Test: UVI Falcon 1.3 , Software-Sampler

14. Juni 2017

König der Software-Sampler?

Sampling ist die Königsdisziplin des Sounddesign und der UVI Falcon will hier ganz oben mitspielen. Klassenprimus ist sicher nach wie vor KONTAKT von NATIVE INSTRUMENTS, aber auch andere Software-Schmieden haben hübsche Töchter. Doch fast immer nutzt man diese Sampling-Workstations fast ausschließlich als Basis für fertige Sample-Librarys. Eigentlich schade. Gerade UVI Falcon hat eine Fülle an Features zu bieten, die Klangdesign mit Samples zum kreativen Highlight werden lässt.

Leider ist dabei kaum eine Sampling-Software einfach zu bedienen. Meistens hat man nach den ersten Anwendungen genug davon. Zumal sich die meisten Benutzer nur für die Librarys interessieren und selbst keine Samples erstellen.

Ich habe schon länger auf Machfive 4 von MOTU gewartet. Bereits Version 3 entstand in Zusammenarbeit mit UVI. Der Release von Falcon, der jetzt auch schon knapp zwei Jahre zurückliegt, ist total an mir vorbeigegangen. Der Neuling von UVI könnte als Machfive 4 bezeichnet werden. Mit dem Unterschied, dass MOTU nicht beteiligt war und Falcon an einigen Ecken stark aufgemotzt wurde. Daher auch die Namensänderung.

UVI Falcon

About

UVI Falcon ist eine Sampling-Workstation, die 15 verschiedene Klangerzeuger in einem Plug-in vereint. Anders als die kostenlose(!) UVI-Workstation, die ein Sample-Player für Soundlibrarys ist, liegt der Fokus auf umfangreichem Sampling und Sounddesign. Allein sieben verschiedene Sampling-Möglichkeiten stehen zur Verfügung. Die Software kommt als VST, AU, AAX für Windows und Mac. Falcon kann standalone oder in einer DAW seiner Wahl genutzt werden.

Installation

Die Installation funktioniert sehr einfach: Nach dem Kauf kann man sich entweder den Windows- oder den Mac-Installer herunterladen. Der Installer installiert den iLok-License-Manager gleich mit. Mit dem müssen wir Falcon autorisieren. Wenn man noch kein PACE-Konto hat, könnte der Registrierungsvorgang ein wenig dauern, man wird jedoch Schritt für Schritt durch den Prozess geleitet. Wir können an dieser Stelle entscheiden, ob wir einen iLok-Dongle benutzen oder Falcon an den Computer binden möchten. Mit dem Kauf haben wir vier freie Lizenzen. Also einen Dongle und drei Rechner beispielsweise. Das ist fair. Wenn ein Computer nicht mehr existiert (live auf der Bühne zerstört usw.) lässt sich die entsprechende Lizenz auch wieder deautorisieren und neu vergeben. Die Factory-Presets können extra heruntergeladen werden und wiegen knapp 600 MB. Falcon möchte ein großes Rundum-Sorglos-Packet mit Effekten, Arpeggiator, Scripting und vielen weiteren Möglichkeiten sein. Ob das so ist, schauen wir uns jetzt an.

Oberfläche

Falcon sieht der dritten Version von Machfive sehr ähnlich. Das liegt an dem Produkt, das UVI in Kooperation mit MOTU entwickelt hat. Das Hauptfenster ist in drei wesentliche Bereiche aufgeteilt. Auf der linken Seite habe ich meine Parts. Ein Part lässt sich als komplette Einheit verstehen, dem weitere Layer, Oszillatoren und Keygroups untergeordnet sind. Part 1 kann zum Beispiel ein Piano sein. Wenn wir dazu noch ein Cello wollen, fügen wir es in Part 2 hinzu und so weiter. Im Prinzip können wir so viele Parts, Oszillatoren, Keygroups usw. hinzufügen, wie wir wollen. Nur die Rechenpower unseres Computers gibt uns die Grenzen vor. Den größten Bereich von Falcon nimmt die Hauptpage ein. In der Mitte des Fensters können wir die Samples, die Oszillatoren und die Modulationen einstellen. Die Bedienoberfläche ist sehr klar und verständlich aufgebaut. Ich kann auf der Hauptpage alles zuklappen, wenn ich möchte. Keygroups eingestellt? Super, dann weg damit. Müssen wir noch einmal die Keygroups zurecht schieben? Dann klappen wir den entsprechenden Bereich auf. Einziges Manko hier ist, dass das nicht für die Effektpage gilt. Die einzelnen Effekte müssen leider offen bleiben. Da komme ich bei zehn Effekten schnell ins Scrollen. Zuletzt haben wir auf der rechten Seite einen Browser, mit dem wir unsere Soundbibliotheken verwalten können.

