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Making of Alice in Chains, Dirt

Der größte Dirt!

12. Mai 2024

Wenn man mich fragt, was die beste Grunge-Platte ist, die je veröffentlicht wurde, gibt es bei mir eine klare Antwort.

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Dirt. Von Alice in Chains.

Und damit meine ich nicht: Die erfolgreichste Platte des Grunge – weil das zweifelsohne die Nevermind ist. Und ich meine auch nicht die einflussreichste für das Genre per se – die Medaille müsste an frühe Mud Honey, Melvins und generell die erste Seattle Wave gehen. Ich meine die Platte mit den meiner Meinung nach besten Songs, dem besten Songwriting, kurzum: Das musikalisch Beste, was die Jahre des Grunge hervorgebracht haben. Ich bin also befangen, wenn es darum geht, über diese Platte zu schreiben. Es ist schon seltsam – über 30 Jahre ist die Veröffentlichung her. Mitglieder der Band sind entweder tot oder auf dem Weg dahin. Was geblieben ist, ist die Poesie und Ausdruckskraft einer Platte, die wie keine andere den Drogen-Chic des Grunge entzauberte. Es ist eine Platte so groß und massiv wie der Grand Canyon und so persönlich wie eine Grabesrede. Es ist die Lieblingsplatte einer ganzen Generation von Musikern, die in den 00er-Jahren erfolgreich wurden. Es ist mehr als die beste Grunge-Platte. Meiner Meinung nach könnte man argumentieren, dass „Dirt“ eins der besten Rock-Alben überhaupt ist.

Alice in Chains – die Anfänge

Bevor Alice in Chains entstanden, wurde Layne Staley, ursprünglich Schlagzeuger, als Sänger für die Glam-Metal-Band Sleze aktiv, nachdem er von seinem Stiefbruder ermutigt wurde. Die Band, die mehrere Besetzungsänderungen durchlief, änderte ihren Namen schließlich in Alice in Chains, eine Idee, die während eines Gesprächs über ein Alice im Wunderland-Thema aufkam.

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Layne Staley traf später Jerry Cantrell und nachdem sie eine Zeit lang als Mitbewohner in einem Probenstudio lebten, gründeten sie eine neue Band. Diese Band durchlief mehrere Namensänderungen, bevor sie sich auf Alice in Chains festlegte. Ein lokaler Promoter entdeckte die Band und trotz einer Polizeirazzia, die ihr Studio schloss, sicherten sie sich einen Plattenvertrag mit Columbia Records, basierend auf ihren Demoaufnahmen.

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Diese „Treehouse Tapes“ können immer noch gehört werden – und deuteten bereits an, welche immense Power hinter AiC steckten:

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Sagen wir, wie es ist: Alice in Chains waren in erster Linie Jerry und Layne. Die beiden formten früh ein enges Band, eine Freundschaft, die beide nicht nur musikalisch beflügelte, sondern auch persönlich zu kreativen Höchstleistungen inspirierte. Mark Lanegan (RIP) von den Screaming Trees schrieb zu den beiden in seinen Memoiren: „Jerry Cantrell, der Architekt ihres Sounds, lieferte nuancierte, aber kraftvolle Harmonien, die ihren Liedern ihre einzigartige, eindringliche, einmalige Qualität verliehen. Und Layne war so ein Monster-Sänger … Er war der einzigartigste und beeindruckendste Hardrock-Sänger, den ich je gehört habe …“ Von jemandem wie Mark Lanegan ist das natürlich ein ganz besonderes Kompliment.

Oft wird „Nevermind“ als das erste Grunge-Album bezeichnet, das es in den Mainstream schaffte. Aber tatsächlich war es „Facelift“ – Alice in Chains‘ Debüt 1990, das es auf Platz 42 der Billboard 200 schaffte. Hit des Albums war „Man in a box“ – und der Erfolg, der sich daran koppelte, sorgte dafür, dass die Band die Songs der Platte intensiv promotete und so ziemlich jeden Support-Gig für größere Bands annahm, den man Anfang der 90er kriegen konnte. Alice in Chains spielten im Vorprogramm von Slayer, Iggy Pop, Killing Joke und sogar Van Halen.

