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Test: Arturia AudioFuse 8Pre, Audiointerface

25. Oktober 2019

USB-Interface fürs Tonstudio

arturia audiofuse 8pre

Arturia AudioFuse 8Pre, Audiointerface

Das neue Arturia AudioFuse 8Pre – auf diesen Test habe ich mich sehr gefreut. Und um es gleich klarzustellen: In meinem Studio haben ein Arturia MatrixBrute, ein DrumBrute und ein KeyStep ein Zuhause gefunden. Habe ich deshalb die Markenbrille auf? Ich kann zumindest versprechen: Ich werde mich dem Arturia AudioFuse 8Pre mit bestmöglicher Objektivität und Nüchternheit annehmen und das obwohl dieses Audiointerface dies einem nicht leicht macht – Markenbrille hin oder her.

AudioFuse 8Pre: Die Hardware

Arturia hat seinen Firmensitz in Montbonnot-Saint-Martin, einem Örtchen nördlich von Grenoble. Der Hersteller verdient seine Brötchen mit Audiosoftware, Synthesizern, MIDI-Controllern und Audiointerfaces. Der neueste Spross dieser Sippe ist das Arturia AudioFuse 8Pre – ein Audiointerface mit 16 Input-Kanälen und 20 Ausgängen. Das Gerät ist im 19“ Format gehalten und verfolgt das bei Arturia sehr beliebte „One-Knob-per-Function-Prinzip“. Keine tiefen Untermenüs, keine Shift-Buttons mit schwer zu merkender Sekundärfunktion. Schon beim Auspacken merkt man die professionelle Routine von Arturia. Ein attraktiv bedruckter Karton, passende Formteile, die das Gerät schützen, eine sehr gute Bedienungsanleitung auf Deutsch. Da kann man nicht motzen.

audiofuse-8pre-opener

Nächste positive Überraschung: Ich bin zwar kein Freund externer Netzteile, aber Arturia hat dies bestmöglich gelöst, denn der Stecker verfügt über eine mechanische Verriegelung in Form einer Sicherungsschraube. Wie erwähnt ist das Gerät im 1 HE Rackformat, aber man kann die orangenen Rackmount-Ears auch so festschrauben, dass das Gerät auf dem Studiotisch platziert werden kann. Das gefällt mir gut, denn die meisten anderen Hersteller legen in der Regel bestenfalls Klebefüße bei.

Rein optisch ist das Gerät wirklich attraktiv. Nicht diese Nüchternheit eines Steinberg UR oder RME Interfaces. Allenfalls die Focusrite Geräte mit den roten Gehäusen können da mithalten. Auch die Front mit den LED-Anzeigen und den silbernen Potikappen des Arturia sind was fürs Auge.

audiofuse-8pre-pure_front

Ganz links findet man die Inputs 1 & 2 (gespiegelt von den Eingängen 1 & 2 auf der Rückseite) als XLR/Klinke-Kombibuchse (ohne Verriegelung). Daneben dann die Regelung für diese Inputs, die im Gegensatz zu den restlichen 6 Kanälen eine HI-Z Schaltung („INST“) besitzen und für den direkten Betrieb z. B. einer E-Gitarre geeignet sind. Außerdem verfügen die Eingänge 1 & 2 noch über Insert-Buchsen (auf der Rückseite), z. B. für externe Effekte.

audiofuse-8pre-pure_insert

Ansonsten bieten alle 8 Kanäle jeweils einen Gain-Regler, eine Line/Mic-Umschaltung, 48 V Phantompower, eine Phasenumkehr und einen Pad-Schalter, der je nach angeschlossenem Device verschiedene Funktionen hat: Bei Line/Inst kann man mit Pad eine Eingangsverstärkung von 10 dB aktivieren. Bei einem Mikrofon kann man mit dem Taster alternativ Pad (+10 dB, LED: weiß) oder Boost (+20 dB, LED: rot) im Pegel anheben.

Jeder Input verfügt zudem über eine 7-teilige LED-Pegelanzeige mit roter Clipping-Leuchtdiode.

Rechts am AudioFuse 8Pre dann der Main Regler, eine regelbare Kopfhörerbuchse, ein Monoschalter (sehr nützlich, um seinen Mix zu überprüfen) und ein Monitorauswahlschalter, mit dem man zwischen Cue-Mix und Main umschalten kann (Speaker/Kopfhörer).

Schließlich ganz am rechten Ende noch der ON/OFF-Schalter, der Auswahltaster zwischen USB- und ADAT-Modus, der Clock- und der Sync-Auswahl. Auf diese Funktionen komme ich später noch mal zurück.

audiofuse-8pre-back

Die Rückseite ist ähnlich aufgeräumt wie die Front. Das Arturia AudioFuse 8Pre verfügt über die erwähnte verriegelbare Power-Buchse, einen USB-C Anschluss für den Computer, WordClock IN und OUT und zwei ADAT IN/OUT-Buchsen im Toslink-Format.

