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Test: UVI Falcon 1.3 , Software-Sampler


König der Software-Sampler?

Sampling ist die Königsdisziplin des Sounddesign und der UVI Falcon will hier ganz oben mitspielen. Klassenprimus ist sicher nach wie vor KONTAKT von NATIVE INSTRUMENTS, aber auch andere Software-Schmieden haben hübsche Töchter. Doch fast immer nutzt man diese Sampling-Workstations fast ausschließlich als Basis für fertige Sample-Librarys. Eigentlich schade. Gerade UVI Falcon hat eine Fülle an Features zu bieten, die Klangdesign mit Samples zum kreativen Highlight werden lässt.

Leider ist dabei kaum eine Sampling-Software einfach zu bedienen. Meistens hat man nach den ersten Anwendungen genug davon. Zumal sich die meisten Benutzer nur für die Librarys interessieren und selbst keine Samples erstellen.

Ich habe schon länger auf Machfive 4 von MOTU gewartet. Bereits Version 3 entstand in Zusammenarbeit mit UVI. Der Release von Falcon, der jetzt auch schon knapp zwei Jahre zurückliegt, ist total an mir vorbeigegangen. Der Neuling von UVI könnte als Machfive 4 bezeichnet werden. Mit dem Unterschied, dass MOTU nicht beteiligt war und Falcon an einigen Ecken stark aufgemotzt wurde. Daher auch die Namensänderung.

 

UVI Falcon

About

UVI Falcon ist eine Sampling-Workstation, die 15 verschiedene Klangerzeuger in einem Plug-in vereint. Anders als die kostenlose(!) UVI-Workstation, die ein Sample-Player für Soundlibrarys ist, liegt der Fokus auf umfangreichem Sampling und Sounddesign. Allein sieben verschiedene Sampling-Möglichkeiten stehen zur Verfügung. Die Software kommt als VST, AU, AAX für Windows und Mac. Falcon kann standalone oder in einer DAW seiner Wahl genutzt werden.

Installation

Die Installation funktioniert sehr einfach: Nach dem Kauf kann man sich entweder den Windows- oder den Mac-Installer herunterladen. Der Installer installiert den iLok-License-Manager gleich mit. Mit dem müssen wir Falcon autorisieren. Wenn man noch kein PACE-Konto hat, könnte der Registrierungsvorgang ein wenig dauern, man wird jedoch Schritt für Schritt durch den Prozess geleitet. Wir können an dieser Stelle entscheiden, ob wir einen iLok-Dongle benutzen oder Falcon an den Computer binden möchten. Mit dem Kauf haben wir vier freie Lizenzen. Also einen Dongle und drei Rechner beispielsweise. Das ist fair. Wenn ein Computer nicht mehr existiert (live auf der Bühne zerstört usw.) lässt sich die entsprechende Lizenz auch wieder deautorisieren und neu vergeben. Die Factory-Presets können extra heruntergeladen werden und wiegen knapp 600 MB. Falcon möchte ein großes Rundum-Sorglos-Packet mit Effekten, Arpeggiator, Scripting und vielen weiteren Möglichkeiten sein. Ob das so ist, schauen wir uns jetzt an.

Oberfläche

Falcon sieht der dritten Version von Machfive sehr ähnlich. Das liegt an dem Produkt, das UVI in Kooperation mit MOTU entwickelt hat. Das Hauptfenster ist in drei wesentliche Bereiche aufgeteilt. Auf der linken Seite habe ich meine Parts. Ein Part lässt sich als komplette Einheit verstehen, dem weitere Layer, Oszillatoren und Keygroups untergeordnet sind. Part 1 kann zum Beispiel ein Piano sein. Wenn wir dazu noch ein Cello wollen, fügen wir es in Part 2 hinzu und so weiter. Im Prinzip können wir so viele Parts, Oszillatoren, Keygroups usw. hinzufügen, wie wir wollen. Nur die Rechenpower unseres Computers gibt uns die Grenzen vor. Den größten Bereich von Falcon nimmt die Hauptpage ein. In der Mitte des Fensters können wir die Samples, die Oszillatoren und die Modulationen einstellen. Die Bedienoberfläche ist sehr klar und verständlich aufgebaut. Ich kann auf der Hauptpage alles zuklappen, wenn ich möchte. Keygroups eingestellt? Super, dann weg damit. Müssen wir noch einmal die Keygroups zurecht schieben? Dann klappen wir den entsprechenden Bereich auf. Einziges Manko hier ist, dass das nicht für die Effektpage gilt. Die einzelnen Effekte müssen leider offen bleiben. Da komme ich bei zehn Effekten schnell ins Scrollen. Zuletzt haben wir auf der rechten Seite einen Browser, mit dem wir unsere Soundbibliotheken verwalten können.

