Vergleichstest: aktive 12-Zoll Monitorboxen, Dynacord A112A, Behringer Eurolive B812NEO, the box MA1220 MKII, Solton MF300A, dB Technologies Flexsys FM12

20. Mai 2016

00_Amazona_Vergleichstest_Monitorboxen_12

Nachdem wir uns im vorherigen Special fünf Monitore mit 10″ Woofer angehört haben, soll nun die wohl am häufigsten eingesetzte Größe in Augen- und Ohrenschein genommen werden. Diesmal stellen sich fünf Boxen mit 12″ Speaker im Preisbereich von 249,- bis 639,- Euro zum Vergleich. Auch dieses Mal kommen wieder nur aktive Modelle zur Auswahl.

 

Dynacord A112A

Dynacord A112A

Dynacord A112A

Wir starten diesmal mit der preisintensivsten Box im Testfeld. Die A-Line von Dynacord umfasst drei Modelle, die jeweils aktiv oder passiv angeboten werden. Neben der A112(A) ist noch die A115(A) verfügbar, in der, klar, ein 15″ Woofer werkelt. Dazu gesellt sich noch der A118(A) Subwoofer.

Die Kombi aus A112A und A118A hatte schon unser PA-Fachmann Peter Ludl im Test, hier der Link:

https://www.amazona.de/test-dynacord-a-line-aktivboxen/

Das Gehäuse ist aus 15 mm Birken-Multiplex gefertigt und mit einem strapazierfähigen Strukturlack beschichtet. Das stabile Wabengitter ist mit Akustikschaum hinterlegt und ist über die seitlichen Kanten gezogen. Somit dient es in der Monitorposition als guter Schutz vor aufgestellten Füßen. Durch die Monitorschräge wird ein Aufstellwinkel von 60° angeboten. Gummifüße gibt es leider nur auf der Unterseite, d.h., wenn die Box in den meisten Fällen sowieso auf dem integrierten Hochständerflansch platziert ist. Der Rutsch- und Lackschutz in der Monitorposition wurde eingespart.

Die A112A muss mit einem Griff auskommen, der auf der rechten Seite eingelassen ist. Das ist nicht optimal, bei dem recht geringen Gesamtgewicht von 16,8 kg aber vertretbar. Mit 607 x 362 x 340 bietet das Gehäuse recht kompakte Maße. Ein Wort noch zur Verarbeitung: Dynacord verschweigt nicht, dass die A-Line „Made in China“ produziert wird. Die A112A unterstreicht, dass dies definitiv kein negatives Qualitätskriterium mehr darstellt, weder in Verarbeitung wie auch im elektronischen Bereich konnte ich hier Abstriche zu „Made in good old Germany“ feststellen.

Neben dem 12″ Woofer arbeitet ein Hochtöner mit 1,5″ Treiber. Der Abstrahlwinkel beträgt 90° x 50° und ist nicht veränderbar. Beide Komponenten stammen von Electro-Voice, was nicht weiter verwundert, da beide Traditionshersteller seit geraumer Zeit demselben Firmenkonstrukt angehören.

Befeuert wird der Monitor von einer Bi-Amp Class-D Endstufe mit 500 Watt/RMS Gesamtleistung. Die digitale Signalverarbeitung umfasst getrennte Limiter für beide Wege und EQs und Crossover mit FIR-Technologie. Von 55 Hz bis 17 kHz reicht das Frequenzspektrum, der Schalldruckpegel ist mit 121 dB angegeben. Die Trennung zwischen Woofer und Tweeter liegt bei 1,7 kHz.

Die Elektronikeinheit bietet zwei Eingänge.

A112A Anschlussfeld

A112A Anschlussfeld

Input 1 verfügt über eine Klinke-/XLR-Kombibuchse und ein Cinch-Paar. Dessen Signal wird natürlich intern summiert. Die Buchsen können gleichzeitig genutzt werden, es steht jedoch nur ein Levelpoti zur Verfügung. Input 2 ist ebenfalls mit einer Kombibuchse ausgeführt und kann zwischen „Line“ und „Mikrofon“ umgeschaltet werden. Eine Phantomspeisung für Mikrofone ist nicht vorgesehen. Auch Kanal 2 hat einen eigenen Level-Regler, die Gesamtlautstärke wird im Master mit „Volume“ eingestellt. Diese Einheit verfügt über eine LED, die Übersteuerung anzeigt und zwei Schiebeschalter. Hiermit wird zwischen den beiden Sound-Presets „Main“ und „Monitor“ umgeschaltet, mit dem Zweiten lässt sich ein LowCut bei 100 Hz setzen.

Auch ein Output als XLR ist vorhanden, hier kann zwischen Line 1 oder dem Mix der beiden Eingänge ausgewählt werden. Powerschalter und Netzgerätebuchse runden den Powerblock ab. Die Kühlung erfolgt passiv über die Geräterückseite.

Preislich liegt die A112A bei 639,- Euro. Der Soundcheck wird zeigen, ob sie das wert ist.

Forum
  1. Profilbild
    LOSCHI von Querschlach

    Der Test ist für mich nur die halbe Wahrheit!

    Die Dynacord ist bestimmt eine gute Box. Der Test ist jedoch ohne QSC, Yamaha, Turbo Sound, und andere Top Hersteller nicht zu gebrauchen. Z.B die QSC K12 war bisher die beste Box die ich je getestet habe. Die QSC K112 ist nochmals einen Ticken besser. Da noch den passenden QSC Sub Bass drunter und die PA ist fast perfekt.

    • Profilbild
      Armin Bauer RED

      Ich habe mit der QSC K-Serie gearbeitet und ja, prima Material. Hier fiel sie einfach raus, weil sie meine gesetzte Budgetgrenze überzogen hatte. Es galt, wie bei allen drei Vergleichstests 5 Exemplare auszuwählen und dabei noch 1 oder 2 Exoten vorzustellen.
      Den Anspruch eine umfassende Marktanalyse anzuliefern hatte ich nicht und war so natürlich auch nicht zu leisten.
      Von daher verstehe ich die Kritik nicht so ganz. Meine Aufgabenstellung war eben nicht die beste Box um die 1000,- Euro zu finden.

    • Profilbild
      Armin Bauer RED

      Ach ja, was ich noch vergessen hatte: Es ging hier um Monitorsysteme, die evtl. Eignung als Front oder Anwendung als Instrumentenverstärker zählt zur B-Note.
      Das Argument „Bass drunter = Super PA“ geht also leider am Thema vorbei.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.