16. März 2021

Kabelsalat im Studio? Ja, aber definiert…

Wer kennt es nicht, das wunderbare Wirrwarr hinter, unter und auf dem Studiotisch. Wer Modulares liebt, bringt das auch noch auf die Frontseite. Wenn man nicht mit einer unglaublichen Vielzahl an Geräten auffällt, dann bestimmt durch die vielen Kabel. Das konnte Keith Emerson schon mit seinem Moog Modular, der ohne Kabel noch wie Raumschiff Orion, mit Kabel aber wie ein dystopisches Etwas von Fritz Lang aussah.

Wir lieben und hassen es gleichzeitig, aber es ist ein Teil unseres Setups und wir sind stolz darauf. Einige bringen die Sache peinlich genau in Ordnung, was für eine fix definierte Verbindung sicher sinnvoll ist. Für andere – so auch für den Autor – gehört das Umstöpseln zum Ganzen dazu und kann daher nicht definitiv und sauber verlegt werden. Während Audioverbindungen eher „stabil“ sind, sieht es bei MIDI-Kabeln oft anders aus.

Immer mehr Geräte bedeutet auch immer mehr MIDI-Verbindungen. Von Keyboards über Synthesizern, von Sequenzen über MIDI-Verteiler, alle können es irgendwie miteinander. Dank genialen Geräten wie das Anfangs 2021 vorgestellte MIDI Router Control Center MRCC von Conductive Labs, kann die Umstöpselei deutlich reduziert werden. Doch auch dann ist es hilfreich eine Übersicht zu haben. Doch wie behält man den Überblick über die wichtigsten Verbindungen?

Die erste Zeit hat der Autor noch die Verbindungen in Apple Keynote gezeichnet. Das kann zwar hübsch aussehen, ist aber viel zu aufwändig und umständlich. Besser geht es mit Programmen mit denen man so genannte Flowchards (Flussdiagramme) erstellen kann. Doch auch hier gibt eine gigantische Auswahl, von einfachen Lösungen bis professionellen Systemen mit den entsprechenden Preisen. Der Autor hat sich auf die Suche gemacht und nach ein paar Tests eine sehr praktische und kostenlose Lösung für den Mac gefunden.

Flowchard Designer 3

Das im Mac AppStore kostenlos erhältliche Programm, bietet alles was man benötigt um ein Kabel-Flussdiagramm zu erstellen, bei dem die „Leitungen“ auch an den Start und Endpunkten bleiben, wenn das Objekt (z.B. ein Sequencer) verschoben wird. So sieht das z.B. in einer ersten Skizze für eine mögliche MIDI-Verkabelung aus, wenn das oben erwähntes MRCC beim Autor angekommen ist.

Geplante MIDI-Neuverkabelung.

Mit einem solchen Programm kann man sich doch einige Pröbeleien ersparen, denn man erkennt recht schnell ob die Verbindungen sinnvoll sind oder nicht.

Wer die kostenlose Version benützt, dem stehen auf der linken Seite nur wenige, aber für die hier beschriebenen Zwecke ausreichenden Objekte (im Programm „Shapes“ genannt) zur Verfügung:

  • „Containers“ können mehrere Objekte aufnehmen
  • „Connectors“ verbinden die Objekte miteinander
  • „Basic“ sind die grundlegenden Objekte mit denen man seine Geräte darstellen kann

Mittels einem InApp-Kauf (CHF 8.-) können eine Vielzahl von Objekten freigeschaltet werden, die für alle möglichen Flowchards genutzt werden können.

Gut geplant ist weniger gestöpselt…

Am einfachsten ist es, wenn man erst seine zu verbundenen Geräte mit Objekten darstellt. Für unsere Zwecke eignen sich hier sehr gut die so genannten „Container“. Das sind Objekte, die weitere Objekte aufnehmen können. Der Vorteil dabei ist, dass diese immer eine Einheit bilden und somit zusammen verschoben werden (Gruppierungen sind aber auch möglich). So kann man sehr einfach z.B. die MIDI-Anschlüsse eines Synthesizer darstellen.

