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Workshop: Abmischen und Mixing von Metal – Teil 1

5. April 2022

Mehr Druck! Wie man Metal richtig mixt!

Er polarisiert wie keine andere Musikrichtung, der Metal. Bereits bei der Erwähnung des Wortes fällt bei vielen Musikhörern sofort eine Klappe, haben sie doch zumeist genau die Unterart vor Augen, welche sie am meisten abstößt, nicht wissend, dass der Oberbegriff Metal für eine nahezu unerschöpflichen Artenreichtum von ultra tief gestimmten, schleppenden Rhythmen über extrem eingängige Pop-Arrangements bis hin zu Karnickelfick High-Speed-Shredding mit Chipmunk-Vocals steht. Es gibt allerdings einige Besonderheiten, welche nahezu allen Metal-Musikrichtungen zugrunde liegen, welche wir in diesem Workshop einmal näher unter die Lupe nehmen wollen, um bei der nächsten Metal-Produktion möglich viele Fehler zu vermeiden und das Maximale aus seinen Fähigkeiten herauszukitzeln.

Wie Mixt Man Metal Workshop

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Worauf kommt es beim Metal-Mixing an?

Um es einmal ganz klar zu stellen, Metal ist eine Kunstform, wobei es nicht um den künstlerischen Ausdruck geht, sondern die Umsetzung der Musik, bei der zu allen „künstlichen“ Mitteln gegriffen werden, welche auf dem Markt verfügbar sind. Hier wird sich der eine oder andere fragen, was daran so besonders sein soll. Nun, während zum Beispiel elektronische Musik niemals den Anspruch erhebt, in irgendeiner Art von Menschen analog über traditionelle Instrumente mittels „handgemachter Musik“ reproduzierbar zu sein, herrscht beim klassischen Metal-Fan immer noch die Annahme, dass im Studio oder auf der Bühne 4-6 Musiker mit ihren Instrumenten DAS aufnehmen, was sie genau in diesem Augenblick dem Hörer kredenzen. Noch ein bisschen die Lautstärken abgleichen, fertig ist das Album. Dies bedeutet, dass alle Abänderungen, welche im Klangmaterial bzgl. Arrangement und Handwerk der einzelnen Künstler getroffen werden, sollten zumindest theoretisch Live umsetzbar sein, so dass es immer einen „ehrlichen“ Charakter für den Fan hat. Dass Live mittlerweile aufgrund der Backingtracks noch mehr gelogen und betrogen wird als im Studio, steht dabei auf einem anderen Blatt.

Die Realität könnte daher nicht diametraler ausfallen. Es stimmt, dass im Bereich Metal im Vergleich zu anderen Musikrichtung wie zum Beispiel Schlager, Dance oder Elektro noch vergleichsweise viel Handwerk zum Einsatz kommt, selbiges wird allerdings komplett der einen und einzigen Maxime untergeordnet und diese lautet DRUCK! Das Problem ist, dass jeder Musikhörer selbigen Ausdruck anders definiert, aber eins ist sicher, es gibt einige Punkte, welche es zu berücksichtigen gibt, bzw. die erfüllt sein müssen, dass so etwas wie Druck entstehen kann. Schaun wir mal.

ACHTUNG! Ich werde in diesem Artikel meine persönliche Meinung wiedergeben und die Erfahrungen, welche ich als Produzent und Instrumentalist in meiner Laufbahn gesammelt habe. Dabei liegt es in der Natur der Sache, dass einige Stilistiken / Bands / Ansätze / Definitionen besser wegkommen als andere. Sollte ich also einem Fanboy in diesem Artikel auf die Füße treten, da ich seine präferierte Musikrichtung nicht entsprechend wertgeschätzt oder seiner Meinung nach falsch interpretiert habe, tut es mir leid.

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Metal abmischen – Die Band als solches

Wir gehen der Einfachheit halber einmal von einer klassischen Metal-Besetzung aus, die schon vor 40 Jahren und jetzt immer noch da heißt V, 2x G, B, Dr. Wie lassen jetzt einmal die Fähigkeiten der Musiker im Gesamtkontext oder aber als Einzelpersonen im Bereich Songwriting außen vor, da man allein über diesen Bereich 10 Workshops füllen könnte und man hätte noch nicht einmal die Spitze des Eisbergs gesehen. Von daher sagen wir, die Band hat sich auf einen oder mehrere Songs geeinigt und der Bereich Musik und Text steht.

