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Feature: Legendäre Modulationspedale

Die Sounds der Helden und wie man sie auch mit heutigen Pedalen zaubern kann

21. März 2023

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Unsere Zeitreise geht in die zweite Runde und ihr Ziel sind legendäre Modulationspedale. Nachdem wir uns ja im ersten Teil dieser Reihe auf eine Reise durch die legendären Delay-Pedale begeben haben, möchte ich heute einige Klassiker aus dem Reich der Modulationspedale vorstellen. Obwohl Modulationseffekte oft nur für einzelne Parts oder einen Song im Set genutzt werden, erfreuen sie sich bei Gitarristinnen und Gitarristen weltweit recht großer Beliebtheit. Kein Wunder, denn die verschiedenen Modulationspedale bringen eine Lebendigkeit und Bewegung in den Sound, der viele Songs erst wirklich markant gemacht hat. Einige Klassiker haben bis heute überlebt, andere wurden nur kurz produziert und sind sehr selten. Vielleicht sind sie ja gerade deshalb so legendär. Aber es gibt ja auch einige Neuauflagen und Nachbauten der wunderschön klingenden Pedale.

Legendäre Choruspedale: Boss CE-1 Chorus Ensemble und EXH Small Clone

Legendäre Modulationspedale

Boss CE-1 Chorus Ensemble

Der Chorus ist ein klassischer Sound der 80er, der in dieser Zeit fast schon zu oft verwendet wurde, aber aktuell wieder angesagter denn je ist. Passend zur damaligen Mode galt: In den 80ern waren die Schulterposter breit und die Pedale groß. Und so konnte sich das Boss CE-1 trotz seiner Größe problemlos durchsetzen. Kunststück, handelte es sich doch um das erste Chorus-Pedal. Der Effekt wurde bereits im Roland Jazzchorus Amp verbaut und mit dem Boss CE-1 wurde diese Schaltung erstmals in einem mehr oder weniger kompakten Format angeboten. Das Gehäuse dieses legendären Modulationspedals ist super robust und der Effekt wird mit einem fest verbauten Stromkabel betrieben, daher wohl auch der eingebaute Netzschalter. Der Chorus hat praktischerweise nur ein Intensity-Poti und das per Fußschalter anwählbare Vibrato kann mit Depth und Rate eingestellt werden. Einzigartig wird das Pedal durch seinen Preamp, der den Boss CE-1 auch leicht anzerren kann. Die Eingangsimpedanz ist für Gitarren eigentlich nicht optimal, macht aber auch seinen Charakter aus. Wem das nicht gefällt, der kann ja einfach einen Buffer vorschalten.

Das Boss CE-1 Chorus Ensemble hat einen sehr charaktervollen Chorus-Sound, der etwas schmutzig und leicht unrund moduliert. Dadurch wirkt er sehr lebendig und organisch analog. Über zwei Ausgänge kann ein Wet-Dry-Setup aufgebaut werden. Dadurch wird der Sound natürlich noch räumlicher. Der kompaktere Nachfolger, der CE-2, ist nicht weniger bekannt. Etwas anders im Klang und ohne Vibrato, dafür in einem kompakten Gehäuse, mit nur einem Ausgang und 9 V Stromversorgung ist er allerdings sehr viel praxistauglicher. Und wer die beiden analogen Klassiker in einem Gehäuse haben möchte, sollte sich das aktuell erhältliche Boss CE-2w anhören, das auch über einen CE-1 Mode verfügt.

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Viele günstige analoge Chorus-Pedale basieren ebenfalls auf der Schaltung des Boss CE-2.
Genauso legendär und rudimentär im Aufbau ist der Electro Harmonix Small Clone. Mit einem Rate-Poti und einem Schalter für zwei Depth-Settings ist er leicht einzustellen. Im markanten EHX Blechgehäuse und mit 9 V zu betrieben, hat er sich auf vielen Pedalboards behauptet. Richtig bekannt würde er aber in einer zweiten Welle durch den Grunge. Zahlreich aus den Second-Hand-Läden geholt, erlebte er sein Revival. Den Electro Harmonix Small Stone gibt es nach wie vor. Noch immer wird das Electro Harmonix Pedal analog aufgebaut, aber auch die Boutique-Variante von AnalogMan ist sehr beliebt.

