Vergleichstest: Akai MPC Studio black, Native Instruments Maschine MK2, Groove Production Studio

19. Juni 2016

Wer bietet den besten Production Groove?

Der Markt der „Groove Production Studios“ bestehend aus Hardware-Controller und dazu gehöriger Software ist hart umkämpft. Sowohl Akai als auch Native Instruments bieten passende Lösungen in verschiedenen Ausbaustufen und in unterschiedlichen Preisklassen an. Für den aktuellen Vergleichstest wurden von Akai die MPC Studio Black und die Native Instruments Maschine MK2 ausgewählt. Preislich liegen beide Geräte zwar in ihren Preisen rund 190,- Euro auseinander, bieten aber einen ähnlichen Lieferumfang sowie eine vergleichbare Ausstattung der Hardware. Aber wer ist denn jetzt der Beste fürs Studio oder den Live-Einsatz? The winner is …

Vergleichstest-AKAI-MPC-Studio-Native-Instruments-Maschine-MK2

Ausgangssituation

Während Native Instruments Maschine MK2 bereits seit Oktober 2012 auf dem Markt ist, wurde die Akai MPC Studio Black erst Anfang dieses Jahres auf der NAMM 2016 vorgestellt und ist seit Anfang März im Handel erhältlich. Die MPC Studio Black ist dabei der mit einem Facelift überarbeitete Nachfolger der bisher erfolgreichsten Hybrid-MPC, der silberfarbenen MPC Studio.

Beide Geräte präsentieren sich mit einer sehr edel wirkenden schwarz gebürsteten Aluminium-Oberfläche, sind solide gebaut und machen einen extrem hochwertigen Eindruck. Die MPC Studio Black bringt rund 1,16 kg Kampfgewicht bei Gehäusemaßen von 284 x 257 x 39 mm auf die Waage. Bei der Maschine sind es hingegen 2,1 kg bei Gehäusemaßen von 320 x 295 x 65 mm. Aufgrund des Gewichts und der kompakteren Bauform lädt die MPC Studio Black gerade dazu ein, auch im Mobileinsatz genutzt zu werden.

Lieferumfang

Nicht kleckern, sondern klotzen scheint bei Native Instruments das Motto gewesen zu sein, wenn man sich die umfangreiche Software-Ausstattung der Maschine anschaut. Neben der eigentlichen Software Maschine, die in diesem Test in der Version 2.4.0 vorliegt, spendiert der Hersteller eine Sound-Library mit einer Größe von mehr als 6 GB. Weiterhin wurde der Maschine das Software-Paket Native Instruments Komplete Select spendiert, das insgesamt rund 10 Vollversionen (Massive, Prism, Scarbee Mark I, Solid Bus Comp, Drumlab, The Gentleman, Vintage Organs, Monark, Retro Machines und West Africa) im Lieferumfang enthält.

Native Instruments Maschine MK2 Zubehoer

Toll ist, dass Native Instruments Komplete Maschine MK2 Crossgrade-fähig auf Komplete 10 oder Komplete 10 Ultimate ist. Die Sound-Library und Native Instruments Komplete Selection sind als DVDs im Lieferumfang vorhanden. Das neuere Komplete Select, dass Komplete Selection ablöst und umfangreicher ist, kann nach Registrierung der Maschine direkt über das Native Instruments Service Center auf den eigenen Rechner herunter geladen werden. Zusätzlich liegen in der Verpackung mehrere Aufkleber mit dem Maschine Logo und dem Schriftzug von Native Instruments bei. Ein Handbuch in gedruckter Form fehlt, liegt aber digital in verschiedenen Sprachen vor.

Bei der Akai MPC Studio Black liegen zwei MIDI-Adapterkabel, ein mehrsprachiges Quickstart-Handbuch, eine doppelseitige Kurzübersicht über den Hardware-Controller und eine MPC Software Download Card bei. Auf physikalische Medien zur Software-Installation wurde dabei verzichtet. Softwareseitig hat sich Akai ebenfalls nicht lumpen lassen. Neben der eigentlichen MPC-Software liegen mehrere von Sonivox erstellte MPC-Expansions (The BANK, The Noise, The Wub und 809) bei. Inhaltlich bieten diese verschiedenste auf Samples basierte Synthesizer und eine kaum überschaubare Menge an Drum Sounds quer durch alle Epochen der Drumcomputer-Geschichte. Freuen werden sich besonders Besitzer älterer Hardware MPCs, denn alle Sounds der legendären MPC3000 Library sind ebenfalls mit dabei. Als besonderes Schmankerl liegt zusätzlich noch eine schwarze Neopren-Hülle bei, die die MPC Studio Black perfekt während des Transports in einem Rucksack schützt.AkAI MPC Studio Black Zubehoer

Beiden Geräten liegt natürlich auch noch das obligatorische USB-Kabel zum Anschluss an den Computer bei.