Makros auf der Infoseite

Bedienung

Ein umfangreiches Instrument muss natürlich auch bedienbar sein. Nicht selten wurde die Produktion von Sampler und Workstations eingestellt, weil das Instrument zu komplex war. Jeder Parameter kann über Rechtsklick mit einem Envelope oder LFO verknüpft werden. So können wir beispielsweise Resonance oder den Wet/Dry-Regler eines Halls mit einen Stepsequencer verknüpfen. Dadurch können wir sehr komplexe Sounds kreieren, was sehr cool ist. Als Modulationsquellen stehen uns LFOs, Stepsequencer, ADSR-Envelopes und sogar eine Scripting-Engine zur Verfügung. Alle Verknüpfungen, die wir in einem Sound vorgenommen haben, können wir auf der Hauptpage unter dem Reiter „Mods“ verwalten. Jeder animierte Regler wird farblich gekennzeichnet. Wenn wir uns unsicher sind, mit welchem Modulator ein Regler verknüpft ist, können wir per Rechtsklick „Modulation anzeigen“ auswählen, was uns direkt zu der Quelle bringt. Das ist schon sehr schön gelöst.

Samples können wir auf zwei Arten in UVI Falcon laden: Entweder laden wir die Sounds über das Sampling-Fenster, was uns den Sound analysiert und gleich in der richtigen Tonart auf das Keyboard legt. Natürlich nur, wenn es keine völlig disharmonischen Sounds sind. Wenn wir mehrere Samples gleichzeitig importieren wollen, geht das per Drag & Drop im Mapping-Fenster. Falcon platziert die Samples zwar nicht in der richtigen Tonlage, sortiert die Samples aber in der richtigen Reihenfolge der Tonhöhe. Die Samples lassen sich kürzen, kopieren, loopen und normalisieren. Das klappt bei allen Sample-Modi.

Mixer im Falcon

Sound

Machfive 3 kam als Boxversion mit 5 (!) DVDs mit Soundmaterial. Bei der Vorgängerversion Machfive 2 war sogar eine komplette DVD nur mit Vienna Symphonic Instrument Sounds mit dabei. Diese Vielfalt gibt es bei Falcon nicht. Die mitgelieferten Factory-Sounds vom UVI Falcon fallen für einen Sampler gering aus. Keine Strings, keine Samples, nur Synthsounds. Wobei man hier jedoch betonen muss, dass die Synthesefunktionen vom Falcon stark aufgebessert wurden und viele wirklich großartige und sehr moderne Presets mit dabei sind. Neben Duzenden Dubstep-Wobbles gibt es animierte Pads, Drones und alles, was das Herz begehrt. Dazu kommen noch die erstklassigen Effekte. Ein Piano und ein paar Streicher hätte es schon geben dürfen. Die muss man sich bei UVI zusätzlich dazu kaufen. Weiter unten erkläre ich kurz meine selbsterstellten Soundbeispiele.

Das Sampling

Die Hauptaufgabe von UVI Falcon bleibt aber das Sampling. Dafür bietet er uns auch gleich mehrere Möglichkeiten an. Darunter auch die drei Standards, die jeder halbwegs aktuelle Sampler beherrscht: Sample, Slice und Stretch. Unter dem Begriff „Sample“ finden wir das ganz klassische Sampling ohne große Features. Wenn wir ein Instrument (z.B.:  ein Klavier) Taste für Taste sampeln, brauchen wir kein Timestretch. Würden wir ein Sample über mehrere Oktaven verteilen, hören wir, dass die Dauer variiert. Der Slice-Oszillator eignet sich für rhythmisches und perkussives Material und kann Samples in Keygroups zerlegen, die sich neu zusammensetzen lassen. Wenn wir einen Drumloop in Slice zerlegen lassen, können wir die Einzelsampels auf die Klaviatur mappen lassen und als Projekt exportieren. Time Stretch kann die Tonhöhe verändern, ohne die Sample-Dauer zu beeinflussen. Wer mehr zu den Sample-Grundlagen wissen will, dem empfehle ich hier an dieser Stelle unseren Sample-Workshop.

Die Pariser Firma UVI arbeitet mit dem IRCAM Institute, ebenfalls aus Paris, zusammen und hat folgende Sampling-Methoden in Falcon integriert:

IRCAM Stretch ähnelt dem herkömmlichen Stretch-Oszillator, ist dennoch umfangreicher und klanglich brillanter. Das ist auch der Grund, warum er mehr Leistung verbraucht.

