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News: H-Pi Instruments Flash – vollwertiger polyphoner FM-Synthesizer im Stecker

22. Oktober 2019

Der kleinste Synthesizer der Welt

H-Pi Instruments Flash ist ein richtiger Hardware FM-Synthesizer, obwohl man so gut wie nichts davon sehen kann. Denn die gesamte Technik passt in einem etwas zu groß geratenen MIDI-Stecker.

H-Pi Instruments Flash - mehr ist es nicht

H-Pi Instruments Flash – mehr ist es nicht

Bereits vor einigen Jahren entwickelte Mitxela den „World’s smallest MIDI-Synthesizer“ als Projekt. Dieses wurde zur Grundlage für Flash genommen. In Kooperation mit H-Pi Instruments wurde das Konzept weiterentwickelt. Die Maßgabe war, sich nicht mit Halbheiten zufrieden zu geben. So bekam Flash eine anständige Polyphonie von 16 Stimmen, eine 14 Bit Auflösung für Pitchbend, verschiedene Cycle-Waveforms, mehr Hüllkurven, einen 44 kHz Stereo-Audioausgang und Stromversorgung via MIDI, denn das gesamte Paket ist in einem MIDI-Stecker mit Metallgehäuse untergebracht.
Flash wird einfach an einen MIDI-Ausgang eines Keyboards oder Interfaces gesteckt. An dem 3,5 mm Ausgang am anderen Ende wird ein Kopfhörer oder Audiokabel angeschlossen und schon ist Flash einsatzbereit. Die gesamte Bedienung erfolgt selbstverständlich via MIDI-Controller. Eine Editorsoftware, etwa als Pulgin, wird bislang nicht erwähnt, möglicherweise wird so etwas später nachgeliefert oder von einem Drittentwickler angeboten werden. Im Demovideo erfolgt die Bedienung über ein MIDI-Keyboard mit einer ausreichende Anzahl an programmierbaren Controllern. Jedoch gehört eine Lizenz des H-Pi Universal Tuning Editor (UTE) dazu, mit dem sich mirkotonale Settings einrichten lassen. Diese Software (MacOSX, Windows) ist übrigens auch separat erhältlich.

H-Pi Flash Spezifikationen

Tuning
• Unlimited pitch General MIDI microtuning up to 16 voices polyphony
◦ NOTE: The MIDI Manufacturer’s Association has now officially recognized this method of microtuning, calling it MPE.
• 16 full range programmable tunings of 128 notes each = 2048 programmable fixed pitches
• voluntary pitch bending from retuned fixed-pitch centres
• Largest tuning error ~ 0.006 cents
Synthesis
• FM synthesis engine designed by mitxela
• Controllable via MIDI CCs
• (… details to follow)
Voice Modes
• POLY: 16 voices, one oscillator per voice, mono LR audio output
• POLY-STEREO: 8 voices, one oscillator per voice, stereo audio output
• MONO: 1 voice, 16 oscillators layered, mono LR audio output
Inputs and Outputs
• MIDI DIN input (for MIDI and power)
• 3,5 mm stereo headphones audio output

H-Pi Instruments Flash soll ab Dezember 2019 lieferbar sein. Der reguläre Preis beträgt 159,- Euro. Bei Vorbestellungen gilt derzeit ein Preis von 129,99 Euro.

80 Stimmen in einer Hand

80 Stimmen in einer Hand

Preis

  • 159,- Euro
  • (Pre-Order: 129,99 Euro)
Forum
  1. Profilbild
    penishead  AHU

    Wenn heute der 1.April wäre, dann wäre diese News ein echter Kandidat. Das ist unglaublich, was ich hier lesen muss. Faszinierend!

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    Analog Twin

    Mr. Spock fände es sicherlich „faszinierend“, mir wäre das einfach zu minimalistisch und absolut nicht „sexy“. Der Haptiker in mir muss wenigstens ein paar Potis, Slider und Knöpfe vor sich haben. Sicher ein MustHave für die digital natives; ich bin einfach zu analog und retro dafür.

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      Emmbot  AHU

      „absolut nicht „sexy““ das dachte ich auch ich brauch auch n paar potis . Sonst fetzt das nicht so.

      Als erstes würde ich sowas zum programmieren von Beatstep, Keystep etc. für unterwegs nehmen.

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    Tobi.Bd

    Ist wohl eher eine Spielerei. Aber für diesen Preis könnte man sich den Spaß mal gönnen. Einfach mal in unterschiedliche Geräte reinstecken und sich überraschen lassen, was herauskommt.

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    Henrik Fisch  

    Der Technik-Nerd in mir schreit »Hurra«:
    Ein kompletter Synthesizer in einem MIDI-Stecker, Stromversorgung über eben jenen, das Ganze aufgebaut mit einem ARM-Prozessor der wiederum auf einer flexiblen und im Stecker aufgerollten Platine aufgelötet ist. Geil! Nerdiger geht es kaum.

