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Feature: Die Geschichte der Fender Jaguar

Fenders ungeliebtes & wiederentdecktes Schätzchen

28. März 2023

Feature: Die Geschichte der Fender Jaguar

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Die Jaguar ist eine Randerscheinung in der Gitarrenwelt, mag man meinen. Jahrzehntelang traf man die Form selten beim Bühnen-Setup einer Band an – und durchaus war die Frage hier und da berechtigt, was es mit diesem Modell auf sich hat, inwiefern es sich von einer Jazzmaster unterscheidet und warum überhaupt von der Jaguar gesprochen wird. Zugegeben, auf den ersten Blick sind sich die beiden Offset-Instrumente sehr ähnlich. Doch die beiden Gitarren sind so unterschiedlich wie Tele- und Stratocaster. Beim genaueren Hinsehen ergeben sich wichtige Unterschiede: Zum Beispiel die kürzere Mensur bei der Jaguar – 24″, in Abgrenzung zu den 25,5″ einer Jazzmaster. Diese kürzere Mensur der Jaguar und die zusätzlichen Bünde ermöglichten ein komfortableres Spiel. Darüber hinaus besitzt die Jaguar typischerweise drei Kippschalter, für Bridge, Neck & Bass-Roll-off. Daran knüpft sich der größte Unterschied – der Sound. Der flache, warme und saturierte Sound der Jazzmaster ist klar zu unterscheiden vom Singlecoil-lastigen, weitaus bissigeren Sound einer Jaguar. Die Jaguar ist heller, kratziger – und ein echter „Bad Boy“ unter den Fender Schönheiten – mit einer bewegten und einzigartigen Geschichte.

Fender führte die Jaguar-Gitarre 1962 als viertes und letztes Instrument der ursprünglichen Standardgitarrenreihe ein. Sie bildete das Schlusslicht nach der Telecaster (1951), der Stratocaster (1954) und der Jazzmaster (1958). Zunächst war die Jaguar so etwas wie Fenders High-End-Modell. Man wollte der Generation von Surf-Gitarristen Rechnung tragen. Doch wie es so kommt: Viele Gitarristen realisierten, dass sich der Erfolg der Beach Boys nicht ohne Weiteres wiederholen lässt, und bald schon drohte die Jaguar zu einem absoluten Mega-Flop zu werden. Es würde bis zu den 70er-Jahren dauern, bis die Jaguar wiederentdeckt würde – und das von unerwarteter Seite: Der Punk lernte die Jaguar kennen und lieben. Aber der Reihe nach.

Fender Jaguar – Facts and Features

Also, noch mal zur Auffrischung: Die Jaguar hatte 22 Bünde und eine deutlich kürzere 24 Zoll Mensur, einen spitzeren, helleren Klang und eine andere Pickup-Schaltung. Und auch ein „sexy“ Element der Jaguar: die schiere Menge an Chrom und Bedienelementen. Die Menge hat einen Grund: Die Jaguar hatte die aufwändigste Schaltung aller Fender-Instrumente. Obwohl es sich bei ihr und der Jazzmaster gleichermaßen um Gitarren mit zwei Schaltkreisen handelt, war der Lead-Schaltkreis der Jaguar komplexer, mit drei Schiebeschaltern auf einer Chromplatte. Die ersten beiden waren Ein/Aus-Schalter für jeden Tonabnehmer; der dritte schaltete einen Kondensator ein, der als Low-End-Filter diente und einen schneidenden Hochton erzeugte – der Bass-Roll-off. Der Rhythmus-Schaltkreis des Jaguar bestand aus einem einzigen Schiebeschalter, der einen basslastigeren, auf den Hals-Pickup beschränkten Sound lieferte. Ein weiteres Merkmal der Jaguar: Die hohe Ausgangsleistung der Coils, die mit Hilfe von gekerbten Krallen das Brummen reduzierten.