Um nun dem Song so etwas wie Druck zukommenzulassen, ist das Allerwichtigste, dass die gesamte Band über ein perfektes (nicht gutes, sondern perfektes!) Timing verfügt. Der Grund ist simple Physik. Selbst wenn wir die Vocals einmal außen vorlassen, welche ja zumeist eine „Erzählfunktion“ haben und daher rhythmisch freier agieren können, hat ein Abschlag, eine Betonung oder ein durchgehender Rhythmus nur dann einen entsprechenden Druck, wenn alle Musiker den Abschlag im Millisekundenbereich gleich treffen. Nichts macht eine Produktion „labberiger“, als wenn 4 Musiker jeweils zu 4 unterschiedlichen Zeiten ihre Betonungen spielen. Von daher ist das Üben zum Metronom gerade im Metal ein absolutes Muss.

Noch einmal kurz zur Erinnerung, ja, ich weiß, die Stars des Metals hatten in ihrer Anfangszeit teilweise ein katastrophales Timing und ich rede nicht nur von Lars Ulrich (dafür hat er ein Nettovermögen von geschätzten 350 Mio …), aber wir haben 2022. Niemand verzeiht bei den heutigen Möglichkeiten noch ein hoppelndes Drumset, einen schleppenden Bass oder treibende, unrunde Gitarren. Und ja, natürlich kann man heutzutage Instrumente rucken, aber die wenigsten haben eine Vorstellung davon, was für katastrophale Auswirkungen das teilweise auf den Gesamtsound hat. Später mehr dazu. Ein Tipp aus meiner Erfahrung bzgl. üben zum Metronom. Ich mache für mich immer die besten Erfahrungen, wenn ich nicht „zum Metronom übe“, sondern mir einbilde, ich müsste das Metronom „führen“ (was natürlich völliger Blödsinn ist). Spiele ich „zum“ Metronom, geht der Großteil meiner Konzentration dafür drauf, auf das Metronome zu hören. Dadurch bin ich zwar total im Beat, spiele aber vergleichsweise belanglos und ohne Attitüde. „Führe“ ich aber das Metronom, werde ich vom Metronom an der Leine bzgl. Timing gehalten, spiele aber deutlich ausdrucksstärker und besser.

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Metal abmischen – die Drums

OK, ich bin einmal ganz ehrlich, vielleicht 1 % aller Metal-Produktionen weltweit werden bei den Drums heute noch nach dem Prinzip Trommel / Becken – Mikrofon – Preamp gemacht. Warum? Weil der Aufwand für einen hochwertigen Klang bei einem akustischen Drumset gigantisch ist! Nicht nur dass du einen riesigen Satz an Mikrofonen mit entsprechenden Eingangskanälen am Pult, respektive Interface benötigst, nein, du brauchst auch noch einen fantastisch spielenden Drummer, welcher Handwerk mit Timing in Perfektion verbindet. Im Gegensatz zu Mono-Signalen wie Gitarren / Bass etc. kannst du Drums nur viel schwieriger schneiden, da zum Beispiel Becken überhängen oder du entsprechende Doppetrigger hast.

Wer einmal einen Tag damit zugebracht hat, nur allein Kick und Snare auf einen Beat zu rucken, verliert sehr schnell die Lust an der Arbeit, wobei die Automatisierung dieser Arbeit, welches einige Programme anbieten, zumindest bei mir niemals eine annehmbare Qualität geliefert hat. Nicht jeder hat die Nerven wie beim schwarzen Album von Metallica, einen Monat lang die Drums so zurecht zu rücken, dass man von einem Rhythmus sprechen kann. Dazu kommt der Fakt, dass das Mikrofonieren von Drums zusammen mit der Gitarre das komplexeste Unterfangen ist, was man sich tontechnisch vorstellen kann. Allein das Übersprechen (Bleeding) der einzelnen Trommeln und Becken setzt großes Fachwissen voraus, vom passenden Raumklang ganz zu schweigen. Hochwertige Drum-Aufnahmen verschlingen in einem regulären Mietstudio einen ordentlichen fünfstelligen Eurobetrag, so dass die meisten Bands sich diese Aufnahmemethode gar nicht leisten können.

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Metal abmischen – Librarys und MIDI

Daher hat sich zumindest im Metal in den letzten Jahren das Arbeiten mit Librarys durchgesetzt, welche man auf 3 verschiedene Arten nutzen kann. Ca. 50 % aller Metal-Produktionen sind bzgl. der Drums am Keyboard programmiert, wobei es meistens einen sehr großen Unterschied macht, ob der Drummer dies selbst macht oder irgendeine Nase, der zu wissen meint, wie ein Drummer zu spielen hat. Nimmt man z. B. die z. Zt. führende Plattform Superior Drummer 3 und nimmt die passende Library dazu, ist es bei schwerem Metal-Gekloppe auch aufgrund der unzähligen „Humanize“ Möglichkeiten nicht mehr zu unterscheiden, ob die Drums eingespielt oder programmiert wurden.