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Electro Harmonix Small Clone
Electro Harmonix Small Clone
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(507)

Legendäre Flanger-Pedale: A/DA Flanger und EHX Electric Mistress

Flanger fristen nach wie vor ein Schattendasein. Aber eines der ersten Flanger-Pedale gehört letztlich auch zu den legendärsten Flangern. Der A/DA Flanger wurde seit den 1977er-Jahren hergestellt und kommt von der Firma Analog / Digital Associates, kurz A/DA und ihr Pedal haben sie ganz kreativ nach dem benannt, was es ist: ein Flanger. Damit ist alles gesagt. Im super robusten Gehäuse, über das wahrscheinlich auch ein Auto fahren könnte (bitte nicht ausprobieren) sitzen versenkt gleich eine ganze Reihe von Regelmöglichkeiten. Die vom Flanger bekannten Potis für Range und Depth sowie Manual für die Delay-Zeit und Enhance werden um einen Even/Odd-Schalter und einen Threshold-Regler ergänzt. Diese lassen ein Flanging in unterschiedlichen geraden oder ungeraden Obertönen zu und addieren einen Gate-Effekt für das Einsetzen des Flangers. Der Sound wird durch den integrierten Kompressor und das Filter geformt und die Regelbereiche sind extremer, als bei vielen anderen Modulationspedalen. Vom klassischen Flanging über Jet-Sounds bis zu subtilen Flange-Effekten, die eher in Richtung Chorus gehen, ist hier dank der tollen Regelbereiche der Poti alles drin. Der A/DA Flanger besticht aber noch mehr durch seinen einzigartigen Sound, der aufgrund der Stromversorgung mit einem hohen Headroom und sehr geringem Rauschen punkten kann. Einen Batteriebetrieb kann man hier vergessen, das Pedal wird per Stromstecker direkt mit der Steckdose verbunden. Leider wurde der A/DA Flanger nicht lange hergestellt. Es gab dann vor einigen Jahren mal ein Reissue im großen Gehäuse. Aktuell können sich Gitarristen über den A/DA Flanger im kompakten Gehäuse und mit Netzteilbuchse freuen. Der klingt super und spart Platz auf dem Pedalboard. Der mir bekannteste Gitarrist, der noch den originalen A/DA Flanger spielt, ist Omar Rodriguez-Lopez von the Mars Volta – klar, er hat ja alle großen und abgefahrenen Modulationspedale auf seinem üppigen Board.

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Electro Harmonix Electric Mistress

Der klangliche Gegenpart im Bereich Flanger ist wohl die Electric Mistress von Electro Harmonix. Dieser Flanger rauscht, zerrt und verändert den Sound der Gitarre fast so sehr wie ein Overdrive-Pedal. Aber er hat seinen eigenen Sound und gerade mit angezerrten Verstärkern ist er nach wie vor sehr beliebt. Er hat sich konstruktionsbedingt vom Schönfärber abgegrenzt. Der Electric Mistress ist rau und wild. Die Deluxe-Variante kommt dann doch sehr viel zahmer und more Lady-like daher. 1975 entwickelt, ist der Electric Mistress vermutlich der erste Flanger in Pedalform, denn zuvor brauchte man für diese Form der Modulation zwei Bandmaschinen. Betrieben wird dieses legendäre Modulationspedal mit 18 V per Netzteil oder über zwei 9 V Blöcke. Das Gehäuse ist natürlich in der Urform aus dem gebogenem Blech, für das Electro Harmonix bekannt ist. Die Schaltung erfuhr im Laufe der Zeit einige kleine Veränderungen. Getreu dem Motto: Was an Bauteilen da ist, wird verwendet. Mit drei Potis für Range, Rate und Color sind nur die Grundparameter des Effekts einstellbar und der Regelbereich ist nicht sonderlich groß. Aber er klingt halt besonders. Nicht zuletzt ist er durch seine bekannten Nutzer wie David Gilmour, Andy Summers und J Mascis zur Legende geworden. Er war halt bei unzähligen bekannten Aufnahmen mit dabei. Vielleicht war sein Chorus-ähnlicher Sound ausschlaggebend. Aktuell ist dieses Pedal als NEO Mistress im super kompakten Gehäuse oder als Deluxe Electric Mistress erhältlich. Beides sind auch klasse Pedale.