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Fender Vintera 60s Jaguar OT
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Historisch hat die Jaguar einen seltsamen Stand. Sie war eine Zeitlang Fenders ungeliebtes Baby und in vielerlei Hinsicht stand sie lange zwischen den Äras, war nirgendwo richtig beheimatet, nirgendwo wirklich verwurzelt oder einem Genre zuzuschreiben – zumindest am Anfang seiner Geschichte. Doch zahlreiche berühmte Spieler fanden letztendlich zur Jaguar, Legenden wie John Frusciante, Billy Corgan, Mark Gardener, PJ Harvey oder Brian Molko, um nur ein paar zu nennen. Von einem vergessenen Surf-Rock-Flop zum Lieblingsstück amerikanischer Rock-Avantgardisten – wie kam es dazu?

Die Chronologie der Fender Jaguar

Im Jahr ’62 waren die Telecaster und die Stratocaster also der Renner – jeder wollte eine haben. In der Zwischenzeit befand sich die Jazzmaster auf einer eigenen, seltsamen Reise – ursprünglich sollte sie Fenders Platzhirsch werden, doch bei den Jazzern an der Ostküste war sie ein Reinfall, während sie bei den Surf- und Instrumentalrockern an der Westküste Anfang der 60er-Jahre einen wahren Boom erlebte.

Fender war zu der Zeit vor allem damit beschäftigt, den Platzhirsch Gibson auszustechen, indem sie in den 50er-Jahren einige kultige E-Gitarrenmodelle auf den Markt brachten. Und als Fender ’62 sein neues Flaggschiffmodell auf den Markt brachte, hatte es ein Merkmal, das die Aufmerksamkeit der Gibson-Spieler auf sich zog: eine kürzere Mensur. Kluger Schachzug also.

Musikhistory: Die Geschichte der Fender Jaguar

Rückblickend mag das seltsam erscheinen, aber damals ging es Fender nur darum, eine schicke Gitarre mit allem Schnickschnack zu bauen. Sie hatten bereits mit vier einfachen, aber innovativen Instrumenten (zwei Gitarren und zwei Bässen) einen großen Erfolg gelandet, waren aber davon überzeugt, dass ein komplizierteres Gitarrendesign in den 60er-Jahren, der Zeit der großen technischen Fortschritte, der richtige Weg war. Genau das war die Jaguar: ein komplizierter Tausendsassa. Sie hatte drei Regler und einen verchromten Steg, Vibrato-Saitenhalter, den Tremoloarm und schmale Tonabnehmer mit hoher Ausgangsleistung, die ein bisschen heißer klingen und traditionell bissiger ausfallen als bei der Jazzmaster.

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Fender bot auch vier verschiedene Halsbreiten für die Jaguar an, die mit A, B, C und D bezeichnet wurden, von der schmalsten zur breitesten. Hinzu kam auch ein neues Fender-Kopfplattenlogo, das von Robert Perine entworfen wurde. Es war dicker als das ursprüngliche Logo und wurde als „Transition“-Logo bekannt.

Die 70er und 80er für die Fender Jaguar

Die Jaguar verkaufte sich für eine Weile noch recht gut, aber 1975 wurde sie schließlich von Fender eingestellt. Und beinahe wäre das Modell in den Annalen der Geschichte verkommen. Doch der 1976 aufkommende Punkrock ließ die Jaguar wieder aufleben und machte sie zu einem begehrten Instrument für alle jungen Rebellen, die sich keine teureren Gitarren leisten konnten. Und währenddessen hatte Fender seine eigenen Probleme. Die Muttergesellschaft CBS zwang sie, an allen Ecken und Enden zu sparen und die Qualität ihrer Gitarren begann zu leiden. 1981 übernahm ein neuer Mann namens William Schultz das Unternehmen und machte sich daran, die Dinge zu ändern. Er nahm einige große Veränderungen vor, modernisierte die Fabriken und begann sogar, Fender-Gitarren in Japan zu bauen, um mit all den Nachahmungen konkurrenzfähig zu bleiben, die den Markt dort überschwemmten. Und die in Japan hergestellten Gitarren waren ein Hit. Schon bald wurden sogar neue Versionen der Jaguar und der Jazzmaster hergestellt. In den 80er- und 90er-Jahren begann somit eine ganz neue Generation von Gitarristen, die mit Punkrock aufgewachsen waren, ebenfalls Jaguars zu spielen. Einer der berühmtesten war Kurt Cobain, der die Jaguar während des kometenhaften Aufstiegs von Nirvana wieder cool machte – seine 65er Jaguar wurde vor allem auf der Lithium öfters verwendet.