Wählt man ein Objekt oder einen Container aus und klickt auf eine Verbindung (Connector), erscheinen die Verbindungsmöglichkeiten (orange Kreuze). Werden zwei solchen Punkte mit einem „Connector“ verbunden, zeichnet das Programm automatisch eine Verbindung die man dann ganz einfach positionieren und anpassen kann.

Auf der rechten Seite befinden sich je nach ausgewähltem Objekt die verschiedenen Möglichkeiten das Design anzupassen.

Fertig ist man nie

Dass man laufend Änderungen an seinem Setup vornimmt ist normal, um den Überblick zu behalten kann es sich lohnen dieses mittels einem Flowchart-Programm darzustellen. Der Vorteil des Programmes Flowchard Designer 3 ist die einfache Bedienung, so dass man ohne Anleitung gleich loslegen kann. Bei Änderungen kann man ein Objekt einfach verschieben, die Verbindungen passen sich neu an, bleiben aber erhalten. Meist müssen diese aber etwas nachbearbeitet werden.

Das Programm bietet auch die Möglichkeit Bilder einzufügen (wer z.B. seine Geräte in echt darstellen will) und Beschriftungen vorzunehmen. Die Files können jederzeit abgespeichert oder als PDF und in verschiedenen Bildformaten exportiert werden. Zwar gibt es das Programm nur in englisch, aber die wenigen Begriffe versteht man sehr schnell.

Fazit
Flowchard Designer 3 ist ein einfaches, kostenloses Flussdiagramm-Programm mit dem man die Verbindungen seines Setup mit relativ geringem Aufwand darstellen kann.

Plus

  • Einfache Bedienung
  • Saubere Darstellung
  • Viele Anpassungsmöglichkeiten
  • Kostenlos

Minus

  • Nur Englisch
  • Automatisch verlegte Verbindungen müssen meist etwas angepasst werden
Forum
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    Ghostwalker  

    Ich hätte mal eine Frage zu einem anderen Thema , ich sehe das du auch ein Presonus Mischpult hast. Ich habe mir seit letzten Monat das 16.0.2 zugelegt und mir ist aufgefallen das sein Netzteil im Inneren teilweise einen richtig lauten Piepston generiert , hast du ähnliche Probleme mit deinem Pult? Es ist nicht immer da , nur gelegentlich aber dann so penetrant das es echt schon nervt damit zu arbeiten.. Wenn ich es ausmache und etwas an der Sicherung (2 Amp Fuse) drehe lässt sich das Problem bei erneutem Einschalten beheben , was ich schon sehr merkwürdig finde. Ansonsten bin ich mit Pult sehr zufrieden, da es alles an Board hat um einen ordentlichen Mixdown direkt am Pult einzustellen und die preamps finde ich echt richtig gut für den Preis

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      mdesign  

      piepsende netzteile kommen öfter vor, bei mir mal in einem video-monitor. sind oft vibrierende spulen. da man am netzteil lieber nicht selbst rumpfuschen sollte, hilft idR nur ein austausch.

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    liquid orange  AHU 1

    Ich hatte auch mal das 16.0.2 aber das war eigentlich immer sehr ruhig. OK, ich bin über 50 und höre die hohen Töne nicht mehr so gut, aber meine Kids hätten es mir sicher gesagt :-)

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    t.goldschmitz  RED

    Vielen Dank für diesen aufschlussreichen Artikel und die Vorstellung der Flowchart Software!
     
    Kannte ich noch nicht und ist in vielen Bereichen einsetzbar. Zum Glück ist mein Studio noch in der Größe, dass man das alles im Kopf managen kann (Ein dutzend Klangerzeuger und Outboard Gear). Bis ich das Flussdiagramm fertig hätte, wäre ich schon fertig mit dem Ab- und Aufbauen.