Die Ausgänge sind als Klinkenbuchsen ausgeführt und können sowohl symmetrisch als auch unsymmetrisch betrieben werden. Rechts daneben dann die Eingangsbuchsen 3-8 als XLR/Klinken-Kombi und schließlich die Kanäle 1 /2 samt Inserts, die auf der Frontplatte gespiegelt werden.

audiofuse-8pre-pure_combi

Die Verarbeitung ist sehr gut, einzig die Potis auf der Front haben etwas Spiel. Gemessen am Preis, den Mitbewerbern und nicht zuletzt am Funktionsumfang, gibt es nichts meckern. Good Job, Arturia.

Aber warum die Outputs nicht auch als Kombibuchsen? Ich musste wieder ganz tief in meine Kabelkiste tauchen gehen, um die passenden Klinke/XLR-Kabel zu finden. Der offensichtliche Grund ist die Reduzierung auf das 1 HE Format und da würden die Kombibuchsen einfach nicht mehr draufpassen. Kein großes Ding – schon gar nicht, wenn man sich die Mitbewerber ansieht.

Arturia AudioFuse 8Pre – im USB Modus als Audiointerface

Das Arturia AudioFuse 8Pre verfügt über einen modernen USB-C-Port. Für mich als Apple User ist das kein Problem. Allen, die hier einen klassischen USB-A-Port vermissen, sei gesagt: „Herzlich willkommen im 21. Jahrhundert“.

Arturia legt zwei passende Kabel (USB-C/USB-C und USB-A/USB-C) zur Verbindung mit dem Computer bei – also kein Grund zur Klage. Als Sampleraten werden 44,1, 48, 88,2, oder 96 kHz angeboten. Wichtig: Im USB Modus ist der Samplerate-Umschalter auf der Front ohne Funktion! Hier müssen Sie Ihren Audiotreiber – oder beim Mac das Audio-MIDI-Setup – bemühen.

Die Einbindung ins eigene Setup funktioniert schnell und unauffällig. Kaum ist der USB-Port verbunden und der Arturia AudioFuse 8Pre als Quelle ausgewählt, hört man die Musik aus den angeschlossenen Lautsprechern bzw. Kopfhörer.

audiofuse-8pre-pure_sample

Da der Arturia AudioFuse 8Pre über 16 Ausgangskanäle verfügt, werden in der USB-Betriebsart die USB-Ausgangskanäle 1-8 auf die Analogausgänge 1-8 und die USB-Ausgänge 9-16 werden auf die ADAT-Ausgänge 1-8 geroutet. Die USB-Eingangskanäle 17 und 18 können als virtueller Loopback-Eingang für den Main 1-2- oder Cue-Mix verwendet werden. Dazu können die Lautsprecher-/Kopfhörerausgänge entweder auf USB-Ausgang 1-2 oder auf den internen Cue-Mixer geleitet werden.

Arturia AudioFuse 8Pre : Der ADAT-Betriebsmodus

ADAT ist ein Standard aus dem Jahre 1982 zur Übertragung von Audiosignalen per Lichtleiter. Ursprünglich als Anschluss-Interface für digitale Bandsysteme von Alesis entworfen, sind die Toslink-Buchsen immer noch weit verbreitet.

Meine Meinung: ADAT ist ein Steinzeitformat. Wäre hier nicht eine moderne Erweiterung möglich gewesen, wie z. B. AES/EBU? Die Einschränkungen bei ADAT: Bei Verdopplung der Samplefrequenz reduziert sich die Anzahl der zu übertragenden Kanäle. Dazu max. 5 Meter Kabellänge und eine „erzwungene“ Synchronisation über Wordclock. Ich hatte hier auf ein moderneres Interface zur Erweiterung der Kanäle gehofft. Audio über Ethernet ist schon so weit verbreitet und bietet viel weniger Einschränkungen.

audiofuse-8pre-live

Wenn man das Gerät im ADAT-Modus betreibt, sollte man sich mit der sehr gut geschriebenen Anleitung vertraut machen. Die ADAT-Modi des Geräts und die verbundene Kaskadierung nehmen im Handbuch auch entsprechend viel Raum ein.

Positiv an ADAT ist, dass es ein etablierter Standard ist und viele Hersteller darauf setzen. Trotzdem bleibt es aufgrund seiner Einschränkungen auf den semiprofessionellen Bereich reduziert. Wer mehr Informationen zu diesem Thema wissen will, dem verlinke ich das deutschsprachige Handbuch des Arturia AudioFuse 8Pre.

audiofuse-8pre-pure_ADAT

Arturia AudioFuse 8Pre: Die Software-Ausstattung

Gleich zu Anfang der Hinweis: Das Arturia verfügt über keinen DSP – es werden also keine Onboard-Effekte angeboten. Die Software-Ausstattung besteht aus einer Reihe von Plugins für die DAW und der Verwaltungssoftware AudioFuse Control Center.