IRCAM Granular Die Granular-Synthese zerteilt Audiosamples in Grains und fügt diese für eine realistische Tonhöhenänderung oder Soundeffekte erneut zusammen. Es können die Grain-Parameter wie Size, Density, Jitter, Position, Speed, Direction und Loop Mode angepasst werden.

IRCAM Multi Granular Multi Granular ist wirklich ein absolut abgefahrenes Kreativtool, mit dem man erstmal viel herumexperimentieren muss. Im Grunde funktioniert der Modus wie IRCAM Granular, nur dass er mehrstimmig ist. Wir haben viele Möglichkeiten, außerdem die Zeit zu manipulieren. Wenn wir dann noch sämtliche Zeitparameter mit Sequencer oder LFOs verknüpfen, können wir mit Multi Granular richtig abgefahrene Pads schaffen. Wir können auch aus einer Stimme einen ganzen Chor singen lassen. Die Stärke liegt definitiv bei animierten Flächensounds und Drones. Akkorde und viele Akkordfolgen sind schwieriger umzusetzen. Vielleicht muss man mit diesem Modus erstmal herumspielen, aber das ist genau das, was so viel spaß macht.

IRCAM Scrub

Diese Methode ist so ähnlich wie IRCAM Granular, bietet aber ein Zufall-gesteuertes Scrubbing, Speed und eine Richtungssteuerung. Auch hier bieten sich die Parameter an, mit einer Modulation verknüpft zu werden.

Die Synthesizer

Neben der Sampling-Engine besitzt UVI Falcon auch zahlreiche Syntheseformen. Vom klassischem Analog-Oszillator bis zum FM-Synth ist eigentlich alles an Bord. Alle zu beschreiben, würde hier den Rahmen sprengen, daher stellen wir nur zwei vor:

Pluck

Dieser Modus ist eine Mischung aus Sampler und Synthesizer und ähnelt stark der Engine „STR-1 (Plucked Strings)“, der im Korg Kronos enthalten ist. Der Klangerzeuger eignet stark für rhythmische Sounds, beispielsweise für Staccato- oder Pizzicato-Sounds. Zu diesem Zweck können wir entweder ein Sample, empfehlungsweise Streichersamples, eingeladen werden. Es sind bereits einige Sampels und Presets vorhanden. Wir können aber auch durch einen simplen Oszillator und Noise eigene Sounds generieren. Einstellen lassen sich die Anzahl Saiten, Obertöne, Harmonik.

Wavetable

Der Modus wurde im Gegensatz zu Machfive 3 erheblich aufgemotzt. Der Wavetable-Oszillator bietet zahlreiche Phasenverzerrer-Modi und es können bis zu acht Stimmen unisono gespielt werden. Es stehen sehr viele Wellenformen zur Verfügung. Man kann sogar Bilder per Drag & Drop in den Klangerzeuger ziehen. Der Sound wird dann aus den Helligkeitswerten des Bildes errechnet. Das Bild wird auch als Wellenformen dargestellt (siehe Foto). Wer immer wissen wollte, wie Van Goghs „Sternennacht“ klingt, kann es jetzt ausprobieren. Oder man lädt das Logo seiner Band in den Wavetable.

Wavetable mit Amazona Logo

Effekte

Ohne integrierte Effekte lässt sich heutzutage kein (Soft-) Synthesizer mehr verkaufen. Auch der UVI Falcon hat einiges an Bord. Einige von ihnen sind sogar so gut, dass sie einzeln verkauft werden, damit man sie in seiner DAW verwenden kann. Darunter der Sparkverb, ein algorithmischer Hall, der mir in seiner Brillanz schon immer gefallen hat. Besonderen Spaß machen die Shimmer-Sounds. Neben unzähligen Effekten (Phaser, Delay, Rotary, Compressor etc.) stehen auch Analysis-Tools zur Verfügung. Die erlauben uns, ein Sample analysieren zu können, wenn wir uns unsicher sind, welchen Ton es hat. Ganz interessant ist „Redux“. Mit diesem Effekt können wir zahlreiche Sampler nachahmen. Als Preset stehen Emulator, Linn, AKAI S900 und weitere zur Verfügung. Meiner Meinung nach klingen diese Effekte ein wenig übertrieben, aber man kann damit seine Samples oder Sounds gut verfremden und nach „Lo-Fi“ klingen lassen.

Sparkverb, Rotary und Thorus

Effect Racks

Soundbeispiele

Singing Bowl – das ist ein Soundfile, das ich vor Jahren mit einem iPhone 4 aufgenommen habe. Das Sample wurde im Granular-Modus abgespielt.