Forum
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    gaffer  AHU

    Ich bin meilenweit davon entfernt alles was schwarz ist automatisch gut zu finden. Farbe ist prima. Aber was hat der Designer von NIs Gerät geraucht? Wollten die mal mutig sein. Sicher, in der Dunkelheit usw. usw. Trotzdem, ist einfach ein richtig mieses Design. Hätte ich das Gerät entworfen und würde das Titelbild dieses Beitrags sehen (und wäre nüchtern) würde ich mich still und leise zurückziehen

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      Tyrell  RED 12

      Für mich auch ein Gräuel, die bunt blinkenden Pads die nun bei vielen Geräten in Mode gekommen sind. Die Disco-Beleuchtung war der Hauptgrund, warum ich mich von der TR8 wieder getrennt habe.

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      DuncanMcDope

      die bunten pads haben auch einen praktischen nutzen , man kann jede farbe auch jedem pad zuweisen , um den überblick zu behalten , zum beispiel rot für drums , blau für synthsounds. , so kann die Maschine also auch optisch nach den eigenen wünschen angepasst werden.

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        KravenZ

        Wobei der Farbwechsel leider nur per Maus in der Software möglich ist und leider nicht per Maschine Controller.

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    synthlab01  AHU

    Ich kann mich deinem Kommentar nicht anschließen. Selbst bei schlechten Lichtverhältnissen lässt mit der Maschine MK2 dank der beleuchteten Tasten hervoragend arbeiten. Die Maschine MK2 ist neben schwarz auch in weiß erhältlich. Über Schmack in diesen Fall Design lässt sich bekanntlich streiten.

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    AMAZONA Archiv

    Achtung Spoiler:
    Einen wirklichen Sieger kann ich in diesem Vergleich nicht ausmachen. Beide Testkandidaten haben ihre ganz individuellen Stärken und Schwächen.

    Mehr muss man auch nicht wissen. Ein sinnfreier Artikel der Kernprobleme auslässt: Softwareintegration und OS Support. (Ni derzeit ganz schlimm).
    Beide Kisten kommen im Hardwaregewand nicht an die Möglichkeiten die Software nunmal bietet nicht heran.
    Alternativ kommt man mit nem vernünftigen 4mal4 Padklopper und gut sortierten (eigenen)Samples weiter.
    Das Content seitens NI ist mehr oder weniger eine Werbebroschüre für derren Katalog. Was hat eine Reaktor Groovebox, die ,,nicht ´´über die Maschine Hardware zu bearbeiten ist, dort zu suchen? Überhaupt ist die Einbindung von Plugins schwach und zwar so richtig schwach. Vorallem für Drittanbieter.

    Ich kann niemanden diese Gerätegattung empfehlen weil sie gross sein wollen aber nicht der Möglichkeiten Herr werden.

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      Tyrell  RED 12

      Ich hatte die Maschine MKII ebenso wie die AKAI MPC. Für mich war der Workflow der MASCHINE eine blanke Katastrophe. Zwei Wochen nicht bedient, schon musste man wieder Tutorials büffeln. Anders die MPC – hier war schon seit Generationen AUSPACKEN und LOSLEGEN angesagt. Aber vielleicht bin ich ja Old School? ;-)

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        synthlab01  AHU

        Der Einstieg in die Maschine MK2 war für mich am Anfang auch etwas steinig. Aber irgendwann ging es dann. Das du dich mit der MPC gleich angefreundet hast kann ich als Hardware MPC Besitzer gut nachvollziehen.

