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Report: Gitarristen, die Geschichte mach(t)en: Gary Moore


Still Got The Blues

Kaum ein anderer Gitarrist litt so sehr an der Gitarre und beim Singen wie er. Und wie sollte man sich in diesen Punkten auch mit einer nordirischen Seele, wie sie im Bilderbuch steht, messen können? Gary William Moore war wohl einer der großen Bluesmusiker der 90er Jahre, der sein Genre auch an eine breite Masse vermitteln konnte und hat sich dabei auch noch um den Hardrock verdient gemacht. Spätestens seit seinem Bluespop-Welthit „Still got the Blues“, dessen Melodie wahrscheinlich schon jedem einmal in den Ohren fest hing, hat er sich einen Platz in unserer Reihe Gitarristen, die Geschichte mach(t)en redlich verdient.

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— Bluesrocklegende Gary Moore —

Frühe Jahre und Anfänge

Gary Moore kam im April des Jahres 1952 in der nordirischen Hauptstadt Belfast zur Welt und wuchs in einer relativ großen Familie aus der Mittelschicht auf. Zusammen mit seinen vier Geschwistern wuchs er in der Hafenstadt auf, bis seine Familie zu seiner Teenagerzeit immer weitere Zerrüttung erfuhr. Bereits mit sechzehn hielt er die Verhältnisse in seiner mehr kaputten als intakten Familie nicht mehr aus und verließ sein Elternhaus, um nach Dublin zu ziehen. Schon Mitte der sechziger Jahre war er wie viele Jugendlicher seiner Zeit auf Musiker wie Elvis Presley oder die Beatles aufmerksam geworden und wie für viele andere auch, war das Aufkommen und der Musik von Jimi Hendrix eine Zäsur in seinem Leben, die bei ihm gemeinsam mit vielen anderen Altersgenossen sein Interesse an der Gitarre erweckte. Mit zwölf oder dreizehn Jahren machte er die ersten Gehversuche an der Gitarre und der damals noch vergleichsweise jungen E-Gitarre. Schon schnell stellte sich heraus, dass er ein besonderes Händchen für jene sechs Saiten hatte, die schon bald darauf für ihn die Welt bedeuten sollten.

Dublin und der musikalische Aufstieg

In Dublin angekommen, verdingte sich Moore erst einmal als Straßenmusiker und spielte in Pubs und Bars. Auch Ende der Sechziger war das kein leichtes Auskommen, zumal er immer noch minderjährig war und es als solcher sehr schwer hatte. Im Jahr 1970 trat er dann dem Trio Skid Row bei, das vor allem für ihren Power-Rock’n’Roll bekannt wurden. Schon kurz nach seinem Beitritt zu der Band wurde das Plattenlabel CBS auf die jungen Wilden aufmerksam und binnen Jahresfrist veröffentlichten die drei Jungs zwei Alben gemeinsam mit CBS. Moore, der des musikalischen Anspruches und des Sounds von Skid Row schnell überdrüssig wurde, verlies nach den beiden Veröffentlichungen die Band und widmete sich anderen Projekten, wie der die Folkrock-Band Dr. Strangely Strange und der Gary Moore Band, in der er erstmals sang. Das erste und zugleich letzte Album der Band war ein Flop und so bestand die Band nicht lange. Sie löste sich auf und Gary Moore trat mit Mitte zwanzig und im Jahre 1974 der Band Thin Lizzy bei, die damals schon ihren Durchbruch mit der Neuinterpretation des irischen Volksliedes “Whiskey in the Jar“ feiern konnten.

Besonders in dieser frühen Zeit verband ihn eine enge Freundschaft mit dem Fleetwood Mac Frontman und Gitarristen Peter Green, der für ihn ein wichtiger musikalischer Mentor und Einfluss auf sein Gitarrenspiel und seine Entwicklung war. Ihn ehrte er viele Jahre später mit einem Tribute Album, das unter dem Namen Blues for Greeny erschien. Auch Phil Lynott, mit dem er schon in den Anfangszeiten in Dublin gemeinsam Musik machte, verband ihn, was auch seine Wechsel zu Thin Lizzy erklärt, deren Frontman und Bassist Lynott schließlich war.

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    janschneider

    Ich glaube, „Wild Frontier“ war damals der erste Tonträger, den ich mir als Jugendlicher gekauft habe. MC, Musikkassette! Hab ich mir irgendwann auch noch mal als CD gekauft. Das virtuose, aber immer auch melodiöse Spiel hatte es mir angetan, und auch die Songs waren gut. Die Produktion ist aus heutiger Sicht natürlich herbe Achtziger-Soße.
    Mit seinem Bluerockgedöns hat er mich allerdings ziemlich schnell verloren… nix für mich.

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