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      liquid orange  AHU 1

      Ich gebe Dir recht, wenn ich die Vernetzung immer gleich hätte, dann könnte ich mir das auch merken. Aber da ich laufend Änderungen mache, verliere ich doch immer wieder etwas die Übersicht. Und genau da hilft mir das Tool, denn wenn ich mal alles zusammengestellt habe, ist eine Abänderung schnell gemacht.

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    CloudSounds  

    Besten Dank für die Vorstellung des Tools, welches ansonsten an mir vorbeigegangen wäre.

    Momentan bin ich dabei, mein „Studio“ etwas flexibler zu gestalten, ohne immer hinter / unter Tischen rumzurobben und Hardware umzustöpseln. Schritt 1 war die Anschaffung von ein paar Audio-Patchbays. Nächste Baustelle: Sinnvolle Midi-Verkabelung.

    Für die Patchbays habe ich mir ein Excel-Sheet gebastelt, was für den Einstieg sicher reicht. Ich werde aber sicher den App-Store besuchen und schauen, wie mir das Tool in Summe weiterhilft.

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      cosmolab  

      Du meinst wahrscheinlich passive Audio-Pachbays.
      Gibt es sowas eigentlich auch in „aktiv“ – wo also der „Couch- Potatoe“ nicht aufstehen muss, sondern das Ganze per remote umschalten (oder z.B. abspeichern!) kann?
      Zur Sicherheit schreib ich´s gleich dazu: Nein, kein Rackmixer o.ä. – Ich würde wirklich gern flexibel den Ausgang von Geräten auf bestimmte Mixer- Eingänge SCHALTEN wollen. Wie auf einem Eisenbahn-Stellwerk. ;-)

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        toneup  RED

        Gibt bzw. gab es von SSL – Xlogic Patchbay, 16 in und Out über D-Sub Stecker , über Netzwerkkabel mit dem Rechner steuerbar. Hatte die im Einsatz, schon sehr komfortabel, die Lösung mit den D-Sub Steckern fand ich aber suboptimal. Derzeitiger Gebrauchtpreis so um die 1000Euro.

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    herw  RED

    grüne Wiese im Wohnzimmer – lustige Idee

    Da du ja, wie du schreibst, die Verbindungen des öfteren änderst oder nur zeitweise abstöpselst, wäre eine farbliche Kennzeichnung der Kabel sinnvoll.

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      liquid orange  AHU 1

      Die Idee ist sehr gut, muss ich mir mal überlegen wie ich das umsetze! Am Anfang habe ich die MIDI-Kabelenden angeschrieben, aber jeweils wohin dieses Kabel geht. Aber wenn ich dann umgestöpselt habe, stimmte wieder nichts mehr.
      Jetzt habe ich im Flussdiagramm angefangen mit Farben etwas Ordnung rein zu bringen. Orange ist nur das Timing, Rot auch Start/Stop für die Sequencer. Blau dann auch die Noten. Ist aber erst mal ein Versuch das besser visuell zu erkennen.

      Ach ja, die grüne Wiese ist ein Kunstrasen. Angenehm um darauf zu gehen und dämpft hervorragend.

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    lightman  AHU

    Ich bräuchte wohl mal einige Patchbays und sowas, für praktisch jeden Track rupfe ich mein Equipment auseinander und füge es wieder neu zusammen, Ketten mit Synths, Effektgeräten, usw. Das endet meist in einem heillosen Durcheinander, ich kann aber nicht anders, irgendwie endet es immer so, selbst wenn ich vorher alles sauber verkabelt hatte.

    Kann mir nicht vorstellen, daß es möglich ist, alles so zu verkabeln und patchen, daß alles auf alles routbar ist, jedenfalls nicht ohne ziemlichen Aufwand.