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Fender Vintera 60s Jaguar Mod SBL
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Cobains Einsatz der Jaguar verhalf ihr zu noch größerer Popularität und er selbst spielte eine zentrale Rolle bei der Entwicklung eines Hybridinstruments, des Jag-Stang, das Fender 1995 – ein Jahr nach Cobains frühem Tod – auf den Markt brachte. Der in Japan gefertigte Jag-Stang, eine Kombination aus Jaguar und Mustang, blieb bis zum Ende des Jahrzehnts im Sortiment von Fender und wurde von uns zuletzt getestet.

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Inspiriert von Bush-Sänger Gavin Rossdale, der eine Jaguar mit zwei Humbucking-Tonabnehmern modifiziert hatte, schloss sich Squier Mitte der 1990er-Jahre der Jaguar-Familie an und kombinierte sie mit der Jazzmaster zur Jagmaster. Die Gitarre kam 1997 als Teil der in Japan gefertigten Vista-Serie auf den Markt und wurde bis zum folgenden Jahr angeboten. Kurt Cobains Vorliebe für die Jaguar in den frühen 1990er-Jahren unterstreicht auf dramatische Weise die Tatsache, dass sich die Jaguar in der modernen Ära als weitaus beliebter erwiesen hat, als sie es in den 1960er- und frühen 70er-Jahren jemals war. Die in jenem Jahr vorgestellte Jaguar 62 der American Vintage-Serie war das erste in den USA hergestellte Jaguar-Modell seit fast 25 Jahren und wurde als Rückkehr eines Klassikers gefeiert – the great jaguar came home. 

Die Fender Jaguar – die 2000er

Anfang und Mitte der 2000er-Jahre gab es also eine Menge Aktivitäten rund um die Jaguar. Die aus dem Neo-Grunge hervorgegangene Squier Jagmaster feierte im Mai 2000 ein Comeback. Die Fender Jagstang, die von Kurt Cobain inspiriert wurde, kehrte von 2003 bis 2005 zurück. Noch dazu kamen neben dem anhaltenden Erfolg der American Vintage ’62 Jaguar von 2004 bis 2006 mehrere neue und aufregende Varianten der Jaguar auf den Markt. Dazu gehörten die in Japan hergestellte Antigua Jaguar, die Jaguar Baritone Custom, die Special Edition Jaguar HH und Jaguar Baritone Special HH sowie die Special Edition Jaguar Bass VI Custom. Die Jagmaster von Squier wurde 2004 grundlegend verändert, unter anderem durch die Rückkehr zur klassischen Jaguar-Mensurlänge von 24 Zoll.

Die in Mexiko gefertigten Modelle Jaguar Special und Jaguar Special HH aus der Fender Classic Player-Serie wurden 2009 eingeführt und die leistungsstarke Jaguar HH mit schwarzem Boden kam 2010 auf den Markt. Zur Feier des 50-jährigen Jubiläums der Gitarre brachte Fender 2011 die Modern Player Jaguar auf den Markt – ein preisgünstiges, abgespecktes Modell mit einzigartigen Merkmalen wie einem Mahagonikorpus ohne Schlagbrett, speziell entwickelten Singlecoil-Tonabnehmern, einem 3-Wege-Kippschalter, Reglern im Jazz-Bass-Stil und einer Adjusto-Matic-Brücke im Vintage-Stil.

