Test: Denon DN-412X, Kleinmixer

1. Januar 2016

Klein und fein

Während Denon, einer der weltweit führenden Hi-Fi Firmen, sich im DJ-Bereich ja schon länger einen Namen gemacht hat, ist sie im Pro-Audio Segment bisher weniger in Erscheinung getreten. Das soll nun wohl geändert werden und so ist seit einigen Monaten der DN-412X und sein kleinerer Bruder, der DN-408X, erhältlich. Dem DN-412X will ich doch mal etwas auf den Zahn fühlen.

Überblick

Der Denon wird stabil verpackt geliefert. Außer dem Pult befinden sich in der Kartonage ein Netzkabel und zwei mehrsprachige DIN A5 Hefte für Bedienungsanleitung und Sicherheitshinweise. Das gibt direkt mal zwei dicke Pluspunkte. Netzkabel bedeutet nämlich, kein externes Netzteil und echtes Papier ist inzwischen ja so selten geworden, dass dies durchaus auch einer positiven Erwähnung wert ist.

Die Grundfläche ist mit 358 x 346 mm fast quadratisch, 80 mm hoch ist das Pult. Gefertigt ist das Chassis aus Stahlblech, das einen stabilen Eindruck macht. Das bezeugt auch das recht ordentliche Gewicht von 4,1 kg. Die Seitenteile sind aus Plastik. Optionale 19″ Rackohren sind meines Wissens leider nicht erhältlich.

Die Verarbeitung macht einen wirklich guten Eindruck, alles ist makellos gefertigt. Die Buchsen sind verschraubt, die Potis und Fader laufen sauber mit dem nötigen Widerstand und auch die Schalter rasten gut spürbar ein.

Der DN-412X im Überblick

Der DN-412X im Überblick

Forum
  1. Profilbild
    Georg Herzog

    Danke für den sehr ausführlichen Test.
    In Einer Sache möchte ich „wiedersprechen“: Denon hat niemand kopiert, sie haben aber auch nichts al Ihren Namen an dieses Produkt gegeben. Die beiden Mixer sin 100% baugleich mit Geräten der Firma Alto, die je von der gleichen In-Music Gruppe vertrieben werden (Alesi, Akai, Numark…) Den kleinerern hat amazona vor einigen Tagen erst im Vergleichstest beschrieben.
    Einziger echter Unterschied: der Preis, der ist dafür aber deutlich.

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      Armin Bauer  RED 11

      Hallo Georg,

      sehr treffend beobachtet.
      Als vor einigen Tagen der Vergleichstest erschien, habe ich das natürlich auch bemerkt.
      Die Info hatte ich bei Testerstellung leider nicht, da wir Autoren keinen allgemeinen Überblick über alle Testvergaben haben.
      Ändert aber nichts an meiner Bewertung des Produkts. Allerdings muss ich, wenn ich den Denon in Preis/Leistung mit „gut“ bewerte, dem Alto Live 1212, ohne ihn gesehen zu haben, ein „sehr gut“ assistieren.

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    emulator2hd  

    Ich persönlich finde es furchtbar das heute noch Effektgeräte verbaut werden , welche kein Tap-Tempo haben , das ist wie ein Auto ohne Klimaanlage und gehört in die technologische Steinzeit. One -Knob Kompressoren sind doch auch möglich …

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    vssmnn  AHU

    Diese gemeinschaftliche Ausschlachtung von sogenannten Markennamen für Produkte sollte mal mehr in den Fokus gerückt werden.
    Hier findet zur Zeit eine Konsumenten.Verarsche statt. Hatten wir vor kurzem ja auch bereits bei Alesis festgestellt.
    Evtl würde auch eine Liste hilfreich oder zumindest interessant sein, auf welcher das „Originalprodukt“ und deren identische „Marken-Doppelgänger“ gegenübergestellt werden. Oder gibt es das bereits?

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED 11

      Hallo vssmnn,

      „Verarsche“ ist sicher etwas hoch gegriffen, das Umlabeln ist ja nun kein ganz neues Phänomen. Mancher zahlt auch gern einige Euros mehr, wenn der Name wertiger erscheint. Auch können Vertrieb und Service bei identischen Produkten den Unterschied machen.
      Ärgerlich wird´s, wenn man später feststellt, dass dasselbe Produkt bei gleichen Konditionen auch günstiger zu haben gewesen wäre.

  4. Profilbild
    pytrel  

    Jenand der gerne ein bisschen mehr für einen besseren „Namen“ zahlt jedoch für das exakt gleiche produkt…. das ist… mir fällt jetzt nichts intelligentes ein :-)

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