    Vielleicht bin ich aber einfach nur zu faul…

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      liquid orange  AHU 1

      Schau Dir mal das erwähnte MRCC MIDI Router Control Center von Conductive Labs an, das kann echt eine Lösung sein. Ich finde das bisher das genialste MIDI-Teil wenn man ständige Änderungen vornimmt und habe es auch bestellt. Wenn ich es dann habe, kann ich ja mal meine Erfahrungen hier weiter geben.

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        lightman  AHU

        Bezüglich MIDI-Routing bin ich eigentlich ganz gut aufgestellt. Ich habe ja noch einen Atari ST mit Notator und NSL-3 Interface/Dongle im Setup, über den ich drei unabhängige MIDI-Stränge mit je 16 Kanälen legen kann, gefolgt von zwei Yamaha YME8 Thru-Boxen und zwei YMM2 MIDI-Mergern, sowie eine MIDI Solutions Quadra Thru.

        Schwieriger wirds da schon mit Audio, Effekten, Sync, CV, usw., manchmal möchte ich die für einen Track ausgewählten Instrumente auch direkt vor mir haben, das hat fast immer Umstellen und Umkabeln zur Folge.

        Ich schätze, daß mir eine Audio-Patchbay hierbei mehr helfen könnte. Mein Studioplatz ist halt auch viel kleiner als früher, wo ich selbst größere Aufbauten einfach mal stehenlassen konnte. Heutzutage findet alles auf kleinem Raum statt, besonders mit großen Teilen wie XP-80 und Mirage gibt das immer ein ziemliches Gedränge. Da muß ich wohl mal in die Höhe bauen, sprich, ein paar nette Racks könnten nicht schaden.

        Das MRCC sieht aber wirklich sehr nützlich aus, das sind auch noch mehr Funktionen als nur Merging/Routing drin. Wäre echt gut, wenn du darüber einen Erfahrungsbericht schreibst!

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      dAS hEIKO  AHU

      Ja, aber jetzt mal ehrlich: So arbeitet man doch eigentlich immer. Schon seit jahrzehnten. Immer bedarfsgerecht zusammenstöpseln…spätestens wenn man Modularsynths einsetzt, ist man ja Kummer gewöhnt.
      Das mit dem ein Mal und dann für immer verkabeldten und verpatchtem Studio ist ja sowohl vom Hirnschmalz als auch von den Finanzen her eine Lebensaufgabe. Wenn man denn diese feuchten Studioträume mal in der Realität sehen möchte, sollte man sich mal die „Homestories“ von Deadmouse oder Junkie XXL ansehen. Da sind wirklich alle Geräte verbunden und können beliebig gepatched werden… nun ja, Finanzen spielen hier zumindest keine Rolle ;-)
      Aber wenn man nur ein wenig in der Materie steckt, hat man eine grobe Ahnung, welche Mamutaufgabe hier bewältigt wurde.

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    swellkoerper  AHU

    Es ist anfangs echt aufwendig und kostet ein paar Euronen mehr, aber Patchbays plus eine Rackblende zum komfortablen Beschriften im Rack darüber sind unverzichtbar. Was nützen mir denn die Flowcharts, wenn ich jedes neue Routing erst neu visualisieren muss?
    Leider ist die Gerätegattung MIDI-Patchbay nahezu ausgestorben. Die, die es mal gab, meist Akai ME30P, Kawai MAV8 oder Roland A880, sind gebraucht nur noch selten zu finden. Die Kawai macht Routings durch ihr geniales Faderkonzept auch gleich sichtbar. Meine 2 A-880 werden gehegt wie rohe Eier und funktionieren nach 35 Jahren wie am ersten Tag inkl. Speicherbatterie.

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      liquid orange  AHU 1

      „ Was nützen mir denn die Flowcharts, wenn ich jedes neue Routing erst neu visualisieren muss?“
      Umgekehrt denken… Erst visualisieren und dann patchen. Gehört bei mir auch zum Kreativprozess, denn wenn ich es sehe – und nicht nur vorstelle – komme ich besser klar damit.