Musikgeschichte: Die Geschichte der Fender Jaguar

Zum 20. Jahrestag von Nirvanas großartigem Album Nevermind aus dem Jahr 1991 präsentierte Fender schließlich die Kurt Cobain Jaguar, eine sorgfältig gefertigte Replik des stark modifizierten 1965er Jaguars des verstorbenen Gitarristen in einer Links- und einer Rechtshänderversion. Die originalgetreue Reproduktion trug dem Grunge-Spirit Rechnung und imitiert das abgenutzte Finish und die Hardware des Originalinstruments. Die zwei Aftermarket-Humbucking-Tonabnehmer und ein „Spaghetti“-Logo im Stil der 1950er-Jahre sowie eine verchromte Adjusto-Matic-Brücke und vieles mehr sind ebenfalls am Start. Fender gab sogar ein Gedenkbuch in Auftrag, das die Gitarre in limitierter Auflage begleitet.

60 Jahre Fender Jaguar

Der Jaguar wurde 2022 60 Jahre alt und feierte damit 60 Jahre einen unerwarteten und in der Gitarrengeschichte völlig einzigartigen Erfolg. Anfang des Jahres wurden deshalb zwei neue Modelle veröffentlicht: der Johnny Marr Jaguar und der Blacktop Jaguar 90. Der Johnny Marr Jaguar verfügt über einige einzigartige Designelemente des berühmten britischen Gitarristen, während der Blacktop Jaguar 90 speziell entwickelte Singlecoil-Tonabnehmer und 3-Wege-Kippschalter besitzt.

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Fender Vintera 60s Jaguar 3-SB
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Die Jaguar hatte es also nicht leicht. Es war schwer, sich neben Telecaster, Stratocaster, Precision Bass und Jazz Bass zu etablieren, aber sie hat einen unerwarteten Weg eingeschlagen, der sie zum Erfolg geführt hat. Tatsache ist: So läuft das eben manchmal. Bestimmte Leute, für die das Instrument nicht gedacht war, entdeckten sie wieder und verorteten sie in einem neuen Genre, wo sie aufblühte. Subversiv, besonders und, wenn man es historisch genau nimmt: eine der vier ursprünglichen Standardgitarren von Fender.

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Forum
  1. Profilbild
    Sven Blau AHU

    Naja, erstmal schön, dass nach all den Jahren hier endlich mal ein Artikel zu dieser Gitarre erscheint.

    So richtig anfreunden kann ich mich aber nicht mit ihm. Klingt für mich stellenweise wie aus nem Übersetzer kopiert oder schlicht einfach von einem Gitarristen geschrieben, der noch nie eine Jaguar in den Händen hatte. Kann ich nicht beurteilen, ob das der Wahrheit entspricht, fühlt sich aber so an.

    Meine Anmerkungen:

    „Sie hatte einen glatten, gekröpften Korpus wie die Jazzmaster, aber mit einem schärferen Oberton. Die Jaguar war also die glänzendste Gitarre in Fenders Sortiment, mit mehr Chrom, als man vertragen konnte. Sie hatte drei Regler und einen verchromten Steg, Vibrato-Saitenhalter, Tremoloarm und Tonabnehmerringe, acht Regler, hohe, schmale Tonabnehmer mit hoher Ausgangsleistung, die heißer klangen und von gekerbten Metallringen umgeben waren, die das Brummen reduzierten und das Magnetfeld unter den Saiten konzentrierten.“

    – Was ist denn bitte ein gekröpfter Korpus? o.O
    – Wie kann ein Korpus einen schärferen Oberton haben als ein anderer Korpus? Zumal der Body einer Jaguar sich nur minimal von dem einer Jazzmaster unterscheidet (siehe https://66.media.tumblr.com/tumblr_ljyi6l3sfa1qztgfpo1_1280.gifv)
    – Was denn nun, Vibrato oder Tremolo?
    – Was sind bitte Tonabnehmerringe?
    – Die Tonabnehmer der Jaguar haben nicht mehr Output als die einer Jazzmaster..

  2. Profilbild
    Sven Blau AHU

    Fortsetzung:

    – Jaguar Pickups haben so um die 6.6-6.8K Output, Jazzmaster ca. 7-7.7K, Also sogar mehr! Nimmt sich auf jeden Fall nicht so viel. Eher im Vergleich zur Strat, die mit ca. 6-6.4K rangiert
    – gekerbte Metallringe um die Pickups? Du meinst sicher die Klammern… diese reduzieren aber nicht das Brummen sondern verstärken und konzentrieren das Magnetfeld um die Polepieces der Pickups, wodurch die Pickups im Prinzip heller und etwas lauter/komprimierter klingen als die einer Strat. Technisch gesehen sind sie mit denen einer Strat nahezu identisch.