Wer seinen persönlichen Touch noch stärker zur Geltung bringen will, hat noch 2 weitere Möglichkeiten, einen guten bis sehr guten Sound für ein kleineres Budget auf HD zu bringen. Man kann die Drums auf einem E-Drum-Set in MIDI einspielen und nimmt im Studio per MIDI-Signale die jeweilige Library oder aber man spielt in einem möglichst neutral klingenden Raum die Drums regulär ein, achtet aber besonders auf eine High-End-Abnahme der Becken und der HiHat, während die Trommeln nur für das spätere Triggern der Library benutzt werden und daher klanglich eher stiefmütterlich behandelt werden. Das Triggern von Becken hat sich bisher immer noch als Schwachpunkt herausgestellt, weshalb man hierauf seinen Fokus, am besten mit Einzelabnahme der Becken / HiHat plus Overhead legen sollte. Da Dynamik im Metal generell sehr rudimentär verwendet wird (bzw. im Mastering ohnehin komplett zerschossen wird), liegt die typische Velocity-Range immer im dreistelligen Bereich, so dass die Feinarbeit meist ohnehin dem Grundpegel zum Opfer fällt.

Die meiste Arbeit wird darin liegen, den Drummer zu überzeugen, dass diese Arbeitsweise dem Bandbudget zugute kommt und nicht eine Abwertung seiner Person bedeutet. Je nach Professionalitätsgrad kann dies sehr schnell gehen oder quälende Diskussionen nach sich ziehen. Ich empfehle daher jedem Bandleader, sich rechtzeitig mit diesem Thema auseinanderzusetzen, oder aber mehr Budget für die Produktion aufzutreiben.

Welchen Drum-Sound letztendlich zu bevorzugen ist, kann man global nicht sagen, da die Möglichkeiten jeglichen Workshop sprengen würden. Ich persönlich empfehle jedoch, sich von den berüchtigten, aktuell Snare/Kick-Mixen freizumachen, bei denen man weder Becken und erst recht keine HiHat mehr wahrnimmt. Ein solch komplexes Instrument wie die Drums arbeiten bzgl. der einzelnen Klangerzeuger sehr interaktiv, d. h. z. B. ein Kick-Abschlag ohne Becken ist völlig sinnlos.

Im nächsten Teil der Serie wenden wir uns den Bereichen Vocals und Bass zu.

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Forum
  1. Profilbild
    Lapin

    Als genrefremder Elektroniker hätte ich ein paar Fragen aus Neugierde:

    Drumbus Kompression und saturation? Üblich oder besser nicht um live Reproduzierbarkeit zu erhalten?

    Sachen zur kick sidechainen wird man im Metal eher nicht machen oder?

    Stell mir die low mids und mids relativ bei den meisten Tracks voll vor, wird da schon bei den Drums mit eq Platz für zb die Gitarren gemacht?

    Und zuletzt die Frage des reverbs, Grade wenn die Drums durch sample libraries produziert werden, fehlt dann der Hall von der traditionellen room mic Methode? Kompensiert man das mit reverb FX send oder ist das im gesamtkontext eh wurscht und daher besser trockene Drums?

    • Profilbild
      Axel Ritt RED

      Viele gute und interessante Fragen …

      – Drumbus: schwer zu sagen, hängt vom Ausgangsmaterial ab. Ich arbeite gerne bei der Snare mit viel Saturisierung, da sie von der Frequenz viel im Mittenbereich unterwegs ist, den Rest komprimiere ich eher.

      – Kick Sidechain: eher nicht, bzw. sehr selten

      – Low Mids: Hängt vom Tuning der Gitarren ab. Generell ist ein Ausdünnen der Toms eine gute Sache zumal sie ja nur perkussiv ins Klangeschehen eingreifen, während die Gitarren langgezogene Töne spielen können und damit vieles dicht machen.

      – Reverb: Das hängt von der Qualität der Library ab. Bei High End Libraries wird der Raumhall des Studios separat mit aufgenommen und lässt sich am Instrument dazu mischen, bzw. editieren. Dazu kommen noch Ambience und Bleeding. Man kann natürlich auch die Drums trocken nehmen, den persönlichen Lieblingss-Reverb in den Bus hauen und ihn entsprechend editieren, d. h. für das Triggern der Library immer trocken aufnehmen, es sein denn, der Drumraum klingt fantastisch, dann separat aufnehmen und später hinzu mischen.