Und genau diese AudioFuse Control Center Software möchte ich beim Betrieb des Arturia AudioFuse 8Pre besonders ans Herz legen. Übersichtlich und intuitiv können Sie mit der kostenlosen Software den 8Pre konfigurieren und steuern. Wichtig ist nur, dass die Hardware rein analog funktioniert. Eine Pegelerhöhung am Main-Regler wird in der Software nicht grafisch dargestellt. Trotzdem findet man sich ohne viele Menüs und Verwirrungen schnell zurecht.

 audiofuse-8pre-software

Des Weiteren kommt das Arturia AudioFuse 8Pre mit einem Softwarepaket, bestehend aus den folgenden Plugins:

  • 1973-PRE (Klon eines 1073 Preamps)
  • COMP FET-76 (Kompressor auf Basis des UREI 1076)
  • DELAY TAPE 201 (Klon eines 201 Tape-Delay)
  • MINI-FILTER (Eine Reihe von Filter Patches)
  • TRIDA-PRE (Preamplifier und EQ)
  • V76-PRE (Vintage Preamplifier)

Mein Kollege und Autor Vincent hat diese Plugins in einem umfangreichen Artikel mit sehr erfreulichem Ergebnis getestet.

Ich sage: Lieber hochwertige Plugins als durchschnittliche Onboard-Effekte. Ich freue mich, dass Arturia den Mut hat, auf das marketingrelevante „DSP“ zu verzichten und lieber auf seine sehr gut klingende Plugin-Suites setzt.

Arturia AudioFuse 8Pre: Der Klang

Als AMAZONA.de Tester hatte ich schon einige vergleichbare Geräte im Studio. Und vor diesem Hintergrund ist der Klang der Preamps und des USB-Audiointerfaces mehr als respektabel. Nein, er ist sogar ausgesprochen gut. Saftig, mit strahlenden Höhen und tiefen Bässen klingt es aus meinen KS Digital C88 Reference. Das Arturia AudioFuse 8Pre hat eine mitreißende Spielfreude und kann auch mit deutlich teureren Mitbewerbern mithalten.

Gerade Mittelklasse-Monitore bis in die 1.000,- Euro Preisklasse werden durch das 8Pre richtig gewinnen. Für ein verwöhntes Ohr mag der Vorverstärker vielleicht ein wenig zu viel Gas zu geben, aber das sind nur Nuancen. Man hat keine Mühe, Transienten und Release akustisch zu differenzieren und die räumliche Darstellung ist stabil und weiträumig. Klanglich ist das Gerät eine Wucht!

Klangbeispiele zum AudioFuse 8Pre

Ich habe vier verschiedene Audiofiles mit dem Arturia AudioFuse 8Pre aufgezeichnet, alle ohne Effekte in der DAW. Der Hall und weitere Effekte kommen aus den jeweiligen Instrumenten (Korg Kronos) oder dem Gitarrencombo (VOX AC15).

Zuerst eine kleine Akkordfolge, gespielt auf einer Fender Stratocaster American Performer HSS im Humbucker-Betrieb. Die Gitarre wurde direkt in den INST-Port gestöpselt und nicht weiter verändert. Man hört die Details und den Klang des Instruments sehr sauber, rauschfrei und farbenfroh. Eine sehr gute Vorstellung.

Dann eine Tonfolge des Korg Kronos im Betrieb der ehrwürdigen Fender Rhodes im „Riders on the Storm-Style“. Tolle Oberwellen und ein durch und durch kraftvoller Klang.

Zuletzt habe ich den Kronos und eine Fender Telecaster Thinline Elite zusammen aufgenommen. Einmal über den INSTR-Port des Arturia AudioFuse 8Pre und einmal über ein Shure SM57, das den 12 Zöller des VOX AC15 aufnimmt. Das Rauschen letzterer Kombination kommt aus dem VOX, den ich für die Aufnahme sehr „heiß“ eingestellt hatte.

Beide Aufnahmen klingen ausgewogen und detailliert und der heiß angefahrene MIC-Preamp macht seine Sache auch sehr gut.

Arturia AudioFuse 8Pre: Kritikpunkte

Die leicht wackelnden Potis hatte ich erwähnt. Vielleicht hätte man noch einen weiteren Kopfhöreranschluss spendieren sollen. Ich habe die Latenz (Input) in Logic X mit etwas über 6 ms gemessen. Das ist im Vergleich zu einem reinen Thunderbolt-Audiointerface nur Durchschnitt, aber für ein USB-Interface ganz ordentlich.

audiofuse-8pre-pure_right

Ob ADAT ein Kritikpunkt oder ein nützliches Feature ist, kommt auf den Anwendungsfall an. Ich hätte mir eine modernere Schnittstelle gewünscht. Sie sehen: Alles nicht so schlimm.

Fazit

Das Arturia AudioFuse 8Pre ist ein top Interface – ganz ohne Zweifel. Es erfüllt alle Anforderungen an ein hochwertiges Audiointerface. Es ist gut verarbeitet, hat eine komplette Ausstattung, es kommt mit einem sehr hochwertigen Software-Paket und am Wichtigsten: Es klingt klasse.

Selbst verwöhnte RME-Käufer sollten sich das AudioFuse 8Pre anhören und sie werden überrascht sein, wie gut die Line- und Mic-Preamps klingen. Und dazu ermöglicht das Gerät noch eine Erweiterung auf 16 Kanäle über ADAT und bietet so eine ungewöhnlich große Flexibilität. Und preislich liegt es auf Augenhöhe der Mitbewerber, obwohl es mehr Ausstattung und meist besseren Klang bietet.