    Die Jaguar war das Topmodell im Fenderkatalog, der Benz und den Fenders damals. Deswegen war ihr auch kein Erfolg beschieden – sie war schlicht zu teuer für den Mainstream. Afair 50% teurer als eine Tele.

    Gespielt wurde sie schon, und der Surf Rock Boom Anfang der 60iger gab Fender einen enormen Boost (btw. Surf ist und war damals schon mehr als Beach Boys sondern ein komplettes Subgenre des RnR)

    Alles Punkte, die man leicht selber rausfinden kann. Klar, dafür muss man diese Gitarre schon mögen und sich mit ihr auseinandersetzen. Vielleicht bin ich da auch einfach zu sehr Nerd und in dem Thema drinne…

    Links für Interessierte:

    https://offset.guitars/
    https://www.jag-stang.com/
    Weiterhin ist der YT-Kanal von Puisheen sehr zu empfehlen

    Trotz der Fehler danke dass meiner Lieblingsgitarre mal ein Artikel gewidmet wurde!

  3. Profilbild
    Sven Blau AHU

    Noch ein Nachtrag zum Vibratosystem der Jaguar/Jazzmaster, weil oft behauptet wird, es sei nicht stimmstabil..

    Leo Fender war ein genialer Ingenieur, der viele seiner Ideen mit Musikern zusammen entwickelt bzw. verfeinert hat.

    Das Vibrato der Jaguar ist eines der smoothesten und stimmstabilsten Systeme die es gibt, erfordert aber ein vernünftiges Setup, was schon mit der Wahl der richtigen Saitenstärke beginnt.

    Hier arbeiten alle Komponenten eng miteinander – Steg, Feder, Brücke, Sattel.
    Richtig eingestellt ist das System schwebend – d.h. Saitenzug und Gegengewicht durch die Feder sind perfekt austariert. Beim Betätigen des Systems bewegt sich die Brücke mit und kehrt anschließend in die Ausgangslage zurück.

    Es gibt sogar einen Locking-Mechanismus, der – aktiviert und richtig eingestellt – bei Riss einer Saite dafür sorgt, dass die Gitarre in tune bleibt. Und das lange vor Floyd Rose!

    Die meisten der oft kolportierten und auch in diesem Artikel angeklungenen „Baustellen“ an Jaguar und Jazzmaster lassen sich durch Setup beheben. Sie sind mitnichten Konstruktionsfehler, wie oft behauptet wird.

    • Profilbild
      Codeman1965 AHU

      @Sven Blau Danke, Sven, für die ganzen Details…!

      Ich habe noch keine Jaguar in der Hand gehabt, würde mich aber interessieren, ob ich mit der Mensur klar käme…

      Ich mag auch das Design, vor allem in Sunburst.
      Hat was…

      • Profilbild
        Sven Blau AHU

        @Codeman1965 Gerne doch. Wissen zu teilen macht viel Spaß :)

        Die Mensur ist wirklich was Besonderes, ich kenn einige Gitarristen die damit gar nicht klarkommen – trotz kleinerer Hände als wie ich sie habe. Und umgekehrt kenne ich auch welche, die große Hände haben und die die kurze Mensur trotzdem mögen… da hilft nur: ausprobieren!

        Fun fact: Ich hasse Sunburst wie der Teufel das Weihwasser, aber an ner Jaguar sieht SB wirklich geil aus (ordentliches Tortoise-Schlagbrett vorausgesetzt).. ok, und an nem Telecaster-Bass ohne Pickguard (Sting’s Bass 😍)

        • Profilbild
          Dimitri RED

          @Sven Blau Hi Sven!

