erforderlichen Steckern und Kabeln nicht viel. Ein USB C-Kabel kann Strom und Daten übertragen. Das konnte auch schon der alte USB-Standard. Neu ist der Stecker, dessen Einsteckrichtung nun egal ist. Das ewige Hin- und Herdrehen von USB-Steckern hat nun ein Ende. Was sich genau hinter USB C verbirgt, verrät nur das Datenblatt des jeweiligen Geräts. Warum? Hinter einem USB C-Stecker kann sich alles verbergen: Vom schnarchigen USB 1-Standard über USB 2.0, USB 3 Gen. 1, USB 3 Gen. 2 bis hin zu Display Port und PCI-Express bei Thunderbolt 3. Letzteres verwendet nämlich ebenfalls einen zu USB C kompatiblen Stecker/Anschluss.

Ob wir es nun also beim neuen PreSonus StudioLive AR16c mit einer lahmen Ente oder sprichwörtlich Donner und Blitz zu tun haben, verrät uns das Datenblatt. Und dort steht: USB 2.0. Das PreSonus StudioLive AR16c mit USB C-Schnittstelle ist also entzaubert, denn es verfügt über ein schnödes USB 2.0 Interface, nicht mehr und nicht weniger. Also wieder nur ein Kabel mehr in der Kabelkiste. So schön das auch sein mag, wenn man mit sehr aktuellen Laptops unterwegs ist, die nur noch über USB C-Anschlüsse verfügen, am Ende ist und bleibt es nur ein anderer Anschluss, der die Vorteile von USB 3 Gen. 2 nicht nutzt, nämlich ultraschnelle Datenübertragung und kleinstmögliche Latenzen.

Erster Kontakt mit dem Mischpult

Beim Auspacken fallen mir die beiden beigelegten Seitenteile für den Rackeinbau sprichwörtlich auf die Füße. Ein Hinweis, dass diese mitsamt dem USB C-Kabel, dem Stromkabel und mehreren Schrauben in einer Tüte einfach lose in die beiden seitlichen Styropor-Schalen stecken, die man mitsamt dem Mischpult aus der Verpackung ziehen muss, wäre hilfreich gewesen. Bis auf zwei kleine Macken im Parkett aufgrund der knapp verfehlten Füße ging das glücklicherweise glimpflich aus. Wahrscheinlich befindet sich der entsprechende Hinweis bei den Sicherheitshinweisen im Inneren des Kartons.

Nachdem das Pult dann ins Arbeitszimmer getragen wurde, erfolgt die erste Inspektion. Schon hier fällt auf, dass im Herstellungsland China schlampig gearbeitet wurde und man es mit der Qualitätskontrolle nicht so eng sieht: Mehrere Schalter sitzen schräg in ihrer Gehäuseaussparung. Das ist mit bloßem Auge sofort zu erkennen und auch auf den Fotos kann man das sehen.

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Unsaubere Verarbeitung: Die Schalter sind nicht ganz gerade eingesetzt.

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Das fällt nicht nur beim Testmodell auf…

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…sondern beim genauen Hinschauen auch beim offiziellen Studiofoto von PreSonus

Ansonsten ist die Verarbeitung gut. Hier wackelt nichts, die Fader laufen angenehm stramm und auch bei den Potis handelt es sich nicht um Wackelkandidaten.

Unter Strom gesetzt fällt auf, dass das farbige Licht der  beleuchteten Laufwerkstasten des SD-Card Recorders schon bei normalem Tageslichteinfall ins Zimmer nicht zu sehen ist. Erst bei Abschirmung mit der Hand (siehe Foto) leuchten die Tasten farbig.

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Capture Stereo Recorder: Die Bedienelemente des Recorders sind beleuchtet. Das ist schon bei normalem Tageslicht innerhalb geschlossener Räume aber kaum noch zu erkennen

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Schirmt man das Licht etwas mit der Hand ab, erkennt man den deutlichen Unterschied