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Legendäre Phaser: MXR Phase 90 und Electro Harmonix Small Stone

Der Phaser liefert das Wabern der 70er und hier haben sich auch gleich zwei legendäre Modulationspedale ihren Platz auf dem Treppchen gesichert: Der MXR Phase 90 und der Electro Harmonix Small Stone sind wohl gleichermaßen bekannt und klingen doch leicht unterschiedlich.
Der MXR Phase 90 kommt im kompakten Aluminium-Gehäuse und hat ein Poti für die Geschwindigkeit der Modulation. Was braucht man mehr? Es gibt auch hier verschiedene Versionen, die sich mal an den ersten Modellen, der aufgrund ihrer Beschriftung genannte Script Version, oder den späteren Modellen orientieren.

Legendäre Modulationspedale

MXR Phase 90

Die Script Modelle kommen meist konsequent ohne LED, ohne Netzteilbuchse, nur per 9 V Batterie zu betreiben mit einem Monoeingang und einem Monoausgang daher. Eine Schlichtheit, die nur durch die orangenfarbige Lackierung aufgehoben wird. Modernere Varianten bieten wenigstens den Luxus des Netzteilanschlusses und der LED. Wobei man auch ohne LED schon hören sollte, wenn versehentlich das Pedal angeschaltet ist. AMAZONA.de hat den Phase 90 hier mal für euch getestet.  Spannend ist aber auch der aktuell erhältliche Phase 95. Dieser beinhaltet sowohl die Script Variante, als auch das modernere Block-Logo-Modell, die per Schalter anwählbar sind, der Phase 95 packt gleich noch den Phase 45 mit drauf. Das Phaser-Rundum-Sorglos-Paket.

Der Electro Harmonix Small Stone hat zusätzlich zum Speed-Poti noch einen kleinen Schalter, der zwei Soundvarianten anwählt. Ein Netzteilanschluss samt LED kann er ebenfalls bieten. Und ob nun in dem Gehäuse aus gebogenem Blech oder der aktuellen Aluminium-Variante, der Small Stone hat seinen unverkennbaren Sound. Dabei klingt aber jeder Small Stone etwas anders. Es gab auch hier wieder zahlreiche Varianten mit leicht geänderten Schaltungen und Gehäusen. Electro Harmonix war da ja schon immer sehr flexibel. In Zeiten der Materialknappheit sehr gut verständlich.
Der Small Stone kann sehr viel schnellere Phaser-Sounds als der Phase 90 erzeugen. Einige Small Stone Pedale haben einen kleinen Lautstärkeeinbruch, aka Volume-Drop, wenn sie aktiviert werden. Und je nach Kalibrierung unterscheiden sich auch die Modulationskurven der einzelnen Small Stone Pedale. Mir ist aufgefallen, dass diese oft etwas unsymmetrisch wirken. Ob durch ungenaue Kalibrierung oder aufgrund des nagenden Zahnes der Zeit, ist nicht zu klären. Letztlich machen diese anscheinenden „Bugs“ seinen Klang aber einzigartig und sehr lebendig. Insgesamt klingt der Electro Harmonix Small Stone etwas cleaner als der MXR Phase 90. Dies liegt an ihrem unterschiedlichen Aufbau. Aber beide lassen die Luft ordentlich wirbeln und klingen sehr psychedelisch. Einige mögen eine Variante für einen cleanen Sound und die andere Variante mit einem verzerrten Amp. Also solltest du unbedingt beide mal antesten.

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Legendäre Modulationspedale: Wah Wah

Wacka Wacka Wa Wa… Kein Pedal singt so schön, wie das Wah Wah. Dieses Pedal gibt ist vor allem für schnelle Soli oder funkige Rhythmen beliebt und auch, wenn es mittlerweile unzählige Varianten und Signature-Wahs gibt, ist das Vox Clyde McCoy wohl das Bekannteste. Es war ja auch das erste.

