„Klein, aber oho“, ist mein erster Gedanke beim neuen Allen & Heath ZED-10 FX Kompaktmixer. Der kleinste und zugleich jüngste Spross der umfangreichen ZED Mischpult-Serie hat es faustdick hinter den Ohren. Nicht nur eine ausgewachsene Effektsektion, wie am Zusatz „FX“ unschwer zu erkennen, oder ein USB-Interface, das übrigens alle Mischpulte der Allen & Heath ZED-Serie haben, wartet auf den glücklichen Besitzer, in diesem Fall Tester. Also aufgepasst und ruhig einmal weiterlesen. Die kleine Kiste hat noch allerhand mehr in petto, was die Arbeit mit dem Debütanten aus der großen ZED-Familie recht angenehm macht.
Was ein kompaktes Kleinmischpult sozusagen in seiner Kernkompetenz ausmacht, dürfte bekannt sein. Wenden wir uns daher zunächst einer echten Besonderheit des ZED-10 FX zu. Das Mischpult hat, wie übrigens sein Bruder ZED-10 (ohne Effektsektion) auch, zwei Class A FET Klinkeneingänge. Sie sind hochohmig ausgelegt und eignen sich deshalb für den direkten Anschluss von Instrumenten mit Tonabnehmern. Natürlich können dort auch normale Linesignale eingespeist werden, doch die Eingänge sind speziell für Tonabnehmersignale wie von E-Gitarren oder E-Bässen gedacht. Die besondere Art des FETs (Feld Effekt Transistor) emuliert dabei einen Schaltkreis, der in typischen Röhrenverstärkern anzutreffen ist. Mit dem Ergebnis einer weichen, harmonischen Verzerrung – wenn das gewünscht ist. Es geht aber auch ultraclean. Reicht die Vorverstärkung für schwache Pickups nicht aus oder wird mehr „Brett“ benötigt, kann pro Kanal ein weiterer Schub von 26 dB gegeben werden. Dazu gibt es auf der Kopfseite zwei versenkte Schalter, die mit einem spitzen Gegenstand, beispielsweise einer Kulispitze, gedrückt werden. Das ZED-10 FX verfügt über ein eingebautes Netzteil und wiegt dennoch nur etwas mehr als 3 kg.

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Welcher USB-Treiber liegt bei, wenn man unter Windows installiert?
Hi.
Bei meinem Testmodell lag überhaupt nichts bei.
Das Einbinden in meinen Rechner (Win XP) über USB funktionierte ohne Probleme mit den Windows eigenen Treibern.
Grüße.
Peter
…übrigens…ein cooles Bild hast du.
Gefällt mir gut!
Hi nochmals, ein externen Treiber liegt keiner bei. Windows erkennt das Pult automatisch und schaltet den USB Audio Codec (interner Windows-Treiber) aktiv.
Hallo Herr Ludl, bin etwas verwirrt. Einerseits schreiben Sie USB-Interface mit guter Auflösung, andererseits Grundrauschen bei USB-Aufnahmen. Wissen Sie noch, wie stark das Rauschen war? Wie ist die Latenz? Könnte man es zu Homerecordingzwecke benützen?
Vielen Dank mal vorab, macht weiter so mit eurem tollem Magazin!
Hallo Scriptura.
Das Pult ist auf jeden Fall für Recording Zwecke einsetzbar. Das beschriebene Rauschen macht sich bei Gitarren Direktanschluss und dem 26 dB Boost bemerkbar, was immerhin zur normalen Vorverstärkung nochmal ein beachtlicher Schub ist. Wie ich schreibe, sind es aber auch die Singlecoils in meiner Strat, die nicht frei von Einstreuungen sind. Für anständige Overdrive oder Distortion Sounds mit der Gitarre würde ich ohnehin einen POD oder etwas ähnliches vorschalten. Damit ist man wesentlich flexibler in der Soundgestaltung. Zudem braucht auch die Eingangsverstärkung nicht so hoch gefahren werden und das Problem ist gelöst. Verzerrte Sounds sind auch mit einem normalen Amp bei aufgerissenem Gain und vorgeschalteten Bodentreter nicht rauschfrei. Zur Latenz kann ich nichts mehr sagen. Der Test ist zu lange her. Mir ist aber nichts Negatives aufgefallen.
Grüße und danke für die Frage.
Peter Ludl
Vielen Dank für die schnelle Antwort! Ich denke, werde es mal testen und meinen Eindruck hier posten.
Hi nochmals, inzwischen bin ich auch stolzer Besitzer des Pults. Kann mich den positiver Beschreibung nur anschließen.
Zum Recording, bei den Windowsinternen Treibern rauscht es in der Tat bei Aufnahmen, das bei ASIO4All nicht mehr der Fall ist. Daher ist es auch zum Recorden uneigeschränkt zu empfehlen.
Wem es interessiert, unter
http://www.wikiloops.com/viewpage.php?page_id=1608&riff=0
habe ich meinem Frettless-Bass mit dem interem Delay des Pultes dazu aufgenommen.