Und dieses Ergebnis ist definitiv nicht unter dem Einfluss einer Markenbrille entstanden. Arturia hat mit dem AudioFuse 8Pre abgeliefert. Und darüber darf ich mich als Fan der Marke freuen. Als Hersteller haben die Franzosen ein rundum überzeugendes Portfolio ohne große Schwachstellen und der 8Pre ist eine echte Empfehlung. Chapeau!

Plus

  • sehr gute Klangqualität
  • gute Verarbeitung
  • umfangreiche Ausstattung
  • hochwertige Software-Plugins

Minus

  • leicht wackelnde Potiknöpfe

Preis

  • 699,- Euro
Klangbeispiele
Forum
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      Jörg Hoffmann  RED

      Hallo, ich habe das Gerät nur am Mac benutzt und somit keinen ASIO Treiber benötigt. Ich habe die Frage an den deutschen Vertrieb weitergegeben und melde mich.

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          TobyB  RED

          Hallo Division,

          laut Aturia, no special driver needed. Wenn du deinen Win Rechner Multi Client MIDI fähig machen möchtest, google nach den Tobias Erichsen MIDI Tools. Da hier kein MIDI Port mitkommt, ist es für dieses Interface nicht nötig. Wenn du auf deinem Rechner mit zwei DAWs arbeitest, musst du um die MIDI MTC von a na b zu bringen, mit VirtualMIDi und LoopbackMIDI die Programme verbinden. Eine DAW ist dann der Master, die andere der Slave. Wenn die MTC Steuerung durch einen Sequenzer o.ä. kommt sind beide DAWs der Slave. Vermutlich kann es hier zu Latenzen kommen, deshalb wichtig die Latenzen anzupassen.

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      tomeso  

      Hallo division,

      da Jörg unsere Antwort auf seine Anfrage wohl noch nicht weitergeleitet hat, hier einfach eine direkte Antwort.
      Ja, die Windows ASIO Treiber sind natürlich multi client fähig. :-)

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        Jörg Hoffmann  RED

        Hey Frank, ich hab die Info an Division noch per PN geschickt.
        Und zur Vollständigkeit:
        Die Treiber sind multi client fähig und sind Arturia eigene. Diese werden automatisch bei der Installation der neuesten AFCC (AudioFuse Control Center) Software ver. 2.0.1 mitinstalliert.

        Gruß, Jörg

  1. Profilbild
    Hectorpascal  AHU

    Wieviel Kanäle gehen nun insgesamt kaskadiert? Kann ich zwei 8Pre koppeln und noch zusätzlich zwei ADA8000 anschließen oder ist bei 16 Kanälen Schluss? Der Verweis auf das Handbuch finde ich blöd, soll das hier doch etwas mehr als nur Werbung sein. Also, weil du explizit dich an RME-User richtest, ein RME 802-UFX+ kann 10-14 mal Input und je nach Modell Thunderbolt, Madi, USB, AES/EBU, Dual Headphone und sogar Firewire. Dazu kommen noch voll nutzbare 16 Adat-Kanäle. Wenn ich nun zwei 8Pre kaufen soll ist das nicht mehr ganz billig und die Konkurrenz wird dann recht groß. Also was geht nun wirklich featuremäßig im realen Check gegen die Konkurrenz? Nein, ich bin kein Fan von Arturia-Marketing auf pseudo-seriöser Basis. ;)

  2. Profilbild
    Jörg Hoffmann  RED

    Hallo Hectorpascal, danke für Deinen Input. Zuerst was Grundsätzliches: Es handelt sich um einen Einzeltest. Gerade ein Featurevergleich mit anderen Geräten ist sehr zeitaufwendig und dafür machen wir ja auch Vergleichstests. Wenn ich einen Vergleich mit RME machen, kommen die Focusrite User und dann, Steinberg, etc. Das würde auch den Rahmen eines solchen Tests sprengen.
    Zum anderen soll ein Test ja nicht den Inhalt des Handbuchs wiedergeben, sondern die Erfahrungen des Testautors mit dem Gerät aufzeigen. Natürlich gehören da die wichtigen Fakten dazu. Aber es würde die meisten Leser auch langweilen, wenn ich hier die einzelnen Routingoptionen aufzählen würde.
    Zu Deiner Frage: Der 8Pre hat 8 Kanäle, die direkt am Gerät verwaltet werden, und weitere 8 Kanäle, die über ADAT zur Verfügung stehen. Man kann zwei 8Pre als Master und Slave miteinander verbinden oder z.B. einen 8Pre und einen anderen Arturia Audiofuse. Bei 16 Kanälen ist Schluss.

    Mein Vergleich mit RME bezog sich in erster Linie auf den Klang. Ich habe die Features hier nicht im einzelnen verglichen. Das von Dir genannte RME UFX+ liegt derzeit bei über 2.100 Euro. Das Arturia Gerät ist in der 700 Euro Preisklasse. In Sachen Features muss man hier schon gleichwertige Gerät testen.