505-Sample – hier habe ich einen Loop meiner TR-505 von Roland im Slicemodus auf das Keyboard gemappt und vom Logic Drummer spielen lassen.

FA-06-Drum – gleiches Spiel hier. Funfact: Der Loop war noch von meinem Roland FA-06 Amazona Testbericht übrig.

Pad-Granular – das Sample stammt von meiner Wavesation und wurde im Granular-Modus verwendet.

Prophet-Multi-Granular – Das ist ein Sample von meinem Pro One, das ich im Multi-Granular-Modus verwendet habe. Der Modus eignet sich für solche bewegten Texturen.

Fazit

Es ist eine starke Workstation, die UVI uns anbietet. UVI Falcon ist eine Workstation, mit der gearbeitet werden will. Wer nur die Librarys von UVI benutzen will, sollte sich die kostenlose UVI-Workstation anschauen. Wer kinderleichtes, dennoch umfangreiches Kreativsampling betreiben will, sollte sich den Falken einmal anschauen. UVIs Falcon macht Spaß. In meinen Augen ist Falcon der derzeit beste Sampler am Markt. Machfive 3 wird nicht obsolet, allerdings ist er auch schon bisschen outdated. Mit Falcon wird man zumindest endlich seinen Dongle los.

Plus

  • einfache Bedienung
  • übersichtliche Oberfläche
  • sehr viele Klangerzeuger
  • moderner Sound
  • tolle Presets

Minus

  • -

Preis

  • 349,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    ffx  

    Schade nur mit dem blöden Dongle / soft-ilok, ansonsten würde ich Falcon vermutlich kaufen…

    • Profilbild
      brainburner

      Du brauchst den iLok-Dongle nicht. Soft iLok reicht, das ist total easy. Besser als so manch anderer Schutz.

          • Profilbild
            ffx  

            Das weiss ich nicht warum, es geht nicht. Ich kann nichts im Browser(?) registrieren, habe es dann aufgegeben. Ist aber auch schon 2 Jahre her, der letzte Versuch.

            • Profilbild
              Supremeja  

              Hallo FFX

              So funktioniert es auch nicht. Du musst dir den License Manager downloaden und auf deinem PC/Mac installieren. Dadurch wird die Systemplatte zu einem iLok Dongle. Starte die Software und logge dich darin an. Der Rest erklärt sich von selber. Viel Spaß beim musizieren.

              https://www.ilok.com/#!license-manager

    • Profilbild
      hejasa  

      sorry, antworte nicht auf deinen Kommentar, sondern grundsätzlich auf UVI und deren Geschäftsgebaren. Die preisen ihre Produkte in deutscher Sprache an, aber wenn dann ein Produkt heruntergeladen ist, ist die Anleitung in Englisch und führt häufig wegen des notwendigen Unrar Zipper zu erheblichen Schwierigkeiten. Für mich sind Firmen mit diesem Vorgehen nicht glaubwürdig! ich bleibe lieber bei NI oder Spectrasonics und warte auch bei Amazona auf Stresstests, die solche zweisprachige Verkaufsstrategie in ihren Wertungen mit einbeziehen. Geschieht dies nicht für den dummen User wie mich, halte ich alle Bewertungen eurerseits nur für firmendienlich und zweifle erheblich an eurer Glaubwürdigkeit!

      • Profilbild
        The-Sarge  

        sorry, aber bei NI sind auch nicht alle Handbücher in deutsch. und auf den Hinweis reagieren sie auch nicht.
        UVI ist eine französiche Firma, da kann man froh sein, daß die überhaupt deutsch und englisch anbieten!

  2. Profilbild
    brainburner

    Bitte den HALion 6 von Steinberg nicht vergessen, der ist genau so gut. Das Konzept ist ähnlich. Die Bedienung des HALion ist etwas einfacher und übersichtlicher, da sich fast jedes Modul abkoppeln lässt. Die mitgelieferte Soundlibrary des HALion ist von allen Softsamplern die Beste und deckt alles ab. Ich habe das Glück sowohl den HALion als auch Falcon zu besitzen und beide ergänzen sich sehr gut. Mach Five Besitzer können die Library in Falcon weiter nutzen. UVI wird auch zukünftige Updates mit neuen Modulen kostenlos zur Verfügung stellen, bevor es vill. irgendwann mal ein kostenpflichtiges Update geben wird. Im Gegensatz zu Mach Five kann Falcon auch keine Fremdformate anderer Sampler importieren, sondern nur wav, aiff und sfz. UVI bietet allerdings auch sehr gute Libraries zum Kauf an, nicht gerade günstig aber es ist echt gutes Zeugs dabei. Die habe auch oft Sales. Beim Kauf von Falcon bekommt man auch einen 100$ Gutschein dabei. Wichtig ist die Preise bei UVI sind ohne Mehrwertsteuer angegeben, die kommt immer noch mit oben drauf.