Makros auf der Infoseite

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    ffx

    Schade nur mit dem blöden Dongle / soft-ilok, ansonsten würde ich Falcon vermutlich kaufen…

    • Profilbild
      brainburner

      Du brauchst den iLok-Dongle nicht. Soft iLok reicht, das ist total easy. Besser als so manch anderer Schutz.

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            ffx

            Das weiss ich nicht warum, es geht nicht. Ich kann nichts im Browser(?) registrieren, habe es dann aufgegeben. Ist aber auch schon 2 Jahre her, der letzte Versuch.

            • Profilbild
              Supremeja

              Hallo FFX

              So funktioniert es auch nicht. Du musst dir den License Manager downloaden und auf deinem PC/Mac installieren. Dadurch wird die Systemplatte zu einem iLok Dongle. Starte die Software und logge dich darin an. Der Rest erklärt sich von selber. Viel Spaß beim musizieren.

              https://www.ilok.com/#!license-manager

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      hejasa

      sorry, antworte nicht auf deinen Kommentar, sondern grundsätzlich auf UVI und deren Geschäftsgebaren. Die preisen ihre Produkte in deutscher Sprache an, aber wenn dann ein Produkt heruntergeladen ist, ist die Anleitung in Englisch und führt häufig wegen des notwendigen Unrar Zipper zu erheblichen Schwierigkeiten. Für mich sind Firmen mit diesem Vorgehen nicht glaubwürdig! ich bleibe lieber bei NI oder Spectrasonics und warte auch bei Amazona auf Stresstests, die solche zweisprachige Verkaufsstrategie in ihren Wertungen mit einbeziehen. Geschieht dies nicht für den dummen User wie mich, halte ich alle Bewertungen eurerseits nur für firmendienlich und zweifle erheblich an eurer Glaubwürdigkeit!

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    brainburner

    Bitte den HALion 6 von Steinberg nicht vergessen, der ist genau so gut. Das Konzept ist ähnlich. Die Bedienung des HALion ist etwas einfacher und übersichtlicher, da sich fast jedes Modul abkoppeln lässt. Die mitgelieferte Soundlibrary des HALion ist von allen Softsamplern die Beste und deckt alles ab. Ich habe das Glück sowohl den HALion als auch Falcon zu besitzen und beide ergänzen sich sehr gut. Mach Five Besitzer können die Library in Falcon weiter nutzen. UVI wird auch zukünftige Updates mit neuen Modulen kostenlos zur Verfügung stellen, bevor es vill. irgendwann mal ein kostenpflichtiges Update geben wird. Im Gegensatz zu Mach Five kann Falcon auch keine Fremdformate anderer Sampler importieren, sondern nur wav, aiff und sfz. UVI bietet allerdings auch sehr gute Libraries zum Kauf an, nicht gerade günstig aber es ist echt gutes Zeugs dabei. Die habe auch oft Sales. Beim Kauf von Falcon bekommt man auch einen 100$ Gutschein dabei. Wichtig ist die Preise bei UVI sind ohne Mehrwertsteuer angegeben, die kommt immer noch mit oben drauf.

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      Johannes Kothe RED

      Hallo,
      Falcon versteht zumindest das Standardformat EXS. Ich habe eben ein Sample aus Logic Pro X mit Keygroups in Falcon spielen können :-)
      Ich habe noch massig Originaldisketten (Emax, Dss1, Mirage, Akai…), aber ich bin nie dazugekommen, sie zu digitalisieren. Ich werde mal ausprobieren, ob man die so einfach importieren kann. Wobei ich mir das damals für Machfive auch vorgenommen habe :-D

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        k.rausch RED

        Na ja, die Liste der Importformate ist schon etwas sehr übersichtlich geraten und EXS24 zählt nicht wirklich zu Industriestandards. NI Kontakt hat hier die Nase weit vorne und zumindest einen ordentlichen Schwung der Klassiker wie Soundfont, Akai, Emu, Kurzweil, Gigastudio usw. sollte der Falcon schon können. Die UVIs sind ja keine Neulinge, das wissen die sicherlich selber.