    Die Qualität des Arturia soll ja auch nicht die Leistungen der RME Interfaces schmälern. :-)

  3. Profilbild
    Marco Korda  AHU

    Hallo Jörg, danke für den Testbericht, den ich schon mit Spannung erwartet habe. Denn ich bin auf der Suche nach einem Interface. Das Arturia-Interface hat eine sehr gute Feature-Liste und der Klang ist scheinbar auch sehr brauchbar.

    Was mich noch interessiert hätte ist, wie die Software das Gerät verwaltet. Bei einigen Herstellern ist das ja häufig ein Knackpunkt, wenig intuitiv und verschachtelt, manchmal gar schier unbrauchbar…

    Wo ich noch total auf dem Schlauch stehe ist, dass es zwei (!) ADAT IN gibt, was suggeriert, ich könnte hier z.B. zwei Behringer ADA8200 anschließen und somit 16 Kanäle dranhängen. Deine Aussage „bei 16 ist Schluss“, ist damit diese Erweiterung gemeint oder reden wir von insgesamt 16 Kanälen? Das würde zwar irgendwie keinen Sinn machen, aber ich wollte mal auf Nummer sicher gehen :-)

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      ArvinG   1

      Im Manual steht dazu folgendes:

      „The clockrate determines whether you need to use both sets of ADAT i/o connections or only one“

      44.1K oder 48K : ADAT In/Out 1 => Tracks 1-8
      88.2 oder 96K : ADAT In/Out 1 => Tracks 1-4, ADAT In/Out 2 => Tracks 5-8

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      dflt  

      ich war auch etwas irritiert, als das interface rauskam… das handbuch gibt antwort: bei einer samplerate von 44,1 oder 48khz wird lediglich der erste eingang für 8 Kanäle genutzt. bei höheren samplerates teilt sich das ganze auf die beiden anschlüsse auf.
      was ich am test nicht verstehe, ist die kritik am adat-anschluss. und vor allem der verweis auf aes/ebu. es geht doch darum, möglichst einfach (und kostengünstig) das interface um 8 kanäle zu erweitern… mit aes/ebu bin ich da mit entsprechenden wandlern schnell weit im 4-stelligen bereich. wenn ich mir ein interface für 800€ kaufe, werde ich doch eher zu einem zusätzlichen wandler greifen, der sich maximal im ähnlichen bereich bewegt (ausnahmen bestätigen natürlich die regel). mein rme fireface bietet auch einen adat-anschluss und ich möchte behaupten, es wird hin und wieder auch im professionellen bereich verwendet ;)

      edit: da war ich dann etwas zu langsam.

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        Hectorpascal  AHU

        Ich verstehe diese Limitierung nicht. Da gibt es 2 Adat Paare und die Firmware limitiert auf 16 Kanäle? Wo ist da der Sinn? Ich hoffe da wird nachgeliefert. Auch der gemeinsame Betrieb unter USB zweier Interfaces sollte gehen, damit 32 Kanäle realisiert werden können. Adat hat auch nichts mit Kosten zu tun wenn die Buchsen schon verbaut wurden. Das sieht eher so aus als ob da unfähige Programmierer sitzen oder ein noch größeres Interface kommen soll.

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        janschneider  

        Vor allem ist ADAT auch ein Standard, den fast alle können. Audio over Ethernet klingt zwar toll und modern, aber da gibt es haufenweise unterschiedliche offene und proprietäre Systeme, die alle miteinander inkompatibel sind.

      • Profilbild
        Marco Korda  AHU

        Danke, ich hatte eine leichte Ahnung, aber das war sehr hilfreich. Das ist wirklich schade. Ein echtes Kaufargument wäre für mich der doppelte ADAT-Eingang gewesen, da mein Fuhrpark das mittlerweile hergibt (drei analoge Hardware-Drummaschines mit zweimal 11 und einmal 6 Outs, dazu noch drei Hardware Synths (zwei Mono, einen Stereo) sowie ein Modularsystem mit zwei Outs)… Da wäre das schön gewesen mit 16 zusätzlichen INs.

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      Jörg Hoffmann  RED

      Hallo, ich hatte ja geschrieben: „Die Einschränkungen bei ADAT: Bei Verdopplung der Samplefrequenz reduziert sich die Anzahl der zu übertragenden Kanäle.“. Eine der Gründe, warum ich ADAT für eine nicht mehr zeitgemäße Technologie halte. Audio over Ethernet ist da deutlich flexibler. Aber in dem Markt, in dem das 8Pre „wildert“, ist ADAT noch sehr verbreitet.

    • Profilbild
      Jörg Hoffmann  RED

      Hallo Marco, ich habe es in einem weiteren Kommentar schon geschrieben: Die Software hat bei mir ohne jegliche Probleme funktioniert und die Bedienung war sehr intuitiv.
      Kurz wegen ADAT: Die Beschränkungen der Samplerate sind ja auch das Thema, warum das Gerät zwei Eingänge hat. Man kann bis 48kHz die 8 Kanäle über einen ADAT Sport nutzen. Damit man die 8 Kanäle auch mit 96kHz verwenden kann, wurde ein zweiter Port spendiert.
      Es ist immer die Frage der Perspektive ;-)

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    Mick  AHU

    Moin!