Und wie es eben so kommt – das harte Touren brachte harte Drogen mit sich.

Alice in Chains – Dirt & Layne Staley

Man kann leider über AiC nicht schreiben, ohne über Drogen zu schreiben. Sean Kinney, der Schlagzeuger der Band, beschrieb die Situation nach der Facelift-Tour in seinem Buch „Grunge is dead“ wie folgt:

„Die Drogen übernahmen die Macht. Wir haben alles genommen, was wir in die Finger bekommen konnten – und zwar so viel. Es begann definitiv gegen uns zu arbeiten. Mit dieser Platte könnten sich die Leute wahrscheinlich identifizieren – es ist alles genau da. Es wird genau erklärt, was wir gemacht haben, was wir durchgemacht haben. Es klingt wie das, was damals in unseren Köpfen widerhallte. Von da an gingen einige von uns weiter in diese Richtung, andere nicht. Das ist ein schwieriges Album für mich. Die Leute sagen: ‚Das ist eure beste Platte‘. Es ist bittersüß.“

Die Songs für Dirt entstanden also in erster Linie auf Tour. Man zog sich in Malibu zurück und spielte die Songs rauf und runter, erforschte sie und stellte fest: Was da rumkam, war nicht nur düster. Es war borderline-nihilistisch. Dave Jerden, der sowohl Jane’s Addiction und Frank Zappa produziert hatte und auf der Facelift ebenfalls für den Sound der Platte gesorgt hatte, wurde wieder zum Mann der Stunde.

Mit Dave wurde das Album in verschiedenen Studios aufgenommen – London Bridge Studio in Seattle, Eldorado Recording Studios in Burbank und One on One Recording Studios in Los Angeles. Doch das ging nicht lange gut. Denn mitten in den Aufnahme-Sessions ereignete sich amerikanische Geschichte.

„Wir kamen nach L.A. und begannen mit den Aufnahmen, als das Rodney-King-Urteil verkündet wurde“, erinnert sich Jerry Cantrell. „Die verdammte Stadt ging in Flammen auf. Wir wohnten im Oakwoods in Venice – also mussten wir von Studio City nach Venice kommen, während die ganze Stadt in Aufruhr war. Wir riefen Tom Araya von Slayer an und wir fuhren in die Wüste und hingen dort eine Weile ab, bis sich die Scheiße abgekühlt hatte. Wir mussten es verschieben, bis sich die Unruhen beruhigt hatten. Das ist ein Moment, den ich nie vergessen werde – verbunden mit dieser Platte.“

Von links nach rechts: Mike Starr, Jerry Cantrell, Sean Kinney und Layne Staley

Doch die Aufnahmen selbst waren ein Erfolg. Wenn von Alice in Chains geredet wird, dann zumeist von Layne und seiner Stimme. Doch wie Lanegan schon sagte: Ein wesentliches Element dieses Klangs sind die innovativen Gitarrentechniken von Jerry Cantrell, der jeden Riff durch Verstärker für hohe, mittlere und tiefe Frequenzen spielte, was die Tonspuren vervielfachte und den Sound verstärkte. Der Gitarrensound auf der Dirt, vor allem in der Re-Master-Version, sind regelrecht monströs. Und selbst Lars Ulrich von Metallica spielte beim Sound eine Rolle: Die beeindruckenden Drumklänge auf „Dirt“ wurden im One On One Studio in Los Angeles aufgenommen. Ulrich wies Dave Jerden auf die Nutzung eines speziellen Woofers hin, der den Drums einen explosiven Charakter verlieh. Die Aufnahme der Gesangsspuren durch Layne Staley erfolgte übrigens in strenger Privatsphäre, wobei Staley oft in kurzer Zeit und mit minimalen Wiederholungen aufnahm. In meinen Augen ist das immer noch eine der besten Rock-Gesangs-Performances, die jemals auf Band gebannt wurden.