    Der Synth-Fan und (angehende) Elektronik-Musiker in mir ist weniger beeindruckt:
    2-Operator-FM und dafür EUR 159,00. Für wenig mehr bekomme ich auf dem Gebrauchtmarkt einen kompletten »Roland JV-1080«. FM-Gezumpel hat nahezu jeder neue Synthesizer und viele DAWs eingebaut und den »Dexed«, einen VST-Synthesizer als Nachbildung des »DX-7«, bekommt man sogar kostenlos.

    Quelle:
    https://mitxela.com/projects/flash_synth

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      S_Hennig

      Nu, ja, stimmt schon. Wenn man nur Musik damit machen will. Aber ich sehe das Ding eher im Vergleich mit dem Korg NTS-1, der ungefähr dasselbe kostet.
      Beim NTS-1 war für mich interessant, dass es ein SDK gibt, das es mir ermöglichen würde, selbst Oszillatoren, Filter und Effekte zu programmieren. Dafür hat der NTS-1 seit neuestem einen Lieferverzug bis März 2020… :-(
      Umgekehrt gibt es den Flash-Synth tatsächlich und es wird ihn wohl auch zu kaufen geben, dafür wird es wohl noch dauern, bis die Software so weit aufgeräumt ist, dass sie veröffentlicht werden kann.
      Tja. Entweder ich schau mir das SDK von Korg an und schreibe Code auf Vorrat oder ich besorge mir einen Flash-Synth und habe Hardware, die ich dann doch nicht programmieren kann.
      Ich habe deshalb angefangen, mit den STM32F407 Boards, die ich hier überall rumliegen habe und deren I2S Interface herumzuspielen.
      Aber trotzdem, das ist ein ziemlich cooles Gadget.

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        Henrik Fisch  

        Das mit der Lieferverzögerung bis März 2020 für den »Korg NTS-1« hat mich auch ziemlich kalt erwischt. Schade. Sehr sogar. Die Bestellung habe ich trotzdem nicht storniert.

        In dem Zusammenhang möchte ich noch den »Korg Volca FM« erwähnen. Der hat zwar nur 3 Stimmen, ist aber kompatibel zum »DX-7« (also 6 Operatoren mit 32 Algorithmen), hat obendrein eine Folien-Tastatur und ein paar Regler.

        Irgend etwas sagt mir auch, dass man die interne Programmierung des »Flash« – also nicht die Sounds sondern die zugrundeliegende Programmierung des ARM-Prozessors – wohl nicht wird ändern können.

        Ach, ich weiß auch nicht: Irgendwie ist das Ding schon cool und vor dieser »Machbarkeits-Studie« ziehe ich den Hut bis zum Boden. Aber Musik würde ich damit nicht machen wollen. Wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass auf YouTube irgendwelche hippen Synth-Checker damit ganz tollen Krach produzieren und Klicks einheimsen werden. Sollen sie. ;-)

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          S_Hennig

          Ich denke schon, dass man „irgendwann“ selbst programmieren können wird; auf der Webseite und im Video sagt der Entwickler:
          „At some point in the future I will put the full source code on github, but I’ve got a fair bit of „cleanup“ to do before then. If you are planning on digging into it… I hope you like function pointers.“ Und das ist der gesamte Source Code, inklusive RTOS und Scheduler und Linkerfiles.
          Aber das wird eben noch dauern. Das SDK von Korg habe ich schon auf meinem Rechner, bloß halt ohne Hardware… (und das SDK erlaubt es übrigens tatsächlich nur s.g. Libaries zu erstellen, die eben im richtigen Moment angesprungen werden, s. a. obigen Kommentzar zu ‚function pointers‘, Korg gibt also tatsächlich nicht allen Code raus)
          Wie gesagt, irgendwas ist ja immer…
          Aber ich stimme zu: der DIN-Stecker Formfaktor ist für mich auch nicht interessant. Ein langweiliges Blechkistchen mit Knöpfen wäre zwar uncooler, aber für mich praktischer.

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    Fredi

    Hallo,

    also ich werde da nicht ganz schlau draus: Der MIDI-Standard spezifiziert doch keine Stromversorgung (auch nicht der von 2014).
    Mir ist schon klar, dass man natürlich eine Spannung über unbenutzte Stifte einschleusen kann, aber dann wäre das eben nicht standardgerecht.
    Wie soll das also an einem beliebigen MIDI-Out-Port funktionieren?
    Kann mir jemand Nachhilfe geben?

    Gruß Fredi

      • Profilbild
        Fredi

        Hallo Henrik,

        danke für den Hinweis!

        Okay, also genau genommen liegen 5V über einen 220Ohm-Widerstand an, wenn man wenig Strom (also viel weniger als 20mA) zieht, dann wäre das als Betriebsspannung verwendbar. Und die Masse ist bei einer MIDI-Out-Buchse ja auch angeschlossen, das hatte ich übersehen.

        Das hat aber – denke ich – nix mit der Stromschleife von MIDI zu tun, die liefert ja kein kontinuierliches Signal.

        Gruß Fredi

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          Larifari  

          Hallo,

          auch kleine Midi-Thru Boxen erhalten so Ihren Saft. Meine zb geht an sobald ich Sie ins an einen MIDI out stecke.

          Grüße

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