Spotify stellt Streaming für Drittanbieter DJ-Apps ein

22. März 2020

Spotify stellt Streaming für Drittanbieter DJ-Apps ein

Algoriddim haben in einer Meldung auf ihrer Homepage und im Community-Forum veröffentlicht, nach der Spotify die Unterstützung für das Streaming in Apps von Drittherstellern zum 1. Juli 2020 einstellen wird.

Bis dahin haben DJs, die djay von Algoriddm nutzen und die auf diesen Streaming-Dienst setzen Zeit, sich auf einer der beiden alternativen Streaming-Plattformen TIDAL oder SoundCloud einzuleben, mit denen Algoriddim ein Abkommen geschlossen haben und die Streaming in Drittanbieter-Apps zulassen.
Soundcloud Go+ hat zwar mit ca. 120 Millionen Tracks die größere Auswahl, Tidal hat „nur“ 60 Millionen Tracks, bietet aber HiFi-Streaming und Video-Mixing. Es wird auch interessant sein, wie die Situation Spotify beeinflussn wird: ob und wenn die ganzen Home- und Semi-Pro-DJs abwandern, weil sie nun keine Chance mehr haben, auf DJ-Gigs gespielt zu werden.

Algoriddim stellen für ihre Software djay auch Anleitungen (siehe Verweise unten) bereit, um es den Betroffenen DJs zu erleichtern, ihre Playlists von Spotify auf die neuen Streaming-Dienste zu übertragen.

Soweit es aus der Verlautbarung von Algoriddm hervorgeht, liegt die Verantwortung an dieser Situation allein bei Spotify. Eine Erklärung, warum es zu dieser Situation gekommen ist, gibt es derzeit nicht.

Ich bin kein DJ und habe keine Ahnung davon, wie diese Entwicklung die DJ-Community und -Kultur beinflussen oder beinträchtigen wird, aber diese Situation beweist wieder mal eindeutig, dass Streaming- und Cloud-Dienste die mit Abstand schlimmste Form von DRM sind.

Forum
  1. Profilbild
    DJ Ronny  

    Hi ich finde es nicht schlimm, das Spotify das nicht mehr erlaubt. Rein rechtlich ist die Verwendung von Streaming zu öffentlichen Veranstaltungen nicht erlaubt. Sicher ist da Deutschland wieder der Moderne hinterher, aber im flächendeckenden Netzausbau genau so.
    Die Qualität der gebotenen MP3 bei Spotify möchte ich auch nicht mehr meinen Puplikum anbieten. Ich arbeite nur noch mit Flac Dateien. Ich weiß da kann man wunderbar diskutieren. Ist mein Anspruch.

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Vielleicht gehts Spotify einfach nur um das liebe Geld. Das Spotify hier nun nicht nur von den Künstlern Gegenwind bekommt sollte bekannt sein. Zum anderen kostet Streaming Lizenzierung Spotify mehr Geld als sie dadurch einnehmen. Das kann man sich relativ einfach ausrechnen, falls du jemanden kennst der seine Track über Spotify ausspielt und veröffentlicht.

  2. Profilbild
    Henrik Fisch  

    Ich habe mich bei meinem ganz normalen Musikkonsum – kein DJing – ganz bewusst gegen »Spotify« entschieden. Die Entscheidung für »Tidal« war eher zufällig – inzwischen weiß ich, dass die auch nicht ohne Probleme waren – aber man muss Giganten nicht auch noch extra befeuern. Gleiches gilt für mich beim Konsum von Videospielen, Büchern und BluRays/DVDs zum Beispiel auch für Amazon, die mir auch schon groß genug – zu groß – sind.

    Diese Meldung befüttert nur meine Vorbehalte gegen Spotify.

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