    Die kleinen Audiofuse Classic hatten eine sehr hohe Wärmeentwicklung, ist das bei den Großen auch noch so?
    …und ist der Powerknob ein Taster oder Schalter? Mich nervt es tierisch nach dem schalten der Mehrfachsteckdose noch zusätzlich das Presonus Studio 192 einschalten zu müssen.

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      Jörg Hoffmann  RED

      Hallo, nein, das AudioFuse 8Pre wird nur handwarm – das war bei meinem Test gar kein Problem.
      Der Einschaltknopf ist ein Taster. Einmal drücken – Einschalten. 5 Sekunden gedrückt halten: Aus.

  5. Profilbild
    janschneider  

    Bei was für einer Buffersize wurden die 6ms denn gemessen? 256? Dann wäre das mMn durchaus in Ordnung. Für 128 wäre es definitiv zu viel.
    Ich habe ja ein bisschen ein Problem mit den klangbeschreibungen… “Saftig”, “Spielfreude”, “räumliche Darstellung ist stabil und weiträumig”. Das klingt mir schon etwas zu sehr nach Hi end Esoterik und Marketing. Sicherlich ist es schwierig, Klang in Worte zu packen, zumal das immer sehr subjektiv ist, aber gerade da bei solchen Tests immer auch die eigene Erwartungshaltung (“optisch … sehr attraktiv”,”nicht die Nüchternheit eines Steinberg oder RME”) den Höreindruck beeinflusst, würde ich persönlich etwas realistischeren Schreibstil bevorzugen.

    Mindestens genau so wichtig wie klang finde ich bei einem Audiointerface die Qualität der Treiber und der Managementsoftware/Mixer, und auch der Support dessen. Nachdem ich in meinen Anfängen mit Interfaces von Tascam und ESI echt keinen Spaß hatte, habe ich mir vor ein paar Jahren ein RMR Fireface UC gegönnt. Teuer und etwas über meinem Level, aber ich habe es nie bereut. Super performant und zuverlässig und ich kann ziemlich sicher sein, dass RME auch in 5-10 Jahren noch Aktualisierungen für Treiber bringt (gerade für Mac-Nutzer wird das ja sehr relevant sein, siehe die Wirkungen um Catalina)

    • Profilbild
      Jörg Hoffmann  RED

      Hallo Jan, Danke für Deinen Input! Den Buffer messe ich mit 256.
      Klangbeschreibungen sind immer ein Thema. wir haben hier Kollegen, die schreiben „das Gerät klingt neutral und sehr gut“ – Punkt. Andere gehen noch viel ausführlicher an das Thema. Ich versuche Ausdrücke zu verwenden, mit denen man eine Emotion verbinden kann. „Saftig“ wäre das Gegenteil von „schlank“, und die Beschreibung der räumlichen Darstellung trifft es meiner Meinung nach sehr gut. Ich hatte auch schon Geräte mit einer sehr engen und indifferenten Raumabbildung.
      Aber ich bin offen, wenn Du da Vorschläge hast. Du kannst Dir sicher vorstellen, dass man nicht den Geschmack aller Leser treffen kann.
      Bei der Optik ist die Beschreibung natürlich subjektiv. Ob man es nüchtern oder farbenfroh mag ist natürlich individuell, aber ich möchte als Tester auch eine Meinung abgeben und natürlich kann man sich anhand der Bilder ein eigenes Urteil bilden.
      Die Software des Geräts hat sehr gut und stabil funktioniert. Meist ist Arturia auch sehr bemüht, immer wieder Updates zu bringen (vom MatrixBrute mal abgesehen :-) ) und beim AudioFuse bin ich da sehr optimistisch.
      Zur Info: Mein Testgerät hatte die Firmware null,irgendwas und wurde bei Inbetriebnahme auf 1.02 upgedatet. Trotz dieser sehr frühen Version hatte ich keinerlei Probleme mit Verbindungen, Abstürzen oder Funktionsstörungen.

  6. Profilbild
    llIIllIlIIIlllIIllI  

    Sehr interessant! Es kommt der Tag an dem ich meine Apollo ausmustern muss weil ein neuer Rechner nicht mehr die alte Firewire Schnittstelle unterstützt. Da ich die UAD Plugins meist durch native Plugins ersetzt habe ist das Audiofuse eine echte Alternative.

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      Hectorpascal  AHU

      Der Pre8 ist keine Alternative zu irgendwas. Im Prinzip ist er ein überteuerter Adat Wandler mit Preamps, dem eine generische Ansteuerung über USB mitgegeben wurde. Für IOS vielleicht noch super, müsste mal getestet werden. Als echtes Interface bietet mir der Pre8 einfach zu wenig. Der Markt ist voll von derartigen Produkten. Der hier wird nur schön vermarktet, das macht Arturia wirklich gut.

