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Test: Akai iMPC App für iPad/iPhone


Wenn ein iPad zur MPC mutiert

Bevor ich den Test zur AKAI iMPC App starte, hier eine kleine Vorgeschichte, die ich einfach loswerden muss:

Once upon a time

Wenn ich mich recht erinnere, dann war es 1995, als sich Peter Grandl, unserer geschätzter AMAZONA.de Chefredakteur, damals noch der Marketingleiter von AKAI Professional, gerade auf Promotiontour mit verschiedensten Firmen aus der Musikindustrie befand. Die TTT (Techno Technik Tour) war unter anderem 1994/95 in namhaften Discotheken unterwegs, um jungen Leuten die Art und Weise, wie Musik gemacht wird, nahe zubringen. Dazu wurden alle wichtigen Geräte in einer „quasi Produktionsumgebung“ präsentiert und man konnte LIVE vor Ort erleben, wie das, wozu man eben noch auf der Tanzfläche abgewacket hat, gemacht wird. Peter, das war eine riesige Idee und … das sollten wir mal wieder machen :-) ! Als die TTT in Köln ihren Auftritt hatte, traf ich Peter zum ersten Mal und wir beschlossen, auf der nächsten Musikmesse in Frankfurt zusammen zu arbeiten. Peter engagierte mich als Demonstrator für AKAI Geräte auf der Musikmesse in Frankfurt. Tage später erhielt ich per Express:

  • 1 x MPC 3000 (das neueste Flaggschiff der MPC Serie)
  • 1 x S3000 (ebenfalls das neue Flaggschiff der Sampler Serie)

Ich hatte einige Monate Zeit, um mich voll einzuarbeiten und es war der Beginn einer Leidenschaft zu einem Musikinstrument. Ich musste diesen Test einfach schreiben, weil ich damals so stark an der Einführung vom MPC3000 beteiligt war.

iMPC von AKAI Professional

iMPC

Nach allem, was ich geschrieben habe, war ich natürlich hoch erfreut, als ich diese App im iTunes Store gefunden hatte. Wie wird wohl eine App für ein iPad funktionieren, wenn das Original damals und zum Teil noch heute doch der Mittelpunkt fast jedes Produktionsstudios ist? Klar kann ein iPad und eine iMPC App niemals einen originalen MPC ersetzen, aber kann eine App mich überzeugen, wohl wissend, dass ich Abstriche machen muss? iMPC ist eine App, mit der man auf dem iPad richtig Musik machen kann und auch einen LIVE Auftritt absolut möglich ist. Man muss nur ein paar Tricks, welche ich auch gleich im Detail vermittle, anwenden.

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    j.rauner RED

    Andreas, ich kann Deine Begeisterung nur bestätigen. Ich war ziemlich erstaunt, wie intuitiv und hervorragend das MPC-Konzept auf dem iPad funktioniert.
    Eine Funktion hast Du aber wahrscheinlich übersehen. iMPC kann über Inter App Audio andere iPad-Apps absampeln. Leider gibt es noch nicht so viele Apps die dies unterstützen.

    Eine Frage nebenbei: Wie funktioniert das Handling des iPad Minis mit Audio Apps? Können die „Potis“ gut bedient werden oder ist es schwierig? Würdest Du lieber mit einem „großen“ ipad arbeiten?
    Den Formfaktor des iPad Minis finde ich besser als das normale iPad, und da es jetzt dieselbe Leistung bringt wie der große Bruder, wäre ich an deiner Meinung interessiert.

    • Profilbild
      Andreas Stadelmann AHU

      Also … ich hatte ein iPad 1 und habe mir auch überlegt auf ein 4 oder kommendes 5 upzugraden, weil mir natürlich die Leistung fehlte. Aber mein Liebling war das Mini. Also entschloss ich mich, auch weil ich es nur zum Spass für Musik verwende (z.B. auf längeren Flügen oder Zugfahrten) für ein Mini.
      Ich kann nur sagen, dass es durchaus ausreichend ist um alle Fader und Podies zu bedienen. Selbst mit Rebirth gehts noch gut. Ich denke aber, wenn man es wirklich professionell einsetzen möchte, sollte man auf die größere Variante umsteigen. Nicht unbedingt weil es größer ist, sondern auch weil der Prozessor von 4/5 oder Air doch nochmal besser ist.

      Zu deiner Anmerkung: Ja, das ist richtig. Das iMPC kann quasi alles aufnehmen was intern Audio ausgibt. Solange diese App eben auch noch läuft, wenn man zu einer anderen App wechselt.

      Für mich würde ein professionelles Einsatzgebiet folgendermassen aussehen:
      Ich bereite z. B. einen Track in Cubase/Logic o.ä. vor, den ich dann live spielen möchte.

      Dann exportiere ich jede Spur mit einer längern Sequenz in einer bestimmten Taktzahl. Pads und Loops oder auch Effekte und importiere diese über iTunes.

