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Test: Yamaha THR10, Gitarrenverstärker

(ID: 1060)

Die Rückseite der kleinen Kiste ist eher spärlich ausgestattet. Neben dem Anschluss für das Netzteil gibt es hier lediglich den USB-Port. Anschlüsse für Fußschalter oder etwa einen Effektweg sucht man hier vergeblich. Dafür stehen aber auf der Oberseite ein Kopfhörerausgang im 6,3 mm Klinkenformat sowie ein AUX-In im 3,4 mm-Format zur Verfügung. Die AUX- sowie USB-Signale können zudem mittels eines eigenen Lautstärke-Potis geregelt werden. Und natürlich soll hier der Klinkeneingang zum Anschluss des Instrumentes nicht unerwähnt bleiben. Dieser sitzt ganz rechts auf der Oberseite, besteht aus Metall und wurde fest und sehr solide mit dem Gehäuse verschraubt, was die Gefahr eines Herausbrechens so gut wie ausschließt. Überhaupt macht der Verstärker im Hinblick auf die Verarbeitung eine äußerst gute Figur. Alles wirkt robust, ist hochwertig verarbeitet und wie aus einem Guss geschaffen. Das betrifft insbesondere die sahnig-weich laufenden Potis, welche nicht etwa auf die Hauptplatine, sondern wie auch die Klinken-Inputbuchse mit dem Stahlblechgehäuse verschraubt wurden und somit auch einen härteren Stoß locker wegstecken können.

-- Rückseite --

— Rückseite —

Effekte

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Gar nicht mal sparsam geht der Yamaha THR10 mit Effekten um. Yamaha spendiert dem kleinen Amp alle notwendigen Effektsounds wie Chorus, Flanger, Phaser, Tremolo, Delay und sogar zwei verschiedene Hallparameter (Spring und Hall). Diese werden ebenfalls über zwei Potis dem Grundsound beigemischt und klingen aufgrund der Stereo-Signalführung unglaublich breit und räumlich. Die Effekte basieren auf den selben Algorithmen, wie sie auch in den Yamaha-Mischpulten der Oberklasse verwendet werden und klingen dementsprechend sehr hochwertig. Genaueres dazu aber später im Soundcheck.

Eine Dreifach-Funktion übernimmt ein kleiner Taster unweit des Power-Switches. Mit ihm lassen sich zum einen die Verzögerungsdauer des Delays sowie bei Betätigen > 2 Sekunden der integrierte Tuner aktivieren. Auskunft über den Stimmvorgang bietet ein kleines, rundes Display, welches weiterhin auch die momentan ausgewählte Nummer des Speicherplatzes anzeigt. Die dritte Funktion dieses Schalters betrifft die Signalführung der Endstufe, denn durch ein Drücken des Schalters > 3 Sekunden aktiviert dieser die „Extended Stereo“-Funktion und sorgt damit für ein breiteres und somit noch räumlicheres Stereo-Klangbild.

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Der Editor

-- Der Editor für den THR10 --

— Der Editor für den THR10 —

Auf der Yamaha Website lässt sich kostenlos der Editor für den THR10 herunterladen, zum Betrieb muss aber auch zusätzlich noch ein weiterer „Yamaha-Steinberg USB-Treiber“ installiert werden. Nach der Installation dieses Treibers, dem Anschließen mittels des mitgelieferten USB-Kabels an den Computer und einem Neustart ist der Editor dann einsatzbereit und erlaubt durch seine komfortable Benutzeroberfläche ein einfaches Editieren und Archivieren der Presets. Es stehen, neben der Sicherung der Sounds auf einhundert Speicherplätzen, auch weitere Zugriffsmöglichkeiten auf die Klangarchitektur des Yamaha THR10 zur Verfügung. So lassen sich über ein Popup-Menü verschiedene virtuelle Boxentypen, ein Kompressor, zwei weitere Halltypen (Room und Plate) sowie ein Noisegate anwählen. Und Yamaha spendiert auch gleich fünfunddreißig Presets für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche, welche mittels eines Mausklicks blitzschnell in den Amp transferiert werden können. Und für diejenigen, die sich an der Beleuchtung der Front stören: Auch das lässt sich mithilfe des Editors regeln bzw. abschalten.

Unter MacOS 10.6.8 lief der Editor während der Testdauer ohne Probleme oder Abstürze. Er erweitert den Funktionsumfang des Amps bedeutend und sollte daher auf jeden Fall installiert werden!

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Klangbeispiele
Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Mann, das Ding sieht derart toll aus, dass ich es unbedingt haben will… allein, ich brauch’s leider nicht. Und für mein eigenes Designmuseum fehlt’s mir an Platz und Geld. Schade.

    Wie klingt das Gerät denn als mobile HiFi-Anlage am iPod?

    • Profilbild
      Stephan Güte RED

      Hi p.lange,

      nun..das Teil klingt quasi wie ein Hi-Fi-Stereorecorder..das das AUX IN-Signal nicht in ein Mono-Signal „gepresst“ wird und die Speaker auch in der Lage sind ein sauberes Frequenzbild abzugeben, ist das wirklich ne ganz ganz feine Sache!!

      Gruß,

      Stephan

    • Profilbild
      Tai AHU

      @p.lange – da gibts nichts hinzuzufügen
      @zuperfly: welches OS, welcher Rechner? Hast du die Rechte gecheckt/repariert? Ist allerdings schon ein paar Wochen her :)

    • Avatar
      AMAZONA Archiv

      Ha, jetzt hab ich doch ein paar Gründe gefunden, das tolle Design-Teilchen zu kaufen :-)

      Man mag’s nicht glauben, aber das Ding ist sogar ein perfekter Bassverstärker für Zuhause. Nicht zu fett, so dass die Nachbarn sich nicht beschweren, aber trotzdem unglaublich pfundig, rund und bassig. Und als mobile iPod-Anlage tatsächlich erstaunlich gut.

      Auch von mir die totale Kaufempfehlung!

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Habe seit gestern den THR10 und schaffe es leider nicht, den erforderlichen MIDI/Audio-Treiber auf dem Mac zu installieren. Am Ende des Installationsprogramms kommt immer die Meldung „Installation fehlgeschlagen – Der folgende Installationsschritt ist fehlgeschlagen: run preflight script for Yamaha Steinberg USB Audio Driver“
    Leider konnte ich dazu im Internet nichts finden – hat jemand eine Idee oder gibt es irgendwo ein Support-Forum für den THR? Danke!

    • Profilbild
      Stephan Güte RED

      Hi, zuperfly

      bei mir funktionierte die Installation ohne Probleme (MBPro, OSX 10.6.8)….zur Not einfach mal den Yamaha Support kontaktieren!

      Gruß,

      Stephan

  3. Profilbild
    Onkel Sigi RED

    Uff………
    Der klingt ja echt nach richtig.
    Wüsste ich es nicht, würde ich auf Röhre tippen.

    Musikalische Grüße

    Onkel Sigi

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