Neues Distortion-Pedal von Earthquaker Devices
Mit dem Earthquaker Devices Zoar Audio Grinder kommt mal wieder ein neues Distortion-Pedal auf den Markt. Um da noch aus der Masse des Angebots hervorzustechen, muss man sich schon etwas einfallen lassen. Und da fallen mir jetzt direkt drei Punkte auf, die man da erwähnen könnte.
Earthquaker Devices Zoar Dynamic Audio Grinder
Idee No.1: Man nennt es nicht Distortion, sondern „Audio Grinder„, was so viel bedeutet „Audio-Schleifer“, wobei „Schleifen“ hier natürlich nicht im Sinne von „Glattmachen“ zu verstehen sein dürfte, sondern ich denke da eher an einen Drill Instructor oder an sinnvolles Zubehör zum Rauchen. Okay, das ist zunächst mal nur Kosmetik, aber es macht neugierig.
Idee No. 2: Hier wird’s jetzt schon konkreter, der Earthquaker Devices Zoar Audio Dynamic Audio Grinder arbeitet, im Gegensatz zu vielen anderen Pedalen, ausschließlich mit Transistoren. Wer das Kistchen aufschraubt, wird also keine OP-Verstärker oder Dioden finden. Das dürfte sich im Sound deutlich widerspiegeln, hier ist wohl demnächst mal ein ausführlicher Test angesagt.
Idee No. 3: Jetzt geht’s ans Eingemachte und das ist wirklich ein interessantes Feature, das genauerer Betrachtung bedarf. Das Earthquaker Devices Zoar verfügt über einen „Weight“-Regler. Was wiegt der? Er wiegt ab. Und zwar den Anteil des Tieftonsignals, das auf den Equalizer geleitet wird und dort mittels der üblichen Verdächtigen Bass, Middle und Treble bearbeitet werden kann. Das spricht für ein extrem vielseitiges Einsatzgebiet und macht das Pedal auch für Bassisten interessant.
Als kleines Gimmick obendrauf kann Zoar sogar mit unterschiedlichen Betriebsspannungen angefahren werden, 9 bis 18 Volt sind hier möglich. Auch das wirkt sich auf den Sound aus, Frequenzgang, Dynamik und Attack werden dadurch aktiv beeinflusst. Die Umschaltung zwischen Bypass und Effekt erfolgt per Relais und ist damit absolut geräuschfrei.
Die Größe von 127 × 64 × 57 mm und das Gewicht von 285 g dürften kein Pedalboard vor Probleme stellen, ebenso wenig die Stromaufnahme von 10 mA. Batteriebetrieb ist nicht vorgesehen, dafür gibt’s von mir direkt ein Extrasternchen. Keine Ahnung, wie viele mittlerweile ausgelaufene Batterien in den Ecken der Übungsräume der Republik rumgammeln oder im Restmüll entsorgt wurden.
Lieferbar ist das Earthquaker Device Zoar ab sofort, sofern man dem Händler vorher 159 € über den Tresen schiebt. Das scheint ein fairer Preis für ein interessantes Distortion-Pedal zu sein, in dem offensichtlich mehr steckt, als man zunächst vermutet.
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Klingt viel versprechend. Earthquaker enttäuscht eigentlich nie – könnte möglicherweise mal den Blues Driver auf meinem Board ersetzen :)