          Erstmal – Entschuldigung für verspätete Rückmeldung. Im Urlaub mag man nicht immer die Mails lesen :-)

          Hut ab – mit deinem umfangreichen Fachwissen über die Jaguar kann ich schlichtweg nicht mithalten. Ich hatte eine Jaguar zwar in den Händen, aber die Grundlage für diesen Artikel war mehr Sympathie als Nerdtum :-)

          Deshalb werde ich den Artikel umfangreich anpassen und schauen, dass er langfristig besser und inhaltlich korrekter dasteht. In dem Sinne also: Ehrlichen Dank für deinen Input. Ich kann dir versichern, dass keine Chatbots zum Einsatz kamen – aber textlich war der Text sicher keine Glanzstunde. Wer meine Tests, Features & Making Ofs kennt, wird aber wissen – das geht besser :-)

          Daher; Mea culpa & aufrichtigen Dank!

          • Profilbild
            Sven Blau AHU

            @Dimitri Alles gut!

            Naja, wenn du magst oder die Redaktion das mag.. ich wäre gerne bereit, den Artikel allein oder mit dir zusammen zu verfassen. Wäre für mich mal ne Erfahrung wert, denke ich.

    • Profilbild
      Tyrell RED

      @Sven Blau Lieben Dank Sven für Deinen umfangreichen Input. Ich konnte Dimi, den Autor, auch nicht erreichen – und habe leider selbst keinen blassen Schimmer von Gitarren. Ich gehe aber davon aus, dass Sven sich hier umgehend zu Wort meldet.

  4. Profilbild
    p.lange AHU

    Danke Sven Blau, Du schreibst mir aus der Seele. Ich freute mich auch, hier einen Artikel über die Jaguar zu sehen, aber die Ungereimtheiten im Text sind einfach zu extrem, um Freude beim Lesen zu haben. Mein Favorit: „Sie hatte drei Regler und einen verchromten Steg, Vibrato-Saitenhalter, Tremoloarm, acht Regler…“. Was denn wohl ein „gekröpfter“ Korpus ist, habe ich mich auch gefragt, denn den Begriff habe ich im Zusammenhang mit Korpusformen noch nie im deutschen gehört; wenn man aber mal „offset“ im Wörterbuch nachschlägt, kommt „kröpfen“ heraus. Hm. Nicht zuletzt wechselt der Artikel ständig zwischen „die Jaguar“ und „der Jaguar“, auch seltsam.

    Ich will eigentlich nichts unterstellen, aber mein erster Gedanke war, dass ChatGPT hier zumindest mitgeholfen hat, so wirr und unzusammenhängend sind einige Strecken. Vielleicht war’s aber auch einfach Google Translate und ein überraschend naher Abgabetermin.

    • Profilbild
      Sven Blau AHU

      @p.lange Ja, ChatBot fiel mir dann später auch ein, aber da konnte ich meine Beiträge nicht mehr anpassen.

      Momente zum Fremdschämen gab’s jedenfalls mehr als genug in dem Artikel…

      „Nicht zuletzt wechselt der Artikel ständig zwischen „die Jaguar“ und „der Jaguar“, auch seltsam.“

      Vielleicht wusste der Autor/ChatBot auch nicht, wie die Jaguar richtig gegendert werden möchte? :D

      Jaguar*in klingt auch nice :D

      (Disclaimer: bin nicht gegen genderneutrale Sprach)

      Naja, werd mich mal selber schröpfen und zu einer meiner gekröpften Katzen greifen…

      • Profilbild
        Tyrell RED

        @Sven Blau Ich glaube nicht, dass Dimi einen ChatBot verwendet hat – das Thema kam hier vor einer Woche in der Redaktion auf den Tisch und wurde kategorisch abgelehnt.

  5. Profilbild
    BigDaddyGreezy

    das klingt wirklich stark nach chatgpt.. vielleicht mal beim autor nachfragen? komisch, dass das durchs lektorat ging.

    • Profilbild
      Tyrell RED

      @BigDaddyGreezy Lasst uns mal wirklich die Antwort des Autors abwarten, bevor hier eine Vorverurteilung stattfindet ;).
      Danke :)

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