Vom Mixer-Eingang zum Mixer-Ausgang

Schauen wir uns zunächst die analoge Seite des PreSonus StudioLive AR16c genauer an: 12 Mikrofoneingänge und 16 symmetrische Line-Eingänge springen beim ersten Kontakt ins Auge. Darüber hinaus sind die Klinkeneingänge der Kanäle 1 und 2 zusätzlich als Instrumenteneingang nutzbar. Die 16 Line-Eingänge teilen sich auf acht Monokanäle und vier Stereokanäle auf. Nun gibt es aber noch einen weiteren Stereokanal, der von PreSonus als Superchannel bezeichnet wird. Dahinter verbirgt sich ein Kombinationskanal mit zwei RCA-Buchsen, einer Miniklinken-Buchse, einem Bluetooth-Modul sowie einem USB/SD-Card Rückweg. Was macht diesen Kanal jetzt zum Superchannel? Damit meinen PreSonus die Tatsache, dass sich mehrere anliegende Signalquellen gleichzeitig abhören lassen. In der Summe kommen wir also auf 8 Monokanäle und 5 Stereokanäle, die auch jeweils über einen eigenen 60 Millimeter langen Kanal-Fader verfügen.Test: PreSonus StudioLive AR16c Hybrid-Mischpult Test: PreSonus StudioLive AR16c Hybrid-Mischpult Test: PreSonus StudioLive AR16c Hybrid-Mischpult

Die Monokanäle sind jeweils mit einem Gain-Regler, einem Low Cut, einem Dreiband-EQ mit semiparametrischen Mitten (10 kHz Shelving, 140 Hz – 3,5 kHz Peak, 100 Hz Shelving, ±15 Dezibel), zwei Aux-Wegen, einem FX-Weg, Pan-Regler, Mute- und PFL-Schalter ausgestattet. Die Kanäle 1 und 2 verfügen zusätzlich über einen Schalter für den Instrumenteneingang sowie eine Insert-Buchse. Die Stereokanäle 9 bis 16 verfügen nicht über einen Low Cut, sondern stattdessen über eine +10 Dezibel Boost. Dieser soll nach Aussage von PreSonus eine bessere Anpassung für alte Analogsynthesizer bieten oder Broadcast Mikrofone mit schwachem Pegel. Vermutlich spielt man hier vor allem auf das Shure SM7B an, mit dem die wenigsten Mischpult Preamps zurechtkommen. Im Kanalzug 15/16 notiere ich außerdem einen mit „3/4“ und einem USB-Symbol bedruckten Schalter, der die USB-Returns 3 und 4 auf diesen Stereokanal legt. Leider verfügen die vier Stereokanäle nur über einen Dreiband-EQ mit Festfrequenzen (10 kHz Shelving, 2,5 kHz Peak, 100 Hz Shelving, ±15 dB). Die übrige Ausstattung ist identisch. Der Kanal 17/18 wurde bereits als Superchannel beschrieben. Was diesem Superchannel fehlt, sind leider ein EQ, ein Gain-Regler und der FX-Send. Es bleiben nur Aux Send 1 und 2 sowie ein Balance-Regler plus der Kanal-Fader übrig. Schade.

Ausgangsseitig bietet das Master-Modul keine großen Überraschungen: Zwei symmetrische XLR-Main-Ausgänge, zwei symmetrische Klinkenausgänge für die Control Room-Sektion, Kopfhöreranschluss, Fußschalter-Anschluss (als FX-Bypass) und drei Aux Outputs (asymmetrisch, Klinke) für die Aux-Wege 1 und 2 sowie den FX-Bus. Außerdem ist hier ein zentraler Schalter für die Phantomspeisung zu finden. Sehr schade, dass es auch im Jahr 2020 noch nicht üblich ist, die Phantomspeisung pro Kanal getrennt ein- und ausschalten zu können. Das macht den gemeinsamen Einsatz von Kondensator- und Bändchenmikrofonen so gut wie unmöglich. Zwei zwölfgliedrige LED-Ketten dienen der Aussteuerung und Signalkontrolle von Kanälen und Bussen, ein Capture Stereo Recorder der Aufnahme des Main-Signals auf SD-Karte, ein Stereo Preset-Effektgerät sorgt für etwas Hall, Delay oder Chorus. Etwas feinere Kontrolle über den Send-Pegel für Monitor- und Effektmischungen bieten drei Fader. Der vierte Fader dient als Main Bus-Fader. PFL/AFL-, Control Room- und Kopfhörerpegel lassen sich über eigene Regler getrennt voneinander regulieren. Sehr gut.