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        swellkoerper  AHU

        Kann deine Perspektive schon nachvollziehen. Das erledigt sich aber, wenn man jeden benötigten MIDI-Ein- und Ausgang einfach einer Patchbay zuweist und schön beschriftet. Schnell ein paar Knöpfchen drücken, fertig :-) Dein MIDI-Setup aus dem Screenshot ist aber ungleich grösser und komplexer, als alles was ich jemals zu MIDI-Hochzeiten hatte. Ich erinnere mich mit Grausen, wenn ich mal schnell den Clock-Master ändern wollte, war ich echt am Ar***.
        Mittlerweile nutze ich meist Clock direkt aus dem Audiointerface mittels Expert-Sleepers Modulen. MIDI-Clock für die wenigen verbleibenden reinen MIDI-Geräte erzeuge ich im Arturia Beat Step Pro, der auch analog synchronisiert ist. Ist viel tighter als MIDI vom Rechner und lässt auch krasse Manipulationen der Clock im Modularsystem zu. Der BSP ist da echt sehr fähig, aus krummen Clocksignalen eine MIDI-Clock zu generieren.

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          liquid orange  AHU 1

          So eine Patchbay, genauer gesagt zwei habe ich (iConnectivity MIDI4+ und mio10). Das ist soweit auch OK und ich habe alles entsprechend verkabelt, aber da muss ich immer in der Software alles umstellen und die ist erstens grottenschlecht zum bedienen und zweitens will ich ja nicht immer den Rechner laufen lassen.
          Was für ne Batchbay würdest Du denn empfehlen?

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            swellkoerper  AHU

            Jede, die du finden kannst. Mir kam noch eine Idee, aber leider ist auch diese Firma scheinbar ausgestiegen, wie ich feststellen musste. Sagt dir Copperlan etwas? Das war ein grossartiger Cross-Plattform MIDI Patcher mit Netzwerkverbindung und virtuellen MIDI-Ports. Sah exakt aus wie deine Flowcharts, mit dem Unterschied, dass durch die virtuellen Kabel das MIDI gleich geroutet wurde. Alles in einer Oberfläche. Falls es dich interessiert und auf deinem OS läuft, es sollte nicht schwer zu finden sein, das Programm war immer umsonst (!).

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              liquid orange  AHU 1

              Leider sind die meisten Patchbays reine „Steckerleisten“, die Einstellungen gehen dann über eine Software. Und genau das will ich eben nicht. Nichts gegen einen Puter in der Musikproduktion – ohne geht es wirklich fast nicht mehr – aber wenn ich meine „experimentelle Stunde(n)“ habe, will ich mich nicht um Mauszeiger und Co. kümmern. Dann will ich so gut wie nur möglich ohne Computer arbeiten. Und da ich während des Experimentieren eben auch mal die Zuordnungen ändern will, muss eine „softwarelose“ Lösung her.

              Copperplan klingt gut, ist aber eben auch wieder Weichware. Die entsprechende Website lässt sich aber nicht mehr einsehen (copperlan.org).

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      dAS hEIKO  AHU

      Den Kawai hab ich auch. Nicht so sexy wie irgendetwas mit Display und 256 Speicherplätzen…. aber dafür irre praxistauglich.

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    cosmolab  

    Ganz feiner Artikel!
    So als „Hobbyist“ habe ich viel zu lange nicht gemerkt, dass ich so etwas eigentlich schon früher hätte nutzen sollen. Als meine Frau mich neulich mal ausgefragt hat, musste ich zugeben, dass in meiner 12qm- Bude wahrscheinlich deutlich über 250 Kabelmeter liegen… ;-|

    Ich hatte mir bei der Planung meiner Umrüstung auf ein neues Digitalpult (übrigens auch ein Presonus ;-) ) mit Excel und Visio beholfen. Das Programm hier gefällt mir aber zumindest auf den ersten Blick so gut, dass ich echt darüber nachdenke, mir meine Technik nochmal damit nachzudokumentieren…danke für den Tip!