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Eigentlich ist das Wah ja letztlich nur ein resonantes Bandpass-Filter, aber es gibt durchaus extreme Unterschiede in den Frequenzbereichen der unterschiedlichen Wah-Pedale. Einige sind dunkler, andere aggressiver. Aber das originale Vox Wah sitzt in seinen Frequenzen ganz besonders gut im Mix. Es betont die richtigen Frequenzen, ohne sie zu sehr anzuheben. Und in Verbindung mit einem verzerrten Amp kann es so manches Solo perfekt boosten. Es ist ja auch durchaus üblich, das Wah beim Solo einzuschalten und in einer bestimmten Stellung stehen zu lassen, das sogenannte Cocked-Wah. Um dies nicht immer per Fuß einpendeln zu müssen, hatDunlop mit dem Crybaby Q Zone und Electro Harmonix mit dem Cock fight, den Stephan hier für euch getestet hat, Pedale auf den Markt gebracht, die auf die Pedalwippe verzichten und es ermöglichen, die Frequenzen per Potis einzustellen.

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Dunlop Cry Baby Q Zone (QZ1) Wah
Dunlop Cry Baby Q Zone (QZ1) Wah
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(7)

Apropos Potis. Geoffrey Teese hat sich komplett dem perfekten Wah-Sound verschrieben und bietet in seiner Real McCoy Serie auch ein Wah an, bei dem nahezu sämtliche klangformende Parameter per Trimmpoti einstellbar sind. Damit kann man so fast jeden Wah-Sound abdecken, den es je gab.
Viele schreiben der Spule die klangentscheidenden Merkmale zu, aber auch die Transistoren und deren Gain und natürlich die Abstimmung der Schaltung macht aus einem Wah zu ein gutes Wah. Das Vox Wah hat übrigens einen etwas geringeren Regelweg als ein Dunlop Wah. Bei beiden wird jedoch nicht der gesamte Regelweg des internen Potis ausgenutzt und wer seinem Standard-Wah etwas mehr Biss verleihen möchte, kann das Pedal aufschrauben und das Poti neu justieren.
Bei kratzenden Potis eines Vintage-Wahs würde ich immer erstmal das Poti reinigen, da auch das Poti und, vor allem sein markanter Regelweg, klanggebend sind und ein Austausch den Charakter des Klangs verändern würde. Wer mal ein altes Vox Wah gespielt hat, weiß wovon ich rede. Aktuell bieten natürlich Vox und Dunlop zahlreiche, gute Wahs an, so dass für jeden Gitarristen das passende Modell zu finden sein sollte.

Legendäre Tremolo-Pedale

Das Tremolo gehört zu meinen Lieblingseffekten. Eigentlich ist es ein so simpler Effekt, da ja lediglich die Lautstärke moduliert wird, aber es kommt dadurch letztlich eine wunderbare Bewegung in den Sound. Auch hier ist es so, dass das erste Tremolo-Pedal zu den legendären Modulationspedalen zu zählen ist. Es war nicht nur das erste Tremolo- Pedal, sondern es war das erste Effektpedal überhaupt.

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Das Dearmond arbeitet elektromechanisch und so wird, durch einen kleinen Motor betrieben, ein kleines Fläschchen mit einer Flüssigkeit hin und her bewegt. Das Tremolo wird dann aber nicht, wie vielleicht denkbar, durch einen Optokoppler moduliert, sondern das Gitarrensignal läuft durch die Flüssigkeit, die elektrisch leitfähig ist. Wenn der Fluss also abreißt, ist kein Signal mehr zu hören. Einfach, aber genial. Die Geschwindigkeit ist ebenfalls regelbar, indem das Antriebsrädchen des Motors auf einer konischen Spindel verschoben wird. Dadurch bewegt sich das Fläschchen schneller und es ist ein schnelleres Tremolo zu hören. Ich finde diese Überlegung toll und das Dearmond Tremolo fasziniert mich fast so sehr wie das ZVEX Candela Vibrophase, das per Teelicht betrieben wird. Das klobige Dearmond Tremolo-Pedal hat einen Stromstecker und ein fest verbautes Kabel. So kann man das Kabel nicht vergessen oder anders gedacht, man bekommt beim Kauf des Geräts das notwendige Kabel gleich mit dazu. Leider hat das Dearmond Tremolo noch keiner neu aufgelegt und seine Modulation ist einzigartig. Vielleicht ist ja die verwendete Flüssigkeit hoch toxisch und daher eine Neuauflage nicht möglich. Es gibt natürlich unzählige gute Tremolo-Pedale, die die unterschiedlichsten Zusatzfunktionen haben. Das Boss TR-2 ist ein wahrer Klassiker und das Electro Harmonix Pulsar, das Stephan hier in der Super-Version getestet hat, kann mit seiner kantigen Modulation dem Dearmond klanglich etwas nahekommen. Und auch das recht seltene Schaller Tremolo ist nicht zu verachten.

