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Test: AKG K175, Studiokopfhörer

17. Mai 2019

Günstiger Einstiegs-Kopfhörer für alle?

akg k175

AKG K175, Studiokopfhörer

Im Rahmen der drei neuen Kopfhörermodelle, die AKG Anfang des Jahres vorstellte, ist der K175 der neue Einsteiger-Kopfhörer und mit einem Preis von 129,- Euro erschwinglich. Neben dem Einsatz im Studio bietet er sich aufgrund seiner kompakten Maße auch für das Feld des mobilen Recordings an. Schauen wir einmal, was der AKG K175 leistet.

AKG K175: Äußere Fakten

Wie nahezu alle Studiokopfhörer, hat AKG den K175 im klassischen Schwarz gehalten. Die matte Optik versprüht einen leicht edlen Touch, dezent, minimalistisch tritt der Kopfhörer auf. Das Gewicht liegt bei 250 Gramm und befindet sich damit in einem mehr als verträglichen Rahmen. Die Konstruktion ist zu der des größeren Modells K275 identisch. Oben bietet der Kopfhörer zwei Metallquerstreben, die die Grundkonstruktion des K175 darstellen. Das Kopfband stellt sich, AKG-typisch, automatisch ein. Setzt man den Kopfhörer auf, fährt das mit Kunstleder bezogene Kopfband automatisch nach oben und der Kopfhörer passt sich der eigenen Kopfgröße an. Setzt man den Kopfhörer ab, fährt das Band automatisch wieder zurück in die Ausgangsposition.

akg k175

Dieses System kennt man bereits von vielen anderen AKG-Kopfhörern und über die Jahre hat es sich durchaus bewährt. Vor allem dann, wenn der Kopfhörer regelmäßig von unterschiedlichen Personen genutzt wird, kann die automatische Anpassung ihre Vorteile ausspielen. Das Prozedere: Aufsetzen, absetzen, verstellen, noch mal probieren und das Ganze noch mal von vorne, gehören damit der Vergangenheit an. Der Grad der Verstellung ist beim K175 großzügig gewählt, so dass der Kopfhörer auf jeden Kopf passen sollte.

Einen weiteren Plus-Punkt sammelt der K175 dahingehend ein, dass er sich zusätzlich zu seinen ohnehin schon kompakten Maßen nochmals kleiner zusammenfalten lässt. Dabei knicken die Ohrmuscheln auf Höhe der seitlichen Klemmen ab. Dadurch lässt sich der Kopfhörer weiter verkleinern und für den Transport verstauen. Hierfür liefert AKG eine passende Soft-Tasche mit.

akg k175

Die Verarbeitungsqualität des K175 gibt keinen Anlass zu Kritik. Alles macht einen ordentlichen Eindruck und ist sauber verarbeitet, das lässt auf einen langlebigen Einsatz hoffen. Das Kabel des K175 ist austauschbar und wird mit einem 3-poligen Mini-XLR-Stecker am Kopfhörer befestigt. Durch das Einrasten des Steckers sitzt das Kabel bombenfest, ein ungewolltes Rausrutschen ist somit ausgeschlossen. Das mitgelieferte Spiralkabel misst rund 1 m, lässt sich aber aufgrund der Spiralform leicht auf bis zu 5 m verlängern. Das Kabel endet auf einem vergoldeten 3,5 mm Stereo-Klinkenstecker, zusätzlich liefert AKG einen Adapter auf 6,3 mm Klinke mit.

akg k175

AKG K175: Technische Fakten und Klang

Der AKG K175 ist ein dynamischer Kopfhörer, dessen Ohrmuscheln auf den Ohren anliegen. Im Gegensatz dazu steht das größere Modell K275, dessen Ohrmuscheln deutlich größer ausfallen und entsprechend die gesamten Ohren umschließen. Die technischen Daten gibt AKG mit einem Frequenzbereich von 18 bis 26.000 Hz, einer Impedanz von geringen 32 Ohm, einer Empfindlichkeit von 114 dB und der Verwendung von 40 mm Wandlern an.

Getestet habe ich den K175 an verschiedenen Endgeräten, so u. a. dem Kopfhörerausgang einer RME HDSP-Karte, einem SPL Phonitor mini, iPhone und  Mackie 1604 Pult.

akg k175

Wie auch beim K275, bietet der K175 einen ordentlichen Bassbereich. Diese Charakteristik konnte man den früheren AKG Kopfhörern nicht attestieren, auch im Vergleich zu meinem Referenzkopfhörer AKG K812 fällt dies entsprechend auf. Gleichzeitig stehen die Mitten und Höhen natürlich etwas zurück. Das Gesamtklangbild ist entsprechend nicht ausgewogen, was für die Bereich Mix und Mastering nicht förderlich ist. Separat betrachtet bildet der K175 den Mitten-/Höhenbereich aber gut ab. Signale werden sauber und detailliert rüber gebracht.

Eine Empfehlung für den Mix/Mastering-Bereich kann man leider nicht aussprechen, aber fürs Aufnehmen, das Monitoring oder das bereits schon angesprochene mobile Recording ist der AKG K175 ein absolut interessantes Arbeitstier. Das verdeutlicht er auch dadurch, dass er an mobilen Endgeräten sehr gut funktioniert und ausreichend laut ist. Wer (als Einsteiger) einen Allrounder sucht, der findet beim größeren Modell K275 aber definitiv den besseren Partner.

akg k175

Hinsichtlich der Schallisolierung, die bei einem Recording-Kopfhörer nicht unerheblich ist, konnte ich während des Tests keine nennenswerten Unterschiede zum K275 ausmachen. Ein weiterer positiver Aspekt, der den K175 zum Recording-Freund macht.

Auch im Bereich der Impulstreue und des Stereofelds ist der Unterschied zum K275, und noch um einiges mehr zum K812, deutlich spürbar. Der K175 reagiert deutlich behäbiger als die beiden anderen AKGs und erlaubt das mir vom K812 bekannte, einfache und sehr klare Verschieben von Instrumenten im Stereofeld, nicht. Tatsächlich muss man die Signale schon sehr deutlich auf die linke/rechte Seite schieben, damit man überhaupt Auswirkungen bemerkt.

akg k175

Fazit

Mit der 3er Serie, bestehend aus K175, K245 und K275, hat AKG günstige Einsteiger-Kopfhörer entwickelt. Das Design ist ansprechend, die Verarbeitung sehr gut. Punkten kann der AKG K175 durch seine kompakten Maße und der Möglichkeit, ihn für den Transport äußerst klein zusammenzufalten.

Plus

  • Recording-Eigenschaften
  • kompakte Maße
  • Preis

Minus

  • zum Mixen/Mastern nur bedingt geeignet

Preis

  • Ladenpreis: 129,- Euro
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