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    Coin AHU

    Für mich klangen die rohen Oszillatoren ziemlich fad.
    Da musste man schon was tun damit guter Sound raus kam,
    aber dann klang auch Falcon gut.
    Habe da lediglich bei Youtube was gesehen,
    es gibt ja leider keine Demo.
    Mir persönlich zu teuer und wenn man bedenkt das es sich in dieser Preisklasse mindestens mit Omnisphere 2 messen lassen muss,
    ist es weniger attraktiv imho.

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      brainburner

      Die Library von Omnisphere ist zwar riesig, aber klanglich kommt Omnisphere 2 an Falcon nicht ran. Falcon ist da druckvoller, die Hüllkurven knackiger, die Effekte besser und die Klangmöglichkeiten im Falcon sind größer.

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        Coin AHU

        Ja kann sein, aber selbst wenn ich das Geld hätte,
        kaufe ich nicht die sprichwörtliche „Katze im Sack“.

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          brainburner

          Klar, kann man verstehen. Ich weiß auch nicht, warum es keine Demo vom Falcon gibt. Ich habe es gewagt und bin das Risiko eingegangen und habe es nicht bereut. Allerdings habe ich den Falcon auch damals im Weihnachtsspecial gekauft, da war er knapp 100,00€ günstiger und mit dem 100,00$ Gutschein dazu war es praktisch ein Schnäppchen ;)

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    Tyrell RED

    Mich hast du auf jeden Fall sehr neugierig gemacht. Ich bin bislang konsequenter KONTAKT-Iser, aber die Verwaltung von eigenen Sample-Sounds in der Kontakt-Datenbank ist echt müsig. Das es keine Demo gibt ist blöd, aber ich probier das Teil auf jeden Fall mal aus – auch auf Risiko.

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    nontachi

    Danke für den Test. Ich wollte eigentlich nie samplen, aber der hier macht Appetit darauf.
    Leider für mich grad zu teuer, aber irgendwann mal als Schnäppchen probiere ich ihn aus.

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      lena ••

      Sagt der offensichtlich kapitalistische Schnäppchenjäger, der einige Posts zuvor noch wortwörtlich geschrieben hat:
      „Und wer jetzt ein paar Sekunden über meinen Text nachdenkt, verrecken in der Zeit ein paar hundert Menschen weltweit an Hunger. Weiter so AMAZONA!“
      Du arme S..

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          lena ••

          Habt ihr den Kommentar mit „wi..sen“ von nontachi gelesen? Sorry, aber das geht einfach zu weit.

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            nontachi

            Da ging es um Dekadenz und nicht um Armut.
            Du schreibst beim Hartmann etwas von Kinderstube ud verlierst hier völlig die Contenance, also schon wieder völlig unpassend und in sich selbst widersprechend.
            In meinem – nun von der Redaktion gelöschten – Kommentar, ging es um „von Hand gemachter Musik und Sampling“
            Und mit „wi..sen“ habe ich nur den Dude (Film: The Big Lebowski ) zitiert und das auch so angemerkt.

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    Paul Tunyogi-Csapo ••

    Motus Politik ist schon seltsam, die neueren UVI libraries laufen im aktuellen Machfive 3 nicht mehr, nur noch in der UVI Workstation.
    Machfive 2 war eine schlichte Katastrophe in punkto Stabilität….und jetzt kann „Falcon“ als „Machfive 4“ Nachfolger eingeschätzt werden.
    Schade nur das nun wieder ein Preis von 349 €
    aufgerufen wird. Man kommt sich als User von machfive 3 etwas seltsam behandelt vor.
    Updates werden schon lange nicht mehr für Machfive 3 veröffentlicht.

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      brainburner

      Als Mach 5 – User bekommt man Falcon günstiger, einfach mal UVI kontaktieren, die sagen dann was du machen musst. Ich meine der Preis wäre dann 149,00€ zuzüglich Mwst.