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Schön, dass der Autor so gut Bescheid weiss, was sich ‚im Metal‘ so durchgesetzt hat und auch noch in Prozent (nämlich 1%!) auszudrücken weiss wieviele echte drums heute WELTWEIT im Metal noch eingesetzt werden. Und das 50% (natürlich nur ca.) direkt am Keyboard programmiert werden.

    Vollkommen unsachlicher Artikel in ebenso unsachlicher Sprache.
    (siehe „drum-programmierende Nasen“)

    Bitte mehr davon, ich lache gerne! 👍🏼

    • Profilbild
      Axel Ritt RED

      Stimmt, ich kenne mich in diesem Bereich nicht aus, habe keinen Einblick wie meine Kollegen weltweit arbeiten und habe mir die Zahlen aus den Fngern gesaugt.

      Weiterhin viel Freude beim Lesen!

      • Profilbild
        Sven Rosswog RED

        Vor Jahrzehnten schon ein Interview mit Elektronik Gott Carl Craig gelesen, was er denn gern für Mukke hört. Cannibal Corpse, weil die Drums so geil programmiert sind. Amazona berichtet übrigens regelmäßig über Software, die es ermöglicht einzelne drumsounds auszutauschen und all diese Kontakt Bibilotheken, ja wieso werden die wohl gemacht? Jamie lidel hat ein Soul Album ohne Soul Musiker und Soul Instrumente aufgenommen. ja, wie geht das wohl? Ich liebe ministry, na klar sind die drums programmiert. Lächerlich ist es doch, wenn live ein Schlagzeuger spielt. Da war jarre irgendwann mal konsequent und hat gesagt, im Studio benutze ich auch keinen Schlagzeuger, Als Elektroniker muss nicht unbedingt einer dabei sein, aber sobald in Richtung Rock muss es schon sein, z.b. prodigy. Sieht halt cool aus. Ist aber wohl auch eine Frage des Budget….dann leiste ich es mir halt ein Schlagzeug aufzubauen und abzunehmen, aber wenn es am Ende Tages kaum einer merkt…tja dann? In per Anhalter durch die Galaxis war der Manager von Desaster Area, der lautesten Band des Universums auch froh, dass der Schlagzeuger aus Steuergründen ein paar jahre tot sein wird. Das bedeutet der Roboter spielt und die Einsätze und breaks kommen dann on Point 👍🙂

    • Profilbild
      Jörg Bockel

      Oh män, hör bitte, bitte auf zu stänkern und trage irgendwas konstruktives bei. Oder lass bleiben. Schlechte Stimmung.

    • Profilbild
      Robocob11

      @mimimi Du hast Dich ganz offensichtlich auf Axel eingeschossen. Deine bösen und teils unpassenden Kommentare in jedem seiner Artikel, sind nur noch peinlich. Nicht der Inhalt, sondern die Penetranz mit der du hier ganz offensichtlich einen Feldzug gegen Axel führst. Das hat ganz eindeutig die Züge eines Trolls. Also lass es doch einfach stecken.

  3. Profilbild
    growl

    Das mit dem „das Metronom führen“ ist ein interessanter Tipp, werde ich mal am Keyboard ausprobieren – danke!

  4. Profilbild
    lunatic AHU

    Für ein kleines new-metal Projekt (Korn-a-like)
    haben wir uns damals extra ein E-Drumset besorgt. Der DrumSound kam dann vom Rechner.
    Ein himmelweiter Unterschied in Spiel und Resultat. Kein lästiges Umdenken oder fehlerhafte und unrealistische Doppelbelegungen der Instrumente.
    Macht ausserdem mehr Spaß als fingerdrumming.

    Frage:
    Kann es sein, daß der verunsicherte Lars U. beim black album so untight (zittrig) gespielt hat, weil er schon vor 32 Jahren ahnte, er würde hier von dir zerrissen werden?…;)

    • Profilbild
      Axel Ritt RED

      Haha … nun ja, er hat zumindest wirtschaftlich viele Sachen richtig gemacht, sonst könnte man nicht so ein großes Vermögen anhäufen.