    • Profilbild
      Johannes Kothe  RED

      Hallo,
      Falcon versteht zumindest das Standardformat EXS. Ich habe eben ein Sample aus Logic Pro X mit Keygroups in Falcon spielen können :-)
      Ich habe noch massig Originaldisketten (Emax, Dss1, Mirage, Akai…), aber ich bin nie dazugekommen, sie zu digitalisieren. Ich werde mal ausprobieren, ob man die so einfach importieren kann. Wobei ich mir das damals für Machfive auch vorgenommen habe :-D

      • Profilbild
        k.rausch  RED

        Na ja, die Liste der Importformate ist schon etwas sehr übersichtlich geraten und EXS24 zählt nicht wirklich zu Industriestandards. NI Kontakt hat hier die Nase weit vorne und zumindest einen ordentlichen Schwung der Klassiker wie Soundfont, Akai, Emu, Kurzweil, Gigastudio usw. sollte der Falcon schon können. Die UVIs sind ja keine Neulinge, das wissen die sicherlich selber.

  3. Profilbild
    Coin  AHU

    Für mich klangen die rohen Oszillatoren ziemlich fad.
    Da musste man schon was tun damit guter Sound raus kam,
    aber dann klang auch Falcon gut.
    Habe da lediglich bei Youtube was gesehen,
    es gibt ja leider keine Demo.
    Mir persönlich zu teuer und wenn man bedenkt das es sich in dieser Preisklasse mindestens mit Omnisphere 2 messen lassen muss,
    ist es weniger attraktiv imho.

    • Profilbild
      brainburner

      Die Library von Omnisphere ist zwar riesig, aber klanglich kommt Omnisphere 2 an Falcon nicht ran. Falcon ist da druckvoller, die Hüllkurven knackiger, die Effekte besser und die Klangmöglichkeiten im Falcon sind größer.

      • Profilbild
        Coin  AHU

        Ja kann sein, aber selbst wenn ich das Geld hätte,
        kaufe ich nicht die sprichwörtliche „Katze im Sack“.

        • Profilbild
          brainburner

          Klar, kann man verstehen. Ich weiß auch nicht, warum es keine Demo vom Falcon gibt. Ich habe es gewagt und bin das Risiko eingegangen und habe es nicht bereut. Allerdings habe ich den Falcon auch damals im Weihnachtsspecial gekauft, da war er knapp 100,00€ günstiger und mit dem 100,00$ Gutschein dazu war es praktisch ein Schnäppchen ;)

  4. Profilbild
    Tyrell  RED 11

    Mich hast du auf jeden Fall sehr neugierig gemacht. Ich bin bislang konsequenter KONTAKT-Iser, aber die Verwaltung von eigenen Sample-Sounds in der Kontakt-Datenbank ist echt müsig. Das es keine Demo gibt ist blöd, aber ich probier das Teil auf jeden Fall mal aus – auch auf Risiko.

  5. Profilbild
    nontachi

    Danke für den Test. Ich wollte eigentlich nie samplen, aber der hier macht Appetit darauf.
    Leider für mich grad zu teuer, aber irgendwann mal als Schnäppchen probiere ich ihn aus.

    • Profilbild
      lena  

      Sagt der offensichtlich kapitalistische Schnäppchenjäger, der einige Posts zuvor noch wortwörtlich geschrieben hat:
      „Und wer jetzt ein paar Sekunden über meinen Text nachdenkt, verrecken in der Zeit ein paar hundert Menschen weltweit an Hunger. Weiter so AMAZONA!“
      Du arme S..

        • Profilbild
          lena  

          Habt ihr den Kommentar mit „wi..sen“ von nontachi gelesen? Sorry, aber das geht einfach zu weit.

          • Profilbild
            nontachi

            Da ging es um Dekadenz und nicht um Armut.
            Du schreibst beim Hartmann etwas von Kinderstube ud verlierst hier völlig die Contenance, also schon wieder völlig unpassend und in sich selbst widersprechend.
            In meinem – nun von der Redaktion gelöschten – Kommentar, ging es um „von Hand gemachter Musik und Sampling“
            Und mit „wi..sen“ habe ich nur den Dude (Film: The Big Lebowski ) zitiert und das auch so angemerkt.

