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Test: Arturia, Analog Experience The Laboratory 49 & 61, Hybrid Synthesizer

11. Februar 2012

Hybrid Synthesizer

Mit dem Analog Experience The Laboratory 61 bringt die Firma Arturia aktuell ein neues Produkt auf den Markt, welches eine Verbindung zwischen Hard- und Software bietet. Wie sich das neue Arturia Gerät schlägt, soll der folgende Test zeigen.

Arturia - The Laboratory 61

Arturia – The Laboratory 61

Zunächst einmal handelt es sich beim The Laboratory um eine Verbindung aus dem 61-tastigen Keyboard und der darauf abgestimmten Software Analog Laboratory. Das Ganze gibt es auch mit einem funktionsgleichen 49-tastigen Keyboard sowie zwei weiteren Produkten mit dem Namen The Player und The Factory, die sich in einigen Details bzw. in der Ausstattung unterscheiden. Für die grundlegenden Eigenschaften und Funktionen der Arturia Hybrid Synths empfehle ich vorab den Amazona-Test von Willi Schmitz (Link siehe unten), da ich hier vor allem auf die Erweiterungen von The Laboratory 49 bzw. 61 eingehen werde.
Grundsätzlich sind die Geräte für alle gedacht, die die Vorzüge aus der Soft- und Hardwarewelt verbinden möchten: die Rechenleistung und Sounds aus dem Computer gepaart mit echten Reglern und Fadern, so dass die mühselige Maus-Arbeit auf das Nötigste beschränkt wird.

Hardware

Optisch kann die Hardware direkt überzeugen. In stylischem Weiß gehalten und mit holzfarbenen Ecken abgeschlossen ist das Gerät ein direktes optisches Highlight. Der Keyboard-Controller bietet insgesamt 61 anschlagsempfindliche Tasten, die relativ leichtgängig sind, aber dennoch genug Halt und Grip bieten. Aftertouch wird von den Tasten gesendet, so dass Klangveränderungen auch nach dem Drücken der Taste erkannt und umgesetzt werden. Ansonsten bietet das Keyboard auf einer Länge von rund  87 cm einige Kontrollmöglichkeiten an. Ausgestattet ist es mit insgesamt 13 Potis, wobei 10 davon zum Editieren bestimmter Parameter (bspw. Cutoff, Resonanz, LFO bzw. frei belegbar) dienen und die drei restlichen als Volumeregler oder im Menü zum Einsatz kommen. Weiterhin beherbergt das Keyboard 10 Buttons, 9 Fader, 4 Pads sowie weitere Steuerungstasten wie Transport oder Modulations-/Pitchbend-Rad. Ein großer Vorteil der 49- und 61-tastigen Versionen sind sicherlich die Fader und die vier Pads, die für die unterschiedlichsten Arbeiten genutzt werden können, egal ob man die Fader nun mit den vorgegebenen Parametern nutzt oder als Drawbars „missbraucht“. Die Pads können neben Rhythm Loops auch mit anderen Sounds bzw. Effekten belegt werden, so dass sich hier schöne neue Arbeitsweisen ergeben.

Buttons & Fader

Buttons & Fader

Display

Display

Abschließend findet sich auf der linken Seite noch das zweizeilige Display, in dem die wichtigsten Optionen und Parameter eingestellt werden können.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    thecontented

    Ich hab die 49er-Version seit einer Weile und bin wenig überzeugt davon. Als MIDI-Controller würde die Hardware gut taugen, jedoch ist die Firmware fehlerbehaftet, sodass etwa die Programmierung der Steuerelemente auf die richtigen MIDI-Befehle mitunter nicht möglich ist. Die Drum Pads sind zu unempfindlich. Der virtuelle Synthesizer ist nett, jedoch eben doch nur ein Preset-Synthesizer: die Freude damit ist begrenzt, das Upgrade teuer. Und zu guter Letzt ist der Support durch Arturia schlecht, eine Antwort über elektronische Kanäle erhält man nur mit Glück, und ob der Fehler dann behoben wird, steht auf einem ganz anderen Stern.

    Los wird man’s auch nicht wieder, auf eBay bekommt man gerade mal 50 Euro dafür.

    • Profilbild
      vaikl  

      Hab seit einigen Monaten den 61er Laboratory. Kann Dir nur Recht geben, die aktuelle Firmware bedarf noch *einiger* Bugfixes, um das Teil als multi-purpose MIDI Controller einzusetzen. Das erste Update des MidiControlCenters hat zwar schon einige Bugs beseitigt und hier möchte ich den Support-Leuten von Arturia auch mal ’ne Lanze brechen, denn meine Ticket-Bearbeitung war um Längen besser als die Performance im Forum, aber trotzdem laufe ich immer noch mit ’ner Firmware rum, die beim Hochfahren die Keys einfach *immer*, trotz Speicherns, um eine Halbnote verschiebt:-( Da stimmt der interne Kontakt mit den Developern noch nicht so ganz, Franzosen halt:-)))

      Jetzt, nachdem die ganzen Synths ihr aktuelles Update erhalten haben, soll ja angeblich ’ne neue Firmware für die Hybrids rauskommen. Da simmer jespannt…

  2. Profilbild
    ocb820

    Ich habe mir das Laboratory Keyboard jetzt anlässlich der aktuellen Aktion geholt, bis Ende Juni 2012 gibgt es beim Kauf eines Hybrid noch satt „große“ Plugins dazu.

    Bislang habe ich mit dem Akai MPK49 gearbeitet und im Vergleich wirkt das Arturia Keyboard schon sehr spielzeughaft.

    Wenn die Optik noch überzeugen kann, das teil sieht wirklich schick aus, so sind speziell die Fader und Encoder überhaupt nicht mit Akai zu vergleichen, da liegen wirklich Welten dazwischen. Sämtliche Fader bei mir gehen schwer, nur wenn man sie leicht nach links verkantet gehts so einigermaßen.

    Die Zusammenarbeit mit der hauseigenen Software klappt hier ganz gut, hat aber wie schon geschrieben noch Schwächen, ich habe z.B beobachtet das der Preset fader plötzlich nicht mehr ausgelesen wird. Erst nach Wechsel zu den scenes und zurück hatte die software dann wieder Lust dazu.

    Aber was solls, ich habe das Keyboard eh nur als Zugabe zu den Plugins gesehen.

    Insofern bis Ende Juni wiegesagt noch ein Schnäppchen, sonst nicht unbedingt.

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