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        dr noetigenfallz  

        Also selbst wenn er nur das wäre, was du schreibst, wäre es nicht völlig überteuert. Ähnliche Interfaces und auch ADAT-Preamps liegen im ähnlichen Preisbereich. Dazu gibt es hier noch vernünftige Plugins. Also man kann auch alles schlechtreden. Ich habe erst Mal gar keine Meinung dazu, da ich es noch nicht getestet habe, aber du wahrscheinlich auch nicht. Deshalb glaube ich erst Mal dem Autor, denn der hat es ja ausprobiert.

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        tomeso  

        Werter Hectorpascal,
        ich kann verstehen wenn Dich Werbung, und eventuell die von Arturia im Besonderen, nervt. Dennoch rechtfertigt das meiner Meinung nach nicht den Ton, den Du hier anschlägst. In sechs Posts unterstellst Du Arturia unter anderem unlautere Methoden und Unfähigkeit.

        „Nein, ich bin kein Fan von Arturia-Marketing auf pseudo-seriöser Basis. ;)“
        „Das sieht eher so aus als ob da unfähige Programmierer sitzen …“
        „Im Prinzip ist er ein überteuerter Adat Wandler mit Preamps …“
        „Das hier ist schlimmere China Ware als ein Behringer X32 Rack“

        Um bei den Fakten zu bleiben: alle Behauptungen zur Wandler/Preamp Qualität lassen sich letztlich nachprüfen. Das war schon beim ersten AudioFuse so und gilt natürlich auch für das aktuelle AudioFuse 8Pre.
        Jörg Hoffmann schreibt selbst, dass er viele Interfaces im Studio hatte und vor diesem Hintergrund „ist der Klang der Preamps und des USB-Audiointerfaces mehr als respektabel. Nein, er ist sogar ausgesprochen gut. (…) und kann auch mit deutlich teureren Mitbewerbern mithalten.“
        Wie und weshalb kommst Du, bislang offensichtlich ohne eigene Tests gemacht zu haben, zu einer anderen Bewertung?

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          tomeso  

          Im 8Pre kommen übrigens die gleichen DiscretePRO Preamps wie im AudioFuse zum Einsatz. Deren hohe Vorverstärkung (z.B für Ribbon Mics) und sauberen Wandler wurden auch von anderen bestätigt und im Falle der Professional Audio damals auch per Messung überprüft.
          http://aud.....-audio.pdf
          Das ist also nicht nur „von Arturia in die Welt gesetzt“ und wurde nicht „einfach so hingenommen.“ Jedem Interface liegt zudem ein individuelles Messprotokoll bei, es steht Dir aber natürlich frei, eigene Messungen vorzunehmen.

          Offensichtlich ist das AudioFuse 8Pre nicht das passende Interface für Dich, das muss es auch nicht, es gibt wie Du bereits zu recht erwähnst einiges an Alternativen.
          Dennoch würde ich Dich bitten, bei Deinen Kommentaren bei den Fakten zu bleiben, denn die lassen sich völlig losgelöst von subjektiven Präferenzen meist ganz einfach überprüfen.

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            Hectorpascal  AHU

            Hallo Herr Tomeso vom Vertrieb! Na dann können sich ja alle schlafen legen und den Produkten von Arturia ihr ganzes Vertrauen geben. Für mich hat sich die Sache ohnehin erledigt. Ein zweites RME Fireface 800 vom Gebrauchtmarkt wird wohl noch in 10 Jahren gepflegt werden. Ein Shootout von Audient zu AudioFuse würde mich dennoch brennend interessieren. Die sind sich so ähnlich….

  7. Profilbild
    phyl0x1  

    grrr … jetzt hatte ich mich vor kurzem gerade erst durchgerungen, Geld für ein Fireface UC auszugeben und jetzt das.

    Scheint ja definitiv eine gute Alternative zu sein. Insbesondere weil man sich nicht mit nur einem Lautstärkerregler begnügen/rumärgern muss.

  8. Profilbild
    torpedo  

    der verlgeich zu rme ist schon recht gewagt und ich möchte freundlich darauf hinweisen das es derzeit zb. für windows systeme keine performanteren asio treiber gibt, als die von rme. bei mac mag das anders sein, dort spricht viele auf treiberseite (core audio) für die geräte von apogee.
    was arturia auf jeden fall kann ist marketing, bei dem rest wäre ich vorsichtig.

    • Profilbild
      Hectorpascal  AHU

      Ich will nicht aufzählen wieviele Wandler mit USB und Adat in ähnlicher Qualität auf dem Markt sind. Zoom, Tascam, Behringer, Focusrite, M-Audio, etc. Wo ist der besondere Kaufreiz hier? Die Plugins und das Marketing bezahlt jeder brav mit. Vom Material und der Entwicklung her sind andere in dem Segment weiter. Ein Standalone Mixer mit Basics wie Routing, EQ, Plugins und Zero Latency-Mobitoring sind für mich DIE Kriterien für ein Interface. Das hier ist schlimmere China Ware als ein Behringer X32 Rack. Letzteres ist dagegen Gold, wo wir beim Preis sind.