  6. Profilbild
    Paul Tunyogi-Csapo  

    Motus Politik ist schon seltsam, die neueren UVI libraries laufen im aktuellen Machfive 3 nicht mehr, nur noch in der UVI Workstation.
    Machfive 2 war eine schlichte Katastrophe in punkto Stabilität….und jetzt kann „Falcon“ als „Machfive 4“ Nachfolger eingeschätzt werden.
    Schade nur das nun wieder ein Preis von 349 €
    aufgerufen wird. Man kommt sich als User von machfive 3 etwas seltsam behandelt vor.
    Updates werden schon lange nicht mehr für Machfive 3 veröffentlicht.

    • Profilbild
      brainburner

      Als Mach 5 – User bekommt man Falcon günstiger, einfach mal UVI kontaktieren, die sagen dann was du machen musst. Ich meine der Preis wäre dann 149,00€ zuzüglich Mwst.

      • Profilbild
        Paul Tunyogi-Csapo  

        Vielen Dank für den Tipp.
        Als Mach Five 3 heraus kam, glänzte er damit, das der Sampleplayer auf die „neue“ Cocoa- Plattform portiert wurde, und so für eine neue Qualität der Stabilität sorgte…..dem dann auch alle anderen folgten.
        Es gab ein zwei Updates, und Motu ließ ihr Produkt wieder lustlos in der Ecke liegen, weil niemand außer UVI das Potential zu nutzen wußte. Selbst darin enthaltenen IRCAM Algorhythmen interesierten keinen. Das frustureirt natürich. Motu erscheint mir sehr ambitionslos was das Marketing betrifft. Trotzdem sehe ich nicht ein warum ich 149 € bezahlen soll, wenn ich selber Falconsounds aus Machfive 3 rausholen kann, wenn ich es wollte. Aber ich freue mich sehr darüber das UVI, indirekt Machfive am Leben erhält. Verdient hat die Software es allemal. Schließlich war Digital Performer die erste DAW auf Mac, an dessen Ideen sich der Rest der Hersteller orientiert haben. Allein dafür sollte man Motu respektieren. (Der support von Motu ist übrigens sehr nett und hilfsbereit)

  7. Profilbild
    gaffer  AHU

    „Sampling ist die Königsdisziplin des Sounddesign(s)“

    Wow, Johannes, da lehnst du dich aber weit aus dem Fenster. Polaroid ist die Königsdisziplin der Fotografie, sorry, das fällt mir dazu ein. Nicht böse gemeint, nur würde ich fast jede Syntheseform über das „Abfotorafieren“ von Klängen setzen, auch wenn ich die anschliessend noch bearbeiten kann. Wie sagte ein bekannter Sounddesigner: eine Geige mit Filter ist eine gefilterte Geige, aber kein neuer Klang, oder so ähnlich…

    • Profilbild
      Johannes Kothe  RED

      Sampling mit Polaroid zu vergleichen finde ich jetzt auch nicht so passend ;-)
      Ohne Sampling gäbe es keine einzige vernünftig klingende Orchesterlibrary. Und solche Libraries sind mit einem immensen Aufwand verbunden. Für mich ist das die Königsdisziplin. Und wo wären all die schönen Kinofilme ohne entsprechendes Sampling? Man muss sich nur im Making Of anschauen, wie die Sounds erstellt wurden. Beispielsweise der T-Rex von Jurassic Park oder die Sounds für Star Wars. Man braucht natürlich nicht für jede Musikrichtung Sampling. Aber völlig wegdiskutieren muss man es auch nicht.

      • Profilbild
        gaffer  AHU

        Ja, ich verstehe dich. Nur bin ich grundsätzlich der Meinung, dass die Kopie eines bereits existierenden Klangs reichlich uninteressant ist. Uninteressant, aber eventuell doch lohnend, indem ich reeelle Orchester durch gesampelte ersetze. Eindeutig ein Kostenvorteil, das war’s dann aber auch für mich. Den Polaroid Vergleich habe ich eingesetzt, da diese Technik auch eine momentane Wirklichkeit abbildet, mehr aber nicht. Das sehe ich bei Sampling exakt gleich. Das Ergebnis den Samplings ist definiv genau der Klang des gerade gesampelten Ereignisses, verändert sich aber meist nicht mit der Spielweise. Da kann ich den König nicht annähernd sehen.

        • Profilbild
          Wellenstrom  AHU

          Hängt auch immer davon ab, was man mit dem Sample so anstellt….ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir mal in ’nem anderen Forum Contests gemacht haben, wo wir als Basis für’n ganzen Track nur ’ne handvoll Drumsamples von ’ner ollen 909 zur Verfügung hatten und die zu Melodieinstrumenten verbogen haben, oder aus einem gesprochenen gesampelten Wort Tracks gebaut haben.