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    arnimhandschlag  

    größtes manko an beiden geräten sowieso dass es kein stand alone gibt – wie schon von Charlatan erwähnt, ein 4×4 pad controller tuts auch wenn man noch andere midicontroller im einsatz mit ableton live hat. oder dann push eben. hatte mal eine maschine ausgeliehen konnte aber meins wars wirklich nicht. Die Plugin integration ist ja wohl auch mehr promotion als tatsächlich nützlich, ich frage mich auch woher irgendwer in berlin wissen will welche parameter ich am liebsten editieren möchte. das ist ja wirklich nur für den schnellen preset-jäger von bedeutung. ganz zu schweigen mal von dem irrsinn bei maschine im studio wenn man da z.b. den monark in reaktor laufen hat, der läuft in der maschine und die läuft als re-wire in der daw. noch ein paar kaskaden mehr und man würde vor lauter fenster umschalten gar nicht mehr zum musikmachen kommen

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      synthlab01  AHU

      Die Maschine läßt sich direkt als Plugin(VST, AU oder AAX) in eine DAW laden. Das NKS Format von NI unterstützen mittlerweile schon einige Plugin-Hersteller. Damit ist eine Integration von einigen Dritthersteller-Plugins ser wohl möglich. Ich weiß nicht mit welcher Software-Version der Maschine du damals gearbeitet.
      Deine Kritik am Support von NI kann ich leider nicht nachvollziehen. Für Software-Hersteller wir es generell immer schwieriger den immer kürzeren Update-Zyklen von Microsoft und Apple hinterher zu kommen. Probleme mit Software kann es immer mal geben. Das NI sehr schnell reagiert kann man gut am letzten Update der Maschine Software sehen.

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        arnimhandschlag  

        Mit dem Support von NI bin ich vollstens zufrieden. Mir ging es um die Kaskadierung von Geräteinstanzen im DAW Studio wenn die Kiste läuft.

        Ich finde die Nummer mit dem NKS Format gut, ich finde es nur schwierig einen, sagen wir mal VA-Synth Plugin mit 8 Potis zu steuern. So richtiges Live-Feeling kommt da halt nicht auf. Gilt aber nicht nur für die Maschine sondern für alle Mitbewerber gleichermaßen

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    AMAZONA Archiv

    Hallo,
    Vielen Dank für den interessanten Vergleich dieser beiden Hybridmonster! Meiner bescheidenen Meinung nach geht es hier jedoch arg drunter und drüber, denn ( wie im Artikel ja auch anklingt) Maschine ist KEINE Groovebox mehr, sondern spätestens seit Ver.2.0 Native’s Interpretation eines Hybriden Über- synths der die ganze Palette von Reaktor bis The Giant nutzen kann. NI hatte diesen Ansatz ja schon mit Kore verfolgt, und als Nutzer von Kore hat man mir auch Maschine als Nachfolger angepriesen und angeboten. Maschine ist m.E. auf dem Weg zur DAW, hier hinkt nur noch der Sequenzer, der ja nun mit 2.4.6 konsequent aufgebohrt wurde ( was war hier schlecht, bitte? NI hat innerhalb von 24 Std. das verbockte 2.4.5 ersetzt. shit happens). So, jetzt zur MPC. Die MPC1000 war für mich eine Befreiung aus der Legowelt von Cubase , und die MPC2500 habe ich geliebt als größere Schwester der 1K. Mit JJOS nach wie vor herrliche Maschinen! Mit den neuen „AKAI MPC“ ( ist ja nur noch eine Marke) hätte man eher Arturias Spark bzw. Spark LE vergleichen sollen. Ja, und wie auch schon im Test anklingt, ist bei beiden Plattformen- wie bei allen Plattformen- eben eine Einarbeitung nötig. Man sehe sich den Glaubenskrieg der Elektron- Jünger an, wenns um Usability geht. Ich finde Maschine komplex, aber logisch. IMO siegt also ganz klar die Birne über den Apfel.
    Best,
    Jh

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    Soonisnow

    Ich möchte auch noch einmal das Korg Padkontrol in Verbindung mit Steinbergs Halion in die Waagschale werfen. Das Padkontrol hat exzellente Pads, der X-Y- Ribbon Controller ist ein sehr kreatives Parametertool, welches auch bei Software Synths zu teils ganz unglaublichen Ergebnissen führt (z.B. Resonance und Cutoff, Cutoff und Pitch eines Oszillators, Cutoff und Fx- Level auf x- und y- Achse gelegt). Seit Halion3 können in Cubase ge- „slice“- te Loops mit drag and drop in Halion geschoben werden und sind automatisiert auf einzelnen Notenwerten und damit Pads spielbar. Für mich ist das Pad mit 60-90€ Gebrauchtmarktpreis in Verbindung mit Cubase/ Halion das Groovetool schlechthin geworden.

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