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Die Effektsektion des StudioLive AR16c bietet 16 Presets

Die 16 Preset-Effekte werden über einen Endlosregler ausgewählt. Ein zweistelliges numerisches Display zeigt, welches der 16 Presets gerade angewählt ist. Die Auswahl muss über Drücken auf den Push-Endlosregler noch bestätigt werden. Viel mehr gibt es zum Effektgerät nicht zu berichten. Die zur Verfügung stehenden Presets sind auf der Mischpultoberfläche zumindest als Klarname abgedruckt und in der gut gemachten Bedienungsanleitung findet man zu jedem Preset auch einen Anwendungshinweis. Parameteränderungen sind nicht möglich. Immerhin lässt sich der Effekt-Return auf die Aux-Wege 1 und 2 legen. Dazu stehen zwei Regler zur Verfügung, um den Effektanteil auf den Monitorwegen zu dosieren.

Capture Stereo-Recorder

Direkt vorweg: Der Capture Stereo Recorder ist für mich die größte Enttäuschung des PreSonus AR16c. Hier hat sich gegenüber der AR USB-Serie nichts verändert. Zwar ermöglicht der Recorder die Aufzeichnung als WAV-Datei mit 24 Bit, aber nur mit 44,1 kHz. Der restliche Digitalteil des Pults arbeitet aber mit 24 Bit und bis zu 96 kHz. Eine Wiedergabe von WAV-Dateien in den Formaten 16 und 24 Bit und mit 32 bis 48 kHz ist möglich, ebenso die Wiedergabe von MP3-Dateien mit 96 bis 320 kBit/Sekunde. Aufgenommen wird immer die Stereosumme.

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Der Capture Stereo Recorder nimmt leider immer nur die Stereosumme auf. So sieht die Beleuchtung übrigens auf dem offiziellen Pressefoto aus

PreSonus nennen als Einsatzgebiet den schnellen Probenmitschnitt sowie das Abfeuern von Backing-Tracks oder Pausenmusik. Doch was habe ich davon, wenn ich die Dateien auf der SD-Karte nicht gezielt anwählen kann, da es kein Display gibt? Andere Hersteller sind zudem schon seit Jahren weiter und ermöglichen die Aufnahme von allen Kanälen auf SD-Karte. So ist es zum Beispiel beim Tascam Model 16 (und 24) und meinen X32 Pulten mit der X-Live Karte oder der neuen Behringer WING. Natürlich könnte man jetzt den Preisunterschied hervorheben, aber wäre es wirklich so viel teurer und aufwändiger geworden, die ohnehin für das USB-Recording zu wandelnden Eingangssignale aufzuzeichnen anstelle der Stereosumme? Ich denke nicht. So bleibt der Capture Stereo Recorder tatsächlich nur ein Skizzenbuch, für dessen Durchblättern aber nach wie vor ein Computer benötigt wird, mit dem die SD-Karte nach der Aufzeichnung für die Archivierung/weitere Verarbeitung eingelesen werden kann. Sehr schade.

PreSonus AR16c USB-Recording

Bleibt noch das Multitrack Recording über die USB C-Schnittstelle. PreSonus liefert seit Jahr und Tag eine Lizenz für die Software Capture sowie Studio One Artist mit aus. Nach der Registrierung lassen sich beide Recording-Lösungen herunterladen. Nicht vergessen sollte man das tolle 2020 Studio Magic Plug-in Bundle (AU/VST/AAX), das hochwertige Effekte und Klangerzeuger (zum Beispiel von spl, Lexikon, Arturia) für die DAW enthält. Ich möchte an dieser Stelle nicht auf die einzelnen Effekte eingehen, das wäre genügend Material für mehrere weitere Artikel. Es sei aber gesagt, dass man in Verbindung mit Studio One Artist als DAW ein umfangreiches und fast vollständiges Angebot bekommt, das keine Wünsche offen lässt.

Für das Live-Recording eignet sich Capture. Capture ist auf das einfache und schnelle Anfertigen von Multitrack-Aufnahmen spezialisiert. Die Aufnahmen können später zum Mix in Studio One Artist oder jede andere DAW geladen werden.