        • Profilbild
          Johannes Kothe  RED

          „Nur bin ich grundsätzlich der Meinung, dass die Kopie eines bereits existierenden Klangs reichlich uninteressant ist“
          Dann würde ich den Testbericht eines Samplers nicht kommentieren. Tut mir leid, das ist nicht böse gemeint.

      • Profilbild
        akademus

        „Ohne Sampling gäbe es keine einzige vernünftig klingende Orchesterlibrary“
        Die meisten werde Dir das sicher Recht geben. Aber ich kenne zumindest einen alternativen Ansatz, der mich nach wie vor begeistert: das Synful Orchestra.

    • Profilbild
      ukm   11

      Mit der „Königsdisziplin“ hätte ich auch ein Problem. Es ist manchmal ganz brauchbar – das war’s auch schon.

    • Profilbild
      tantris  

      Wenn ich einen neuen Sound kreieren möchte, nehme ich ein vorhandenes Sample, völlig egal wie banal oder eintönig das klingt. Mit einem Tool wie dem Falcon oder Halion zaubert man daraus ein neuen Sound mit komplexen Wellenformen, der als Kopie nicht wiederzuerkennen ist. Am besten eignen sich dazu Wavetables.

    • Profilbild
      k.rausch  RED

      Da hat sich dieser bekannte Sounddesigner halt mal geirrt. Beim sample-basierten Softie sind es lediglich keine Waveforms, die als Grundlage für das spätere Resultat herhalten müssen, sondern eben Samples und zwar beliebige. Der Rest der Angelegenheit unterscheidet sich in keiner Weise gegenüber einem „normalen“ Synthesizer, man kann schrauben und je nach Parametersatz der Engine geht das dann sehr weit. Gilt insbesondere für Modulationen, Filter, Envelopes, Layer und LFOs, dazu FM, AM und RM. Dass ein Sample mal im früheren Leben von einer Geige abstammt, wird man nicht mehr merken. Es lassen sich auch explizit Samples für den Gebrauch in solchen sample-basierten Synths herstellen. Das Verhalten von Samples ist anders als das von Waveforms, insofern kommt man völlig wertfrei zu ganz eigenwilligen Ergebnissen. Das lässt sich auch alles belegen, sind keine leeren Behauptungen.

  8. Profilbild
    Wellenstrom  AHU

    Nee, wegdiskutieren muss man Sampling wirklich nicht. Aber es ist schon ein ganz anderer Anspruch an den Sounddesigner, etwas mit – und auf Basis von – primitivsten Wellenformen aufzubauen – und verschiedene Syntheseformen miteinander verschmelzen zu lassen als mal ein bissken an Pitch- und Filtereinstellungen am Sample zu drehen. Sampling finde ich da jetzt auch eher unprickelnd, es sei denn man verbindet das mit Granularsynthese, wofür ja hier wohl die Möglichkeit besteht. Auch subtraktiver Synth und Wavetabler etc. sind da wohl an Bord. Insofern passt das ja alles.
    Das Potential ist ja definitiv da.
    Die Klangbeispiele überzeugen mich jetzt nicht soooo dolle. Muss aber auch nicht. Bin generell kein Fan von eierlegenden Wollmilchsäuen, die mir überfrachtet erscheinen. Fürchte, dass dem Sound hier ein gewisser Charakter fehlt. Hört sich doch ziemlich steril an.

    • Profilbild
      nontachi

      Ja, die Soundbeispiele klingen doch eher billig und extrem digital bis auf die Nr. 4, 6 und 8, die gehen grad noch so. Sind ja aber wohl nur die ungeschraubten Pressets mit überproduziertem Hall und so weiter.

  9. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Die Librarys von UVI kosten richtig Geld. Ob das dann wirklich viel besser ist als Omnisphere weiss ich nicht. Bei Omnisphere ist in jedem Fall schon alles dabei. Also wer noch ein Klavier braucht muss schon in die Hauseigene Librarys noch weiter investieren. Finde ich schwierig. Omnisphere bietet da wirklich ein schickes Gesamtpaket mit dem man für viele Jahre mal vor sich her dudeln kann ohne ständig nachdenken zu müssen schon wieder was zu kaufen kaufen kaufen…..