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        Paul Tunyogi-Csapo ••

        Vielen Dank für den Tipp.
        Als Mach Five 3 heraus kam, glänzte er damit, das der Sampleplayer auf die „neue“ Cocoa- Plattform portiert wurde, und so für eine neue Qualität der Stabilität sorgte…..dem dann auch alle anderen folgten.
        Es gab ein zwei Updates, und Motu ließ ihr Produkt wieder lustlos in der Ecke liegen, weil niemand außer UVI das Potential zu nutzen wußte. Selbst darin enthaltenen IRCAM Algorhythmen interesierten keinen. Das frustureirt natürich. Motu erscheint mir sehr ambitionslos was das Marketing betrifft. Trotzdem sehe ich nicht ein warum ich 149 € bezahlen soll, wenn ich selber Falconsounds aus Machfive 3 rausholen kann, wenn ich es wollte. Aber ich freue mich sehr darüber das UVI, indirekt Machfive am Leben erhält. Verdient hat die Software es allemal. Schließlich war Digital Performer die erste DAW auf Mac, an dessen Ideen sich der Rest der Hersteller orientiert haben. Allein dafür sollte man Motu respektieren. (Der support von Motu ist übrigens sehr nett und hilfsbereit)

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    gaffer AHU

    „Sampling ist die Königsdisziplin des Sounddesign(s)“

    Wow, Johannes, da lehnst du dich aber weit aus dem Fenster. Polaroid ist die Königsdisziplin der Fotografie, sorry, das fällt mir dazu ein. Nicht böse gemeint, nur würde ich fast jede Syntheseform über das „Abfotorafieren“ von Klängen setzen, auch wenn ich die anschliessend noch bearbeiten kann. Wie sagte ein bekannter Sounddesigner: eine Geige mit Filter ist eine gefilterte Geige, aber kein neuer Klang, oder so ähnlich…

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      Johannes Kothe RED

      Sampling mit Polaroid zu vergleichen finde ich jetzt auch nicht so passend ;-)
      Ohne Sampling gäbe es keine einzige vernünftig klingende Orchesterlibrary. Und solche Libraries sind mit einem immensen Aufwand verbunden. Für mich ist das die Königsdisziplin. Und wo wären all die schönen Kinofilme ohne entsprechendes Sampling? Man muss sich nur im Making Of anschauen, wie die Sounds erstellt wurden. Beispielsweise der T-Rex von Jurassic Park oder die Sounds für Star Wars. Man braucht natürlich nicht für jede Musikrichtung Sampling. Aber völlig wegdiskutieren muss man es auch nicht.

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        gaffer AHU

        Ja, ich verstehe dich. Nur bin ich grundsätzlich der Meinung, dass die Kopie eines bereits existierenden Klangs reichlich uninteressant ist. Uninteressant, aber eventuell doch lohnend, indem ich reeelle Orchester durch gesampelte ersetze. Eindeutig ein Kostenvorteil, das war’s dann aber auch für mich. Den Polaroid Vergleich habe ich eingesetzt, da diese Technik auch eine momentane Wirklichkeit abbildet, mehr aber nicht. Das sehe ich bei Sampling exakt gleich. Das Ergebnis den Samplings ist definiv genau der Klang des gerade gesampelten Ereignisses, verändert sich aber meist nicht mit der Spielweise. Da kann ich den König nicht annähernd sehen.

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          Wellenstrom AHU

          Hängt auch immer davon ab, was man mit dem Sample so anstellt….ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir mal in ’nem anderen Forum Contests gemacht haben, wo wir als Basis für’n ganzen Track nur ’ne handvoll Drumsamples von ’ner ollen 909 zur Verfügung hatten und die zu Melodieinstrumenten verbogen haben, oder aus einem gesprochenen gesampelten Wort Tracks gebaut haben.

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          Johannes Kothe RED

          „Nur bin ich grundsätzlich der Meinung, dass die Kopie eines bereits existierenden Klangs reichlich uninteressant ist“
          Dann würde ich den Testbericht eines Samplers nicht kommentieren. Tut mir leid, das ist nicht böse gemeint.

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        akademus

        „Ohne Sampling gäbe es keine einzige vernünftig klingende Orchesterlibrary“
        Die meisten werde Dir das sicher Recht geben. Aber ich kenne zumindest einen alternativen Ansatz, der mich nach wie vor begeistert: das Synful Orchestra.