  9. Profilbild
    TobyB  RED

    Mich würde jetzt gerne brennend ein Vergleich zu den Platzhirschen in der Preisklasse interessieren. Da ich das Interface recht sinnig finde und vom Höreindruck gut und brauchbar. Die Messwerte sind in der Preisklasse anständig. Die Features angemessen.

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      Hectorpascal  AHU

      Moin Toby! Nun, die Limitierung auf 16 Kanäle trotz zweier Adat Anschlüsse ist schon eigenartig. Das hätte in der Preisklasse einen echten Mehrwert bedeutet. So muß nun einzig die Wandlerqualität überzeugen, die zu beweisen wäre. Das fing schon beim kleinen Fuse an wo Vergleiche mit High-End Wandlern jenseits von RME gemacht wurden. Letztlich ist das alles aber nur von Arturia in die Welt gesetzt worden und es wird einfach so hingenommen. Am Ende wird an den Fuses dann noch ein altes ADA-8000 gehangen und spätestens dann bekomme ich Fragezeichen auf dem Kopf. Dazu hat die m.M.n. gesteuerte Medienpräsenz Kampagnencharakter vom feinsten. Da kann sogar der Uli B. von lernen. Ich selber warte erstmal ab, hätte aber Interesse am Fuse Studio, wenn ich den als Adat-Wandler und Monitor-Controller gleichzeitig am Fireface nutzen kann. Da kommen aber noch viele andere Faktoren mit rein wie Standalone-Fähigkeit als Slave ohne spezielle Software.

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        TobyB  RED

        Hallo Hector,

        Deswegen meine Idee mit dem Vergleich mit den Platzhirschen, die teilweise weniger Eingangskanäle bieten. MOTU 828 z.B. Ich hab das Aturia neulich kurze gehört und fand es okay. Nicht das ich jetzt von den beiden 828 weg möchte. Ich sehe die aber als Alternative. Zumal Aturia hier die Nase bei der Bedienung und Ergonomie die Nase vorne hat. Wer ein MOTU schon mal ohne Software einstellen musste, weiss das es wie Rückenschmerzen ist.
        16 Kanäle scheint immer noch das Paradigma zu sein. Bezogen auf meinen Mixer ZED 420 käme ich klar. Aturia hat zugelernt und für meine Beobachtung, Augenmerk auf die Produktqualität gelegt. Hinzukommt, dass sie sich personaltechnisch verstärkt haben.

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          Hectorpascal  AHU

          Bei den gängigen Portalen wird dabei aber nichts neutrales herauskommen. Gute Interfaces bei denen technisch viel Aufwand betrieben wird werden häufig zu kritisch beäugt während Firmen wie Arturia das Internet quasi mit positiver Berichterstattung überschwemmen. Vom Konzept macht Arturia durchaus einiges richtig. Sie haben sich viel beim Mainstream abgeschaut und versuchen besonders bei der AudioFuse-Serie „Audient like“ rüberzukommen. Sogar die Software sieht ähnlich aus. Ist das Imageklau? Hätten die das mit RME gemacht wäre das Geschrei groß. Das 8Pre würde ich gerne mal gegen ein 5 Jahre altes Audient ASP- 880 antreten lassen das featureseitig mit dem 8Pre Ping-Pong spielt bis es qualmt. Ok, es kostet 190€ mehr und hat keine Interface-Funktion, bietet dafür aber alles was für Qualität beim Recording wichtig ist. Neben Adat sogar 8(!) einzelne Digitalausgänge für jeden Kanal. Wer sich vorm Kauf informiert und etwas im Markt recherchiert bekommt schon was mit wahrer Qualität ohne sein Konto räumen zu müssen. Wie gesagt, abwarten…….

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            TobyB  RED

            Hallo Hector,

            RME und Audient kann ich nicht beurteilen. Die Software, nunja die Leute mögen die fotorealistischen Darstellungen alter Geräte, macht vermutlich den Sound optisch besser (Ironie). Ich würde das 8Pre gerne im Test mit aktuellen Audioinferfaces sehen. Ich traue meinen Kollegen, insbesondere den Studioautoren schon zu, das sie die Unterschiede, Vorteile und Nachteile rausstellen können.

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    gaffer  AHU

    So weit ich ADAT verstehe, kann die Schnittstelle maximal 48 khz bei 8 Kanälen. Dann wurde irgendwann „gemuxt“ und die Samplerate verdoppelte sich, die Kanalzahl halbierte sich. Viele Hersteller sagen Dir: halbe Kanalzahl bei doppelter Sampling Frequenz. Hier wurde, um das zu verhindern ein zweiter Port eingebaut. Das war‘s. Ich bin jetzt nicht als Techniker geboren, aber ich vermute, dass nach der Buchse weitere Bausteine zur Signalverarbeitung nötig sind, bestimmt integrierte. Und dieser hat vermutlich 16 Eingänge. Sehe ich jetzt nicht als Punkt zur Abwertung. Die wenigen, die mehr als 16 Eingänge brauchen, werden sowieso was anderes kaufen.

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