Torso Electronics T-1 16-Track Hardware-Sequencer

8. Juni 2020

Euclidian-Sequencer mit Melody-Generator

Der neue dänische Hersteller Torso Electronis hatte den Hardware-Sequencer T-1 Ende letzten Jahres erstmals vorgestellt. Ab heute (dem 8. Juni) beginnt im Laufe des Tages die Funding-Kampagne auf Kickstarter, einschließlich eines Early Bird-Angebotes.

torso electronics t-1 sequencer 1

T-1 ist mehr als nur ein 16-Spur-Sequencer. Das Herzstück ist der euklidische Rhythm Generator, der mit einem euklidischen Algorithmus arbeitet. Dabei werden Anzahl der Steps und der Trigger-Noten vom Anwender vorgegeben, woraus sich dann ein Rhythmus nach dem euklidischen Prinzip ergibt. Die rhythmische Figur lässt sich verschieben und es können ergänzend auch Steps manuell gesetzt oder gelöscht werden.
Mit einem Note Repeater lassen sich zusätzlich zu den generierten Triggern Arpeggiator-Muster erzeugen, deren Noten sich in Umfang, Timing und Richtung editieren lassen.

T-1 kann anhand von Skalen aus den Triggerimpulsen Tonhöhen quantisieren und so Melodien sowie Zufallssequenzen generieren. Für die Skalen gibt es eine Reihe von Presets, es können aber auch eigene erstellt werden. Außerdem lassen sich Chords erzeugen, die sich an der Lead-Stimme orientieren. Der Algorithmus orientiert sich dabei an den Prinzipien an der klassischen Musiktheorie.

torso electronics t-1 sequencer 2

Jeder Parameter in jedem Track kann mit einem Zufallsfaktor versehen werden, so dass jedes Pattern von leichten Variationen bis zum totalen Chaos verändert werden kann. Diese Entwicklung kann auch über einen größeren Zeitraum als langsame Entwicklung eingestellt werden. „Gelungene“ Zufälle lassen sich sich einfrieren und abspeichern.

Der Sequencer speichert 16 Bänke à 16 Patterns. Er kann bis zu 24 Stimmen auf 16 MIDI-Kanälen wahlweise über USB-MIDI, TRS-MIDI (In/Out/Thru) oder mit Ableton Link via WiFi ausgeben, um die DAW in Beat, Phase und Tempo zu synchronisieren.

Die Kickstarter-Kampagne beginnt am 8. Juni. Der reguläre Preis beträgt 469,- Euro, aber es gibt auch ein Early Bird-Angebot von 400,- Euro.

Ab hier die Meldung vom 18. Dezember 2019

Torso Electronics T-1 ist ein kompakter Hardware-Sequencer. Mit 18 Encodern und 23 RGB-Pads verspricht das Gerät eine intuitive Bedienung im Studio und für den Live-Einsatz..

Hardware-Sequencer zur Ansteuerung von Hard- und Software-Synthesizern erfreuen sich trotz extrem leistungsfähiger DAWs nach wie vor großer Beliebtheit. Der T-1 schlägt genau in diese Kerbe und bietet trotz seiner geringen Maße einen ordentlichen Leistungsumfang und interessante Features.
Der Sequencer kann bis zu 16 polyphone Spuren erzeugen. Die Struktur unterteilt sich in 16 Projects mit je acht Bänken, die wiederum 16 Patterns beinhalten. Die Speicherung von Patterns erfolgt automatisch.
T-1 kann euklidische Rhythmen erzeugen und besitzt einen Melody-Generator. Pro Track lassen sich Teilerfaktor und Länge für polyrhythmische Figuren einstellen. Es gibt einen Note Repeater, verschiedene Skalen für Noten, eine Zufallsmodulation und nicht näher erklärte „Timing and Dynamics Grooves“.

torso electronics t-1 sequencer top

An Anschlüssen stehen USB 2 für MIDI und Stromversorgung und MIDI-In/Out/Thru als 3,5 mm Buchsen zur Verfügung. Außerdem ist Ableton Link via WiFi möglich. Leider wurde auf CV/Gate verzichtet.

 

Forum
  1. Profilbild
    sadfrog

    Ein Sequencer ohne irgendeine Art Bildschirm um mir das Tempo in bpm anzeigen zu lassen.
    Wenigstens eine kleine Segment-Anzeige…

    Die Novation Circuit hat so etwas noch regeln können indem die 4×8 Pad Matrix quasi als Bildschirm missbraucht wurde.

    • Profilbild
      VMNN  

      Vielleicht regeln die Entwickler das ja anders. Könnte mir vorstellen, das man das auch über Farbcodierungen der Pads lösen könnte.

      Sagen wir, wenn man die Geschwindigkeit regeln möchte, werden drei Pads aktiviert, die sich in den Farben einstellen lassen, wobei jede Farbe einer Ziffer entspricht. Wäre doch eine clevere Lösung…

      Ich finde das Teil auf jeden Fall sehr spannend und freue mich wenn es mehr Infos dazu gibt.

      • Profilbild
        sadfrog

        Spannend auf jeden Fall – wenn der Preis stimmt werde ich das Teil bestimmt auch ausprobieren.

        Ich mag die Idee dass die 16 Pads benutzt werden um den Wert eines Parameters zu visualisieren – ähnlich wie bei dem Modal Electronics Skulpt. Jedoch kann es, wie bei dem Skulpt, sehr schnell nervig werden den Wert eines Parameters erst durch Drehen des dazugehörigen Reglers (und damit Ändern des entsprechenden Parameters) sehen zu können.

        Ich krieg ein maues Gefühl wenn bei Maschinen dieser Natur auf ein Display verzichtet wird.

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