Dirt-Soundingenieur Bryan Carlstrom erinnert sich an den oft improvisierenden, stets nachdenklichen Layne. Das charakteristische „Ah!“ beim Opener „Them Bones“ war beispielsweise improvisiert. „Er hat sich das einfach auf der Stelle ausgedacht“, sagt Carlstrom. Cantrell ist für die Musik und den Text des Songs verantwortlich, aber es ist schwierig, sich den Song ohne diese Schreie vorzustellen. Staley war auch in der Lage, seine Stimme innovativ als Instrument einzusetzen. So erwähnte Carlstrom in einem Interview das immer noch mysteriöse und seltsame Tremolo, das bei „God Smack“ zum Einsatz kam. „Er singt in der Strophe von ‚God Smack‘ mit diesem Effekt, der buchstäblich wie ein Tremolo klingt.“ Es war keine Studiomagie nötig – Carlstrom hat keine Ahnung, wie Layne das Ganze machte, denn auf Wunsch des Sängers wurde eine provisorische Wand aus schalldichtem Material im Studio aufgestellt, damit er von außen nicht gesehen werden konnte, während er seine Spuren einsang. Carlstrom erwähnte auch, dass Staley in der Kabine einen Schrein nutzte – mit Kerzen, biblischen Malereien sowie einem Gefäß mit einem toten Hundewelpen.

Die Produktion von Laynes Stimme erforderte nicht viel Aufwand. Carlstrom wollte alles rausholen aus dem Organ. Also arbeitete er mit zwei 24-Spur-Maschinen und verwendete 16 Spuren für Staleys Gesangsparts. „Ich habe ihn dreifach aufgenommen und er klang großartig. Er hat seine Parts rausgehauen und einfach toll gesungen. Ich habe diesen Effekt mit Delays auf Laynes Gesang mit einem Eventide Harmonizer erzeugt; ich nannte den Effekt tatsächlich ‚Layne Staley‘. Reverb kann die Dinge abdunkeln, aber Delays halten die Dinge hart und kraftvoll“, sagte Jerden. „Keiner der Mixe hat lange gedauert. Viele davon waren in nur einer halben Stunde fertig.“ Das Tracking und Aufnehmen der Vocals war also intim, visionär und bisweilen improvisiert.

Lyrics und Songs auf AiC Dirt

Die Songs auf dem Album lesen sich wie eine einzige Hitliste. Der grandiose Opener „Them Bones“, gefolgt vom Groove-Monster „Dam That River“, das poetische „Rain when I die“, das psychedelische „Sickman“ und das schwermütige „Rooster“ – die erste Hälfte der Platte ist zornig, entschlossen und bisweilen nachdenklich. Es ist die zweite Hälfte der Platte, speziell ab „Junkhead“, bei der die Stimmung in den Lyrics nochmal eine düsterere Abzweigung nimmt. „Hate To Feel“, „Angry Chair“ und vor allem der Rock-Klassiker „Would?“ – all diese Songs behandelten Laynes Kampf mit der Sucht und Heroin.

Alice in Chains gemeinsam als Band

Doch Layne war nicht alleine mit seinen Kämpfen. Laut Cantrell ist es nicht richtig anzunehmen, dass nur Layne mit Drogen kämpfte „Wir haben alle gefeiert, also mit dem Finger auf [Layne] zu zeigen, könnte genauso gut mit dem Finger auf uns alle zeigen. Unglücklicherweise ist er der Leadsänger und der textliche Inhalt dessen, was er schrieb – er hat es einfach rausgelassen. Ich fand das immer sehr mutig von ihm und ich stand immer hinter ihm. Das ist die Art von Dingen, bei denen wir uns immer unterstützt haben – das Ganze durchzuziehen, egal ob es gut oder schlecht war. Ich meine damit, es künstlerisch auszudrücken.“ Und tatsächlich – Dirt dürfte lyrisch gesehen das düsterste Grunge-Album überhaupt sein. Selbstzerstörungsfantasien, paranoide Reflexionen, ein flehender, oft völlig verzweifelter Tenor – es ist einer der Gründe, weshalb ich mir das Folgealbum „Jar of Flies“ so selten anhören kann. Die wuchtige Kraft von Dirt ist ein angenehmes Pendant zum Schwermut der Lyrics. Auf sich allein gestellt, begleitet nur von Akustikgitarren, ist Laynes Traurigkeit in den Lyrics fast schon zu viel – obwohl die Songs, allen voran „Nutshell“, zu den besten Grunge-Balladen überhaupt gehören.