  10. Profilbild
    Panta Flux  

    Lustig! Bis zu diesem Artikel habe ich Falcon immer als sehr flexiblen und leistungsfähigen modularen Software-Synthesizer betrachtet (vergleichbar vielleicht mit Omnisphere), der auch auf vielseitige Weise mit Samples umgehen kann. Ihn als Sampler à la Kontakt zu betrachten, kam mir bislang schlicht nicht in den Sinn. Wenn mich mein Erinnerungsvermögen nicht völlig trügt, wurde er anfangs auch nicht als solcher angepriesen. :-D

  11. Profilbild
    Supremeja  

    Vielen Dank für den Testbericht. Ich bin bereits ein produktiver Falcon User und kann dem Bericht nicht ganz zustimmen.

    Eine Sampling Workstation ist der Falcon nicht. Der Falcon beinhaltet eine mächtige Sampling Technologie (u.a. lizenzierte IRCAM Granular Modelle), keine Frage. Jedoch ist das die Spitze des Eisberges. Er bietet eine zahlreiche Auswahl an Oszillationen in Verbindung mit einer extrem breiten Palette an Modulatoren und Effekten. Jeder erdenkliche Parameter kann gesteuert oder moduliert werden. Das macht den Falcon zu einem Semi-Modularen Synthesizer.

    Zum Fazit „Kinderleicht“: Wenn man Samples abfeuern möchte, dann ist die Bedienung Kinderleicht. Will man jedoch Sounddesign betreiben, dann ist der Falcon ist ein Beast. Er kann nahezu alles, aber man muss ihn beherrschen. Und da der Falcon mit Layern (wie Photoshop) arbeitet, geht bei mittelgroßen Presets schnell die Übersicht verloren.

    Für Bastler und Sounddesigner ein absolutes muss. Preset-Liebhaber sollten (wie schon vorgeschlagen) zur UVI Workstation greifen.

  12. Profilbild
    Wellenstrom  AHU

    „Will man jedoch Sounddesign betreiben, dann ist der Falcon ein Beast. Er kann nahezu alles, aber man muss ihn beherrschen. Und da der Falcon mit Layern (wie Photoshop) arbeitet, geht bei mittelgroßen Presets schnell die Übersicht verloren.“

    Wichtige Aussage…, bestätigt so’n bissken meinen Verdacht, dass das Dingen mächtig ist, aber nicht unbedingt zu intuitivem Schrauben einlädt. Ist ja schon einige Jahre auf’m Markt und die Videos implizierten damals schon, dass in der Komplexität schon einiges verlorengeht.
    Aber auch kozeptionell bedingt bei solchen eierlegenden Wollmilchsäuen, da muss zwangsläufig im Handling was auf der Strecke bleiben.

  13. Profilbild
    Jaguar

    Das Hauptproblem aller Sampler auf PCs sehe ich darin, dass der unmittelbare spontane Zugriff auf die Samplemanipulation systembedingt eingeschränkt ist, im Gegensatz zu Touchoberflächen.
    Auf dem iPad zB gibt’s weitaus spannendere Sachen.
    Ausnahme: dicke Libs von akustischen Instrumenten, da sind aber spezielle Player von Vorteil wie zB von VSL

  14. Profilbild
    Sudad G  

    Trotz der komfortablen Arbeitsweise bei heutigen Software-Samplern vermisse ich dennoch ein paar Dinge:

    1.) Die Klangqualität alter 16bit Stereo-Hardware-Sampler wird leider noch immer nicht ganz erreicht.
    Mich hat es letztens vom Stuhl gehauen, als ich ein und die selbe Drumloop vom alten AKAI S-1100, vom Roland S-750 und dann vom Kontakt 5 und Halion hörte. Ich ließ alle vier durch den gleichen RME A/D-Konverter laufen, um etwa gleiche Ausgangsbedingungen zu haben. Gegen die beiden o.g. Hardwarekandidaten klangen Kontakt 5 und Halion fast schon wie Sampler aus einem „Yps-Heft“. Hat mich sehr nachdenklich gestimmt, weil ich eigentlich keine Lust mehr habe, nur wegen der Klangqualität. mit der umständlichen Bedienung eines Hardwaresamplers wieder arbeiten zu müssen.

    2.) Die Autoloop-Qualität einiger Hardwaresampler-Oldies. Das Bidirectional-Crossfade-Looping z.B. vom Ensoniq ASR-10 bzw. EPS-16plus ist bisher ungeschlagen.

    3.) Das Transponieren eines einzelnen Samples innerhalb einer Oktave klingt bei Hardwaresamplern meist besser, ohne dass die Hüllkurven an Punch verlieren. Softsampler gleichen das zwar mit vielen Multisamples aus, aber was, wenn man nur ein Sample eines bestimmten Sounds besitzt?

    Den Motu Mach Five 3 bzw. den UVI konnte ich bisher noch nicht testen. Vielleicht wären die eine Alternative? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.