      Der Erfolg gibt ihm Recht, dem überwiegenden Teil der Musikhörer ist der handwerklich Aspekt von Musik völlig Schnuppe. 🤷🏼‍♂️

      Mir tut nur immer der Bassist so leid, der sich auf das Gehoppel drauf setzen muss … aber er wird ja wenigstens fürstlich dafür entlohnt 😎

  5. Profilbild
    JCEFNY

    Wieder ein cooler Artikel Axel. Mir gefällt Dein Stil. Viele Artikel sind hier nur Einheitsbrei. Ich finds gut wenn hier mal ein wenig Zunder in die Bude kommt. Und das Deine Prozentzahlen nicht ganz ernst gemeint sind sondern nur die Richtung vorgeben, versteht nur der nicht, der es nicht verstehen will (siehe diesen Troll mimimi)

  6. Profilbild
    Filterpad AHU

    Ich denke neben tollen Instrumentalisten ist eine gute Abhöre notwendig. Ich musste selber die Erfahrung machen, aber das ist einfach das A & O beim abmischen. Umso neutraler die Klangwiedergabe, umso besser. Viele vergessen auch die Notwendigkeit des Arrangements, aber dies ist ein weiteres Thema, wo einen gesonderten Artikel wert wäre. Übrigens habe ich (private) Rock-Songs gehört die nachweislich mit Superior-Drummer erstellt worden sind und fand die Drums echt künstlich klingend. Woran das lag kann ich im Endeffekt nicht sagen. Aber bei schnellen Drums (inkl. Ghost-Notes etc.) gibt es meiner Ansicht nach nichts über einen guten Drummer. Das Problem bei den meisten Drummer(innen) ist die Exaktheit, denn er ist und bleibt der Taktgeber. Ansonsten bin ich was Libarys anbelangt sehr überzeugt von Native Instruments Studio-Drummer. Dieser klingt unheimlich realistisch meiner Meinung nach. Nur programmieren sollte man können, damit es nach fetten Metaldrums mit Doublebass und Rimshot klingt. Eine herausfordernde Aufgabe für sich. :) In Steinbergs GrooveAgent gibt es dbzgl. MIDI-Files für Drum-Übergänge und Ähnliches. Diese klingen echt gut und passen sich dem eingestellten Tempo an. Was es nicht alles gibt!

  7. Profilbild
    MidiDino AHU

    Ich fühle mich hier auf Amazona.de stets wie ein Alien ;-) Musikalisch habe ich mit ‚Metal‘ nichts zu tun, aber auch nicht mit Pop usw. Um aber einen Eindruck gewinnen zu konnen, um was für einen ‚Druck‘ es in dem Artikel geht, wäre zumindest ein Link zu einer Video-Aufnahme hilfreich …

  8. Profilbild
    richard AHU

    Schön hier mal ein paar Einblicke in die Techniken einer ganz anderen Musikrichtung zu bekommen.
    Ich hatte vor ca. 20 Jahren mal eine Punk-Band und später die CD einer Rock Schülerband bei mir im Studio aufgenommen, hauptsächlich weil wir uns kannten. Tatsächlich mit echtem Schlagzeug, technisch war es ok, nicht super und die Bearbeitung des Schlagzeugs hat tatsächlich ewig gedauert. Natürlich hatte man damals auch bedeutend weniger technische Hilfsmittel zur Verfügung. Wenn ich mir heutzutage aktuelle Produktionen z.b im Bereich Black Metall anhöre bin ich doch immer wieder erstaunt wie transparent der Mix teilweise klingt und wie gut die Instrumentengruppen sich voneinander absetzen obwohl mit erkennbar dichter Instrumentierung gearbeitet wird (mehrfach gelayerte Gitarren, Double Bass, mehrspurig Synth, Growl usw.)

  9. Profilbild
    bluebell AHU

    „Sollte ich also einem Fanboy in diesem Artikel auf die Füße treten, da ich seine präferierte Musikrichtung nicht entsprechend wertgeschätzt oder seiner Meinung nach falsch interpretiert habe, tut es mir leid.“

    Sicher, Mann, sicher :D

  10. Profilbild
    bloop

    „vielleicht 1 % aller Metal-Produktionen weltweit werden bei den Drums heute noch nach dem Prinzip Trommel / Becken – Mikrofon – Preamp gemacht“

    Vielleicht der Grund dafür, warum mir aktuelle Metal-Produktionen überhaupt nicht mehr gefallen und ich lieber die Sachen aus den 70/80ern höre…
    Ich nehme selber seit 30 Jahren Drums immer noch nach der alten Methode auf. Mikrofone, Mischpult und Interface mit vielen Eingängen. Klappt super.

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