      Dann spiele ich entweder die Drums live ein oder benutze wieder Loops.
      Ähnlich wie im Video zu sehen. Dann noch die Pattern in die richtige Reihenfolge und man kann durchaus damit live loslegen. Das geht auf einem Mini genausogut wie auf den größeren Variationen :-).

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          j.rauner RED

          Ja, ich bezog mich auf das kommende iPad Mini. Was bei gleicher Leistung einfach mobiler und handlicher ist. Aber bei mir kam die Frage auf, inwieweit die Bedienung unter dem kleineren Display leidet.

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            TobyB RED

            Hallo J.Rauner,

            da ich ein IPad Mini und ein IPad habe, kann ich dir sagen das die Bedienung auf dem IPad mini kurz vor grenzwertig ist. Und Ich das Ipad vorziehen würde, das bezieht sich nur auf die Ergonomie, in der Funktionalität nehmen sich die beide nichts. Ich überlege ob ich meiner App noch die MPC Fly spendiere. Weil ich für mich mittlerweile merke das mir echte Knöpfe lieber sind :-)

            • Profilbild
              Andreas Stadelmann AHU

              Einigen wir uns auf … ;-) :
              Es kommt auf den User an. Tatsächlich komme ich mit allen Bedienungen gut zurecht, während ein Studiokollege manchesmal wie ein Teufel auf dem iPad rumhakt, weil er irgendetwas nicht trifft. Auch bei Spielen oder anderen Apps. Unsere Fingergröße ist aber ziemlich gleich ;-)

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              j.rauner RED

              Danke Toby und Andreas, genau solche Erfahrungen habe ich gemeint. Mal schauen! Die Größe des iPad Mini finde ich verführerisch – schön handlich. Man kann es sogar mit einer Hand dauerhaft halten und unterwegs ist es natürlich noch bequemer.

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    kritik ••

    ich kann mit dieser app komplette partz für eienen kompletten track erstellen und auf die renaissance rüber ziehen
    ich habe mir für diese anwendung viele wichtige samples umbenannt,
    damit ich sie besser finde in dieser app
    im habe festgestellt das die patterns in der impc deutlich mehr grooven als in der renaissance.
    das gilt auch für imaschine oder ander sequenzer apps auf apple ipad.
    ich benutze für mpc renaissace und maschine das windows sytem .
    jemand hatt mal gesagt es könnte an apple liegen wegen der clock etc.
    ich glaube aber da ist noch was anderes.
    die retronym soft tabletop groovt auch besser .
    erst dachte ich es ist vielleicht eine art compressor im audioteil von apple
    aber das isses nicht .
    da das jetzt für iphone erhältlich ist kann ich den kram auch unterwegs machen .
    beim abhören von verschiedenen patterns sind pausen dazwischen

    • Profilbild
      Andreas Stadelmann AHU

      Hi, zu deinem letzten Satz. Das mit den Pausen ist mir während des Tests auch mal aufgefallen! Ich denke, dass es an den Samples bzw. Speicher des iPads liegen kann. Bei extrem vielen langen Samples z.B. 4 Soundteppichne mit 8 Sekunden und noch div. anderen Loops innerhalb eines Patterns. Bin gerade dran das etwas genauer zu untersuchen. Vielleicht läd das App die Samples erst kurz vor Gebrauch in den Speicher und bei großen Mengen dauert es ein bisschen. Ich komme darauf, weil bei einer 2ten Wiederholung des Patterns keine Pause mehr da ist.
      Wichtig ist aber, dass das iMPC nicht wirklich eine Pause Macht. Alle kurzen Sounds wie Bassdrum, Snare, HiHeads ect. laufen bei mir im perfekten Timing. Lediglich die langen Loops können tatsächlich manchmal fehlen. Ist mir beim Testen aber nur einmal passiert und deswegen habe ich es nicht erwähnt. Dachte eher an unsauberes Einspielen …. Erst nach dem Test, als ich mehr damit „gespielt“ habe, fiel mir das auf! Mit meinem iPad Mini 32 GB muß ich aber schon mindestens 2 Programs (32 Pads) vollpacken um diesen Effekt zu erzielen.

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        kritik ••

        hallo andreas
        die pausen kommen vom laden der patterns -kits in den speicher
        ich meine die pausen beim durchhören von patterns..
        wenns weg wäre könnte mann sonst ne live audio performance starten .

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          Andreas Stadelmann AHU

          Hallo kritik,
          ich habe definitiv keine Pausen zwischen den Pattern. Im Video so ab 10.35 min kann man sehen wie ich zwischen den Pattern (auch mit langen Loops) durchschalte! Vielleicht liegts bei dir an etwas anderem :(.

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            kritik ••

            das ist sehr cool – werde ich wenn ich zuhause bin gleich mal sehen obs bei mir auch geht
            ich habe das ipad mini -das teuerste -weis grad nicht wie das heist

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          Artic

          Hallo Andreas,

          kannst du mir bitte sagen, ob diese und andere Apps denn überhaupt mit dem neuen IPad 5 laufen ? Wenn ich mich nicht irre, läuft das mit
          64 bit.
          Schon mal danke für die Antwort und liebe Grüße
          Artic

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