Legendäre Modulationspedale: Das Univibe

Das Univox Univibe ist aus dem Blues und dem Sound von Jimi Hendrix nicht wegzudenken. Das klobige Original ist ein gesuchter Klassiker und absolut selten. Es wurde Ende der 60er-Jahre entwickelt und sollte den Sound eines rotierenden Leslie Speakers imitieren. Rudimentär mit nur zwei Reglern für Volume und Intensity ausgestattet, wird das Univibe durch ein extra Expression-Pedal ergänzt. Mit einem Wahlschalter kann zwischen Chorus und Vibrato gewählt werden. Auch wenn Chorus-Pedale und Univibe Pedale klanglich viele Ähnlichkeiten haben können, so besticht das Univibe durch seinen wirbelnden und pochenden Klang. Es ähnelt klanglich dem Phaser eher als einem Chorus. Das Herzstück eines Univibe bildet eine kleine Lampe und vier Optokoppler. Entscheidend ist auch hier, wie so oft, die Kalibrierung, um dieses tiefe Wabern zu erzeugen.
Die bekanntesten Nutzer sind natürlich Jimi Hendrix und seine musikalischen Erben John Mayer, Stevie Ray Vaughan und Robin Trower, um nur ein paar zu nennen.

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Das Univibe wurde von verschiedenen Herstellern neu aufgelegt, klanglich und von der Konstruktion mal mehr, mal weniger nahe am Original. Einige Nachbauten gingen wirklich eher in die Phaser-Richtung. Das aktuelle MXR Univibe finde ich sehr gelungen und es ist schön kompakt. Johannes hat es hier mal für euch getetest. Wer es etwas exquisiter haben möchte, kann sich bei Jam Pedals und bei J.Rockett umhören. Letzteres ist sogar optisch am Original angelehnt und ergänzt den Sound um ein Reverb.

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Fazit

Oft sind es also nur kleine Soundnuancen, die zwischen einem legendären Modulationspedal und einem kurzen Aufflammen vor dem Verschwinden eines Pedals in der Versenkung entscheiden. Manchmal muss ein berühmter Gitarrist das Pedal auf dem eigenen Pedalboard gehabt haben, um es zum Klassiker werden zu lassen. Denn einige dieser Pedale haben die Musikgeschichte geprägt.
Aber alle dieser vorgestellten Pedale können schön wabern und, im richtigen Part eingesetzt, den Sound eines Songs prägen. Das Tolle an diesen legendären Modulationspedalen ist ja auch, dass es keine falsche Einstellmöglichkeit gibt. Jedes Setting hat seinen Reiz und hier darf nach Belieben experimentiert werden. Wer aus Platz- oder Kostengründen nicht für jeden dieser Klassiker ein eigenes Pedal haben möchte, kann eines der ausgesprochen guten Modulationspedale spielen, die fast alle Klassiker umfassen. Das macht genauso viel Spaß, ist oft rauschärmer und man hat zahlreiche Sounds in einer Box. Zum Beispiel das Boss MD-200 kann auf viele gelungene Modulationseffekte zugreifen. Viel Spaß beim Ausprobieren.

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Forum
  1. Profilbild
    Sven Rosswog RED

    Danke für den tollen Artikel.
    Ich kann den Nano Smallstone uneingeschränkt empfehlen. Was mir überhaupt nicht gefällt, ist das Design der derzeitigen Neuauflage. Aber das ist ja zum Glück nur Design und nicht funktionales und Klang.

    • Profilbild
      DelayDude RED

      @Sven Rosswog Hi Sven,
      vielen Dank für dein Feedback.
      Ja, mit der Optik ist das bei den Pedalen manchmal so eine Sache. Man denke auch gerne an das Eventide Rose oder das Line6 Echo Park. Klanglich toll, aber die Optik… naja. Da hofft man dann einfach, dass es auf der Bühne dunkel ist😉

      • Profilbild
        Sven Rosswog RED

        @DelayDude Im Studio ist es wahrscheinlich präsenter und dann nervig. Mir gefällt der klassische small stone look am besten, zum Glück habe ich da noch eines, aber Stereo wär halt schön 🙂👍

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