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Die große 2020 Studio Magic Plug-in Suite

Die Anleitung verrät mir, dass das Pult für Mac-User Class-Compliant ist und somit kein Treiber benötigt wird. Dennoch wird mir direkt ein Treiber für MacOS im Download-Bereich angeboten. Warum und wofür, darüber schweigt sich das Manual aus. Windows-User benötigen leider einen Treiber und sollten diesen gemeinsam mit der übrigen Software herunterladen.

So richtig zu funktionieren scheint das mit der Kompatibilität ohne Treiber unter MacOS allerdings nicht. Obwohl das Pult als kompatibel zu MacOS X Catalina angegeben wird, arbeiten weder mein MacBook Pro noch mein MacBook Air auf Anhieb mit dem Pult zusammen. Zwar wird das Pult erkannt und sowohl vom Betriebssystem als auch in den getesteten DAWs als StudioLive AR16c ausgewiesen, aber Ton will weder ins Pult rein noch raus. Daran änderte erst die Treiberinstallation etwas. Plötzlich funktionierte alles so wie es soll, ohne dass am Pult selbst etwas verändert wurde. Kann das sein? Also habe ich den Treiber wieder deinstalliert und das Pult funktionierte weiterhin einwandfrei. Was nun das Problem war, dass das Pult an zwei Rechnern zwar erkannt wurde, aber keine Audio-Signale trotz korrektem Routing ankamen, bleibt schleierhaft.

Das Durchführen der Aufnahmen ist in beiden Fällen einfach: Das PreSonus AR16c per USB mit dem Laptop verbinden, Studio One Artist oder Capture starten, aufnehmen, fertig. Die PreSonus Apps konfigurieren sich automatisch entsprechend. Das gut gestaltete Handbuch gibt reichlich Hinweise zur Verwendung des Pults mit den eigenen DAWs sowie mit den DAWs von Fremdherstellern.

Anzumerken ist, dass es vier USB-Rückwege gibt. Diese kommen standardmäßig auf dem Stereokanal 15/16 (Returns 3/4) und dem Superchannel 17/18 (Returns 1/2) zurück. Das ist praktisch, wenn man zum Beispiel auf der Bühne mit Backing Tracks arbeiten möchte. So kann man einen Stereo-Mix zum Pult schicken und außerdem noch einen Click oder Guides, die dann nur auf dem Kopfhörer zu hören sind und nicht auf der PA.

Bleibt noch die Performanz: Diese ist leider nicht so gut, wie ich es erwartet hätte. Bei niedrigen Buffer-Einstellungen unter 128 Samples arbeitet das Pult hörbar instabil. Das ist bei allen versuchten Sampling Rates von 44,1 bis 96 kHz der Fall. Dennoch lässt sich mit einer Roundtrip-Latenz von unter 10 Millisekunden bei einem Buffer von 256 Samples noch vernünftig arbeiten. Schade, mit den PreSonus Interfaces geht diesbezüglich mehr.

Qualität des PreSonus Mischpultes

Die grundlegende Audioqualität des PreSonus StudioLive AR16c ist gewohnt hoch. Es bleibt zu vermuten, dass hinsichtlich der Wandler die gleiche Technologie zum Einsatz kommt, die auch in den Interfaces genutzt wird. Die XMAX-Preamps sind hinlänglich für ihre gute Qualität bekannt. Die Wandlung mit 24 Bit und 96 kHz ist für Live-Aufnahmen vollkommen ausreichend und übertrifft das, was die meisten anderen analogen Pulte mit integriertem Interface bieten (oder auch viele Digitalpulte, die mit 24 Bit und 44,1/48 kHz wandeln). Die Regler sind schön griffig, die Audioqualität ist sehr gut und die Ausstattung praxisgerecht. Mit dem EQ kann man sehr gut arbeiten und „Sound machen“. Es ist kein Arbeitsgerät für chirurgische Eingriffe, sondern eben ein Klangmacher. Schade, dass es nur zwei Inserts gibt und nicht zumindest einen One Knob Kompressor für die Monokanäle, so wie man ihn zum Beispiel bei Yamaha findet. Aber man kann eben nicht alles haben.