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      ukm

      Mit der „Königsdisziplin“ hätte ich auch ein Problem. Es ist manchmal ganz brauchbar – das war’s auch schon.

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      tantris ••

      Wenn ich einen neuen Sound kreieren möchte, nehme ich ein vorhandenes Sample, völlig egal wie banal oder eintönig das klingt. Mit einem Tool wie dem Falcon oder Halion zaubert man daraus ein neuen Sound mit komplexen Wellenformen, der als Kopie nicht wiederzuerkennen ist. Am besten eignen sich dazu Wavetables.

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      k.rausch RED

      Da hat sich dieser bekannte Sounddesigner halt mal geirrt. Beim sample-basierten Softie sind es lediglich keine Waveforms, die als Grundlage für das spätere Resultat herhalten müssen, sondern eben Samples und zwar beliebige. Der Rest der Angelegenheit unterscheidet sich in keiner Weise gegenüber einem „normalen“ Synthesizer, man kann schrauben und je nach Parametersatz der Engine geht das dann sehr weit. Gilt insbesondere für Modulationen, Filter, Envelopes, Layer und LFOs, dazu FM, AM und RM. Dass ein Sample mal im früheren Leben von einer Geige abstammt, wird man nicht mehr merken. Es lassen sich auch explizit Samples für den Gebrauch in solchen sample-basierten Synths herstellen. Das Verhalten von Samples ist anders als das von Waveforms, insofern kommt man völlig wertfrei zu ganz eigenwilligen Ergebnissen. Das lässt sich auch alles belegen, sind keine leeren Behauptungen.

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    Wellenstrom AHU

    Nee, wegdiskutieren muss man Sampling wirklich nicht. Aber es ist schon ein ganz anderer Anspruch an den Sounddesigner, etwas mit – und auf Basis von – primitivsten Wellenformen aufzubauen – und verschiedene Syntheseformen miteinander verschmelzen zu lassen als mal ein bissken an Pitch- und Filtereinstellungen am Sample zu drehen. Sampling finde ich da jetzt auch eher unprickelnd, es sei denn man verbindet das mit Granularsynthese, wofür ja hier wohl die Möglichkeit besteht. Auch subtraktiver Synth und Wavetabler etc. sind da wohl an Bord. Insofern passt das ja alles.
    Das Potential ist ja definitiv da.
    Die Klangbeispiele überzeugen mich jetzt nicht soooo dolle. Muss aber auch nicht. Bin generell kein Fan von eierlegenden Wollmilchsäuen, die mir überfrachtet erscheinen. Fürchte, dass dem Sound hier ein gewisser Charakter fehlt. Hört sich doch ziemlich steril an.

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      nontachi

      Ja, die Soundbeispiele klingen doch eher billig und extrem digital bis auf die Nr. 4, 6 und 8, die gehen grad noch so. Sind ja aber wohl nur die ungeschraubten Pressets mit überproduziertem Hall und so weiter.

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    amazonaman AHU

    Die Librarys von UVI kosten richtig Geld. Ob das dann wirklich viel besser ist als Omnisphere weiss ich nicht. Bei Omnisphere ist in jedem Fall schon alles dabei. Also wer noch ein Klavier braucht muss schon in die Hauseigene Librarys noch weiter investieren. Finde ich schwierig. Omnisphere bietet da wirklich ein schickes Gesamtpaket mit dem man für viele Jahre mal vor sich her dudeln kann ohne ständig nachdenken zu müssen schon wieder was zu kaufen kaufen kaufen…..

  10. Profilbild
    Panta Flux

    Lustig! Bis zu diesem Artikel habe ich Falcon immer als sehr flexiblen und leistungsfähigen modularen Software-Synthesizer betrachtet (vergleichbar vielleicht mit Omnisphere), der auch auf vielseitige Weise mit Samples umgehen kann. Ihn als Sampler à la Kontakt zu betrachten, kam mir bislang schlicht nicht in den Sinn. Wenn mich mein Erinnerungsvermögen nicht völlig trügt, wurde er anfangs auch nicht als solcher angepriesen. :-D

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    Supremeja

    Vielen Dank für den Testbericht. Ich bin bereits ein produktiver Falcon User und kann dem Bericht nicht ganz zustimmen.

