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Roland Juno 106 Synthesizer als DIY-Projekt

Gute Idee: Bau dir einen Roland Juno 106 doch einfach selbst!

10. Juni 2024

Screenshot

Die Synthesizer-Szene ist bekannt für ihre leidenschaftlichen und kreativen Tüftler, die oft ihre eigenen Versionen klassischer Synthesizer bauen. Craig Barnes ist einer dieser Enthusiasten, der einen Roland Juno-106 nachgebaut hat. Seine Beweggründe sind nicht bekannt, aber es ist wahrscheinlich, dass die hohen Preise für gebrauchte Originale und unbefriedigende Software-Alternativen eine Rolle gespielt haben.

Auch Craig Barnes fing nicht bei Null an. Vor ihm hat Jan Knipper auf GitHub die Projekte PolyKit DCO und PolyKit-x-voice Board vorgestellt, die die Klangerzeugung des Roland Juno-106 nachahmen. Barnes ging jedoch noch einen Schritt weiter und verwandelte den Juno-106 in einen Rack-Synthesizer mit einer strukturierten Benutzeroberfläche. Er erweiterte das Original um Funktionen wie Velocity, Keytracking, acht zusätzliche Filterkonfigurationen und eine Programmer-Sektion.

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Falls du jetzt auch Lust bekommen hast, einen Roland Juno-106 auf Basis eines Raspberry Pi nachzubauen gibt es gute Nachrichten: Craig Barnes hat sein Wissen und seine Erfahrungen auf GitHub archiviert. So kann sich jeder Interesierte an einen Nachbau des Roland Juno-106 versuchen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Youtube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

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Features: PolyKit-DUO-Polyphonic-Synthesizer

  • Digital gesteuerte Oszillatoren basierend auf zwei Raspberry Pi Pico’s.
  • Dualer DCO mit Sägezahn- und PWM- Schwingungsformen
  • Mulitpole Filter basierend auf dem Oberheim Matrix 12.
  • Dual LFOs
  • Main-LFO verfügt über 1 Schwingungsformen
  • PWM-LFO mit Sinusschwingungsform
  • 6 Voice Polyphonic dual DCOs pro Stimme
  • Aftertouch für DCO LFO Depth, Filter LFO depth oder Filter Cutoff.
  • Log- und Lin-Hüllkurven.
  • Looping-Hüllkurven.
  • Velocity-Sensitivity für Filter und VCA
  • Analoger Chorus basierend auf Juno 60
  • 999 Speicherplätze
  • MIDI In/Out/Thru

Der Roland Juno 106

Ein echter Klassiker und Evergreen der Synthesizer-Geschichte ist mit Sicherheit der Roland Juno-106. Doch Klassiker haben ihren Preis, und so kann man heute schon bis zu 2000 Euro für einen 40 Jahre alten Synthesizer hinlegen. Der Roland Juno-106 wurde übrigens von 1984 bis 1988 gebaut, daher herzlichen Glückwunsch zum 40. Geburtstag. Solche alten Gerätschaften können allerlei technische Probleme mit sich bringen und funktionieren nicht immer so wie ein Neugerät. Jean-Michel Jarre spricht liebevoll von seinen „Old Ladys“.

Selbstverständlich ist Roland die Verehrung ihres Erbes nicht verborgen geblieben und deswegen bieten sie viele ihrer Klassiker heute in digitaler Form an. Der Roland JU-06A ist eine digitale Hardware-Emulation, die für einen Bruchteil des Gebrauchtmarktpreises des Originals erhältlich ist. Roland Juno-106 Software gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Wer einen Klon von Roland haben möchte, findet ihn in der Roland Cloud. Aber auch Cherry Audio bietet den DCO-106 an. Tracktion hat den RetroMod 106 im Programm und der Softube Model 84 basiert ebenfalls auf dem Roland Juno-106.

Hier geht es zum Roland Juno 106 Test.
Hier haben wir das Roland Cloud Juno 106 Plug-in für euch getestet.

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Roland JU-06A
Roland JU-06A
Kundenbewertung:
(56)
Forum
  1. Profilbild
    chardt AHU

    Meine ersten Gedanken dazu:
    – Warum 106 und nicht 60?
    – Schön, dass mir der JU-06a völlig ausreicht ;)
    – Wenn ich schon einen Juno neu baue, dann auch gleich mit zwei Oszis bitte.

    Dann schaue ich mir die Specs an: 2x DCO und Oberheim-artiges Filter – da würde ich jetzt weniger von „Juno-Nachbau“ als von „mein persönlicher Traumsynth“ sprechen – was ich absolut begrüße!

  2. Profilbild
    Tai AHU 3

    „Seine Beweggründe sind nicht bekannt, aber es ist wahrscheinlich, dass die hohen Preise für gebrauchte Originale und unbefriedigende Software-Alternativen eine Rolle gespielt haben.“

    Erklärt es mir. Die Raspis, Computer, die von der Leistung beide gleichzeitig von meinem alten iPhone in die Ecke gestellt werden, macht einen besseren Sound als bestehende Software? Oder habe ich da was übersehen? Analoge Chips, digital kontrolliert etwa?

    • Profilbild
      chardt AHU

      @Tai Wie beim Original erzeugt die CPU eine Rechteckschwingung (das können CPUs sehr einfach: Da braucht man sinngemäß nur 0-1-0-1-0-1-… ausgeben ;)
      Der „DCO“ dahinter ist eine Analogschaltung, die aus der Rechteckwelle zum einen eine Sägezahnschwingung ableitet (Waveshaper) und zum anderen die Symmetrie des Rechtecks ändern kann (PWM). Schaltplan siehe: https://github.com/polykit/pico-dco

      Bei dem angesprochenen ursprünglichen Voice-Board geht es anschließend in ein analoges Filter, welches auf dem Chip AS3372 basiert, dazu AS3310-Hüllkurve:
      https://github.com/polykit/polykit-x-voice-card

      Ob die ganze Bastelaktion am Ende billiger als ein gebrauchter Juno ist, scheint mir zweifelhaft – spätestens wenn ich meine Arbeitszeit nicht als „umsonst“ betrachte, dürfte das kaum aufgehen. Aber wenn ich natürlich Spaß dran habe und am Ende eben nicht ein weiterer Juno dasteht, sondern mein ganz persönlicher Traumsynth, dann sieht das natürlich anders aus. Oder hat irgendwer sonst hier einen Juno mit zwei DCO pro Stimme und Oberheim Expander-artigem Filter? Eben.

      • Profilbild
        Tai AHU 3

        @chardt Danke dir für die ausführliche Antwort. Das ist dann tatsächlich etwas anderes.

      • Profilbild
        Flowwater AHU

        @chardt Hui, spannend. Ich würde das nie im Leben selber bauen wollen, aber es ist immer interessant, wie so etwas funktioniert.

        Deswegen auch von mir: Danke für die Ausführungen! 🙂

  3. Profilbild
    PaulusS

    Ich habe immer größten Respekt vor den Dämpfen die beim Löten entstehen.
    Wenn das nicht der Fall wäre, würde ich gar nicht mehr aufhören, mir Equipment zu bauen und auch noch tiefer in die Materie einzusteigen.

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