Die Effektqualität ist für die Bühne brauchbar. Man kennt das von der sonstigen StudioLive-Serie. Ich bin kein Freund von der PreSonus Effektqualität. Im direkten Vergleich zu Mitbewerbern fällt die Qualität deutlich ab. Alles klingt recht metallisch und man hört oft auch einzelne Wiederholungen innerhalb der Hallfahnen. Das kenne ich seit der ersten StudioLive-Serie nicht anders und selbst bei späteren StudioLive-Versionen hat sich nicht viel daran geändert. Leider verfügen fast alle Hall-Algorithmen über ein langes Pre-Delay, was sie für den Einsatz mit Drums oder Percussion-Loops unbrauchbar macht (siehe Hörbeispiele). Für das Studio steht mit dem beiliegenden Plug-in Bundle ohnehin eine hochwertigere und bessere Software-Lösung bereit. Die Hörbeispiele sind mit einem Kondensator-Mikrofon nach korrekter Aussteuerung ohne EQ/Low Cut  direkt über den Main Bus per USB aufgenommen worden, um auch die Effekte mit aufnehmen zu können. Denn der direkte Abgriff im Kanalzug liegt vor dem EQ/vor den Sends. Somit hören wir hier das Signal, wie es auch über den Direktabgriff im Kanalzug klingen würde, nur eben mit den Effekten versehen. Auch in der DAW wurde bis auf eine Normalisierung nichts weiter bearbeitet. Das erste Hörbeispiel zeigt eine Auswahl der 16 Effektalgorithmen, die beiden anderen Beispiele veranschaulichen einerseits die Problematik des zu hohen Pre-Delays bei Drums/Percussion, andererseits die Auswirkungen geringer Buffer-Einstellungen.

Alternativen zu diesem Mischpult

Eine Alternative findet man im Prinzip hauptsächlich bei Tascam, die mit dem Model 16 und Model 24 zwei tolle Recording-Pulte im Programm haben. Beide Pulte haben massive Vorteile gegenüber dem PreSonus StudioLive AR16c, zum Beispiel die Mehrspuraufnahme auf SD-Karte, ein Display, Punch-In und Punch-Out, flexiblere EQs, One-Knob-Kompressoren in den Monokanälen und vieles mehr. Mit einem Online-Preis von 779 Euro ist das Tascam Model 16 von dem PreSonus StudioLive AR16c für 599 Euro auch nicht allzu weit entfernt. Hier sollten Interessenten gut abwägen. Ist das SD-Card Recording nicht zwingend notwendig, weil ohnehin immer ein Laptop zur Verfügung steht, ist das PreSonus StudioLive AR16c eine gute Wahl. Soll hingegen möglichst ohne Computer aufgenommen werden, greift man besser zum Tascam Model 16. Das war es im Prinzip dann auch schon mit den guten analogen Alternativen. Digital tun sich noch einmal ganz andere Welten auf. Hier wäre vor allem das PreSonus StudioLive 16.0.2 USB aus gleichem Hause zu nennen. Mit einem Verkaufspreis von 859 Euro eine echte und vielseitige Alternative oder in der nächst höheren Preisklasse das Behringer X32 Producer, eventuell mit der X-Live Karte für das Multitrack SD-Recording. Hier würde man dann allerdings Äpfel mit Birnen vergleichen, denn die X32 Plattform ist wie jedes Digitalpult im direkten Vergleich zum PreSonus AR16c eine komplett andere Liga. Aber es soll für Live-Recording-Einsteiger trotzdem nicht unerwähnt bleiben – allein schon wegen der vielen Erweiterungsmöglichkeiten.

Fazit

PreSonus wagen sich mit dem PreSonus AR16c in analoge Gefilde. Die Paarung aus einem analogen Mischpult mit einem 1804 USB 2-Interface ermöglicht problemlose Aufnahmen im Proberaum, Projektstudio oder auf der Bühne. Leider steckt wie so oft der Teufel im Detail und PreSonus vergeben einige Chancen, die von der Konkurrenz teils besser genutzt wurden. So fehlt dem SD-Card Recorder die Möglichkeit, mehr als nur den Summenmix aufzunehmen. Mehrspuraufnahmen sind nur per USB möglich. Das Fehlen eines Displays macht zudem den Einsatz als Mediaplayer auf der Bühne schwierig. Die grundlegende Audioqualität ist sehr gut, die Effektqualität kann aber mit Mitbewerbern nicht mithalten. Das 2020 Studio Magic Plug-in Bundle ist hingegen mehr als nur eine Zugabe – hier bekommt man ein hochwertiges Plug-in Paket, das kaum Wünsche offen lässt. Studio One Artist ist als DAW auch nicht zu verachten und ermöglicht ein späteres Upgrade auf die vollwertige Studio One Version. Mit Capture gibt es eine einfach zu benutzende Live-Recording App mit dazu, in die sich das PreSonus AR16c nahtlos integriert. Für 599 Euro gibt es hier ein gutes Gesamtpaket mit kleineren Mängeln (Verarbeitungsqualität, Effektqualität nicht zeitgemäß, USB-Treiber könnte performanter sein). Die genannten Mängel fallen auf der Bühne aber weniger ins Gewicht und die einfache Bedienbarkeit macht es zu einer guten Alternative zu anderen analogen Kleinmischpulten.