    Eine Sampling Workstation ist der Falcon nicht. Der Falcon beinhaltet eine mächtige Sampling Technologie (u.a. lizenzierte IRCAM Granular Modelle), keine Frage. Jedoch ist das die Spitze des Eisberges. Er bietet eine zahlreiche Auswahl an Oszillationen in Verbindung mit einer extrem breiten Palette an Modulatoren und Effekten. Jeder erdenkliche Parameter kann gesteuert oder moduliert werden. Das macht den Falcon zu einem Semi-Modularen Synthesizer.

    Zum Fazit „Kinderleicht“: Wenn man Samples abfeuern möchte, dann ist die Bedienung Kinderleicht. Will man jedoch Sounddesign betreiben, dann ist der Falcon ist ein Beast. Er kann nahezu alles, aber man muss ihn beherrschen. Und da der Falcon mit Layern (wie Photoshop) arbeitet, geht bei mittelgroßen Presets schnell die Übersicht verloren.

    Für Bastler und Sounddesigner ein absolutes muss. Preset-Liebhaber sollten (wie schon vorgeschlagen) zur UVI Workstation greifen.

  12. Profilbild
    Wellenstrom AHU

    „Will man jedoch Sounddesign betreiben, dann ist der Falcon ein Beast. Er kann nahezu alles, aber man muss ihn beherrschen. Und da der Falcon mit Layern (wie Photoshop) arbeitet, geht bei mittelgroßen Presets schnell die Übersicht verloren.“

    Wichtige Aussage…, bestätigt so’n bissken meinen Verdacht, dass das Dingen mächtig ist, aber nicht unbedingt zu intuitivem Schrauben einlädt. Ist ja schon einige Jahre auf’m Markt und die Videos implizierten damals schon, dass in der Komplexität schon einiges verlorengeht.
    Aber auch kozeptionell bedingt bei solchen eierlegenden Wollmilchsäuen, da muss zwangsläufig im Handling was auf der Strecke bleiben.

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    Jaguar

    Das Hauptproblem aller Sampler auf PCs sehe ich darin, dass der unmittelbare spontane Zugriff auf die Samplemanipulation systembedingt eingeschränkt ist, im Gegensatz zu Touchoberflächen.
    Auf dem iPad zB gibt’s weitaus spannendere Sachen.
    Ausnahme: dicke Libs von akustischen Instrumenten, da sind aber spezielle Player von Vorteil wie zB von VSL

  14. Profilbild
    Sudad G ••

    Trotz der komfortablen Arbeitsweise bei heutigen Software-Samplern vermisse ich dennoch ein paar Dinge:

    1.) Die Klangqualität alter 16bit Stereo-Hardware-Sampler wird leider noch immer nicht ganz erreicht.
    Mich hat es letztens vom Stuhl gehauen, als ich ein und die selbe Drumloop vom alten AKAI S-1100, vom Roland S-750 und dann vom Kontakt 5 und Halion hörte. Ich ließ alle vier durch den gleichen RME A/D-Konverter laufen, um etwa gleiche Ausgangsbedingungen zu haben. Gegen die beiden o.g. Hardwarekandidaten klangen Kontakt 5 und Halion fast schon wie Sampler aus einem „Yps-Heft“. Hat mich sehr nachdenklich gestimmt, weil ich eigentlich keine Lust mehr habe, nur wegen der Klangqualität. mit der umständlichen Bedienung eines Hardwaresamplers wieder arbeiten zu müssen.

    2.) Die Autoloop-Qualität einiger Hardwaresampler-Oldies. Das Bidirectional-Crossfade-Looping z.B. vom Ensoniq ASR-10 bzw. EPS-16plus ist bisher ungeschlagen.

    3.) Das Transponieren eines einzelnen Samples innerhalb einer Oktave klingt bei Hardwaresamplern meist besser, ohne dass die Hüllkurven an Punch verlieren. Softsampler gleichen das zwar mit vielen Multisamples aus, aber was, wenn man nur ein Sample eines bestimmten Sounds besitzt?

    Den Motu Mach Five 3 bzw. den UVI konnte ich bisher noch nicht testen. Vielleicht wären die eine Alternative? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

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