Dirt nahm also Form an – und der kommerzielle Durchbruch, den diese Platte mit sich brachte, fungierte für viele Probleme innerhalb der Band als Brandbeschleuniger. Das am 29. September 1992 veröffentlichte Album Dirt erreichte Platz 6 der Billboard 200 und verkaufte sich in den USA 4 Millionen Mal. Dann folgte die Tour – und der erste „Knall“ ereignete sich: Mike Starr verließ die Band auf halber Strecke der Tournee. Es nicht ganz klar, was zum Ausstieg des Bassisten führte. In der Presse legte es Layne so dar, dass Mike einfach nicht mehr mit dem intensiven Touring und dem Marketing der Platte mithalten konnte und wollte. Mike selbst stellte es in einem Interview wiederum so dar, dass ihn die Gruppe kickte, weil sein Drogenkonsum völlig eskalierte. Es ist schwierig, die Wahrheit rauszufinden. Denn Mike und Layne verband eine komplizierte Freundschaft. Zum einem, weil Mike nach eigenen Angaben Layne sogar sein Leben verdankte. Zum anderen, weil Layne ihn zugleich beinahe auf dem Gewissen hatte. Denn Mike behauptete, Layne Staley habe ihm zuerst Heroin gegeben, nur um ihn im Anschluss wiederbeleben zu müssen, als Alice in Chains im Januar 1993 mit Nirvana in Brasilien auf Tournee waren. Starr erinnerte sich, dass er aufwachte und Staley hysterisch weinend vorfand – um ein Haar hatte er die Drogenüberdosis seines Freundes zu verantworten. Wie man es dreht und wendet – innerhalb der Band etablierten sich zunehmend toxische, zum Teil auch lebensgefährliche Dynamiken und für Mike war es das letzte Mal, dass er mit Alice in Chains auf der Bühne stand.

Jahre später gehörte Mike zu den letzten, die Layne Staley lebend sahen – nämlich am Vortag seines Todes. Sie hatten sich getroffen, gestritten und Mike war mitten im Streit gegangen, nur um Layne hinter sich rufen zu hören: „Don’t leave like this! Not like this!“ Keine vierundzwanzig Stunden später war Layne tot und Mike gab sich immer die Schuld dafür – nach dem Motto: „Hätten wir uns nicht gestritten, wäre ich nicht gegangen, wer weiß, was passiert wäre.“ Mike selbst blieb der Drogentod nicht erspart. Verschiedene Therapien und sogar ein Feature in der Show Celebrity Rehab with Dr. Drew halfen Starr nicht – er verstarb am 8. März 2011 an einer Überdosis.

Did it rain when Layne Staley died?

Layne Staley beim letzten Unplugged Konzert der Band

Doch drehen wir die Uhr nochmal ein bisschen zurück. Was passierte nach der letzten großen Tour der Band bei Layne? Während sie noch unterwegs waren, versuchte man ihn von allen Seiten von den Drogen fernzuhalten – die Managerin der Band, Susan Silver, heuerte sogar Bodyguards an, um Staley von den falschen Leuten fernzuhalten. Doch es half alles nichts. Lanegan, der mit Layne auf Tour war, erinnerte sich in einem Interview: „Abseits der Bühne war es eine verrückte, dunkle, drogen- und alkoholgeschwängerte Party von Anfang bis Ende, bei der Layne und ich die Hölle heiß machten, uns wie Teenager benahmen und tagelang durchmachten. Wir nahmen jede Droge, die uns in die Finger kam. Heroin, Kokain, Schmerzmittel, alles.“ Susan lehnte sogar Tournee-Angebote ab für AiC, um dafür zu sorgen, dass die Band nicht auf Tour ging und Layne erneut rückfällig werden könnte. Auch der Leadgitarrist von Pearl Jam, Mike McCready, versuchte, Staley zu helfen und brachte ihn in Mad Season rein. Doch am 29. Oktober 1996 starb Staleys ehemalige Verlobte Demri Lara Parrott an einer Überdosis Drogen – das war das Ende von allem. Staley wurde unter 24-stündige Selbstmordbeobachtung gestellt. Lanegan sagte 2002 dem Rolling Stone: „Er hat sich nie von Demris Tod erholt. Ich glaube nicht, dass er danach noch weitermachen wollte.“