Plus

  • tolles Plugin Bundel/Software-Paket
  • Audioqualität (ohne Effekte)
  • gute PDF-Bedienungsanleitung
  • leicht zu bedienen
  • 19"-fähig
  • beiliegende Rack-Winkel
  • Preis

Minus

  • Nutzen Capture SD-Recorder
  • kein Display
  • Verarbeitung
  • USB-Treiber Mac

Preis

  • 584,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    TobyB  RED

    Hallo Marcus,

    ohne Audio Hauptgerät im AMS kein Ton raus und rein aus dem MacOS. :)

    • Profilbild
      Markus Galla  RED

      Das ist nicht richtig. Ich benötige nie ein Hauptgerät. Der Treiber ist angeblich Class-Compliant und deshalb geht es im Prinzip am Mac sofort, so wie auch bei meinen X32 Pulten oder meinem iConnectivity Interface. Nix Hauptgerät :-)

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        TobyB  RED

        Dann würde ich mit einen Systemtool doch noch mal nachsehen, was der „Treiber“ so installiert oder gemacht hat. :) Es ist ja nichts ungewöhliches, wenn da etwas magisches passiert ist.

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          Markus Galla  RED

          Aber das ist es ja: Es wird ja gar kein Treiber benötigt und installiert. Universal Control habe ich wieder deinstalliert und das Pult lief noch.

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            Ashatur  AHU

            Ich besitze das Vorgängermodell und da Stöpsel ich auch nur ein und es geht.
            Aber ich hoffe das die Aufnahmelautstärke bei dem neuen Modell besser ist. Beim ersten Test dachte ich da kommt nichts an….das war falsch ist nur sehr leise… klar man kann nacher alles wieder lauter ziehen aber eine eine Signalüberwachung ist schier nicht möglich.

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            TobyB  RED

            Dann wurde beim Installieren des Universal Control vermutlich ein Script o.ä ausgeführt. Und deinstalliert wurde das Universal Control durch Löschen der Anwendung.

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              Markus Galla  RED

              Auch falsch. Mit der Deinstallationsroutine von Presonus selbst. Ganz so blöd bin ich nicht. Ich nutze Macs seit NuBus-Zeiten und bei PreSonus liegen in der Regel ordentliche Deinstallations-Apps bei. Für den Rest nutze ich Tools oder suche die Bestandteile von Hand und lösche sie aus dem Library-Ordner.

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                Markus Galla  RED

                Es hat wahrscheinlich einfach nur einen Neustart gebraucht, den Class Compliant Treiber eigentlich nicht brauchen. Universal Control wird für den Mischer laut Presonus nicht benötigt, erzwingt aber einen Neustart. Deshalb vermute ich, dass deshalb der Mischer auch nach der Deinstallation von Universal Control noch lief.

                • Profilbild
                  TobyB  RED

                  Eigentlich ist es ganz einfach. USB Gerät einschalten, warten bis es bereit ist. Mac einschalten. MacOSX findet USB Device und mountet es. In System> Sound ist das Interface sichtbar. I/O wählen. Es sollte nun ein Ton erklingen. Fehlerbehandlung, Energiespareinstellungen, alles abwählen. Wenn nach einem Neustart das Gerät immer noch nicht läuft im Syslog nachsehen ob das Gerät korrekt ins System gehängt wurde. Ggf. FAQ des Herstellers aufsuchen. Nach OS Updates klemmt gerne mal der NVRAM und USB Devices werden nicht gefunden oder funktionieren nicht immer korrekt, dann löscht man den NVRAM und startet neu.

