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Test: UVI Emulation II, UVI Drumulation, Software-Clones von EMU Emulator II and Drumulator

UVI Emulation II

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Ich gestehe – und langjährige AMAZONA.de-Leser wissen es längst: Ich war jeher ein großer Fan der EMU-Sampler-Serie. Angefangen vom Emulator II bis hin zum Emu IV XT Ultra. Selbst als ich für AKAI-PROFESIONAL in den Neunzigern die Werbetrommel für die S-Serie drehte, besaß ich immer klammheimlich meine geliebten Emus. Seinerzeit war das fast eine Glaubensfrage zwischen Usern, vergleichbar heute mit den APPLE und WINDOWS Lagern.

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Den Ur-Emulator hatte ich nie in den Fingern, wohl aber die Klassiker Emulator II, Emulator III und Emax I, die allesamt über eine analoge Nachbearbeitung verfügten, resonanzfähiges Filter inbegriffen. Auch die rein digitalen Nachfolger wie Emu III (Rack), Emax II sowie die ganze EMU IV Serie waren zeitweise in meinem kleinen Studio, und auch heute bin ich immer noch Besitzer eines E6400 ULTRA.

Der originale EMU II von 1984Der originale EMU II von 1984

Besonders aber der Emulator II hatte ein unverwechselbares Klangbild, das man vor allem auch heute noch auf vielen Peter Gabriel LPs dieser Zeit heraushören kann. Selbst als längst 12 Bit Sampler, allen voran der AKAI S900, den Markt eroberten, schworen zahlreiche Musiker und Studios weiterhin auf den 8 Bit Sampler der Marke Emu, der auch in Testberichten immer und immer wieder Bestnoten erhielt und seine 12 Bit Konkurrenten in den Schatten stellte.

Zurück in die Gegenwart

Als mich die UVI Pressemitteilung erreichte, dass es nun einen Clone des beliebten EMULATOR II geben werde, da konnte ich es kaum abwarten, bis ich “Emulation II” auf meinem Rechner hatte. 

Bei der Installation stellte ich fest, dass der benötigte und vor allem kostenlose Player “UVI-Workstation” nun in der Version V. 203 vorliegt und ohne sich ohne dieses Update der “Emulation II” nicht starten lässt. Zu meinem Leidwesen funktionierte nach dem Update zwar die Neuerwerbung tadellos, aber leider machten ältere UVI-Soundpakete Probleme. Erst nachdem ich auch die älteren Soundpakete alle einzeln über Updates aktualisiert hatte, war auch dieses Hindernis beseitigt.

Klangbeispiele

  1. Profilbild
    m.ettlich

    Der EII ist ein Traum und der unvergleichliche Klang lebt nun mal ganz besonders durch das analoge Curtis-Filter. Hier muss das Plug-In leider passen und degradiert es zum schnöden Sample Player. Eigentlich schade, denn der Ansatz ist ja gut. Das Original läßt sich so natürlich nicht ersetzen. Danke für den Test.

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      k.rausch

      Die haben den Königsweg gewählt und den vom EII processed und designed Sound direkt aus dem EII Output neu gesampelt und dann in den UVI Player geschafft. Wie man sieht, kostet das ja auch ne Menge MB. Ist ein bisschen wie einen analogen Synthesizer absampeln. Eine bessere Methode für Authentizität wahren wüsste ich jetzt auch keine.

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        Tyrell lll

        Sehe ich auch so. Das Ding ist ein Player, ganz klar. Kann ja auch nicht samplen. Und dafür bringt es einem zumindest die Werkslibrary authentisch ins heimische Studio.

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          m.ettlich

          ja ich finde auch gut dass man die genialen EII Sounds konserviert und für die breite Masse zugänglich gemacht hat. Die Sounds der EII soundlibrary erfreuen sich immer noch sehr großer Beliebtheit. Die Software erhebt ja auch keinen Anspruch ein vollwertiger EII Ersatz zu sein, klar. Man will manchmal nur etwas mehr… ;)

  2. Profilbild
    Atomicosix

    Also ich finde es sehr gut, daß es eine Möglichkeit gibt 80er Samples-Sound auf dem Computer wiederzugeben. Es gibt nur wenige Musiker die sich für viel Geld ein technisch total veralteten Original-Sampler zulegen. Im Vergleich zu gängigen Software-Samplern klingen die Sounds doch etwas andersartig, was für die Emulation II spricht. Das Soundfutter stammt nicht nur vom E II sondern auch zum großen Teil vom Fairlight und teilweise auch vom Roland D50.

    Allerdings ist die Aktivierung vom iLok-Key nichts für schwache Nerven (…).

    Vielen Dank UVI !!!

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      k.rausch

      Das liegt daran, dass damals aktuelle Synths abgesampelt wurden, allen voran D50, DX7, Prophet VS. Wegen geringer Speicherkapazität in für heutige Ansprüche unzureichendem Multisampling und oft kurzen Einzelsamples. Was recht eigenständige Sounds im EII zur Folge hatte, und nur kaum an die Originale erinnert. Fairlight Samples wiederum wurden auch mit EII abgesampelt, ebenso DSS1 und S550. Im Grunde ein ziemlich buntes Hin- und Hergesampele. Dass man mit sowas durchaus neuen Eigencharakter erzeugen kann, ist für manche Leute heute noch Inspiration, das mal mit aktuellen Samplern auszuprobieren, und die UVI Leute machen es mit ihrem Produkt ja auch vor. Das gilt auch für das umgekehrte Verfahren, also extrem kurze Samples und One-Shots ohne jegliches Multisampling. Einen Exkurs dazu hatte ich in der Folge 5 Modern Sampling hier beschrieben, steht im Artikelarchiv.

  3. Avatar
    Moogli*

    Klingt zwar verlockend aber ist nix für mich… nicht zu dem Preis. Der Drumulator staubt mir daheim zu und die originalen Emulator Libraries betreibe ich mittlerweile im Kontakt Format.

  4. Profilbild
    micromoog

    Zum Thema sage ich mal nur soviel:

    Die Soft verhält sich zum EII wie ein Klaus Kinski Poster vs. Kinski himself!

    Der EII wischt mit der Soft sowas von den Boden auf, da wird selbst Meister Propper und Domestos blaß!

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Über den Autor

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Peter Grandl

Peter Grandl hat AMAZONA.de im Jahr 2000 ins Leben gerufen und ist bis heute als Chefredakteur für das Magazin tätig. Er ist leidenschaftlicher Fan von Synthesizern und elektronischer Musik, selbst aber nur Hobby-Musiker.

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