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      liquid orange  AHU 1

      Gern geschehen, es freut mich wenn Dir das auch weiterhilft.
      Ich mache auch rein als Hobby „Musik“ und finde die ganze Technik dahinter auch sehr spannend. Von daher gefallen mir auch solche Darstellungen, diese zu erstellen gehört für mich dazu.

      Ich denke es lohnt sich wirklich sich mal die Zeit zu nehmen und das Setup entsprechend aufzunehmen. Die einzelnen „Geräte“ sind ja schnell dargestellt, wenn Du willst kann ich Dir auch mein File senden dann kannst Du da rauskopieren. Wenn man mal alles zusammen hat, sind die Anpassungen nicht mehr so aufwändig.
      Besonders hilfreich finde ich diese Flussdiagramme aber auch, wenn eine Neuanschaffung geplant ist. So kann man nämlich bevor man die Kohle verjubelt überprüfen ob das was man im Sinn hat auch damit realisierbar ist.

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    Eighty/Twenty

    Für Patches (und Flowcharts anderer Art) läßt sich auch draw.io gut nutzen. Ich habe mir z.B. eine Custom Shape Library mit den Patch-Symbolen von patchandtweak.com angelegt und halte damit meine Modular-Patches fest. Dafür ist keine separate Software nötig, läuft alles im Browser.

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      AMAZONA Archiv

      Sowas gibt es? Modular-Patches abspeichern klingt irgendwie nach Spaß für Autisten. ;)
      Thema Kabelsalat: Alles möglichst mono verkabeln, Gear reduzieren, ruhig mal neue Kabel in passender Länge kaufen und alles zentral positionieren. Anstatt Patchbay ein passendes RME-TotalMix-Interface. Damit läßt es sich leicht routen ohne viel Inputs in der DAW anlegen zu müssen. Was taugt kann einfach mit CUE-Mix in die DAW und kostet nur einen Stereoeingang. Es gibt auch fast immer ein Gerät bei dem Bluetooth reicht. Ein CME WIDI ins Eurorack, vom Midi-Hauptinterface eine I/O zum iPad oder mit Alesis Vortex durchs Zimmer rennen, alles geht. Seit ich einen USB-C am PC habe der ordentlich Saft liefert, habe ich über einen Hub alle USB-Sachen zentral auf dem Schreibtisch und nur ein Kabel im PC. Das wars….

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        Eighty/Twenty

        Ich kann natürlich auch ein Foto meiner Verkabelung machen, aber wo wir schon mal im Nerd-Territorium gelandet sind…

  10. Profilbild
    AQ  AHU

    Danke für Deinen Beitrag. Lade mir das Programm jetzt auch mal runter. Ich hab zwar schon noch Übersicht, aber alleine das mal sauber darzustellen macht für mich Sinn.
    Wenn man nach und nach immer mal wieder was dazu baut, gibt es doch viele „Kabelkreuzungen“ welche mal aufgeräumt werden sollten. Immer dann schneide ich dann auch wieder mal ein Kabel auf die „perfekte Länge“ zu und dann kommt immer noch ein farbiger Neutrick Codierring dran.

  11. Profilbild
    liquid orange  AHU 1

    Da bin ich erst später drauf gekommen: Flowchard Designer 3 gibt es auch für das iPad.
    Man kann die auf dem Mac erstellten Files einfach über iCloud oder andere Ordner austauschen. Die Bedienung ist nahezu identisch, die feinen Verbindungen zu erwischen aber manchmal etwas „fummelig“.
    Auch hier ist die App kostenlos und kann durch einen InApp-Kauf erweitert werden (= mehr Shapes). Wer diese auf dem Mac gekauft hat, kann sie mittels „Restore“ auch auf dem iPad nutzen.

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