                  Das ein ccUSB Device einen Neustart für den Betrieb braucht, halte ich für einen Fehler. Ich kann den allerdings nicht exakt Verorten. Deshalb würd ich mal in die Syslog vom Tag des Auspackens gucken. Ich steh nicht so auf Aussagen, das hab ich schon seit Nubus Zeit gemacht. Ich fand die bash auch mal ganz toll. die Welt dreht sich. Und Das du blöd bist hast du dir selbst unterstellt. Heute ist SysAdmin Anbetungstag. Hier ein Bier für dich. :)

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                    Markus Galla  RED

                    Das weiß ich alles, hilft dem Anwender aus der Zielgruppe aber nicht weiter und interessiert ihn auch nicht. Er will, dass das Pult nach dem Auspacken läuft und wird keine lange Testprozedur mit Fehleranalyse starten. Im Syslog stand das Pult übrigens auch nicht. Und die Ein- und Ausschalterei ist immer dabei, gleiches gilt für das NVRAM, wenn etwas dann immer noch nicht funktioniert. Einen Minuspunkt gibt es, wenn eine Funktion nicht so läuft wie versprochen. Class Compliant Treiber gehören beim Mac zum guten Ton dazu und es ist das erste Gerät (wenn ich mich richtig erinnere), bei dem das nicht so ist, das ich hier hatte. PreSonus arbeiten aber recht zügig an solchen Problemstellen.

  2. Profilbild
    Doc  

    Hallo,

    Informativer Test. Danke dafür.

    Der einzige Kommentar dem ich hier folgen konnte war Ashaturs… ;-)

    Das Treiberkauderwelsch….sorry, nix verstehn… deshalb nur Analoge Mixer.

    Digitale Mixer mit schlechten Effekten, keine Stereo Returns, so das man auch noch Stereoeingänge opfern muss…..
    Na wenigstens habense noch 2 Auxxe hingekriegt…. Respekt.

    Vielleicht gibs irgendwann mal nen Mixer für Syntheasten.
    Mit 8 Mono und 8 Stereoeingängen. 2 – 4 Auxwegen und Stereo Returns…

    Hoffentlich fühlt sich jetzt nicht die falsche Firma angesprochen… :-)

    Bisher musste ich dafür 2 Kleinmixer verwenden.

    Schönes Wochenende und bleibt gesund

    • Profilbild
      lightman  AHU

      Hatte jahrzehntelang das Mackie CR1604, bin dann auf VLZ4 umgestiegen. Ist alles drin, was der Synthesedingens braucht, 16 Kanäle, 4x Aux/Returns, Subgruppen und parametrischer EQ in den Kanälen, klingt gut und sprengt auch nicht die Bank.

      Geh‘ mir weg mit dem Digitalkäse, die lügen dir doch nur die Hucke voll von wegen wieviele Kanäle sie haben… ;)

      • Profilbild
        Doc  

        Hallo Lightman,

        endlich einen „Leidensgenossen… ;-)

        Hier steht Mackie 1202 VLZ4 und Mix-12 FX.

        Hall und Sync Delay auf die Auxxe…

        Da ich für fast jeden Synth ein Effektgerät nutze brauch ich viele Stereoeingänge.
        Selbst die gelobten internen Effekte vieler Synths lassen sich durch Externes noch verbessern. Gewaltig sogar. Vor allem der Hall…

        Obs Argon8, MinilogueXD, DM12, Workstations…etc sind.

        „Geh‘ mir weg mit dem Digitalkäse, die lügen dir doch nur die Hucke voll von wegen wieviele Kanäle sie haben… ;)“

        So isses…… in diesem Sinne – schönes WE.

        • Profilbild
          lightman  AHU

          Als sich abzeichnete, daß es mein gutes altes CR1604 ohne teure Überarbeitung nicht mehr lange machen würde, ging ich auf die Suche nach einem adäquaten Nachfolger. Das neue 1604 VLZ4 war natürlich sofort in engerer Wahl, aber nach fast 30 Jahren Mackie dachte ich, daß es nicht schaden könnte, auch anderen Herstellern mal ’ne Chance zu geben, was ein halbes Jahr Reviews lesen, mit Studioleuten sprechen und Vergleiche anstellen nach sich zog.