In den Jahren darauf, bis zum Jahre 2002, zog sich Layne immer mehr zurück. 1998 nahm er das letzte Mal mit Alice in Chains Musik auf: Die Songs „Get Born again“ und „Died“. Sein Exil in seiner Wohnung in Seattle wurde immer umfassender, die Selbstisolation immer extremer. Familie und Freunde bekamen ihn kaum noch zu Gesicht und Gerüchten zufolge versank Layne regelrecht in einem Pfuhl aus Drogen und Depressionen, wenn auch nicht viel bekannt ist über seine letzten Jahre. Sean Kinney, der Drummer Von Alice in Chains, erinnerte sich:

Ich habe immer wieder versucht, Kontakt aufzunehmen … Dreimal pro Woche rief ich ihn an, aber er ging nie ran. Jedes Mal, wenn ich in der Gegend war, stand ich vor seiner Wohnung und schrie nach ihm … Selbst wenn man in sein Haus reinkommt, macht er die Tür nicht auf. Man rief an und er antwortete nicht. Man konnte nicht einfach die Tür eintreten und ihn packen, obwohl ich so oft daran gedacht habe, das zu tun. Aber wenn sich jemand nicht selbst helfen will, was kann man dann noch tun?

Staley zerfiel – körperlich und seelisch. Verlor Zähne, alterte gefühlt um Jahrzehnte und zog sich von allen zurück. Er starb am 5. April 2002, am gleichen Datum, an dem auch Kurt Cobain starb, und wog zum Zeitpunkt seines Todes nur noch 40 kg. Sein zum Teil verwester Körper wurde zwei Wochen nach seinem Tod erst aus der Wohnung geborgen. Todesursache war ein Speedball – eine Mischung aus Kokain und Heroin, an der zahlreiche Musiker in der Seattle Szene gestorben sind. Er starb alleine und im Stillen. Seine legendären Lyrics aus Song 3 von Dirt – „Rain when I die“ – sollten sich als prophetisch erweisen. Tatsächlich kam es an jenem Tag kübelweise herunter.

2006 kehrten Alice in Chains zurück, William DuVall, der in Jerry Cantrells Soloband öfter Laynes Parts übernommen hatte, stieg als fester Ersatz ein. Ich persönlich habe mich an diesem zweiten Kapitel Alice in Chains erfreuen können – die letzte Platte, Rainier Fog im speziellen, die 2018 rauskam, war ein kraftvolles und authentisches Stück Alice in Chains. Doch Dirt bleibt unerreicht.

„Für viele Leute ist es eine ganz besondere Platte“, meinte Jerry Cantrell mal in einem Interview. „Ich glaube nicht, dass es eine vergleichbare Platte gibt. Dirt ist von oben bis unten ein einziger Angriff, Mann. Es ist wunderschön, es ist stimmungsvoll und es ist unverschämt – ohne Rücksicht auf Verluste. Schön, düster und hässlich zur gleichen Zeit.“

Kann man so stehen lassen. In diesem Sinne: AH!

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Forum
    • Profilbild
      Dimitri RED

      @tenderboy So sieht’s aus – dachte schon, ich stehe mit meiner Leidenschaft für dieses Album alleine da. Aber dem ist nicht so – we are many!

  1. Profilbild
    Es165

    Top Artikel, danke! Lesenswert und super geschrieben. Fühle mich jetzt echt melancholisch…

  2. Profilbild
    Ark

    Was für ein gut geschriebener und tiefgründiger Artikel! Alice in Chains liefen bei mir auf und ab. Vielleicht ist es Zeit die alten CDs wieder raus zu holen. Musikalisch war Dirt auch mein Highlight von AiC, dicht gefolgt von Tripod Album.

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