          Am Ende bin ich doch wieder beim 1604 VLZ4 gelandet, bei den anderen Mischern gabs immer irgendwelche Nachteile, meist zuwenig Sends/Returns. Die Digitalen habe ich mir auch angesehen, aber das ist ja hoffnungslos, da wird mit Features rumgeschmissen, die ich im Leben nicht brauchen werde, auch wenn die Routingmöglichkeiten meist schon recht cool sind,

          Steht zu hoffen, daß es Leute wie uns noch ’ne Weile geben wird, die analoge Kompaktmischer brauchen, damit der Markt dafür nicht noch kleiner wird.

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            Larifari  AHU

            Bin auch 1604 VLZ 1 Nutzer. Der läuft aber auch auf die Ziellinie zu. Den Master muss ich nach dem Einschalten erstmal mit einem hohen Pegel „freipusten“. Das gleiche Spiel nach ca 15 Minuten nochmal. Dann knackt es einmal laut und ab da läuft er anstandslos. Außerdem macken die Flachtbandkabel rum. Die kriegt man anscheinend nur zu Höchstpreisen.
            Was wars denn bei dir ?

            Mal sehen, nächstes Jahr muss was Neues her.

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              lightman  AHU

              Ich nutzte bis vor Kurzem mein altes CR1604 aus den späten 80ern/frühen 90ern, ist noch die US-Version mit 110V. Da haben sich in den letzten zwei Jahrren Stück für Stück div. Regler und ganze Kanäle verabschiedet. Die Kiste hat auch ein ähnliches Problem wie deine, nach fünf Minuten Aufwärmen läuft sie dann soweit.

              Beim CR1604 kann man die Kanäle ja nur in Vierergruppen tauschen, hab ich einmal gemacht, aber das war nicht billig und die Bastelei hat mir auch nicht gefallen. Hätte ich die Kiste komplett überholt, wäre mir das nahezu so teuer wie ein VLZ4 gekommen, also hab ich mir letztendlich eins gekauft, weil es eben ein 1604 ist, halt ohne „CR“. :)

              Kann mich aber nicht beschweren, das CR war bei hunderten von Gigs am Start, dann hab ichs auch noch öfter mal an Kollegen ausgeliehen, das hat sein Geld wirklich mehr als reingearbeitet.

              Mal sehen, wie es mit dem VLZ4 läuft. Die Faderkappen gefallen mir nicht, viel zu filigran für meine Bedürfnisse, aber das ist nur ein marginaler Punkt, es tut, was es soll, und das hoffentlich für lange Zeit.

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      Ashatur  AHU

      Ich hatte auch mehr erwartet.
      Klar das es für diesen Preiß keine Audiophile Vollmilchsau ist mir schon klar. Aber mit einem 100 Euro Interface von Presonus mache ich bessere Aufnahmen. Der Tester schrieb hier das nichts wackelt das scheint Presonus wohl in den Griff bekommen zu haben denn das Vorgängermodell ist von der Verarbeitung nicht anders als ein B. Pult.
      Was aber für mich praktisch ist das ich direkt zwei Stereo Returns, ohne zusätzliche verkabelung, von der Daw habe.
      Aber es war eine bewusste finanzielle Notlösung und wird sobald es der Geldbeutel es zulässt wieder durch was besseres ersetzt.
      Ich hatte jahrelang mit einem alten 24 Spur Tascam Mixer gearbeitet und das war Klangtechnisch das beste für mich.

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    Lapin

    hallo danke für den test,
    nur eine frage wieso wird die soundcraft mtk linie as alternative nicht erwähnt?

    die hat hier im test ganz gut abgeschnitten würde sagen eigentlich klang das fazit sogar positiver als bei diesem presonus.

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      gaffer  AHU 1

      Sehe ich genau so Lapin. Bei der Wahl zwischen den 12-Kanal Modellen wäre bei mir der Soundcraft eindeutig vorne, zumal er 25% günstiger ist.

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    Lapin

    achso verstehe.

    wobei die meisten leser wahrscheinlich mehr interessiert was es vergleichbares am markt hibt, als was der jeweilige autor gut kennt.

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      Markus Galla  RED

      Könnte man zwar machen, geht aber auch mit zwei Mausklicks bei Thomann bzw. wenn man das Produkt über meine Verlinkung bei Thomann aufruft, stehen beliebte Alternativen direkt unter dem Produkt.

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